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Adventskalender 2015 – Tag 19

Wie im vergangenen Jahr wird euch auch 2015 der Spreeblick-Adventskalender begleiten, Johannes legt sich ins Zeug und präsentiert grandiose oder mindestens bemerkenswerte Perlen der deutschsprachigen Popkultur. Alle Einträge für 2015 sind hier zu finden.

Und weiter geht es mit Liedern zum Thema Fremde und Migration, heute mit Peter Kohlhuber, 1942 im tschechischen Ostrava (seinerzeit noch Ostrau in Böhmen und Mähren) geboren, dann in der Nähe von München, also eben auch in der Fremde aufgewachsen, ein ganz klein wenig schöinster Zungenschlag hat er aber offenbar beibehalten:


Der Herr Kohlhuber nannte sich für die Bühne „Rubin“, ist mit 2 Metern ziemlich lang und wurde deshalb gerne „Deutschlands größter Schlagersänger“ gerufen, höhö, immerhin hatte er 1968 mit einer deutsche Version von Paolo Contes „Azzuro“ einen ganz hübschen Erfolg, im Jahr darauf kokettierte er dann sogar auf dem Plattencover mit seiner Körpergröße:

peterrubin

Seine eigenen Titel sind in der Regel etwas arg humpta, so wie „Wir zwei fahren irgendwo hin“ oder „Du passt in keinen Anzug rein“, für ganz Mutige hier mal im Rahmen der ZDF Hitparade zu sehen:

Das alles inklusive schlimmster Modeverbrechen und überenthusiastischem Publikum – immerhin gehen Peters Koteletten sehr hübsch in seine Mordsmatte über, und am Ende gibt es einen schönen Größenvergleich zu Dieter Thomas Heck.

Peter Rubins zweite Single hatte auf der B-Seite lustigerweise einen ganz ähnlichen Titel wie den heutigen „Dein schönster Weg“:

Anfang dieses Jahrtausends habe ich Rubin mal auf dem Reeperbahnfestival erleben dürfen, er gab „Azzuro“, das war sogar ganz schön und gibt mir Gelegenheit, zwei Nordlichtern zum Geburtstag zu gratulieren, nämlich Hannelore und Paddy, Glückwunsch, lasst es Euch gut gehen!

Und morgen machen wir dann einen weiteren, ganz aktuellen Ausflug nach Hamburg.

Bis dahin tschüß,
Johannes

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