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Spreeblick-Adventskalender Tag 5: James Bond auf Deutsch

Hier nun das Bindeglied zwischen Hongkonggirls und Fudschijama:

Der fünfte Bondfilm beginnt mit der Seebestattung des vermeintlich tödlich verunglückten James vor der Küste Hongkongs, danach muss der Agent des MI6 in Japan gegen den Erzschurken Ernst Stavro Blofeld antreten.

Wo wir gestern bei Stereotypen bei Japanerinnen waren: die (kurzlebige) Perlentaucherin und Agentin des japanischen Geheimdienst, mit dem sich der auf asiatisch getrimmte Bond vermählt, heißt tatsächlich Kissy Suzuki (gespielt von Mie Hama), ihre wesentlich moderner angelegte Kollegin Aki sollte zunächst Suki heißen, bis ihre Darstellerin Akiko Wakabayashi, die einigen Einfluss auf das Drehbuch ausüben konnte, intervenierte; hier sieht man sie im Einsatz am Steuer ihres Dienstwagens, einem Toyota 2000 GT:

Der wurde übrigens in lediglich 351 Exemplaren gebaut und gilt als das mittlerweile teuerste Auto japanischer Produktion – vor gut einem Jahr wurde ein GT in den USA für 1,1Millionen Dollar versteigert.

Die wunderbare Titelmelodie kommt von Bonds Hauskomponisten John Barry, der Text von Leslie Bricusse, und gesungen hat sie natürlich Nancy Sinatra:

Und da wir hier gerade bei Bondsongs sind, da muss ich noch einmal Rückschau halten auf den Kalender von 2011, damals hatten wir bereits einen anderen Titel aus dem Folgebond, also dem 6. und einzigen mit George Lazenby in der Hauptrolle, „Im Geheimdienst Ihrer Majestät“ hinter einem Türchen. Bonds Gegenspieler war auch hier Blofeld, diesmal verkörpert durch Telly Savallas, und Bondgirl war „Avenger“ Diana Rigg!

Denn hier gibt es den einen Song, der in einen Adventkalender passt wie kein zweiter:

Weihnachtsbaum

Der wurde wieder von John Barry, diesmal zusammen mit Hal David, Texter von Burt Bacharach, geschrieben, und so klang das im Original von der dänischen Baroness Nina van Pallandt:

Und während es diesmal seltsamerweise keine deutsche Version von dem Titelsong (Louis Armstrongs „We have all the time in the world“ – die letzte Studioaufnahme in seinem Leben…) gab, wurde die Hintergrundmusik für eine Verfolgung auf einem winterlichen Rummel stets in die jeweilige Synchronsprache übertragen, hier mal französisch von Isabelle Aubret, voila:

und Kurt Hertha schrieb für Katja Ebstein einen deutschen Text, der wunderbarerweise nicht wie das Original nur kitschig ist, sondern durch die redundante Fragestellung fast tiefsinnig – eben Fragen des Lebens behandelt:

Morgen, zu Nikolaus, bringen wir unsere fernöstliche Reihe zum Abschluss, und kommen geographisch gleichzeitig ganz nah.

Alle Kalendertürchen gibt es hier.

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