Das musste ja kommen: Wer braucht schon Microsofts „Project Natal“ oder eine Wii, wenn man ein Theremin haben und damit eine Runde Super Mario zocken kann. (Und weil bis jetzt noch bei jedem Posting über das Theremin fragen kamen, was das überhaupt für ein Dingens ist [ein Musikinstrument] und warum es funktioniert, wie es funktioniert: Hier steht, wie’s geht.)
Microsoft hat gestern auf der Spielemesse E3 ihr „Project Natal“ vorgestellt, das, wenn es denn so gut funktioniert, wie sie es im Video anpreisen, ein Wii-Killer ist. Weil man dafür keine neue Konsole braucht, sondern ein Kamera-Set zur Xbox hinzukauft und eine Body-Recognition-Software installiert. Den Rest erklärt das Video nach dem Klick, viel mehr Infos stehen auf Offworld. Read on, my dear…
Hier ein (zwar altes, aber relativ ungesehenes und vor allem –>) sehr schönes Video mit Suzanne Ciani, die Ende der 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts die Soundeffekte des Xenon Pinballs entwickelte. Tolle acht Minuten voller Retrotech und komischer Geräusche. Viel mehr zum Making of der Pinball-Sounds gibt’s hier, Video nach dem Klick. Read on, my dear…
Wenn das Studio die Produktion einer Spieleserie nicht fortführt, dann muss das eben der Spieler übernehmen. Fabu hat’s getan und präsentiert „Monkey Island 5: Escape from ASCII island“. Bis jetzt hat’s noch keiner durchgespielt, sachter.
Das wird heute nichts mit der gemeinsamen Mittagspause, das Flash-Spiel Scary Girl, eine Kreation des Australiers Nathan Jurevicius, wird sie verhindern.
Der Service OnLive wurde nach sieben Jahren Entwicklung vor wenigen Tagen auf der Game Developer Conference vorgestellt und er hat das Potential, das komplette Business-Model der Spielehersteller auf den Kopf zu stellen. Der Service beschreibt sich selbst als „Games on Demand“, was unauffällig klingt, allerdings – sofern er hält, was er verspricht – ein revolutionäres Konzept ist: Games werden nicht mehr lokal auf einer Konsole oder einem PC gespielt, sondern lediglich das Videosignal gestreamt. Kein Download, keine Wartezeiten, sofort verfügbare Games, die auf einer Server-Farm von OnLive laufen.
Die neuesten Games funktionieren auch auf kleinen Rechnern, man kann sie per Minikonsole am Fernseher spielen oder – Achtung! – per Plugin im Browser. HighEnd-Games im Browser spielen, Hardware-Voraussetzungen werden obsolet und (für mich nicht ganz unwesentlich) alle PC-Spiele sind dank des Services dann auch für Mac verfügbar – sensationell! Mit an Bord befinden sich bereits Electronic Arts, Take 2, Ubisoft, THQ, Eidos, Atari, Codemasters, Epic und einige mehr. Preise sind noch nicht bekannt.
Natürlich kann ich mir jetzt schon denken, wo Probleme auftauchen: Bandbreite. Wenn eine Million Spieler gleichzeitig GTA IV spielen, erzeugt der Service einen unglaublichen Datendurchsatz und die Serverlast bei OnLive will ich mir gar nicht vorstellen. Aber egal, sie sagen, sie kriegen es hin und das Konzept ist als Konzept erstmal revolutionär. Wir werden sehen, wie das dann im Winter, wenn der Service live gehen soll, in der Praxis aussieht.
Eilmeldung vom Hypertext-Kommissar: „In Österreich, dem Land der zwei Geschwindigkeiten, wurde im Darwinjahr eine vergessen Sowjet-Republik entdeckt. Defakto gilt Sowjet-Unterzögersdorf als letzte Enklave des ehemaligen Riesenreiches und hat sich aufgrund einer fehlenden Copyright- und Jugendschutzbehörde zum heimlichen Weltmarktführer kostenloser Point-and-Click-Adventures entwickelt.“
Bush mit Schuhen bewerfen kann ja jeder. Und Mashups auch. Aber wir, wir wollten deutsche Politiker auch mal den Stiefel spüren lassen und haben daher das Schuhwurf-Flash-Game übersetzt.
Ich mag Flash-Spiele eigentlich nicht sehr gerne, aber Play Auditorium ist so liebevoll gemacht, so, nunja, schön, und, ach, einfach schön. Und passt auf seine melancholische Art sehr gut zur Jahreszeit. Finde ich. Das muss ich jetzt deswegen dringend herzeigen.
MoGo, eine augenscheinlich besonders gerissene Software, die mit der geliehenen Rechenzeit einiger Supercomputer operierte, hat einen amerikanischen Go-Meister (achter Dan) geschlagen (wobei der Computer einen Vorsprung erhalten hat). Da ich das Spiel nicht kenne, kann ich es nicht beurteilen, aber es heißt, Go sei deutlich komplexer als Schach und man war davon ausgegangen, der menschliche Geist müsste reiner Rechenkraft dauerhaft überlegen sein. Bis jetzt habe ich zu der These, 2050 würde eine Robotermannschaft den Fußballweltmeister schlagen, gesagt: „Ja. Im Halma.“ Aber vielleicht geht da ja doch was. Jetzt werde ich erst mal meinen iMac zum Boxen auffordern.
Wie schön, schon in den Achtzigern musste man zum Skaten nicht mehr vor die Tür danke des Fingergrindings, jetzt braucht man dank Illusion Labs Touchgrind dafür nicht mal mehr ein Mini-Skateboard (sondern das ein bisschen teurere iPhone). Finger-Ollies nach dem Klick. Read on, my dear…
Nach dem Dings folgt das Video einer Demo des kommenden Wii-Spiels „The Unfinished Swan“ und das zeigt mal wieder, dass die überzeugendsten Spielideen keine komplexen Umgebungen oder tausende Möglichkeiten brauchen, sondern eine möglichst einfache und simple Prämisse. Etwa die hier: stecke den Spieler in ein Labyrinth, färbe das komplett weiß ein und gib dem Zocker eine Farbspritzpistole. Read on, my dear…
In den 90ern habe ich nächtelang zitternd nicht aufhören können, meine Konsole zu bespielen. Zitternd, weil ich leider immer Verpackungsbeilagen lese und somit wahrscheinlich der einzige Mensch bin, der fest damit gerechnet hat, dass ihn bei Tekken irgendwann einmal der Schlag trifft. (Zu meiner Verteidigung muss ich sagen, dass meine Hauptkonsolenzeit war, als gerade in Japan eine Legion japanischer Schulkinder epileptische Anfälle von Pokémon bekommen hatte). Dieses Video übertrifft allerdings selbst meine damaligen Erwartungen an durch Videospiele angerichtete Schäden.
Da wartet die halbe Gamer-Welt jahrelang auf das neue Werk von Will Wright, dem Mann hinter den Sims, und nun das: Die nun vorliegende Vollversion von SPORE lässt sich nur dreimal installieren – wenn man die legale, offizielle Version gekauft hat. Die schon vor Tagen kursierenden Raubkopien hingegen sind unbeschränkt. Read on, my dear…
„sed, naja, so’n Kommandozeilen-Tool, sagt dir grep was?“ – Es ist gut, jemanden wie Max im Büro zu haben, um sich immer wieder seiner eigenen Unzulänglichkeiten bewusst zu werden.
Es ist etwas frustrierend, das von Eskil Steenberg im Alleingang programmierte „First person not so massively multi player online procedural adventure game“ namens LOVE noch nicht spielen zu können, man kann aber bereits jetzt jede Menge Zeit damit verbringen, Eskils Fortschritte bei der Arbeit in seinem Blog zu verfolgen.
Dies sei die Zukunft der Spielentwicklung, meint ein Kommentator bei Hacker News. Und könnte Recht haben.
Muss das kurz loswerden: Ich bin noch immer ganz verdattert von Nintendos gestriger E3-Pressekonferenz und werde wohl kaum vor heute Abend meine Sinne wieder beisammen haben. Ich glaube, das letzte Mal, dass ich so permanent angegrinst wurde, war auf einer Veranstaltung einer Frankfurter Sonnenanbeter-Sekte (keine Fragen bitte).
Tatsächlich kommen mir nach dem hemmungslos zur Schau gestellten Ninty-Glück die Verkäufer auf QVC & Co. vor wie Hardcore-Depressive im Dämmerzustand.
Sonys Show habe ich danach wie durch einen Schleier wahrgenommen, der erst gelüftet wurde, als mir Pizzasoße über die Tastatur lief. Schockmoment gegen Vollnarkose Volkshypnose — immerhin bin ich noch rechtzeitig aufgewacht, um mir von Sony erklären zu lassen, dass »die Zukunft« die Zukunft sei.
Ich mach jetzt ein paar Aufwachübungen, danach kaufe ich 20 Saftpressen, 14 Digitalkameras und 1337 Pokémon-Spiele.
Vergewissern Sie sich, dass sich keine Gegenstände im Innern der Schuhe befinden, und führen Sie zunächst einen und bei Erfolg den anderen Fuß in die entsprechende Öffnung.
TIPP: Nach links gebogen — rechter Schuh, nach rechts gebogen — linker Schuh.
Wie sich die Zeiten ändern! Noch vor zwei Jahren hätte niemand auch nur einen Pfifferling auf Echtzeitstrategie-Spiele auf einer Konsole gegeben, und nun schießen die Dinger wie uhm… Pilze aus dem Boden. Sorry.
Und ich? Vor gerade mal 6 Monaten töne ich groß herum, dass ich mit dem Genre nix anfangen kann, weil ich eher der Hau-Drauf-Gamer bin, und nun wühle ich mich routiniert durch Tech-Trees, setze gezielte Nadelstiche gegen feindliche Basen und schlage mir die Nächte mit ausgeklügelten Truppenkommandos und aufreibenden Mehrfrontkämpfen um die Ohren.
Auf der Couch. Vor dem Fernseher. An einem Controller. Read on, my dear…
Ich weiß, ich weiß, es gibt eine Menge Leute da draußen, die meinen, Spielewertungen würden per se keinen Sinn machensinnvoll sein. Kunst bewertet man auch nicht und so, schon klar.
Denen ist nicht zu helfen, zumal das die ersten sind, die nach der Lektüre ihrer New Games Journalism Website auf metacritic gucken, ob der hübsch beschriebene »Grund-warum-ich-Gamer-bin« auch anständig abschneidet.
Für Euch, aber vor allem für alle anderen, gibt’s im folgenden die völlig unwissenschaftliche Darstellung, warum gerade 10er-Skalen als Grundlage für Spielewertungen keinen Sinn machensinnvoll sein. Kann man sicher mal gebrauchen, z.B. vor der Eröffnung eines eigenen Review-Portals. Read on, my dear…
Gebt einem 14-Jährigen einen Filzmarker, und er wird einen Penis an die Fahrstuhlwand malen. Gebt ihm einen Klumpen Knete, und er wird Brüste daraus formen. Gebt ihm eine Software, mit der man absurde Lebewesen auf dem Computerbildschirm kreieren kann, und er wird stundenlang kopulierende Zweiwesengeschöpfe mit drei gigantischen Phalli und dollypartonesken Brüsten formen, sie animieren, mit Musik unterlegen, bei YouTube veröffentlichen und mindestens drei Tage lang Freude daran haben, Kommentare zu seinem Video zu lesen, die im Wesentlichen aus den Buchstaben R, O, T, F, L, M, A und O bestehen. Read on, my dear…
Ich war vor kurzem mal wieder eine Woche in Urlaub. Weg, raus, Kind und Kegel eingepackt und ab nach Norden. Keine Technik an Board, noch nicht mal mobile Telefone.
Nichts, so die Idee, könnte so wichtig sein, als dass es nicht auch noch bis zur Rückkehr warten könnte.
Darf ich vorstellen? Das ist Horst. Horst ist meine erste mit dem „SPORE Labor“ erstellte Kreatur und man darf sich jetzt schon darauf gefasst machen, dass man im kommenden Herbst viele weitere Wesen seiner Art im Netz sehen wird. Mein zweiter Versuch war übrigens Jaqueline, von ihr gibt es nach dem Klick sogar ein heißes Video. Read on, my dear…