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Joe Strummer’s London Calling

In den Jahren vor seinem Tod hatte Joe Strummer eine regelmäßige Radioshow bei der BBC. Die Sendung mit dem treffenden Namen „London Calling“ steht via iTunes als kostenloser Podcast zur Verfügung, dort sind die Shows jedoch von ergänzenden Kommentaren umgeben.

Der großartige Tim vom Radio Clash Podcast und Blog hat nun die 14 BBC-Dateien und einige der im offiziellen Podcast nicht vorhandenen Episoden als Ogg- und MP3-Dateien so aufbereitet, dass man sie wie bei der Original-Ausstrahlung hören kann. Und das sollte man tun, denn Strummers Musiksammlung, die von afrikanischen Sounds zum Blues, vom Hiphop über Reggae zu Pop, Country und Rock’n’Roll reicht und mit einigen Obskuritäten gespickt ist, findet Vergleiche allenfalls bei John Peel, einer weiteren viel zu früh verstorbenen Legende.

Knappe zehn Stunden allerfeinster horizonterweiternder Musik aus aller Welt, moderiert von Joe Strummer, bei Radio Clash als einzelne Shows zu finden oder bei uns als MP3-Gesamtpaket (Link weiter unten). Die Shows sind nicht in alle in bester Audio-Qualität digitalisiert, aber das ist völlig egal. Um es mit Tims Worten zu sagen: „Joe’s love was the music and getting it heard, and this show deserves to be preserved and heard again.“

Als Bonus-Tracks gibt es noch die einmalige Tribut-Sendung von Joes Kumpel Don Letts obendrauf, die nach Strummers Tod entstanden ist und die mit Letts‘ wundervollen Worten beginnt: „I ain’t here to moan at death, I’m here to celebrate life!“

Ignore alien orders!
Joe Strummer’s London Calling 1998-2002 (18 Shows) plus Don Letts Culture Clash Tribute Show (~500 MB .zip)

[via – mit Dank an Bosch!]

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Snow view

Bereits zur letzten Wintersaison hat der Brite Ben Marsh die #uksnow Map entwickelt, eine Karte, die in Echtzeit den Schneefall des Vereinigten Königreichs durch Twitter dokumentiert. Der Hashtag #uksnow und die erste Hälfte der Postleitzahl machen es möglich. Dazu ist lediglich noch die Intensität des Schneefalls auf einer Skala bis 10 zu bewerten und schon hat man es auf die #uksnow Map geschafft. Wer richtig mitteilungsfreudig ist, kann außerdem noch Infos zur Höhe der Schneedecke geben, ein Foto des Winterwunders schießen oder einfach nur seine Gedanken zum Thema äußern. Ganz Twitter eben.

So, wer bastelt uns jetzt eine deutsche Version für erbauliche Stunden im angekündigten harten Winter?

[via]

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“I know you from Twitter, how are you doing?” – Interview mit Artwork von Magnetic Man

Benga (links), Skream (Mitte) und Artwork (rechts) – als einzelne Künstler sind sie maßgeblich dafür verantwortlich, dass sich Dubstep mit Beginn des neuen Millenniums in den Londoner Clubs etablierte und seine charakteristischen Bässe seitdem in die ganze Welt hinausschickt. Man denke da zum Beispiel nur an unbestrittene Hymnen wie „Night“, die es mühelos auch auf unsere Tanzflächen schafften. In diesem Jahr haben sich Benga, Skream und Artwork nun unter dem Namen Magnetic Man als erste Supergroup des Genres zusammengetan und bei einem Major Label unterschrieben. Kaum verwunderlich also, dass mancherorts ob dieses geballten Hit-Potentials gleich reflexartig der Ausverkauf der Szene ausgerufen wird, die sich um Big Apple Records in Croydon, die stilprägende FWD>>-Partyreihe und den mittlerweile ehemaligen Piratensender Rinse FM gebildet hat.

Magnetic Man sind seit der Veröffentlichung ihres gleichnamigen Albums jedenfalls im oberen Bereich der UK Charts gelandet, erfolgreich durch Großbritannien getourt und schauten vor kurzem auf dem Weg zum I Love Techno Festival auch bei der Berliner Maria vorbei. Vor dem Konzert der drei Freunde sprach ich mit Arthur Smith aka Artwork über ihre Live-Auftritte, Inspirationsquellen, musikalische Kollaborationen und Twitter.

Read on my dear…

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Guten Morgen!

Broken Bells – October

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Slayer-Weihnachtsdeko

Watch it while you can. Hier geht’s nämlich nicht mehr.

[via Patricks Facebook-Dingens]

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The Roots und John Legend covern „Wake Up“ von Arcade Fire

john legend the roots

Oder: Wie man alles, was es zu sagen gibt, schon im Titel sagen kann.

[soundcloud url=“http://api.soundcloud.com/tracks/7315817″]

(Das Live-Video ist – Überraschung – in Deutschland nicht verfügbar.)

[via, via]

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Bitte lesen: Ein persönlicher Aufruf von Spreeblick-Gründer Johnny Haeusler

(Bitte, bitte, bitte lest auch das Ende dieser Persiflage, danke sehr.)

Als ich vor acht Jahren niemandem von Spreeblick erzählte, habe ich Kopfschütteln gelernt. Freiwillige aus der ganzen Welt sollten sich zusammentun und eine umfangreiche Sammlung meines Tippens wegschaffen? Motiviert allein vom Gedanken des Verweilens?

Keine Werbung. Keine Profite. Keine Hintergedanken.

Heute, fast ein Jahrzehnt später, nutzen ein paar hunderttausend Menschen jeden Monat Spreeblick – das ist fast ein Vieltausendstel aller Menschen im Internet.
Read on my dear…

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Vegetarische Mäuseorgel

Jahrelang war Kent Jenkins erfolglos mit seinem Spruch „Willst du noch mit reinkommen, mein Röhreninstrument anschauen?“. Bis er sich entschied, tatsächlich eins zu bauen…

[via]

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Guten Morgen!

Little Barrie – Free Salute

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Martin Beyer und Christine Sterly-Paulsen zu Gast bei Read on, my dear

horizontDies ist der erste Besuch des sympathischen kleinen asphalt&anders-Verlag in der Yuma, zumindest in diesem Jahr: Martin Beyer und Christine Sterly-Paulsen beehren uns und haben die Anthologie „Schau gen Horizont und lausche“ dabei.

Martin Beyer interessiert sich für die dunklen Momente: nicht ohne Charme und Humor erzählt er in seinen Büchern von den Abgründen der Liebe, den Obsessionen und Leidenschaften am Rande des Wahnsinns. Düster ist seine Welt und ein wenig absurd, aber auch: ein sprachliches Erlebnis.

Mangabé heißt das aktuelle Buch von Christine Sterly-Paulsen, Mangabé heißt auch die Insel, auf der es spielt: es ist ein Aussteigerparadies unter der Fuchtel eines versoffenen Korsen, wo sich Zivilisationsmüde und Europaflüchtlinge sammeln. Aber kein Paradies ohne Sündenfall, keine Aussteigerinsel ohne koloniale Vergangenheit.

Donnerstag, 25.11. 2010 ab 20:30
Yumabar, Reuterstraße 63

Eintritt frei, Austritt mit Hut

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Berliner Randerfahrungen

Acht Studenten des Masterstudiengangs „Historische Urbanistik“ des Center for Metropolitan Studies (CMS) der TU Berlin haben sich Berlin vorgeknöpft und sich dabei weg von den Zentren zum Rand der Stadt bewegt, dorthin, wo die Ringbahn die Innenstadt umschließt.

Das Projekt der Stadterforschung ist mit Geschichten, Fotos und Collagen unter ringbahn.com auf deutsch und englisch zu erfahren.

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Guten Morgen!

Shakin‘ Stevens – Green Door