Dan Bull: Minecraft Epic Rap
Unsere Söhne kämpfen seit einigen Wochen täglich um jede zusätzliche Minute Computerspielzeit. Vereinzelt wird dabei sogar zu solch extremen Waffen wie “Hilfe im Haushalt anbieten” gegriffen, und das will was heißen.
Der Grund dafür ist Minecraft, ein Spiel des schwedischen Entwickler-Teams um Notch (Markus Persson), das sämtlichen anderen elektronischen Spielen in unserem Haus den Rang abgelaufen hat, und das, obwohl es bis zum 18. November 2011 etwa ein Jahr lang nur als Beta-Version erhältlich war (hier gibt es einen älteren Spreeblick-Artikel zu Minecraft).
Minecraft ist dabei in der Welt der Videogames ein Phänomen für sich: In einer groben Pixel- bzw. Block-Welt, die völlig gegensätzlich zum grafischen Realitätswahnsinn anderer aktueller Game-Titel verläuft, können sich Spieler beinahe endlos austoben, im Online-Modus auch mit- oder gegeneinander antreten, eigene Welten kreieren und dabei immer neue Möglichkeiten entdecken. Doch dies soll nicht Thema dieses Artikels sein, vielmehr fasziniert mich die Welt um das Spiel herum, denn sie ist eines der vielen Beispiele für eine Online-(Jugend-)Kultur, die auf die herkömmlichen, den Eltern bekannten Verbreitungsmedien wie TV, Print oder gar eigens kreierte Werbung völlig verzichtet und dennoch ein Millionenpublikum erreicht. Und noch dazu ein zahlendes: Bisher haben schon über vier Millionen Menschen eine Minecraft-Lizenz zum Preis von bis zu 20 Euro gekauft.
Read on my dear…















