
Es sieht überzeugend aus, das Lesezeichen-Design von Lee Hyeon Joo, aber nach der ersten Begeisterung, die mich immer überfällt, wenn Menschen etwas alltägliches und bewährtes weiter verbessern wollen, siegte bei mir doch die Skepsis.
Ich glaube, das „Book Chaser“ getaufte Lesezeichen, das sich bei Blättern automatisch zwischen den gerade aufgeschlagenen Seiten „einhaken“ und damit nach dem Schließen des Buches immer an der korrekten Stelle sitzen soll, kann nicht gut genug funktionieren. Für die ersten und letzten Viertel eines Buches müsste einer der gleich langen „Arme“ stärker als der andere agieren, die Spannung des Materials würde nach kurzer Zeit und Bewegung nachlassen und außerdem könnte der nach oben überstehende Teil des Book Chasers an vielen Stellen, zum Beispiel beim Transport oder der Lagerung, hinderlich sein oder beschädigt werden.
Aber die Idee ist trotzdem toll.
[via]
UPDATE Hoppla:

Unter dem Namen „Albatros“ gibt es dieses Lesezeichen bereits, wie hier gezeigt, seit 2007 von dem Designer Oscar Lhermitte, der lt. eigener Aussage sehr erstaunt über die oben abgebildete „neue“ Version ist, denn seine Entwicklung wurde bereits in England, Italien und Frankreich in den Läden verkauft.
Zufall oder Plagiat? Ich weiß es nicht. Aber ein Red Dot Design Award sollte diese Frage stellen.