
Seit ich vor zwei Wochen in Köln auf der gamescom war, lässt mich das Grummeln nicht los. Es begann dort schon kurz nach dem Betreten der ersten Hallen, verwandelte sich schnell in ein Kopfschütteln und wurde schließlich zum heftigsten WTF-Gefühl, das man als Frau so im Jahre 2010 bekommen kann. Mein Besuch auf der gamescom brachte noch vor allen ausprobierten Spielen und interviewten Spielemachern vor allem eine ernüchternde Erkenntnis: Wenn sie überhaupt darin stattfinden, sind weibliche Wesen in der Welt der Games in erster Linie lediglich dekoratives Beiwerk.* Eine der größten Industrien überhaupt propagiert fröhlich sexistische Rollenmodelle und findet sich dabei kein bisschen schlimm. Im Gegenteil. In den vergangenen Jahrzehnten hat sich hier ein Bild etabliert, das jede auch nur halbwegs emanzipierte Frau schaudern lässt. Und das alles nur, weil Jungs als Konsumenten gelten und Mädchen ja sowieso nicht zocken. Okay, Klischeefall abgeschlossen.
Read on my dear…















