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Spreeblick-Podcast 331: Fast ohne Trump. Nur am Ende kurz.

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Wir wünschen friedliche Feiertage

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Wir wünschen nicht nur unseren Leserinnen und Lesern möglichst entspannte, glückliche Feiertage mit den Liebsten. Auf dass 2017 ein friedlicheres Jahr wird!

Einen kleinen Weihnachtstext von Johnny gibt es drüben bei WIRED.

Unsere knapp vier Stunden lange Playlist für die Weihnachtstage könnt ihr als Spotify-Nutzerinnen und -Nutzer hier hören und abonnieren. Sie wird gegen Ende immer betrinkenswerter, wir haben das alles für euch getestet. In diesem Sinne: Hau ab, 2016. Komm doch, 2017!

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Soothe Operator

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#Breitscheidplatz

Nach dem furchtbaren Ereignis am 19.12.2016 in Berlin sind unsere Gedanken bei den Opfern, ihren Familien und Freunden.

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Kranke Kassen

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Lustiger und billiger als eine Armbinde, zahlt aber die Kasse nicht: Aufblasbares Prinzessinnenkostüm.

Als privat Krankenversicherter erhält man ja nicht nur einen direkten Einblick ins Zweiklassen-Gesundheitssystem, sondern auch in Preislisten, da man jede Rechnung zunächst selbst bezahlt, um dann ganz gespannt zu warten, wie viel davon die PKV wohl übernimmt.

Nach meinem Unfall im August bekam ich in der Notaufnahme nach dem Feststellen des Schlüsselbeinbruchs eine Armschlinge, um den Arm ruhig halten zu können. Ein ganz einfaches Modell. Angaben zu den Kosten gab es natürlich nicht. Man bekommt die Schlinge halt, weil man ja eine braucht.
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Was wäre, wenn Twitter uns gehören würde?

Dieser Text erschien zuerst auf WIRED.de.

Deutsche Version, English version below.
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Das öffentlich-rechtliche Internet: funk ist da.

Disclaimer: funk – bis gestern mehr oder weniger als „Das Junge Angebot von ARD und ZDF“ bekannt – war und ist im Jahr 2016 Partner des von Tanja und mir gegründeten TINCON e.V. und der Jugendkonferenz TINCON und hat die Konferenz dadurch mitfinanziert. Dieser Artikel ist nicht Teil unserer Vereinbarung.

Mitte der 2000er Jahre, als Blogs in Deutschland boomten, ihre Autor*innen rund um die Uhr beschäftigten und vor die Frage stellten, wie diese ihre Arbeit finanzieren sollten (und ja, es war und ist – auch – Arbeit), da kam öfter mal der Gedanke auf, wie toll doch ein öffentlich-rechtliches Blog-Netzwerk wäre. Blogs verschiedener Ausrichtungen hätten sich einem Bildungsauftrag verschrieben und wären wenigstens zu einem Teil durch die Einnahmen des öffentlich-rechtlichen Systems finanziert worden und damit werbefrei gewesen. Zudem wäre mit einem solchen Ö-R-Blog-Netzwerk ein wenig auf die berechtigte Kritik an genau diesem System eingegangen worden, das zu oft den Eindruck macht, allein für Rentner zu produzieren und dafür Zwangsgebühren zu erheben.
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Hagen Liebing (1961 – 2016)

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In Zeiten, in denen ich nicht besonders viel blogge, ist es mehrfach schlimm, Abschiedsmeldungen tippen zu müssen. Doch den Menschen, die Berührungen mit meinem Leben hatten, bin ich wenigstens diesen letzten Gruß schuldig.

Dabei möchte ich das nicht mehr. Ich möchte, dass wir alle steinalt werden und dann mit einem glücklichen Lächeln einschlafen. Doch wann wir gehen müssen, lässt sich kaum beeinflussen.

Am gestrigen Sonntag ist Hagen Liebing verstorben und das ist sehr, sehr traurig. Hagen war und bleibt ein Stück der Berliner Musikkulturgeschichte, die ich miterleben durfte und darf. Als meine Band Plan B 2013 für ein paar Gigs neu zusammenkam, waren es Hagen beim Berliner TIP-Magazin und der ebenfalls vor kurzer Zeit verstorbene Peter Radzuhn von Radio Eins, die sich über die Reunion freuten und uns sofort unterstützten. Nicht nur dafür: Danke, Hagen.

Mein ehrliches Beileid geht an Hagens Frau Anja, an seine Kinder, an seine Familie und die engen Freunde. Es tut mir unendlich leid.

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Auf einer Skala von Eins bis Zehn

Fuck, ich glaube, ich falle.
Verdammt, jetzt bloß nicht voll auf die Schulter krachen!
Oh, doof, voll auf die Schulter gekracht.
Jetzt bloß nicht auch noch auf den Kopf.
Mist. Auch noch voll auf den Kopf.
Gut, voll auf den Helm.
Noch was?
Nee.
Ich liege im Regen auf der Straße und kann noch denken.
Scheiße, tut das weh.

All dies denke ich in der Viertelsekunde, die es dauert, bis ich auf der Straße liege, nachdem es mir im Regen auf Kopfsteinpflaster die Vespa weggerissen hat. Man fragt sich, wo dieses Schnelldenkpotential im Rest des Lebens Urlaub macht.
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Johannes Korten (1974 – 2016)

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V.l.n.r.: Johannes, Johnny, Tanja

So war das mit Johannes Korten, wenn wir ihn auf der re:publica getroffen haben. Nach einem netten, interessierten und interessanten, spannenden Gespräch über die Welt, das Netz, das Leben gab es ein Selfie, das Einfangen eines Moments der Begegnung. Zur Erinnerung.

Als dieses Foto während der #rpTEN im Mai 2016 entstand, hatten wir keinen Schimmer, dass es das letzte gemeinsame sein würde. Und nun erfüllt es seine Bestimmung so viel trauriger, als wir es hätten ahnen können, als wir es wahrhaben wollen. Zur Erinnerung.

Am vergangenen Montag wurde gegen Mittag zur tragischen Gewissheit, was nach einem Abschiedsbrief in den frühen Morgenstunden viele Freundinnen und Freunde nicht nur in den Online-Kanälen mit großer Sorge befürchtet hatten: Johannes Korten hat sich das Leben genommen.

Und ich musste wenigstens ein paar Tage ins Land gehen lassen, bevor ich diese Zeilen schreibe. Bevor wir – Tanja und ich – Johannes‘ Frau, seinen Kindern, seiner Familie und seinen Freundinnen und Freunden, Kolleginnen und Kollegen auch auf diesem Weg unser ehrliches und tiefes Beileid aussprechen.
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Cut

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In Injection, einer Comic-Serie von Warren Ellis, Declan Shalvey und Jordie Bellaire, treffen wir eine Gruppe von exzentrischen Expertinnen und Experten in den Feldern der Physik, Spionage, Mythologie, Logik und Informationstechnologie, die versehentlich eine Art Virus in die Welt gesetzt haben. Und natürlich sind sie die einzigen Menschen, die dagegen auch wieder vorgehen können.

In einer frühen Szene im Buch, einer Art Kennenlernrunde der Protagonisten, erklärt Brigid, wie sie einmal eine Maschine erschaffen habe, die bei der Menschheit nicht besonders gut angekommen sei. Diese Maschine war so smart wie ein Mensch, verhielt sich aber nicht so. Denn, so Brigid: „Es gibt keinen Grund dafür, dass sich eine Maschine von der Klugheit eines Menschen auch wie einer benehmen sollte“.
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Wir brauchen neue Häfen

Wir brauchen neue Häfen.

Selbst sonst so ruhige Menschen sorgen sich, aber ganz anders als die Besorgten.

Denn wenn sie wieder vor den Türen stehen, stehen sie auch vor unserer.

Ohnmacht, Unsicherheit und Sprachlosigkeit erdrücken wichtige Stimmen, weil Grautöne und Farben in den Debatten eine Einladung für Schwarzweißmaler aller Couleur sind, die alles überstreichen. Sie sind ein offenes Einfallstor für die, die Herausforderungen nicht lösen wollen, die vor der Komplexität der Geschichte aufgegeben haben und die daher den Scharlatanen der einfachsten Erzählung folgen. Und die im öffentlichen Diskurs-Bereich dabei sind, die Oberhand zu gewinnen. Kein vernünftiger Artikel bleibt ohne Mistgabeln schwingende Meute, die ihn niederschreit.

Im Gegensatz zu uns haben sie eine Partei. Sie haben Treffpunkte und regelmäßige Öffentlichkeit. Sie sind dezentral vernetzt und organisiert durch die Werkzeuge, die wir viel besser kennen und die wir viel besser nutzen können sollten. Sie sind sich ihrer Sache sicher, denn sie erhalten zehntausende LIKEs für Mordaufrufe. Sie bewaffnen sich und sie scheuen keine Gewalt.

Sie haben eine gemeinsame Basis. Während wir uns kaputtstreiten über das dritte Wort im vorletzten Satz des fünften Abschnitts, schreiben sie nur die Headline. Und sind sich einig.

Immerhin: Was sie nicht haben, sind Kunst und Musik.
Wollen wir wirklich warten, bis sie sie wieder verbieten?

Wenn wir aber keine Partei haben, die sich bedingungslos gegen sie stellt. Wenn es niemanden gibt, der in unserem Sinne die Stimme erhebt. Wenn wir keine Treffpunkte, keine Vertreterinnen und Vertreter haben. Dann geben wir die Straße, die Kommentarfelder, die öffentlichen Debatten, die Demokratie und die Menschlichkeit auf.

Und wenn wir unsere Kritik, unsere Wut, unsere Gegenwehr weiterhin ausschließlich auf die Fehler der bestehenden demokratischen Instanzen, Menschen, Medien richten, statt auf die Hassenden … dann unterstützen wir die Abschaffung dieser Instanzen und spielen damit denen in die Hände, die sie sich hämisch reiben.

Immerhin: Noch bleiben uns die Kunst und die Musik.
Doch sie schützen nur unsere Seelen.
Nicht vor denen, die vor unseren Türen stehen.

Ein Bekannter war sich in einem Gespräch neulich sicher. Zurecht, fürchte ich. Der Staat wird mit härterer Gangart antworten. Mehr Polizei. Mehr Überwachung. Mehr Kontrolle. Mehr Staat. Und zu unserer Beruhigung wird es gleichgeschlechtliche Ehe und Marihuana geben. Das, was wir wollen, gegen das, was wir nicht wollen. Gegen das uns aber die Argumente ausgehen, weil sie niemand mehr ausspricht und niemand mehr hört.

Wir brauchen neue Häfen.