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Lesen! im Internet

Elke Heidenreich hat das gemacht, was viele Kommentatoren von ihr sehen wollten: sie ist mit ihrer Sendung ins Internet und liest jetzt da weiter. Und ist sehr glücklich dabei: „Das Schöne ist: Vor mir kein Gejodel, nach mir keine Kochshow, weit und breit kein Kerner, also lauter gute Neuigkeiten.“ Lesen! nach dem Klick.

Link: Sv A0082

(via)

20 Kommentare

  1. 01

    sehr vernünftig. vlt schaue ich es mir sogar mal an. ein klick zwischen mir und der literatur.

  2. 02
    Torsten

    Super Sache, gewohntes Seherlebnis, eigentlich alles wie immer. Kurios.

  3. 03
    Markus

    Wer braucht eigentlich noch Fernsehsender?

  4. 04
    bunki

    @Markus

    Na Sixtus, der Eelektrische Reporter ;-)

  5. 05

    Vielleicht sollte jemand EH mal sagen, dass man ihre Sendung längst schon im Internet sehen konnte, wann man wollte: in der ZDF-Mediathek. Ich bin gespannt, ob ihr Stammpublikum sich besser im Internet auskennt als sie und ihr auf den neuen Sendeplatz folgen wird.

  6. 06

    8.318 Abrufe. Nun ja. Wenn das die treue Zuschauerschaft war, kennen wir nun den wahren Grund der Absetzung. :)

  7. 07

    @Marik: Das wusste EH wirklich schon, es lief letztens ein Interview mit ihr auf 3Sat/SF (Vis-à-vis) in dem sie selbst sagte, alle Bekannten, die sie fragte hätten sich lesen! immer schon in der Mediathek angesehen und nicht um 23 Uhr im Zweiten. Daher vermutlich dieser Schritt. LINK

  8. 08

    @Michael (7): Danke für den Link. Auf die Vermutung hat mich eine Äußerung gebracht, die Heise wiedergibt:

    Auf die Idee, ihre Sendung ins Internet zu verlegen, habe sie anfangs skeptisch reagiert. Jetzt sei sie aber voll überzeugt, denn das Internet sei „das Medium der Zukunft“. Jeder könne sich „Lesen!“ nun anschauen, wann er wolle.

    Interessant ist das Experiment allemal, ob man das TV-Publikum ins Internet mitnehmen kann.

  9. 09
    Beobachter

    Ach, ich weiß nicht, was ich davon halten soll.

    Einerseits: für ein paar Tausend wirklich interessierte Zuseher unabhängig von kommerziellen Vorgaben zu produzieren, kann schon ganz reizvoll sein. Kann ich mir jedenfalls vorstellen. Die gute Elke kann da sicher was Neues auf die Beine stellen. Wenn’s gut läuft.

    Andererseits: Wer zahlt denn das Ganze? Die Produktion, die Gehälter usw. Von Luft und Liebe wird ja wohl niemand dabei leben wollen. Wird es auf Werbung hinauslaufen? Bietet sich ja an: die Verlagen zahlen für die freundliche Erwähnung. Ist das dann noch das, was die Fans erwarten. Kann ich mir nicht vorstellen. Aber eine kommerzielle Chance könnte es werden.

    Außerdem: zur Literaturpäpstin kann man im Internet wohl noch nicht werden. Die Komponente Eitelkeit kommt mir bei diesem Projekt um Einiges zu kurz.

    Schaun wir mal, aber mein Gefühl sagt mir: totgeborenes Kind.

  10. 10
    Simon Pfirsich

    Sehr interessant. Da eifert das eine „abgelaufene“* Medium dem anderen, nun mächtigeren hinterher bis das auch abgelaufen ist und so verirren sie sich im vermeintlich aktuellsten. Klingt schon spitze, wenn man von einer Fernsehsendung über Bücher im Internet spricht.

    *nicht dass jemand denkt, ich halte Bücher für unzeitgemäß; das „abgelaufen“ sollte eher als „hat n paar Jahre mehr aufm Buckel“ verstanden werden.

  11. 11

    Ach ich verstehe nicht, wie sie jetzt wieder hochgefeiert werden kann. Bin immer noch der Meinung, dass sie nur Teil des „Märtyrertums“ sein wollte. Dann beschwert sie sich in der FAZ über ihren Arbeitgeber und meckert, weil sie nicht die Rede für Ranicki halten durfte. Angeblich hätte sie ja die besseren Worte gefunden. Nein, ihrer Sendung nach zu urteilen, hätte sie auf Marcels Kommentar genauso wenig antworten können, wie Gotschalk. Nein, sie kann sich absolut glücklich schätzen, dass sie ihn nicht anmoderiert hatte, sonst wäre sie die letzte Lachnummer gewesen, hätte sie den etwas derartiges noch schreiben können. Hätte sie aber eh nicht gemacht, weil sie dann im Fegefeuer gewesen wäre. So ist sie keineswegs das Opfer und darf sich deswegen ihm Ruhm des alten Mannes wälzen, während er Werbespots für die FAZ dreht und sich für RTL Punkt 12 filmen lässt.

    Mal abgesehen davon, dass ihre Sendung auch nicht das ist, was ich als großartige Fernsehunterhaltung bezeichnen würde, so ist ihre Internetreaktion zumindest bemerkenswert. Aber das wars dann auch schon.
    Ich mag allein ihre Art der Moderation nicht. Wie sie von ihren Notizen abliest, mit dem kleinen Figürchen auf dem Tisch, wie bei einem Schulreferat, dass sich nicht einmal mehr der Lehrer anhören möchte, weil er diese Zeit lieber für ein paar genüssliche Luftzüge verwendet. Und die ganzen Zuschauer, die alle förmlich das Wort „Intellekt“ auf ihre Stirn zu schreiben scheinen, damit sie sich hier in der Versammlung von Literaturfreunden ebenwürdig fühlen können. Abwertend und absurd, aber das mag man so nicht aussprechen.

    Da ist es schon fantastisch, wie eine solche Literatursendung funktioniert. Da läd man natürlich Campino ein, der Kontrast, Generationswechsel – Held der Jugend mit Heldin der.. . Ja, wer ist sie eigentlich? War sie jemals wirklich populär? Ist sie nicht das Produkt eines Protestanten? Aufpoliertes Image als Rebellenfunktion um den Finger auszustrecken, ohne zu wissen, weshalb.

    Ja, ich habe gelacht als sie über zu wenig Humor in der Literatur sprach und dann mit ihrem schräg gesprochenem „WWW“ ironisch sein wollte. Ja und dann noch einen Ranickiwitz machen um das Selbstbewusstsein noch schön aufzupeppeln, denn der Herr ist ja vermeintlich Schuld daran, dass sie sich jetzt nicht für Kerner beeilen muss.

    Ihre Persönlichkeit widerspricht sich mit dem für was sie stehen möchte. Das ist so fatal, dass ich sie mir nicht einfach ansehen kann ohne den Kopf zu schütteln. Mir kommt sie nicht anders vor als die neuen Disney-Stars, die Keuschheit prägen wollen und bei solchen Fragen vom Managment ins Nebenzimmer begleitet werden.

  12. 12

    Man weiss halt nicht wer jetzt produktionstechnisch dahintersteckt, da es auf Sevenload steht könnte man meinen die PSS1MAG finanziert das, und so teuer sind zwei Leute mit Kamera nun auch nicht. Mal sehen kurz nach dem Blondes Gift auf Pro Sieben lief war es auch ganz verschwunden.

  13. 13
    Florian

    Also ich mochte die Sendung … (sagt man da dann überhaupt noch Sendung zu?) Sie hat ein paar anscheinend sehr nette Bücher vorgestellt – vor allem hat sie zusammen mit Campino „DIE BRAUTPRINZESSIN“ beworben und alleine das entschuldigt schon alle kleinen Pannen (wo ist die Kamera? ;-). Intellektuell fand ich das ganze jetzt nicht und gegen ein paar Buchtipps habe ich auch nichts einzuwenden. Also mehr davon :-)

  14. 14
    marcus

    da war sie aber vor nicht allzulanger zeit noch etwas skeptischer: http://www.youtube.com/watch?v=ZzGSykwzysI&fmt=18 ;)

  15. 15
    Stefan

    hab heute zum ersten mal Lesen! gesehen.. Somit für Elke Heidenreich als Erfolg zu verbuchen ;)

  16. 16

    LEUTE

    Seht das doch bitte nicht so verkrampft,
    in jedweder Einzelheit bis zum Atom, und darüber hinaus.

    Guckste:
    @#699917:

  17. 17

    Haha. Das ist irgendwie lustig. Im ZDF wollte ich mir das nie angucken. Gerade eben habe ich aber die vollständige Internet-Folge angeschaut und fand’s irgendwie ganz unterhaltsam im Hintergrund. (Ganz ehrlich gehen mir inwzischen auch so kluge Kommentare wie von Nummer 11 total auf die Nerven. Es ist nur eine Sendung, in der es zudem um Bücher geht. Es gibt schlimmere Sachen, über die man sich auslassen kann.)

  18. 18
    Jule

    Wär ja alles schön und gut, wenn die mal aufhören würde Rumzuzicken.
    Ständig nur Rumgenöle und ewiges Gejammer.
    Alle nur doof und böse, nur sie nich.
    Werd erwachsen Heidenreich.

    Hach und Campino geht jetzt schon zum lesen nach Köln ;)
    Der wird auch alt ;)

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