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Das mit den Ideen ist so eine Sache. Kaum eine, die nicht auf einer anderen basiert. Kreativität ist ein konstanter Fluss und I live by the river.

Die Grenzen zwischen Plagiat, Hommage und Diebstahl sind daher nicht immer leicht auszumachen.

Ich habe persönlich selten ein Problem mit Nachahmungen, wenn respektvoll mit dem Original umgegangen wird, vielleicht sogar das eine oder andere Gespräch geführt wird, man offen miteinander umgeht. Schließlich gibt es die einzigartige, nie dagewesene Idee einfach nicht, zuviel Einflüsse donnern auf Kreative aller Art ein und letztendlich passiert es auch, dass zwei Dumme den gleichen Gedanken hatten. Und eine kopierte Idee kann auch eine Verbeugung vor dem Original sein.

Das Layout von Spreeblick z.B. basiert (wie am Ende jeder unserer Seiten vermerkt wird) auf dem von A List Apart, die ich vor der Veröffentlichung unseres Designs um Genehmigung gebeten habe. Tatsächlich waren meine eigenen Skizzen vor dem Neustart ziemlich dicht an der Struktur vom damals ebenfalls frisch überarbeiteten ALA, einige Dinge hatten die Gurus drüben jedoch viel cleverer gelöst als ich.

Immerhin haben wir keinen Code geklaut, sondern alles selbst erstellt. Dennoch wurmt mich die Nähe so sehr, dass ein Neudesign von Spreeblick, das mit bekannten Sites so wenig wie möglich zu tun haben soll und das Thema Blog-Design an einigen Stellen neu zu definieren versucht, bereits in der Mache ist. Reine Eitelkeit vielleicht, denn das ALA-Layout funktioniert einfach recht gut (allerdings funktioniert es bei ALA noch einmal viel besser als hier, denn abgesehen davon, dass die Jungs Design-mäßig ein paar Tacken besser als ich sind, veröffentlichen sie ihre Artikel seltener und haben ein kleineres Archiv und weniger Kategorien).

„Lieber gut geklaut als schlecht selbst gemacht“ lautet eines dieser blöden Sprichwörter, die deshalb blöd sind, weil sie oft stimmen (siehe auch: Eltern, die Recht haben). Und so wird halt geklaut, wo es nur geht: In der Musik, in der Werbung, in der Kunst, im Web sowieso. Ärgerlich wird es nur, wenn sich Diebe ihre geklauten Ideen als eigene bezahlen lassen und Fairness gegenüber dem Original dabei ein Fremdwort bleibt.

Zu Agenturzeiten hatten wir solche Fälle ein paar Mal, oft wurden Kreationen unserer Designer 1:1 kopiert, nicht einmal die Dateinamen von animierten GIFs wurden geändert. In den meisten Fällen versuchten sich kleine Agenturen mit unserer Arbeit zu schmücken, von denen man nie wieder etwas hörte (naja, von uns ja dann irgendwann auch nicht mehr…), ein „Einschreiten“ unsererseits wäre also lächerlich gewesen, auch wenn es mich maßlos geärgert hat, wenn Gestalter nach meiner netten Rückfrage felsenfest behaupteten die Animationen selbst erstellt zu haben.

Anders sah die Sache aus, als wir auf einer Disney-Website plötzlich Figuren von uns sahen, bei denen nicht einmal ansatzweise versucht wurde die Herkunft zu verbergen. Disney jedoch gerichtlich anzugehen gleiche einem Selbstmord, erklärte uns der Anwalt: Der Konzern würde bei einem Prozess, wenn es denn überhaupt zu einem käme, bergeweise Professoren-Gutachten vorlegen, welche die Unschützbarkeit von Comic-Figuren dieser Art belegen würden. Allein das Durcharbeiten der Unterlagen würde das Gericht jahrelang beschäftigen, was wiederum dazu führen würde, dass der Richter nach vielen Monaten einen Vergleich anstreben würde, an dessen Ende vermutlich mindestens unsere eigenen Verfahrens- und Anwaltskosten stehen würden. Die sich bis dahin auf eine für uns untragbare Summe angehäuft hätten.

Ja. Es gibt einen Unterschied zwischen „Recht haben“ und „Recht bekommen“.

Wahrscheinlich versuchen die Macher vom largestonlinestadium, mit denen wir im März viel Spaß hatten und die ihr tatsächlich privat organisiertes Projekt seitdem mit tollen und pfiffigen Ideen ausgebaut haben, vermutliche Plagiate genau aus diesen Gründen zu ignorieren.

largestonlinestadium
(largestonlinestadium, online seit März 2006)

Müssen sie auch, denn wie sollten sie sich gegen die anscheinend peinlich abkupfernde Agentur von SZ und T-Online (und deren „Guerilla“-Abteilung) wehren, die merkwürdigerweise die gleichen Ideen hatte, nur eben zwei Monate später? Wo die doch die viel besseren Pressemitteilungen (PDF) schreibt, in denen Buzzwords wie „Social Network“ (hier brechreizerregend ausgebaut zu: „OSN: Online Social Network“) und „virale Effekte“ selbstredend nicht fehlen dürfen?

wm-fanblock
(WM-Fanblock, online seit 19. Mai 2006)

Oder gegen andere, die lustigerweise auch ganz ähnliche Ideen hatten, aber schlechtere Designer?

wm-fanblock
(Best Fans, online seit ?)

Die Jungs und Mädels vom largestonlinestadium hätten keine Chance. Das wissen auch die Agenturen, die das largestonlinestadium ganz bestimmt noch nie gesehen haben. Die daher auch nicht bei largestonlinestadium angefragt haben. Die deshalb für „Strategie und Konzept“ selbstverständlich und völlig zurecht nicht largestonlinestadium, sondern ihre „Kreativen“ angeben. Und die für das gesamte Projekt, da schätze ich mal aus eigener Erfahrung, eine nette fünfstellige Summe berechnet haben. Wenn nicht sogar mehr.

Was völlig okay wäre, wenn man auch nur einen Funken Anstand und Respekt hätte. Falls man largestonlinestadium vielleicht doch vorher gesehen hat. Was aber ganz sicher nicht der Fall ist.

Alles Zufall. Gewiss.

(Anmerkung: Es geht nicht um das Design. Es geht um die Funktionalitäten und die Ideen. Man beachte allein die Totenkopf-Shirts.)

56 Kommentare

  1. 01

    und wieder mal ein Fall für das altbekannte Max Liebermann-Zitat. Warum bedienen sich ausgerechnet oft genau die bei anderen, denen dann soviel dran liegt ihr „geistiges Eigentum“ geschützt zu sehen?

  2. 02

    Ich spiel jetzt mal Teufels Advokat… die erste Idee erinnert mich entfernt an die Million Dollar Homepage, die es ja mittlerweile in 100en Varianten gibt (setz irgendwas auf irgendwas und nebendran oder drauf ist Werbung). Und das zweite Konzept, ist das nicht irgendwie so mach-dein-Avatar wie’s auch 100e gibt, aber halt wie grade überall in Deutschland auf WM getrimmt?

    OK, aber intuitiv würde ich auch sagen das 2. ist geklaut vom 1. Aber ich hab schon so einiges an Zufällen erlebt wo man irgendwie grad eine Webseite/Spiel/Tool fertiggemacht hat und am nächsten Tag entdeckt man durch ein bisschen googeln, dass es sowas schon gibt, oder andersrum man macht ein witziges Spiel und 1 Jahr später meint ein anderer er hätte das witzige Spiel dann auch erfunden, bis man ihn auf seine Seite hinweist und er aus allen Wolken fällt. Was soll’s, dann möge halt der bessere gewinnen, bei den Million Dollar Homepages hat am Ende auch der erste gewonnen (soweit man das beurteilen kann). In diesem Fall find ich den ersten auch am besten, die zweite oben find ich schon allein wegen T-Online-Stil eklig.

  3. 03

    ….öhm, ich glaub, da fehlt ein entscheidendes „k“ vor dem „ein“ im dritten Absatz, oder? ;-)

  4. 04

    Ich gebe Philipp recht, The largest online stadium wirkt schon stark von der Million Dollar Homepage inspiriert.

    Nur – und das relativiert die Sache für mich wieder, wurde die recht simple „kauf mit Deiner Kaffeekasse ein paar Pixel auf meiner Homepage“ *weiter* gedacht. Und zwar in sovielen Dingen, dass TLOS einfach eine nette Idee ist, die man auch „genießen“ kann, wenn man die Million Dollar Homepage im Hinterkopf hat.

    Es wurden einfach viel mehr intelligente Verknüpfungen zwischen Fans, Werber und Nochnichtfans/werber geschaffen, als es die Pixelseller tun, die einfach nur Pixel-Collagen online stellen.

    Das andere sind für mich allerdings schlichtweg Kopien, nicht weitergedacht, ohne „Twist“, ohne „Spannung“. BTW: Dass übrigens auch ebay sowas ähnliches macht – nur ein wenig „weniger“ und ein wenig flacher, dafür in „3D“ sollte nicht unerwähnt bleiben: http://tnt.ebay.de

  5. 05

    Lieber Johnny,
    Abgesehen vom Einzelfall, in dem ich sofort geneigt bin mich deiner Meinung anzuschließen, hast Du hier eine schwierige Diskussion losgetreten. In unserem Rechtssystem ist es ja eigentlich ganz einfach: Nicht die Idee ist geschützt sondern deren Ausformung. Doch hier sind die Grenzen grundsätzlich schwimmend.
    Und letztendlich ist es ja auch gut so, denn es gibt ja überhaupt nur einen Wettbewerb weil eben mehrere Menschen oder Unternehmen die gleiche Idee anbieten. Ob es nun Webdesign, Mobiltelefone, grafische Oberflächen, Online Galerien, Blogs, Kunst, Jeans, Autos, Kochbücher…….

    Nun auch ich habe in meiner Karriere oft genug unter einem solchen Diebstahl gelitten, doch lasse auch ich mich von Dingen inspirieren und kann so nicht wirklich ausschließen, das ich nicht auch irgendwann einmal die Grenze überschritten habe.

    Und haben wir unsere Macs nicht der Grundlagenforschung von Xerox zu verdanken?

    Best

    Martin

    P.S: Als ich meine Kommentar gerade noch einmal gelesen, kam ich mir vor wie einer von der FDP und trotzdem in die Welt damit.

  6. 06

    Chikatze, was meinst du, ich suche mich blöd? Der Wald und die Bäume und so…

  7. 07

    Ich sehe das so wie Andy, und bei allen ist halt der schale Geschmack: „Naja, kopiert halt“.

    Was kann man da machen? Am besten die tollen „großen“ Projekte einfach mit Mißachtung strafen. Tut mehr weh, als sich drüber aufzuregen, und dadurch trotztem im Gespräch zu sein ;-)

  8. 08

    Stimmt ja gar nicht. Ganz am Anfang war Zirbels Bloggerparty.

    (don’t try to klick. Most of’em don’t live there anymore)

  9. 09
    Christian

    Ist das eigentlich Absicht, dass WM-Fanblock mich von der Typo her (vielleicht ist’s auch nur die Farbe) an die Firma mit dem grossen T erinnert?!

  10. 10
    andreas

    Hi Christian,
    das mit dem T ist bestimmt Absicht:-) Denn im Fanblock ist ja alles Magenta:-) Und inspirieren kann man sich immer und sollte man auch. Die Frage ist ob Audi einen Porsche auf den Markt bringen würde, nur weil der sich gut verkauft?:-)

    Ich sehe das wie Manuel, der da so schön geschrieben hat: einfach mit Mißachtung strafen. Hier die Aussage eines Mitarbeiters der Agentur Robert & Horst. Laut seinen Angaben entstand das Konzept bereits im Herbst letzten Jahres. Mal ganz ehrlich, so richtig glaubhaft wirkt das nicht, denn die Funktionalitäten der beiden Stadien sind so ähnlich, dass es kaum vorstellbar ist, dass sich solche Ideen parallel entwickelt haben sollen.

    Und die letzte Frage: warum startet man mit einem wie Johnny so schön sagt „brechreizerregend ausgebautem OSN: Online Social Network“ erst 3 Wochen vor Beginn der WM? Ist doch eigentlich klar, dass nach der WM wahrscheinlich nicht mehr viel passieren wird. Da ist das Thema glaube ich eh erledigt. Hat die Zeit doch nicht gereicht, um die Funktionalitäten so schnell zu kopieren?

    Wie auch immer, an T-online und sueddeutsche.de Stelle hätte ich das nicht mehr ins Netz gestellt (vorausgesetzt man hatte die Infos:-) Hoffentlich haben Sie dafür einen 5-6 stelligen Betrag bezahlt. Irgendwer muss ja bezahlen. Und eine Agentur muss ja auch neue Wortkreationen wie „Online Social Networking“ kreieren, das kostet bestimmt auch einiges an Zeit.

  11. 11

    So ist das in der Welt des Pop und der niedlichen Ideen: leicht kopierbar und schnell austauschbar.

    Künstler müssen sich „das kann ich auch“ anhören. Pixelgrafiker müssen sich „das mach ich auch“ gefallen lassen.

    Kuck die die Werke von Jonathan Harris an. Da kommt niemand auf die Idee, das zu kopieren. Vielleicht für’s Marketing zu übertragen und auszuschlachten, aber das Werk ist eben so komplex, dass es in seiner Gesamtheit und Einzigartigkeit nicht angetastet wird … Gott, wem erzähle ich das eigentlich ?! Das weißt Du doch selbst!

  12. 12
  13. 13

    Hach!, auch wenn das Thema Copyright mittlerweile bei mir Brechreiz auslöst, ist dieses doch immer wieder eine Diskussion wert. Dass abgekupfert wird ist ansich ja nicht „so“ schlimmm, es kommt da aber immer auf das Maß an. Bei deinem Beispiel mit Largestonlinestadium hingegen scheint der Gedanke des geistige Diebstahl einem schon fast ins Gesicht zu springen – zuviele Details stimmen überein. Und in solchen Fällen ist, wenn Largestonlinestadium von den Machern der „Kopien“ nicht gefragt wurde einfach nur traurig.

    Sind es denn nicht immer die(se) Agenturen, welche beim Kopieren „ihrer“ Ideen Copyright und Geistiges Eigentum schreien?

    Hingegen heisst es aber auch: „Kopieren ist die höchste Form der Anerkennung … “

    Tja, es kommt wahrscheinlich immer darauf an wer „sich Inspiration holt“ …

  14. 14

    letztlich gehts dann doch nur ums geld und um den fame. wer bekommt was in welchem maße. man guckt sich im laufe der zeit so viel an und speichert eindrücke bis zum anschlag. bei den stadionbesuchern könnte ich mir auch vorstellen, dass man unabhängig von einander auf ähnliche ideen kommt. der style ist einfach zu nah am bekannten. trotzdem (bockig) meine gerechtigkeitsligasynapsen sind in aufruhr, wenn konzerne wie disney diese wege beschreiten. mann müsste meinen, dass ein paar kreative köpfe bei denen im budget mit drin sind. disney ist microsoft mit anderen mitteln.

  15. 15

    Noch ein Fanblock: Signal Iduna Park
    Welchen Platz der allerdings in der Fanblock-Evolution einnimmt, kann ich leider nicht sagen.

  16. 16

    Ich hatte eine Zeitlang mieseseiten.de mit Kopien eben solcher Art gefüttert. Irgendwann kriegt man so eine Wut, wie dreist man eigentlich sein kann, dass ich die Schose eingestellt habe.

    Jetzt ist es wieder verflogen und ich arbeite an einer neuen Version. Dann hab ich ja gleich ein bisschen Stoff dafür!

  17. 17
    moyashi

    „… Man beachte allein die Totenkopf-Shirts.“

    scheisse mann, die habe ich hier neulich auch auf pauli gesehen. noch ein plagiat!

  18. 18

    Neulich fand ich in München in einem Flyer zu einer „Filmlecture“ einen ganzen Absatz aus einer Semesterarbeit von mir. (Wortwörtlich. Sie hatten sogar ausversehen einen Satz mitkopiert, der garnicht mehr zum Thema gehörte.) Als ich den Machern dann eine Mail schrieb und vorschlug, mich von ihnen auf ein Bier einladen zu lassen, wurde ich rüde abgesnobbt. Schliesslich mache man „das immer so“ und sie würden es zum erstenmal hören das „auf Internet-Texte (!) irgendwelche Rechte“ bestünden.
    Internet-Texte also. Ich habe manchmal das Gefühl, dass in dem ganzen Downgeloade ein bisschen das Unrechtsempfinden verloren gegangen ist. Dass ich zwei Tage Recherche nur in diesen Absatz gesteckt hatte, kann sich ein junger Agentur-Fuzzi wahrscheinlich garnicht vorstellen.

    Etwas später später bekam ich dann einen freundlichen Anruf. Sie hatten mittlerweile wohl mit ihrem Anwalt geredet, der ihnen klar machte, dass das so nicht geht. Sie haben sich dann entschuldigt!
    So geht das, ihr jungen Leute!

  19. 19
    alex

    es gab immer schon irgendwas.

    Natürlich erinnert LOS an die MillionDollarHomepage, aber auch vor dieser Zeit gab es schon Pixel! Aber der Kerl hat sich eine Idee geschnappt und was draus gemacht! RESEPCT!

    Totenkopfshirts gab es auch schon vor LOS und vor Pauli.

    Aber das ist doch auch egal. Manchmal nimmt man gute Ideen und lässt sich von diesen inspirieren und so entstehen vielleicht wieder neue ganz andere gute Ideen. Das ist so und wird auch immer so bleiben.

    Wenn man allerdings Ideen im gleichen Themenbereich einfach übernimmt und sich zu sehr „inspirieren“ :) lässt und einfach nicht weiterdenken kann, dann darf man sich nicht „kreativ“ nennen!

    Und damit ein Gruß nach München!

  20. 20

    @Johnny: Au weia. Stimmt alles. Sorry. Da hab ich vor lauter Bäumen das „selten“ überlesen. ;-) Sorry.

    @andy69: Das Ebay-Teil kannte ich noch gar nicht. Wow. Muß sagen, das ist schon weiter ausgefeilt, oder? Okay, es ist nicht so originell- aber dafür ist es ein richtiges Spiel….! ;-)

  21. 21

    nochmal ein Gedanke dazu: Warum es eine (Un)kultur des *unerlaubten Kopierens* (ich rede jetzt nicht von Inspiration) gibt, liegt wohl in einer Mischung aus Angst und NewEconomySchnellSchuss Mentalität.

    Irgendjemand sieht ein interessantes Projekt, denkt sich, wow, der verdient aber sicher viel Kohle damit, das mach ich *auch*. Oder ich verkaufs gleich mal dem Kunden XYJ zu dem mir ohnehin nix gscheites einfällt. „Wißt was, wir machen dieses Stadion Ding und der soll das auf seine Homepage pappen und schreib ins Konzept irgendwas von Community-Building und Data-Mining“. Schon wieder was „erledigt“ – und jetzt gleich zu diesem „machen wir irgendwas in China“-Projekt …

    Und dann gibts natürlich auch die Angst (vielleicht auch eine Hierachiestufe oberhalb der Schnellschussschützen), dass wenn da jemand kommt, der sagt das is *meins*, dass der dann viele viele Millionen haben will und man dann bis auf alle Ewigkeit erpresst wird … und was dann wohl der Kunde dazu sagen wird?

    Das wäre überhaupt ein interessanter Ansatz, höheren Entscheidungsträgern der kopierenden Unternehmen Briefchen schreiben a la „Ihre Firma war für mich immer ein Garant innovativer Ideen. Um so mehr erstaunt es mich, dass XYZ von Ihnen frapant an ZYX erinnert …“

    So und jetzt gönn ich mir ein Eis ;-)

  22. 22

    @Chikatze .. stimmt, ebay hat ein Spiel dran, trotzdem ist mir das von der „Mein Avatar ist im Stadion“-Seite her ein wenig .. flach, kann das auch nicht ganz begründen. Aber immer wenn ich jetzt so Sachen sehe wie „gib den Nick/Sitzplatz ein um ihn im Stadion zu sehen“ muss ich laut aufschreien … ;-)

  23. 23
    flx

    Ideen und Gedanken aller Menschen sind schon immer im Morphogenetischen-Feld gespeichert worden. Und da kann sich Jeder so viele Informationen runtersaugen wie er möchte, wenn man weis wie.
    Manchmal passiert es auch ganz von alleine!

    Cheers

  24. 24

    @andy: Ich gestehe jetzt: Ich habe das bei ebay auch fluchtartig wieder verlassen. Die erste Seite find ich aber nach wie vor ulkig.

  25. 25
    tim

    zu Ebay:

    Like Prügelpause von Lycos! Anmeldung ist alleine mit Ebay Account möglich und das ganze Teil hat soviele Bugs – ich habe eine Mail, dass mein Fan hier ist und dann wenn ich auf die Seite klicke, dann kommt „Freier Platz“ :)was solls…

    Viel interessanter finde ich diesen Artikel:
    http://www.wuv.de/news/digbusiness/meldungen/2006/05/32490/index.php

    Und dann das Zitat: „Idee und Umsetzung stammen von der Münchner Agentur Robert & Horst.“ :)

    Ich verfolge täglich die Meldungen von der WuV und ich habe bis jetzt keine einzige Meldung zum LOS gesehen. Klar es ist auch der T-Riese im Spiel. Danke Spreeblick das du das Thema aufgreifst, sonst traut sich doch keiner was sagen, sonst schaltet T keine werbung mehr auf der Seite!!! :(

  26. 26

    Du solltest auch mal die andere Seite betrachten: Was wäre, wenn in Deutschland auch Ideen schutzfähig wären? Wenn jemand, der nichts weiter als einen guten Einfall hatte, die anderen von der Verwendung der Idee ausschließen könnte? Der Effekt wäre, dass das Urheberrecht zu einer starken Innovatiosnbremse würde. Nicht nur die Verwendung fremder Ideen wäre verboten, sondern auch die Verwendung der fremden Idee bei der Entwicklung eigener Ideen.

    Comicfiguren sind in Deutschland übrigens fast immer schutzfähig, das ist höchstrichterlich so vorgegeben, da hat dir dein Anwalt Mist erzählt. Vermutlich hatte er Angst vor dem großen Gegner.

  27. 27

    Das was ich mit dem Trackback gerade sagen wollte, findet sich eins weiter unten bei Simon noch mal in schön.

  28. 28

    Zu genau diesem Thema gibt es das spannende Buch „Freie Kultur – Wesen und Zukunft der Kreativität“ von Rechtsprofessor Lawrence Lessig, nebenberuflich Erfinder von Creative Commons. Nicht so irrsinnig leicht zusammenzufassen, Grundtenor ist aber, dass Kreativität von der eingangs beschriebenen Mischung aus Zitat und Diebstahl lebt. Deutlichstes Beispiel dazu ist der erste Film von Disney, der vom Namen bishin zum Setting ein ironisierendes, zitierendes, von Buster Keaton geklautes Machwerk ist. Für eine onlinestadionübergeordnete Diskussion darüber, die sicherlich sehr notwendig ist, ist das Buch unabdingbar.

    Im vorliegenden Stadionfall möchte ich allerdings etwas abschwächen, denn die Idee an sich ist so ungewöhnlich nicht. Ich habe durch Zufall im Sommer 2005 bei einer der geschätzt 150 Agenturen, die für T-Com arbeiten, zu tun gehabt und dort das Konzept eines Onlinestadiums zweimal von voneinander unabhängigen Seite gesehen – 2005, wie gesagt. Am Ende herausgekommen ist dann diese Kette von Trikotträgern, die im Stadion anfängt, aus allen möglichen Menschen besteht und immer weitergeht, auch die ist nicht so weit davon entfernt (alles übrigens nicht meine Ideen, falls das nicht ausreichend deutlich rübergekommen ist).

    Diebstahl ist und bleibt im Bereich geistigen Eigentums natürlich kacke, es ist aber sehr schwer, auch und besonders für die daran beteiligen Personen, zu sagen, wo Inspiration aufgehört und Copy&Paste angefangen hat.

  29. 29

    Ich zitiere mal Florian Rötzer, der in der Telepolis Neville Hobson zitiert:
    Nichts ist im Internet heilig, nicht die Worte, die man schreibt und in seinem Blog veröffentlicht, und auch nicht die Bilder, die man macht und auf Flickr postet.

    Und nun? Wie gehen wir damit um?
    In jedes Bild ein Wasserzeichen? Wirklich jede Idee patentieren lassen (Trivialpatente)? Nur noch mit Perso ins Web?
    Oder einfach Fünfe gerade sein lassen?

    BTW: Diebstahl im „Reallife“
    Ich hatte das hier neulich in der „Vor einem Jahr-Rubrik“ gefunden. Der gute Alex sprach mir aus der Seele. :)
    Man ahnt gar nicht, wieviele DJs einfach die Mixtapes anderer spielen und nur ein wenig vor den Decks rumzappeln. Das war zu meinen Zeiten schon so. Die gute alte MC. Ich hatte immer mitgeschnitten und die Dinger duzendweise verschenkt, um die Leute auf Parties zu locken. Oft hörte ich dann meine Tapes auf irgendwelchen anderen Veranstaltungen, die DJs machten >250 Mark/Nacht und ich sollte Eintritt zahlen. Böse Welt! :)
    Heutzutage, wo DJ-Sets zu Gigabytes auf iPods passen (es gibt sogar extra Mixer für 2 iPods) werden sie Sets zu Hause mit Ableton oder gar Protools vorbereitet. Es ist inzwischen völlig schnurz, wessen Name drauf steht.
    Ich denke Mix rip and burn ist mittlerweile Teil unserer (digitalen) Kultur. Im Einzelfall ist das bisweilen ärgerlich, aber es entsteht auch viel Neues dabei – Stichwort: Mash ups!
    Warum gibt’s sowas nicht für Filme? Könnten die Studios selbst organisieren – „in Association with Schnittsoft-Schmiede X“

  30. 30

    Naja, mit „Mashup“ (was ich persönlich sehr schätze!) hat o.g. wohl nix mehr zu tun. Schließlich geht es hier um ein großes Ding, was von einer Agentur für jede Menge Kohle verkauft wurde.

    Wie sieht das eigentlich der Auftraggeber? Freuen die sich denn dolle, dass sie ein eventuelles „RipOff“ bekommen haben?

  31. 31

    Im Großen wie im Kleinen, Manuel.

    Die Chinesen bauen nun ihren eigenen Transrapid (und viele andere Produkte) mit unserer – durch Steuermilliarden subventionierte – Technologie. Das ist ein viel größeres „Ding“.

  32. 32

    Das was Sascha Lobo da schreibt, dass er die Idee schon im Sommer 2005 bei Telekom-Agenturen gesehen hat, beschreibt einen Aspekt, der nicht selten vorkommt.

    Es gibt einfach Themen und technische (Software-)Entwicklungen, die manche Ideen und Funktionalitäten regelrecht zwangsläufig machen.

    So hatte ich im August letzen Jahres auch eine Idee, wie man WordPress auf eine Art und Weise einsetzen kann, dass man zu einem bestimmten Gebiet eine vollständige Datenbank erhällt und das Wissen sinnvoll zugänglich machen kann. (Ob die jemals umgesetzt wird …)

    Vor ein oder zwei Monaten konnte ich wo anders (trotz langem Suchens finde ich die URL nicht mehr) genau – haargenau – den gleichen Ansatz zu einem anderem Datenbank-Thema finden.

    In dem Fall führten WordPress und die Entwicklung bei Plugins irgendwie zwangsläufig zu den gleichen Ideen und Anwendungen, auch wenn die Software zweckentfremdet wird und eigentlich nicht diesem Zweck dienen sollte.

    Ich glaube, wir brauchen ein zentrales Blog, wo Ideen angemeldet werden, damit sie für sich selbst gesichert sind … ach nein gibt es ja schon: Patentamt – fehlen eigentlich nur noch die Softwarepatente, oder?

  33. 33

    Patentamt? Softwarepatente?
    Wie wär’s mit einer Gesinnungsprüfung in Werbeagenturen!? :)
    Man könnte ein paar Richtlinien aufsetzen, ab wieviel Pixel ein (Kunst)werk schützenswert ist, oder ab wieviel Zeilen Code, ect.

    Och menno, sowas hatten wir ja schon:
    Nach einem Urteil des OLG Hamm vom 24. August 2004 (Az. 5 U 51/04) verstößt die Übernahme von Grafiken und Stylesheets auf die Website eines Konkurrenten nicht gegen Urheber- und Wettbewerbsrecht.

  34. 34
    Dagger

    Creative Commons sind ein guter Weg. Kreativität und „neue“ Einfälle fallen nicht vom Himmel. Solange nicht annähernd alle so denken wird es solche „Huldigungen“ durch Klauen und Kopieren geben. Ist wohl auch Teil unserer heutigen Kultur. Wenn man immer auf die Originalidee andere weisen würde würden die Agenturen wohl weniger verdienen. Noch mehr Arbeitslose oder weniger Geldverschwendung?

    Kann ich mir die Farbe Schwarz patentieren lassen? ;-)

  35. 35
    Gene October

    Das Problem liegt doch nicht in der Tatsache das kopiert wird, sondern in der Tatsache das derjenige der sich den besseren Anwalt leisten kann im Recht ist. Ich garantiere das Johnny heute noch mit irgendwelchen Gerichten beschäfftigt wäre, wenn er damals Walt Disney verklagt hätte. Also muss man sich damit abfinden das man als kleiner (und somit schwacher) Kreativer kopiert wird. Damit kann ich leben, das man aber im Gegenzug sofort die Anwälte der grossen Konzerne am Arsch hat wenn diese der Meinung sind man würde deren geistiges Eigentum nutzen – damit kann ich nicht leben, das nehm ich hin. Andererseits gibt es aber Ideen die irgendwie in der Luft liegen, und zwar nicht nur in Berlin, in Deutschland sondern global. Beispiel gefällig: Ich habe mir vor ca. 1 Jahr ein paar Sterne auf den Unterarm tätowieren lassen, hatte ich zudem Zeitpunkt noch nie gesehen, und auch der Herr Tätowierer fand die Idee originell hattes soetwas noch nie gemacht. 6 Monate später fahre ich nach Bangkok und treffe dort einen alten Kumpel (einen Thailänder, der also auch ganz anders sozialisiert wurde als ich), der hatte sich in der Zwischenzeit ebenfalls Sterne auf den Unterarm tätowieren lassen- wir wussten jeweils nichts von der Tätowierung des anderen. In der Zwischenzeit sehe ich überall Sterne, tätowierte und andere – es lag halt in der Luft und meine Individualität ist eben kleiner als vermutet.
    Virtuelle Fussballstadien mit Fanblocks und all dem Kokolores liegen doch wohl auch in der Luft wenn man sich a. für Fussball interessiert b. an virtuellen Communities Interesse hat und c. in einer Werbeagentur arbeitet. Bei denen redet man doch nur noch von viralem Marketing und so´n Quatsch. Bloggen habe die ja auch längst für sich erkannt. Man müsste in Sachen „geistiges Eigentum“ die Verfahrensweise der Gerichte ändern, evtl. an das Arbeitsrecht anpassen, damit sich die Verfahrenskosten nicht ins unermessliche schrauben lassen.

  36. 36
    miKa

    wie man sieht, keine einfache Diskussion..bei der viele recht haben.
    aber grundsätzlich gilt doch: first com, first serve. also ich hab meinen Fan schon seit ca 8 wochen im LOS, von den anderen beiden habe ich erst heute gelesen… und werde da bestimmt nicht noch einen reinstellen ; )

  37. 37
    flx

    Gene October, das was da in der Luft liegt ist das Morphogenetische-Feld.
    (siehe Thread 23)
    Statt alles zu reglementieren sollte man mehr mit dem Verstand arbeiten und LIEBE in sich fühlen.

    cheers

  38. 38

    Quatsch, das ist der Rote-Schuhe-Effekt…. ;-)

    @ Acid: Auch Webseiten sind in Deutschland unter bestimmten Umständen schutzfähig. Es kommt da auf den Einzelfall an.

  39. 39

    Morphogenetische-Felder, Rote-Schuhe-Effekt alles Quatsch. Das ist doch alles eindeutig auf den kausal-disdesotinaten Mannheim-Effekt in der Quantemechanik zurückzuführen. Das hat R. A. Wilson doch schon vor Jahren festgestellt.

  40. 40

    Um bei einem o.g. Beispiel zu bleiben, nicht Audi hat nun auch einen Porsche gebaut, sondern halt auch einen Benz Auto.

    Wenn irgendwann einmal (unabhängig) die Geschichte des Online-Stadions erzählt wird, werden die Jungs von „LOS“ sicher nicht vergessen.

  41. 41

    Genau! „geistiges Eigentum“ ist Esoterik-Quatsch! Es existiert nur in unseren Köpfen!
    :D

  42. 42

    Es geht ja nicht um noch mehr Gesetze oder Regeln. Es geht um Fairness. Wie einfach wäre es, wenn eine Agentur (mal angenommen, sie wäre von einer anderen Arbeit inspiriert) einfach mal die Macher anruft, eventuell sogar einen kleinen Obulus anbietet, dafür aber auf der auch moralisch sicheren Seite ist? Ich glaube, es geht um Eitelkeiten bei solchen Geschichten.

    Vergleiche mit der Funktionsweise von bspw. Blogs o.ä. hinken hier, denn in solchen Fällen wie dem LOS geht es ja um ganz klare Ideen auch hinsichtlich der Vermarktungsmöglichkeiten. Auf ein Stadion kommt jeder, auf die Art, es zu bevölkern und damit umzugehen aber nicht.

  43. 43
    Gene October

    @Johnny

    Fairness? ich glaube damit kommt man in der Sache nicht weiter, da es meist auch um Geld verdienen geht. Moral? In WERBE- und/oder MARKETING Agenturen? Einer Anstellung in einer solchen Agentur steht Moral auf jeden Fall im Wege, wahrscheinlich ist Moral sogar ein echtes KO Kriterium wenn es um einen entsprechenden Job geht. Es muss einfacher/billiger sein das eigene geistige Eigentum zu verteidigen, damit wäre geholfen. Ich würde mir fairen, integeren Wettbewerb wünschen und wäre glücklich wenn die Moral wenigstens ab und an mal gewinnen würde.

  44. 44

    Aber wohin uns der Wahn mit dem geistigen Eigentum führt, sieht man doch auch. Abmahnwellen, absurdeste Softwarepatente… ich füchte, wenn es billiger wird, nimmt das nur noch mehr zu.

    Aber was soll’s. Am Ende bleiben die wirklich kreativen Köpfe immer die Originale, egal wie oft sie kopiert werden.

  45. 45
    Gene October

    @Johnny

    Das es zu Auswüchsen kommen könnte bestreite ich nicht, ich sehe nur darin eine Lösung da sich dann die kleinen und schwächeren angemessen wehren könnten. Es kotzt mich nämlich zuweilen an mit welcher Aroganz Ideen geklaut werden und mit welcher Ignoranz die grossen Konzerne bei den kreativen klauen. Ich hab hier mindestens 2 mal in der Woche blöde „Trendscouts“ vor mir stehen, und sehe mindestens 1 mal im Jahr eine Idee von mir bei einem grossem Konzern. Was bleibt einem da übrig als schneller und besser zu sein.

  46. 46

    Das ist jetzt ein klein bisschen OT, aber sehr sehenswert. Ein Film im Stile von Google Epic.
    Vielleicht ist es ja einen eigenen Eintrag wert, Johnny?
    http://www.no-copy.org/der_film.html

  47. 47
    tim

    Netter Film ;)

    ps: während wir hier schreiben und lesen, sieht man wie verrückt die Zahl der Fans gestiegen ist. Man vergleich den Screenshot oben ;)

  48. 48

    @020200

    > Irgendwie ist der Innovationszyklus gestört – zumindest in manchen Teilen.

    Das muss ich mir merken. Diesen Ausdruck finde ich sehr passend.

    Nicht das Recht auf eine Idee ist Entscheidend – sondern dieses Recht durchzusetzen.
    Daher ist es Fraglich, ob man die Rechte an seiner Idee in jedem Fall behält.
    Das ist natürlich Gift für jede Innovation. Es wäre an der Zeit, das Gleichgewicht wieder herzustellen.

    #

  49. 49
    Stefan

    Die einzige Möglichkeit sich zu wehren ist die Rebellion des
    Untergrundes. Kopierte Seiten nicht mehr besuchen. Geklaute
    Seiten hacken:-)

    Nein, im ernst. Wo Innovationen auftaucht (und die meisten
    entstehen einfach erstmal aus Idealismus), werden sie auf der
    anderen Seite von kreativen Agenturen ausgenutzt und kommerziell
    geschlachtet bis kein Fleisch mehr dran ist. Der Geldsack ist
    wieder ein Stück voller dadurch, aber der Ruf kann auf Dauer
    Schaden annehmen.

    Zuguterletzt bleibt eine Fragem die sich jeder einzelne selbst
    beantworten sollte: wer steht früh auf (ganz alleine), ohne
    grosse Bosse vor sich zu sehen und kann ehlrichen Herzens
    sagen: yes, deine Augen sind so ehrlich, das gefällt mir.

    Und noch als allerletztes: es kann ja auch eine kreative
    Leistung von Agenturen sein, wenn sie fähige Mitarbeiter
    finden, die kreativ Ideen suchen und „diebstehlen“:-) Ist
    wohl die kreativste aller Lösungen. Damit gewinnt man bestimmt
    einen Sack voller ADC Nägel und kann sein Gewissen daran
    aufhängen:-)

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    Turmwächter

    Nun, erfahren viele am eigenem Leibe, das woran die Musik- und die Filmindustrie, seit Jahren leidet, Plagiat! Nun leidet der kleine Bürger, der sich nicht gegen Firmen wie Disney durchsetzen kann nun ist es so weit das es ein Gleichgewicht ist, der Bär kann nicht alle Ameisen Töten und eine Ameise kann nicht einen Bären töten. Plagiat wird zu einem festem Bestand der heutigen Geselschaft und Wirtschaft. Nichts ist mehr heilig, alles wird gekauft oder geklaut, die Ideale der Demokratie und Meinungsfreiheit werden ausgenutzt um Geld zu verdienen. Doch viele vergessen, dass es auch den gibt der sich nicht kaufen oder durch gute Anwalte beeindrücken, lässt, er richtet selber und er wird richten, jeder wird bekommen das was er verdient


    Du sollst nicht stehlen.

  51. 51

    Zu der Film Mash-up Idee von weiter oben. Die macher von http://www.outfoxed.org/ bieten ihr ganzes Material mit CC Lizenzen zum download an. Somit kann sich jeder einen eigenen Film zusammmen schneiden.

  52. 52

    Hmm.. tja das mit den Kunstwerken ist so eine Sache. In erster Linie bin ich der Meinung, dass Kreatives in jeder Hinsicht schützenswert ist, aber auf der anderen Seite liebe ich Vielfalt. Ich will nicht EINE Lösung für ein Problem, sondern mindestens zwei aus denen ich wählen kann. Insofern finde ich 1:1 Kopien zwar scheiße, aber das reine Abkupfern von Ideen (wobei das ja wie du schon sagst nie nachvollziehbar ist) kann ich sehr wohlwollend akzeptieren. Aber ja: Rechtlich, ist es oft ein Kampf von David gegen Goliath. Traurig eigentlich. Aber Korruption war schon immer eine lohnende Angelegenheit.

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  54. 54

    Ganz ehrlich: ich finde das vorherige Layout, welches man noch bei Lautgeben und Zoomo bewundern kann, richtig schick. Gut aufgebohrt.

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    marcel

    mensch johnny, was muss ich da (4:48) über dich hören?!

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