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Spiele fürs Klo

Nein, nicht wie Ihr denkt. ;) Aber nachdem ich mich letzte Woche ja bereits als Toiletten-Leser geoutet habe, ist es nur recht und billig, mich nun auch als Toiletten-Spieler zu outen.

Ich spiele auf dem Klo. Wer noch?

Meine coolste Toiletten-Session war zweifelfrei eine groß angelegte Party, bei der ich das N64 zusammen mit einem kleinen Fernseher auf die Badewannenkante stellte. Rock’n’Roll, ich sag’s Euch; Mario Kart im Multiplayer, da ist ganz egal, wer gerade auf dem Topf sitzt.

Aber eigentlich wollte ich über meinen Tick schreiben, alles mit aufs Klo zu nehmen, womit ich gerade beschäftigt bin. Das — sorry fürs erneute Abschweifen — führte im vergangen Jahr übrigens dazu, dass ich meinen Laptop gegen einen stationären Rechner eintauschte, doch das ist eine andere Geschichte.

Klo. Spielen.

Wie gesagt: Ich nehme alles mit, von Büchern über Zeitungen bis hin zu mobilen Spielkonsolen. Dadurch verbringe ich dann meist länger auf der Toilette, als ich… gemusst… hätte, aber so ist das nunmal. Belohnt werde ich in der Regel mit deutlich gesteigerter Konzentrationsfähigkeit.

Bei Spielen natürlich ganz entscheidend.

Ich will zwar nicht behaupten, dass ich nur auf dem Klo zu wahren Höchstleistungen fähig bin, aber ich habe dort so manches knifflige Rätsel gelöst, an dem ich mir noch kurz vorher die Zähne ausgebissen habe. Manchmal habe ich sogar den Eindruck, als würde mich in besonders schwierigen Leveln eine Art pavlovscher Reflex geradezu aufs Klo zu zwingen versuchen. Blöd nur, wenn ich an der Xbox hocke.

Oder in der S-Bahn.

Mein Lieblingsspiel fürs Klo? Ganz eindeutig Wario Ware, gefolgt von einem vermutlich unbekannten Puzzler mit dem Namen »It’s Mr. Pants«. Das ist sowas wie Tetris, nur anders, und es ist hektisch und bunt, und es fiept und piept… vor allem aber braucht man keine Anleitung.

Animal Crossing auf dem DS kann ich dagegen ausschließlich auf dem Klo spielen. Vermutlich, weil mir sonst einfach die Zeit fehlt.

Sage ich mal. ;)

Die beste Konsole fürs Stille Örtchen ist für meine Begriffe übrigens der Gameboy Advance SP, allerdings nur in geöffnetem Zustand. Zusammengeklappt ist er zu klein — viel zu gefährlich.

Beim DS kann einem dagegen schon mal der Stylus aus der Hand rutschen (keine Witze über Touchscreen-Tücher, bitte), und bei einer PSP spielt erst recht diese wahnsinnige Angst mit, das Ding könne aus den Fingern, in die Schüssel… bloß nicht dran denken.

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PS: Nicht-öffentlich…

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