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Pop mark von Johnny Haeusler | 16

Ich mag’s ja manchmal polemisch

In der Pariser Metro gibt es Durchsagen in drei Sprachen; in der Berliner U-Bahn noch nicht einmal in einer.

Johnny Haeusler 08.12.2005 um 21:29

Pop

Du kannst kommentieren, oder einen Trackback von deinem Blog aus setzen.


16 Kommentare

  1. 01

    befindlichkeitsfixiert:

    Hat ja auch etwas gedauert bis die (manuellen, nicht automatischen) Ansager das “Bitte” beim “Zurückbleiben!” gelernt haben… soll ja sogar einen Schaffner gegeben haben, der entlassen wurde, weil er das “Bitte” nicht sagen wollte… aber das war wohl eher eine romantische Berliner-Schnauze-Verklärung als wahr…

    Was heißt eigentlich Zoologischer Garten auf französisch? (höhö)

    08.12.2005 um 22:08 | Antworten
    Alle Kommentare von befindlichkeitsfixiert
  2. 02

    Arndt:

    Doch was der gebildete Ausländer vermutlich denken wird, ist: daß die Deutschen mit ihrer Sprache ebenso schludrig umgehen wie mit allen anderen Elementen ihrer nationalen Identität.
    - aus eben diesem FAZ-Artikel

    “Nationale Identität”, wenn ich das schon höre. Ich mag (weiß vieleicht jemand ein stärkeres Wort dafür als “nicht mögen”, was aber nicht so ’stark’ ist wie verabscheuen - mir fällt gerade keins ein, ich gehe sehr schludrig um mit meiner Sprache, dabei komme ich noch nicht einmal aus Berlin) diese national(istisch)e Haltung nicht.

    Na aber da ziehen die Frankfurter mal ordentlich vom Leder gegen Berlin.
    Aber wer liest schon die “FAZ”?

    08.12.2005 um 23:01 | Antworten
    Alle Kommentare von Arndt
  3. 03

    Erik P. Hauth:

    Hallo Johnny,
    muss Dich leider entäuschen. Bin gestern Metro in Paris gefahren. Ansagen gab es da keine. Nur eine, Vorgestern, und die war auf französisch und so genuschelt, dass mein Schulfrz. versagte.

    08.12.2005 um 23:39 | Antworten
    Alle Kommentare von Erik P. Hauth
  4. 04

    TriIIian:

    Ich finde, die Berliner U-Bahn-Ansagen haben doch was. Besonders, wenn der Fahrer vergessen hat, den Knopf zu drücken (oder wie immer das passiert, wenn es passiert) und die Ansage dann ein bis drei Stationen hinterherhängt. Das war jedenfalls früher regelmäßig der Fall.

    Noch besser ist es im Bus: mein “Hausbus”, der 245er, fährt nur bei jeder zweiten Fahrt bis zur eigentlichen Endhaltestelle. Bei den anderen Fahrten kommt die Ansage “dingdangdongdong Hauptbahnhof - Lehrter Bahnhof! Dieser Bus fährt weiter bis Seydlitzstraße.” Nur leider können Ortsfremde mit dieser Ansage so gar nichts anfangen. Hehe. Aber es würde wohl auch nichts nützen, diesen Text in mehreren Sprachen durchzusagen…

    09.12.2005 um 00:31 | Antworten
    Alle Kommentare von TriIIian
  5. 05

    Steffen:

    Kann mich da meinem Vorredner anschließen, in der Metro wird nur französisch genuschelt.

    09.12.2005 um 00:34 | Antworten
    Alle Kommentare von Steffen
  6. 06

    icewind:

    Hier in Hamburg gibt es -in der Bahn schon länger- neuerdings auch im Bus automatische ansagen von einer sehr sympatischen Frauenstimme (finde ich zumindest). In der S-Bahn spricht ein nicht minder sympatisch klingender Herr die Ansagen, und in der U-Bahn die Dame. In den Bussen ist das irgendwie unterschiedlich :)

    Für wichtige Stationen (”Next stop: Central Station”) und für Endhaltestellen (”This train terminates here, all change please”) gibt es die Ansagen dann auch in englisch, wobei ich irgendwie finde, dass die Ansagen falsch klingen…

    09.12.2005 um 06:50 | Antworten
    Alle Kommentare von icewind
  7. 07

    Matthias:

    Die Stimme in den neuen U-Bahnen ist auch eine recht angenehme Frauenstimme, ist wahrscheinlich Standard. Wer in Berlin mit dem Regionalexpress 2 fährt (der fährt über Flughafen Schönefeld) kann sich an jeder Station über eine zusätzliche englische Ansage freuen.

    09.12.2005 um 07:51 | Antworten
    Alle Kommentare von Matthias
  8. 08

    Hans v.:

    wenn es soweit käme, dass mir adoleszente zeit-artikler die welt erklären und solche faz-ken wie der zitierte die schönste stadt der welt madig machen könnten, dann wäre das ende wirklich nah. frankfurt ist ein monochromen!

    09.12.2005 um 08:44 | Antworten
    Alle Kommentare von Hans v.
  9. 09

    Nicole Simon:

    Also ich war da gerade. Und die reden nix in ner anderen Sprache und die verstecken sogar ihre Ubahn-eingänge sehr gut …

    Dafür haben sie ein akzeptables System der Anzeige (in den meisten Linien die ich fuhr) wo man gerade ist und welche Stationen noch so vor einem liegen.

    09.12.2005 um 09:58 | Antworten
    Alle Kommentare von Nicole Simon
  10. 10

    Felix:

    “Aber wer liest schon die “FAZ”?”

    Ich oute mich - gelegentlich. Die Jungs haben öfters mal ein paar gute Sachen in petto, und wer ihre politische Linie nicht mag - die sich ja nun wirklich nicht ausserhalb des normalen politischen Rahmens bewegt - findet immer was Gutes im Feuilleton. Echt!

    Auf der U2 waren vor zwei Wochen die Durchsagen zu Störungen wegen Gleisbauarbeiten auf Deutsch und Englisch. Kein Witz! War schwer überrascht. Über die Servicementalität des Personals wollen wir aber lieber schweigen…

    09.12.2005 um 10:18 | Antworten
    Alle Kommentare von Felix
  11. 11

    nic:

    letztes jahr war die ansage in Paris def. auf 2 Sprachen. fra und eng allerdings nicht auf allen strecken.

    09.12.2005 um 13:11 | Antworten
    Alle Kommentare von nic
  12. 12

    wolf:

    Wenn Ihr Euch schon über die U-Bahn Bemerkung ärgert, solltet Ihr mal den Rest des Artikels lesen:

    Berlin ist eine unerotische Stadt. In keiner anderen europäischen Hauptstadt sind die Menschen so schlecht gekleidet. Wer glaubt, das läge daran, daß es hier nach Osten geht, der werfe einen Blick auf die Damen in der Altstadt von Warschau oder in Moskau - und er wird begreifen: Berlin war schon der Tiefpunkt, danach geht es wieder bergauf.

    Sehr gut beobachtet, finde ich…

    Gruss aus Paris,
    W

    09.12.2005 um 15:02 | Antworten
    Alle Kommentare von wolf
  13. 13

    ntropie:

    Als wir alle Papst waren und dieser in Köln, wurden alle Ansagetexte in Bus und Bahn von Köln und Bonn durch dreisprachige ersetzt. Für die Christentouristen. Jetzt sind sie wieder einsprachig (glaube ich zumindest, müsste das im Feldversuch verifizieren).

    09.12.2005 um 15:59 | Antworten
    Alle Kommentare von ntropie
  14. 14

    Timo:

    Kann mich bei Paris auch nicht an mehrsprachige Ansagen erinnern.
    Und das was auf französisch kam, das war wirklich genuschelt. Außerdem waren die Lautsprecher so mies, das ohnehin noch gar mal überhaupt nix angekommen ist.
    Selbst wenn es nicht genuschelt worden wäre und mein Französisch besser wäre…

    Wobei ich jetzt noch mit Insiderwissen aus Heidelberg glänzen kann: Die Busse dort, zumindest die, mit denen ich zwischen “Hbf” und Universität verkehre, haben gelegentlich auch eine englische Ansage, nämlich “Main Station” und “University Place”.

    Und @ icewind: Ein Zug, der sich terminiert? Nee nee, da kriegt mich keiner rein ;)

    10.12.2005 um 22:58 | Antworten
    Alle Kommentare von Timo
  15. 15

    Radiowaves:

    Jaaaa, die manuellen Ansagen auf den S-Bahnhöfen…. Prenzlauer Allee oder Greifswalder Straße hatte mal folgende zu bieten: “Zug nach Grünau… der letzte Wagen ist Mitropa… zurückbleiben bitte.” In der Frankfurter Allee hieß das ab und an etwas kürzer, dafür aber deutlich unpräziser “ßßßßru!” Berliner (oder Leute, die wie ich hierher in die Verbannung geschickt wurden) wissen ja, was gemeint ist. Und ich freue mich ausnahmsweise mal über Arbeitsplatzabbau: wenn die Stationsaufsichten in naher Zukunft entsorgt sind, kann man endlich folgende Szene nicht mehr beobachten:

    Bahnsteig, unsicher wirkender Tourist, wartende S-Bahn. Eine “S-Bahn-Aufsicht” kommt aus ihrem Häuschen, ein Sprechfunkgerät in der Hand.

    Tourist: “Entschuldigen sie, ist das der Zug nach Ostkreuz?”
    Aufsicht: “Moment mal.” (Dreht sich weg, nimmt das Sprechfunkgerät): “Gleis 3 nach Grünau Türen schließen… Gleis 3 nach Grünau abfahren.” (Dreht sich zum Touristen zurück): “Ja.”

    (Sinngemäß so aufgeschnappt.)

    Auch gerne gesehen: die Aufsicht am Ostkreuz oben wartet, bis die ersten Leute aus dem unten zum Halten gekommenen Zug den letzten Treppenabsatz erstürmen und läßt dann genußvoll die Türen schließen. Das passiert so häufig, daß ich System dahinter vermute.

    Gestern in Hamburg durfte ich in S-Bahnen mit klarem Blick durch die Fenster fahren und mußte feststellen, daß die dort offenbar nichtmal Schutzfolie für die Scheiben benötigen. Und keine bereits von Haus aus wie komplett beschmiert aussehenden Sitzbezüge aus widerlich anmutender Plastefolie. Dafür roch es vorletzte Woche auf der U-Bahn-Treppe Lahnstraße (Neukölln) wieder süßsauer nach Kotze und heute mußte ich feststellen, daß der Aufgang im S-Bahnhof Eichborndamm fast zu lang ist, um ohne zwischendurch zu atmen da auf den Bahnsteig zu kommen. Bleibt einem also nichts anderes übrig, als die beißende Wolke aus Pisse zu inhalieren.

    Mein seit den 60er Jahren in Berlin lebender Patenonkel hatte spontan eine Antwort auf meine Frage, warum so viele junge Frauen in Kreuzberg auf mich so leidend wirken: “Das Leiden heißt Kreuzberg.”

    Ich bleibe dabei: Berlin ist für mich bissl wie Geisterbahn: ich dreh gerne mal eine Runde, aber länger will ich mich da dann doch nicht aufhalten. Wenn ich groß bin und es mir leisten kann, gehe ich zurück in die Zivilisation nach Jena.

    (Aua, das gibt wieder Haue…)
    ;-)

    11.12.2005 um 23:41 | Antworten
    Alle Kommentare von Radiowaves
  16. 16

    Fee:

    Ist einer von euch von mal bei Nacht in Hamburg die S-Bahnstrecke von Hauptbahnhof nach Bergedorf gefahren? Dann wisst ihr erst die Ansagen in der Bahn zu schätzen… Wenn denn mal was angesagt wird, dann so leise oder undeutlich, dass die Bahn sich das eigentlich sparen könnte.

    17.05.2007 um 12:19 | Antworten
    Alle Kommentare von Fee

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