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Flexible GoogleMail-Adressen

Jeriko beschreibt hier etwas, das mir bisher nicht bekannt war und das für Filter-Einstellungen, bei Test-Registrierungen, für Newsletter-Abos oder zur Rückverfolgung von Spam-Quellen wissenswert sein könnte:

GoogleMail-Adressen lassen sich durch Punkte oder Plus-Zeichen verändern und gelangen trotzdem in die Inbox. Mails an die Adresse „beispiel@googlemail.com“ kommen auch an, wenn sie an „b.e.i.s.p.i.e.l.@googlemail.com“ oder „beispiel+test@googlemail.com“ verschickt wurden. Ebenso arbeitet die Adresse „vorname.nachname“ mit und ohne Punkt korrekt.

Funktioniert ähnliches auch bei anderen Mail-Providern?

39 Kommentare

  1. 01

    Das Feature gibts schon länger und es ist echt praktisch… Bei anderen Providern afaik nicht vorhanden. Das schränkt natürlich die Menge der Adressen ein, die man vergeben kann, da a.b@example.com und ab@example.com ein Konto sind. Ich denke, dass das evtl andere Anbieter abschrecken könnte.

  2. 02

    Wenn man masochistisch veranlagt ist braucht man nur die „catch all“ Funktion (soweit angeboten) bei der eigenen Domain anzuschalten und auf eine Adresse weiterzuleiten. Dann kommt auch alles an. Nur leider auch saemtliche 76345165051054632056 Bounces wenn mal wieder ein Spammer die Domain missbraucht hat.

  3. 03
  4. 04

    Jetzt wo das bekannt ist, wird das sicher bald abgeschafft. Oder von der Bundesregierung verboten. Dann geht Google vor Gericht und weil Google sowas immer annervt, löschen die kurzerhand alle Seiten der Bundesregierung aus ihrem Index und dann ist es so, als hätte es Angela Merkel nie gegeben;)

  5. 05

    Das ist kein Teil eines Standards o.ä., von daher wirds wohl auch kein anderer Provider unterstützen. Mir ist zumindest keiner bekannt. Siehe dazu auch die Antwort aus Googles Helpcenter (erste Option)

  6. 06

    @Die Erklärung: Habe vorgestern noch mit einer @bundestag.de Adresse gemailt und die benutzen sowas selber. Ob sie jetzt dafür GMail benutzen, oder das gleiche feature ihren Mitarbeitern auch anbieten, lässt sich spekulieren.
    Gmail wäre auf jeden Fall skandalwürdiger. „Bundesregierung sendet freiwillig Daten an Google“ oder so.

  7. 07
    stefan

    mit den punkten geht es. mit + funktioniert es zumindest bei gmail nicht.

  8. 08
    Stefan

    Naja, das ist aber kein Google-Feature:

    http://en.wikipedia.org/wiki/E-mail_address#Sub-addressing

    Anbieter, die sich z. B. ausschließlich um E-Mail kümmern und das umfassend implementieren (also nicht Web.de und Freemail-Konsorten), bieten das durchaus an, z. B. Fastmail (http://www.fastmail.fm/docs/faqparts/Aliases.htm#SubDomain).

    Damit kann man auch wunderbar (vor)filtern etc.

  9. 09

    ja ähnliches gibts auch bei anderen providern z.B. 1&1. Hab jetzt auf die Schnelle keinen Link gefunden, aber prinzipiell kannst du in deren ControlCenter eine Sortierung für das Postfach aktivieren, so dass in Zukunft Mails an postfachname+Ordnername@domain.de in den Ordner „Ordnername“ sortiert werden. Offiziell dokumentiert ist das meines Wissens nicht

  10. 10

    @MainP: Ja genau. Naja, die Bundesregierung darf ja eh immer mehr als sie uns zugestehen will;)

  11. 11
    David

    Wobei das Ganze bei Google Mail komfortabler ist als bei vielen E-Mail-Providern, da man per Filter selbst entscheiden kann, was mit Mails an foo bar@gmail.com passieren soll. Mails an beispiel ebay@gmail.com das Label „Bestellungen/E-Bay“ zuweisen, zum Beispiel. Und da Label bei Google Mail über IMAP als Ordner synchronisiert werden, hat man im E-Mail-Client die Mails schön in Ordner sortiert. Coole Sache.

    Beruhigend auch zu wissen, dass sich keiner eine bis auf den Punkt identische Adresse mit meinem Namen sichern kann, um damit Unfug zu treiben.

  12. 12
    cato

    Genau wegen diesem Verhalten kann man sich mit gmail-Adressen beispielsweise bei heise nicht registrieren, das ist also alles andere als neu.

  13. 13
    David

    @cato: Huh? Klappt ohne Probleme.

    Die Mail-Adressen werden in der Tat manchmal zurückgewiesen, meistens liegt das aber an schlecht implementierten Adress-Filtern, die meinen, das Pluszeichen sei ungültig.

  14. 14

    Ist ja an und für sich ein nettes Feature, aber dann doch wieder nicht, da z.B. die Filtermöglichkeiten im Webinterface nicht gut genug sind. Bsp.: Angenommen, man habe die Mailinglist SCHNISM bestellt und als Adresse beispiel+SCHNISM@gmail.com eingetragen. Nun kommen die Mails schön brav auf dem eigenen Konto „beispiel“ an. Toll – nur leider lässt sich kein Filter einstellen, der darauf reagiert, was im To steht; man kann also nicht sagen, versehe mir alles, was an „+SCHNISM“ ging, mit dem Label „Schnism Liste“ (und nein, das es auch Bcc:’s gibt, ist hierbei egal, denn der Google Mailserver bekommt ja mit, das die Mail an beispiel+SCHNISM@gm ging und nicht nur an beispiel@gm und könnte somit auch passend filtern).

    Anderes Beispiel: Viele Mailinglisten sind so eingestellt, das nur die posten dürfen, die auch bei der Liste eingetragen sind. Also muss das From passen. Aber um eine Mail mit From: beispiel+SCHNISM@gm zu senden, muss man umständlich in den Prefs diese From Adresse einstellen. Bei nur wenigen MLs geht das, ja. Aber spätestens bei der 10. Mailingliste wird das „öde“ und unübersichtlich.

    Summa summarum: Nettes Feature, aber IMO nicht brauchbar, da Google Mail hier einfach nicht komfortabel genug ist (um mal @David (11) direkt zu widersprechen).

    Alexander

  15. 15

    @Die Erklärung: das ganze ist doch schon ewig (seit über einem Jahr wenn ich mich nicht täusche) bekannt. Es jetzt abzuschaffen wo es viele User schon nutzen, wäre ziemlich dreist von Google.

  16. 16

    @Alexander: Kann ich nicht bestätigen. Filter lassen sich (in meinen Mailclients und auch bei Gmail) nach TO:-Adresse einstellen, ebenso kann man einstellen, dass man mit der gleichen Adresse antwortet, mit der man empfangen hat, also ohne das extra jedesmal einzustellen.

    Das funktioniert natürlich alles nur, wenn man sich mit der jeweiligen Adresse in die Liste einträgt, klar.

  17. 17
    cato

    @David
    Es ging um die beliebig einstreubaren Punkte, siehe
    > http://www.heise.de/extras/foren/S-GMail-Accounts-bei-heise-online/forum-7262/msg-6405594/read/
    Inzwischen ist es aber wohl möglich auch bei heise Gmail-Adressen zu nutzen. Dass das ganze keineswegs eine Neuigkeit ist, sieht man auch am Datum des verlinkten Posts

  18. 18
    Jan(TM)

    Ich hab „Catch all“ abgeschaltet, ist sehr viel ruhiger seit dem.

  19. 19
    Jens

    Was ist mit Benutzernamen, die schon einen Punkt beinhalten?

    Angenommen „maxmueller@gmail.com“ gibt als E-Mail-Adresse „max.mueller@gmail.com“ an. Nun kommt der Inhaber der „richtigen“ „max.mueller@gmail.com“. Wo landen die E-Mails?

  20. 20
    Mau

    Bei web.de funktioniert es nicht. So habe ich inzwischen vorname.nachname, vorname-nachname, vorname_nachname und vornamenachname, denn das hat immer wieder jemand durcheinander gehauen.

  21. 21
    christopher

    @jens
    „Gmail allows only one registration for any given username. Once you sign up for a particular username, any dot or capitalization variations are made permanently unavailable for new registration. If you created yourusername@gmail.com, no one can ever register your.username@gmail.com, or Your.user.name@gmail.com. Furthermore, because Gmail doesn’t recognize dots as characters within usernames, adding or removing dots from a Gmail address won’t change the actual destination address. Messages sent to yourusername@gmail.com, your.username@gmail.com, and y.o.u.r.u.s.e.r.n.a.m.e@gmail.com are all delivered to your inbox, and only yours.“

  22. 22

    @Johnny Haeusler: Dann machst Du irgendwas anders als ich. Ich habe mir gerade eine Mail an bsp schnism@gm gesendet (natürlich bsp durch meinen Benutzernamen ersetzt). „Von derselben Adresse aus antworten, an die die Nachricht gesendet wurde“ ist aktiviert.

    Antworte ich jetzt auf diese Mail, so wird nicht „bsp schnism“ im From verwendet, sondern meine Default-From-Adresse. „bsp schnism“ habe ich *NICHT* als Adresse unterhalb von Konten eingetragen. Wie gesagt, wenn ich „bsp schnism“ als Adresse bei Konten einstellen würde, dann würde es klappen. Aber, wie auch schon gesagt: Spätestens bei der 10. Adresse wird das „öde“ und unübersichtlich.

    Dh. was Du geschrieben hast, kann ich nicht nachvollziehen.

    Thema Filtern: Wenn eine Mail nur per Bcc an eine Adresse gesendet wurde, so lässt sich nicht darauf filtern. Wenn man einen Filter auf den Header „Delivered-To“ (welcher ja von Gmail beim Mailempfang automatisch gesetzt wird) einstellen könnte, dann wäre es auch möglich, Bcc Adressen zu filtern. Da dies aber nicht geht, läuft man „Gefahr“ bei einem Filter auf „An“ Mails zu übersehen (nämlich die, die man per Bcc erhalten hat).

    Dh. es nicht gut möglich, solche Mails zu filtern, die an eine bestimmte (Plus-)Adresse gesendet wurden.

  23. 23

    Mails an deinname@gmail.com und deinname@googlemail.com landen übrigens auch in der gleichen Inbox, falls das jemand noch nicht wusste und deswegen googlemail immer ausgeschrieben hat… ;)

  24. 24
    Jens

    @christopher: Ah ja, dankeschön :)

  25. 25

    @Simon Müller: Ach, das ist ja gut zu wissen – danke schön! Gibt halt nur beim Antworten das gleiche Problem, wie auch bei den + Adressen.

  26. 26

    @Alexander: Zeitweise war es noch möglich bei googlemail-Adressen die entsprechende gmail Adresse zumindest als From: einzutragen. Google hat das mittlerweile abgestellt.
    Bei gmail Adressen müsste sich aber googlemail als From: eintragen lassen…

  27. 27

    @alexander das ist ein selbst gemachtes Problem. Schon mal an einen xyz,newsletter@gmail Adresserweiterung gedacht?

  28. 28

    @sven: Was ist ein selbstgemachtes Problem? Das Gmail nur dann eine Adresse ins From setzt, wenn man sie zuvor bei *Konten“ eingetragen hat?

    Ja, auf gewisse Art und Weise hast Du recht. Aber diese mangelnde Unterstützung der + Adressen (oder auch auch von „.“ bzw. nicht-„.“ Adressen – b.s.p vs. bsp) in Gmail Web ist’s, die die Verwendung dieser Adressen für mich zu umständlich machen. Wie ich schon sagte: Spätestens bei der 10. einzutragenden Adresse wird’s, zumindest für mich, „öde“ und unübersichtlich.

    Oder meintest Du, das die mangelhafte Filtermöglichkeit in Gmail Web ein selbstgemachtes Problem ist?

  29. 29
    hannes

    @Simon Müller: kann man irgendwie einstellen, dass ich beim senden einer mail als meinname@gmail.com und nicht als meinname@googlemail.com als absender erscheine?

  30. 30

    @Simon Müller: Nein, hat Google nicht. Wollte mir gerade eine @googlemail.com Adresse einrichten (habe ein @gmail.com Konto). Ergebnis:

    Sie können keine E-Mails von …..@googlemail.com senden

    @hannes: Vlt. indem Du bei Einstellungen -> Konten eine weitere Emailadresse einträgst. Kann aber sein, das es nicht klappt (siehe oben in dem Kommentar von mir *G*).

  31. 31

    Ich weiss nicht ob es die bessere Lösung ist.

    Meine Mails werden nicht direkt weiter geleitet.
    Zuerst durchlaufen die Mitteilungen den Filter
    meines Hosters)Mail-Servers, bevor diese die von
    mir vorgegebenen Einstellungen erfüllen müssen.

    Im Klartext

    Niemals nicht werde ich Elektronische Mitteilungen
    ohne weiteres empfangen.

    P.S.:
    Seit Jahren nutze ich die ‚Benachrichtigung‘ einer
    Mail per SMS.

    Da es zur Erläuterung zu sehr in den Bereich Mobile
    abdriftet, will ich es hiermit beenden. Anderes Thema

  32. 32
    Oliver

    ich habe so eine adresse für die registrierung bei myspace verwendet. hat er akzeptiert. nur… wenn man das wieder ändern will, akzeptiert er es nicht. beide module verwenden unterschiedliche validierungsmethoden. die eine akzeptiert ein +, die andere nicht. super. ich werde nie meine email-adresse mehr ändern können.

  33. 33

    Ich hab bei macbay.de (Mail-/Hosting-Dienst von macnews.de) nachgefragt: Dort funktioniert die Methode mit Erweiterungen der Adresse, die mit einem „+“ abgetrennt sind.

  34. 34
    Frank Schenk

    Das erinnert irgendwie an babylonische Sprachverwirrung ;)

    Nach RFC 2822 sind „foo bar@gmail.com“ und „foobar@gmail.com“ und „foo.bar@gmail.com“ und „foo bar @gmail.com“ 4 verschiedene Email-Adressen, da sowohl das Leerzeichen als auch der Punkt und das genau wie geschätzte 250 andere Zeichen gültige Bestandteile einer Emailadresse (also des Teils vor dem @) sind.

    Leider macht da jeder draus, was er will. Viele Formulare lassen „Foo Bar@host.tld“ und viele andere Möglichkeiten garnicht zu, weil sie mit irgendwelchen vorsintflutlichen „Email-Adress-Prüfprogrammen“ arbeiten.

    Daß Google nun ein Feature draus macht – nun, die Jungs waren schon immer erfinderisch ;)

    gruß

  35. 35

    @Frank Schenk:
    Ein Problem ist das aber nicht, da ja jede benutzte Adresse eindeutig ist –daß davon mehrere in einer Mailbox landen, macht ja nix.

  36. 36
    Fabi

    Soweit ich mich richtig erinnern kann (ist schon einige Jährchen her), wurde dieses Feature mit den Punkten direkt bei der Anmeldung zu gmail erwähnt. Zumindest wusste ich von Anfang an davon.
    Zu gmail vs googlemail:
    Wenn ein Account von Deutschland oder UK aus eingerichtet wird, wird er automatisch zu @googlemail.com, da in beiden Ländern wohl der Name „gmail“ oder „g-mail“ bereits geschützt war.
    Man kann Mails auch mit der anderen Endung verschicken, dazu braucht man aber einen zweiten Account, unter dem der erste mit der anderen Endung registriert werden muss. Ist ein bißchen Aufwand. Aber mit ein bißchen Suchen (z.B. bei Google ;) ) findet man eine Anleitung, wie es geht.
    Greetz

  37. 37

    Ich habe es bisher nicht ausprobiert, werde es wohl ma machen, denn ich finde die Sache schon spannend! War mir völlig neu und unbekannt.

    Aber wenn das wirklich überall geht, dann wäre die Maßname der Punktsetzung zur Spamverhinderung ja quasi wirkungslos :-(

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