
der autokorse
die statur ist übersichtlich
kann kaum übers lenkrad schaun
seinen stil kennt man gerichtlich:
heizen, drängeln, unfallbaun
rechte hand steckt in der weste
links übt sich im fernlichtmorsen
pegelstand wie george (der beste)
so gefällts dem autokorsen
fenster runter, raus die fahne
reifen quietscht die halbe nacht
unbezwingbar wie zidane
sieger der drei-hupen-schlacht
unser bleifußbonaparte
rast von austerlitz nach jena
schaut nur rtl, nie arte
wer verbannt ihn nach helena?
Zuhause, auf Zwölf Zeilen zur Zeit, zockt Ingo Neumayer tagtäglich so lange mit der deutschen Sprache, bis sie ihm einen sinnigen Reim spendiert.
Vreitags gibt er auf Spreeblick einen aus!
Die Japaner mauern sich ins Halbfinale, weil Dänemark nicht weiß, wie man eine Mauer stellt. Ich würde gerne mehr schreiben, aber nach 30 Minuten gings mir wie dem Offensivspiel der Dänen und ich schlief ein.


Rehhagel gegen Maradona, offensichtlich sterblicher griechischer Halbgott gegen The big Easy, das hätte ich gern als Celebrity Deathmatch.
Die einzige Möglichkeit, überhaupt noch Sympathien zu gewinnen, war die: 4-0 gegen Südafrika verlieren und hoffen, dass Uruguay gegen Mexiko gewinnt. Sie mühten sich auch redlich, kaum 25. Minuten gespielt, da stands auch schon einsnull für Südafrika: Lloris, eigentlich ein Guter, unterlief eine Flanke. Und Südafrika machte ein Kopfballtor. Südafrika! Kopfballtor! Das dürfte das erste Mal gewesen sein seit dem Freundschaftsspiel gegen das Volk der Pygmäen. 

Der beste Pfiff des Schiedsrichters war der Abpfiff. Fünf Euro ins Phrasenschwein. Ein leichtes Foul von Behrami mit Rot, und das nach 31 Minuten, neun gelbe Karten, Al Ghamdi kriegt bei der WM bestimmt ein Skatdeck zusammen. Für ihn gilt, was Keegan einst sagte: „Die Trikottasche des Schiedsrichters ist wie ein Toaster. Jedesmal, wenn es rattert, springt ’ne gelbe Karte raus.“ 





