Ein offener Brief an Musiker, Text-Autoren, Komponisten, Musik-Verlage und Labels, im Folgenden unter dem etwas holprigen Begriff „Musikschaffende“ zusammengefasst.
Sehr geehrte Damen und Herren,
mein Name ist Johnny Haeusler, ich war in jüngerem Alter anderthalb Jahrzehnte lang sowohl als Musiker einer Band namens Plan B wie auch als Radio-DJ in Berlin ein kleiner Teil der Musikbranche. Ich bin, resultierend aus meiner Zeit als aktiver Musiker, (noch) Mitglied der GEMA und der GVL. Zur Zeit betreibe ich das gerade auf ihrem Monitor schimmernde Weblog Spreeblick, in dem es hin und wieder auch etwas über Musik zu lesen gibt (manchmal kann man sie sogar hören oder Clips dazu sehen).
Ich weiß, dass einige von Ihnen auch recht regelmäßig bei Spreeblick reinschauen und es freut mich sehr, wenn selbst für Profis dann und wann etwas spannendes bei uns zu finden ist. So wies mich ein Leser Ende April 2006 auf das Video zu dem fantastischen Song „We’re from Barcelona“ der gleichnamigen schwedischen Band hin und wir zeigten diesen Clip unseren Leser/-innen, die begeistert waren.
Diese Begeisterung griff scheinbar auch auf einige Mitarbeiter/-innen des zu Virgin gehörenden Labels „Labels“ über, die Firma veröffentlichte die Single vor kurzer Zeit und bedachte netterweise sogar Spreeblick im Info zur Single:

Auch wenn ich den Begriff „Entdecker-Blog“ für dezent übertrieben halte, freue ich mich, dass sich Industrie, Kunden und meine Wenigkeit ausnahmsweise mal einig sind - ich drücke die Daumen, dass der Song ein Hit wird, er hätte es verdient (was ja aber, das wissen wir alle, leider noch keine Chart-Garantie ist). Kurz: Ich finde die Geschichte rund um die Schweden sehr schön.
Noch schöner finde ich es aber, dass mir noch keine Anwaltsrechnung ins Haus geflattert ist, was aber noch passieren kann. Denn als ich das Video auf Spreeblick veröffentlichte, hatte ich es versäumt, vorher die Urheber zu kontaktieren und eine schriftliche Genehmigung einzuholen, ich hatte die Autoren und Komponisten und auch das zuständige Label nicht recherchiert und ich wusste nicht einmal, wer das Video ursprünglich ins Internet gestellt hatte. Als ich das Video auf Spreeblick veröffentlichte hatte ich nur einen Gedanken: Das ist so gut, dass müssen musikbegeisterte Leute sehen und hören!
Das war nett gedacht von mir, doch es ist nach geltender Rechtssprechung illegal. Ich zahle weder GEMA-Abgaben noch Gelder an die GVL (nicht aus Boshaftigkeit, sondern weil es keine Tarife für Leute wie mich gibt), und obwohl das Video gar nicht auf meinem Server liegt, darf ich nicht einfach darauf hinweisen oder es gar zeigen, denn es unterliegt dem Urheberrecht, welches solche Vorgehen in Deutschland untersagt.
So wie ich mich im Fall von „We’re from Barcelona“ verhalten habe verhalten sich tausende von Blog-Autoren weltweit und täglich: Sie weisen auf neue oder alte tolle Musik hin, die im Internet zu finden ist. Das tun sie aus Musikbegeisterung, nicht um den Musikern zu schaden. Immer mehr Blogger verlinken zusätzlich die legalen Download- oder Kaufmöglichkeiten für die betreffende Band und viele von ihnen bitten ihre Leser sogar ausdrücklich um den legalen Erwerb von Musik.
Die Leser von Blogs, das können sie sich denken, liebe Musikschaffende, freuen sich über die perlentauchenden Autoren. Bestimmt auch, weil sie ab und zu mal ein Lied kostenfrei erhalten, viel mehr aber noch, weil sie neue Musik entdecken, die sie dann nicht selten kaufen.
(…) letztens habe ich mal zusammengezählt, was ich schon bei iTunes bzw. auf CD gekauft habe, weil ich über spreeblick (Gustave, Television Personalities, Flaming Lips), popnutten (Justine Electra) oder Pandora (unzählige!) zu guter Musik geführt wurde (…)
schreibt Spreeblick-Leser und Blogger Martin hier stellvertretend für sicher sehr viele andere Leser.
Sie merken: Blogs (und viele andere Kommunikationsformen im Internet) arbeiten für Sie alle. Aus Lust und Liebe zur Musik.
Auch unser Freund und Spreeblick-Mitautor René liebt Musik und weist auf seinem Blog oft auf Musik im Internet hin. Ein paar der Songs auf anderen Websites, die René verlinkt hatte, fielen unter das oben angesprochene Urheberrecht und so erhielt René vor einigen Tagen eine Abmahnung. Selbstredend hat René die betreffenden Links entfernt, vor der Zahlung der Anwaltskosten in Höhe von 800,00 Euro bewahrt ihn dies jedoch nicht. René ist dabei weder ein Einzelfall noch eine Ausnahme, im Netz wird seit langer Zeit mit Recht von einer Abmahnwelle nicht nur im Zusammenhang mit Musik geredet, weitere Informationen dazu finden sich u.a. hier, ein paar weiterführende Gedanken sind hier.
Es geht mir in diesem offenen Brief nicht darum, das bestehende System der Abmahnungen an sie heranzutragen, das solche Vorgehensweisen möglich macht und legalisiert, denn die Erneuerung von bestehenden Gesetzen ist Sache von Juristen und Politikern (von denen ich mir selbstverständlich ebenfalls eine erhöhte Wachsamkeit und mehr Verständnis bezüglich der neuen Medien wünsche).
Nein, es geht mir in diesem offenen Brief darum, für eine Sensibilisierung bezüglich des Themas bei Ihnen, den Musikschaffenden, zu werben. Denn ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass es in Ihrem Sinne ist, wenn sich Anwälte und Firmen auf diese Art und Weise bereichern - weder Musiker noch Autoren noch Labels profitieren von Renés 800,00 Euro.
René und andere Leidtragende können an der aktuellen Situation nichts ändern, es fehlt die Zeit, der Mut und vor allem das Geld, sich gegen in diesen Angelegenheiten sehr erprobte Kanzleien und eigens dafür gegründete Unternehmen aufzulehnen.
Diejenigen, die an der Situation etwas ändern können, sind Sie: Musiker, Text-Autoren, Komponisten, Musik-Verlage und Labels. Denn solange Sie sich von Unternehmen vertreten lassen, deren Köpfe noch vor einigen Jahren in meinem Beisein die Erfindung von MP3 mit der Erfindung der Neutronenbombe gleichgesetzt haben und die an Reaktionszeit und Konsensbereitschaft nicht zu unterbieten sind, solange wird sich die Situation nur verschlechtern, auch für sie, die Musikschaffenden.
Bitte setzen Sie sich daher bei den entsprechenden Stellen und Personen für Lösungen und Gespräche ein, überlassen Sie die Art und Weise, wie mit Ihren Kunden umgegangen wird nicht einigen wenigen Personen, die sich an ihren Produkten auf ihre eigene Art bereichern, oftmals sicher sogar ohne dass Sie davon etwas mitbekommen.
Sie, die Musikschaffenden, werden, das ist meine feste Überzeugung, seit längerer Zeit extrem schlecht vertreten. Bitte tun sie etwas dagegen. Dankeschön.
Für Gespräche bin ich gerne jederzeit unter johnny at spreeblick punkt com erreichbar.
Mit freundlichen Grüßen,
Johnny Haeusler
01
Kann ich das hier mit unterschreiben?
Hätte man wohl nicht in schönere Worte fassen können.
Hut ab
Alle Kommentare von Jokey
02
Vollinhaltich und zustimmend unterstützt:
Andreas Miksche (e.h.)
Alle Kommentare von andy69com
03
Hallo Johnny,
sehr schön, was du da geschrieben hast und absolut nötig. Ich hoffe, es wird an den richtigen Kanälen gelesen!
Fight for the music!
Alle Kommentare von Sun Out Of Fire
04
ach…
seit langem mal wieder ein längeren text von dir gelesen.
und nicht entäuscht worden.
bist ein guter, johnny, sprichst mir aus der seele.
Alle Kommentare von Frank R.
05
schön auf den punkt gebracht. manchmal mag ich es wenn du deine wut im zaum hälst (weichspülst) und postings schreibst die versuchen niemandem auf die füsse zu treten. wirklich.
Alle Kommentare von ix
06
signed
Alle Kommentare von Conrad
07
Ich weiß, es ist eher unpopulär sowas zu äußern, aber der Gedanke, dass die “Musikschaffenden” und die Musikindustrie (der Name ist bezeichnend) in einer Gesellschaft in der alles verwertet wird, dass nur verwertet kann, eine einigermaßen “weiße Weste” behalten und sich der Logik von Profit, Rendite usw. entziehen können, ist leider wenig realistisch.
Natürlich würde auch ich es lieber sehen, wenn Musik - und Kunst im allgemeinen - sich davon einigermaßen freimachen können, allein wie weit das möglich ist, bleibt dabei die Frage. Ich sehe das doch etwas pessimistischer als du, Johnny. Nichtsdestotrotz liegt es natürlich auch an den Musikschaffenden (das klingt in meinen Ohren übrigens ein wenig wie “Kulturschaffende”, und das wiederum klingt - ich weiß nicht wieso - ein bisschen nach DDR:-), ob sie versuchen, über kleinere Labels usw., den Interesssen der Musikindustrie etwas entgegenzusetzen.
P.
Alle Kommentare von populärer pop
08
Geistiges Eigentum ist Diebstahl
“Geistiges Eigentum” ist ein Thema, dass schon seit einigen Wochen in der Blogosphäre heiß diskutiert wird. Wem dürfen Ideen gehören? Dürfen Ideen überhaupt jemandem gehören? Dürfen sie denjenigen gehören, die sie zuerst hatten, oder denjenigen, die dafür bezahlt haben? Oder, gehören Ideen nicht eigentlich doch allen, der Gemeinschaft der Denkenden, die diese Ideen weiterverwenden und weiterentwickeln sollen?
Am Samstag wird auf Buchstaben in Bewegung ein Artikel über die IFPI, die International Federation of the Phonographic Industry erscheinen. Dieser Artikel wird subjektiv und einseitig sein. Mir geht es nicht darum grundlegend oder ausgewogen zu informieren - Ich stecke ein Feindbild ab…
(manual trackback, man verzeihe mir die Werbung)
Alle Kommentare von Buchstaben in Bewegung
09
auf den artikel hatte ich gewartet. :)
danke johnny.
Alle Kommentare von philipp
10
Auf Wunsch des Autors dieses Kommentars mussten wir diesen sowie alle anderen Kommentare des Autors löschen.
Alle Kommentare von gelöscht
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zustimmungspflichtig
Aber mal nebenher, warum verpennt die Musikindustrie das so.
Eigentlich ist es doch wie früher, Vinylzeit. man muß sich eine fangemeinde erspielen, via Internet oder Konzerte, dann erst gibts Aufnahmen und Bekanntheit.
Ach ja, die netten A&Rler sind nicht mehr finanzierbar?
V.a. weil oftmals Musik im Heimstudio entstehen kann?
Kann da nur spekulieren, bin ja selbst nur Laie.
Alle Kommentare von matze
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Das wirklich bizarre ist, das ich selbst dann nicht auf der sicheren Seite bin, wenn ich mir vom Künstler selbst ein okay hole, wenn ich aus seiner Musik zitieren will. Beim Interview mit der Gruppe Malediva zitiere ich im Podcast aus den CDs der Gruppe. Dem hat sowohl die Gruppe als auch deren Plattenfirma zugestimmt.
Dennoch könnte ich dafür abgemahnt werden, denn laut dem was die GEMA auf ihrer Seite schreibt, haben Sie dafür gar nicht mehr das Recht.
“Die Rechteinhaber haben durch den Abschluss eines Berechtigungsvertrages die Urheberrechte an die GEMA zur Wahrung übertragen und sie mit dem Inkasso der Aufführungs- und Vervielfältigungsrechte beauftragt. Im Sinne des Kollektivinkassos ist es nicht möglich, einzelne Werke / Komponisten von der Lizenzierung auszuschließen.”
Mit anderen Worten, jeder Künstler verkauft der GEMA jedes Recht das er an seiner Musik hatte. Er kann selbst im Eigeninteresse keine Stücke freigeben oder ZItate erlauben. Nichtmal zu Werbezwecken ist eine kostenlose Aufführung gestattet.
Weiter informiert die GEMA:
“Die Verwendung von GEMA-pflichtiger Musik ist ausnahmslos ab der ersten Sekunde vergütungspflichtig.”
Was anscheinend auch viele Label nicht zu wissen scheinen, die einem auf Anfrage gern sagen “Sie können aus jedem Song kostenlos bis zu 30 Sekunden spielen.”
Im Endeffekt liest sich die FAQ der GEMA die man hier findet
http://www.gema.de/musiknutzer/herstellen/faq.shtml#05
als einziger Zumutungskatalog, der so auch nicht im Sinne der Musikschaffenden sein kann.
Wie viele Leute wissen, daß sie selbst wenn sie eigene Musk die nicht GEMA geschützt ist auf ihre Seite stellen, eigentlich gehalten sind diese zu informieren und sich freistellen zu lassen?
Alle Kommentare von Batz
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reinejauen & unterjeschrieben!!
Alle Kommentare von Matthias
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Das Thema geistiges Eigentum als generelle Frage verdient einen eigenen Artikel. Sehr spannend, sehr wichtig und sehr schwierig…
Alle Kommentare von Johnny
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Word! Wo darf ich als Musikschaffender unterschreiben?
Alle Kommentare von Boogie
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Wie es auch schon andere vor mir erwähnt haben: Dieser Artikel trifft den Kern. Ich bin Musiker und ich möchte nicht, dass Leute die ggf. meine Musik mögen und verbreiten, weil sie denken, diese könne auch anderen gefallen, für ihre Taten bestraft werden. Vielmehr freut es mich (und wahrscheinlich jeden Musiker) zu hören, dass Menschen auf genau meine Musik stehen.
Es ist unsinnig diese Gratiswerbung unterbinden zu wollen und sogar zu bestrafen.
Wenn ich ein MashUp höre und mir ein Part besonders gefällt, dann versuche ich an mehr von eben diesem Künstler zu kommen.
Wenn es aber keine MashUps (oder MP3 Dumps, was auch immer…) mehr gibt, dann entgeht mir Musik, der Industrie ein Käufer.
Ich werde wohl Jura studieren müssen…
Alle Kommentare von Marvin
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Bei allen Diskussionen bezgl. Urheberrecht etc. glaube ich allerdings auch, das die Musikindustrie und ihre Büttel und Vollstrecker (Abmahner) sich selbst mit ihrem unwürdigen Verhalten ins Knie schiessen. Den wir,die Musikblogs machen uns die Arbeit, Bands und ihre Musik vorzustellen. Wir sind eben auch Musikliebhaber, Konsumenten und Fans. Die Herrschaften lachen sich wahrscheinlich auch noch tot über die von den Musikblogs betriebene Werbung. Billiger geht`s ja auch nicht.
Alle Kommentare von Peter
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Mit anderen Worten, jeder Künstler verkauft der GEMA jedes Recht das er an seiner Musik hatte.
Nein. Urheberrechte werden nicht “abgetreten” in dem Sinne, dass man sie nicht mehr über sie verfügt (”hatte”), sie werden an Dritte lediglich zu bestimmten Zwecken übermittelt (”zur Wahrung”) - dabei kommt es allerdings nicht zu einem Verlust auf Seiten des Künstlers/Urhebers. “Zur Wahrung” heißt in dem Falle, dass die Gema entsprechende Verstöße ahnden kann, ohne dass eine Initiative des Künstlers nötig wäre.
Er kann selbst im Eigeninteresse keine Stücke freigeben oder ZItate erlauben. Nichtmal zu Werbezwecken ist eine kostenlose Aufführung gestattet.
Weiter informiert die GEMA:
“Die Verwendung von GEMA-pflichtiger Musik ist ausnahmslos ab der ersten Sekunde vergütungspflichtig.”
Was anscheinend auch viele Label nicht zu wissen scheinen, die einem auf Anfrage gern sagen “Sie können aus jedem Song kostenlos bis zu 30 Sekunden spielen.”
Doch, der Künstler und das Label können und müssen dies gestatten. Diese Gestattung bildet sogar die Grundlage einer solchen Nutzung. Nur ist es mit einem solchen Erwerb von Nutzungsrechten eben nicht getan; es wird im Anschluss eben auch die Entrichtung von Gema-Gebühren fällig. Dies ergibt sich aus dem pdf-File, das in der von Dir verlinkten FAQ direkt unter dem von Dir zitierten Satz (”ab der ersten Sekunde”) heruntergeladen werden kann.
Alle Kommentare von Thomas
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100%ige Zustimmung, habe gleich mal eine Mail mit einem Hinweis auf diesen Brief an einige mir persönlich bekannte Musikschaffende geschickt…
Alle Kommentare von Carsten Dobschat
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Gerade mal grob nachgezählt, wieviele Alben ich schon aufgrund von Blogerwähnungen, Verlinkungen und Downloads einzelner Lieder gekauft habe. Ungefähr 10. Und es hat sich bei fast jedem gelohnt. So findet man doch überhaupt noch Perlen, für die man gerne etwas bezahlt. Kommerziell beworbene Musik ist ja oft nur noch schnellverkaufsorientierte Massenware für halbtaube Klingeltonfanatiker.
Danke für den schönen Artikel!
Alle Kommentare von Lena
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ähm, ich meinte Downloads einiger in Blogs verlinkter “umsonst” Musikdateien unbekannter Künstler…nicht dass die hier gleich klingeln, weil ich mich nicht ausdrücken kann :)
Alle Kommentare von Lena
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@Batz: Aber laut dem Gema-Sprecher gibts doch diese Regelung, dass man fürs Netz und für die CD die Rechte aufteilen kann… Hat er gesagt, haben wir gehört, keiner hats bestätigt bis jetzt. Da wird er wohl gelogen haben, ts, ts, ts.
Ad Astra
Alle Kommentare von Prospero
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14 Wie viele Leute wissen, daß sie selbst wenn sie eigene Musk die nicht GEMA geschützt ist auf ihre Seite stellen, eigentlich gehalten sind diese zu informieren und sich freistellen zu lassen?
Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Es stimmt sogar. Wir hatten in einem Musik(er)forum eine ellenlange Diskussion darüber, bis einer der Member (kein GEMA-Mitglied) eine Mail an die GEMA schickte, fragend, ob er seine eigene, freie Musik als Nichtmitglied auf seiner privaten, nichtkommerziellen Webseite zum DL anbieten darf. Die Antwort kam postwendend:
Jede Musiknutzung muß im Vorfeld bei der GEMA angemeldet werden. Sofern Sie keine GEMA-pflichtige Musik verwenden, fallen auch keine Vergütungen an.
Es fallen keine Vergütungen an! Yuchuu! Aber wer erstattet mir die Kosten? Soll ich eine CD brennen und hinschicken? Darf ich per Stunde berechnen, oder gibt’s pauschal 200 Euro für meine Mühe, meine Zeit - und last but not least - meinen guten Willen?
Dazu gab es freilich keine Informationen.
Stilblüten gibt’s freilich auch. Für Musik aus Vietnam gilt die sogenannte GEMA-Vermutung nicht.
Alle Kommentare von Acid
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Erinnern Sie sich noch?
Gerade im Spreeblick gefunden => Heute vor einem Jahr
:)
Alle Kommentare von Acid
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gelesen, verstanden, unterschrieben und weitergeleitet :)
Alle Kommentare von Flo
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Dein offenener Brief bringt es einfach mal prägnant auf den Punkt. Ab man die verschrobene Musikindustrie dadurch wachrütteln kann ist natürlich fraglich, die erkennen gutes und kostenloses marketing ja nicht mal wenn sie mit der Nase drauf gestoßen werden. Stattdessen wird sofort bei allem was auf .mp3 endet “Raubkopie!” geschrieen und mit den Abmahnungen verdienen sich dubiose Anwaltskanzleien eine goldene Nase …
Alle Kommentare von Flo
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Du hast den Kopf auf den Nagel getroffen.
Alle Kommentare von Nico
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Auf ner Platte (ja, ich hör sowas noch) von der US-Sängering Michelle Shocked von ‘88 steht auf der Rückseite unter den copyrights “…but everyone who sings these songs is my friend!”
Alle Kommentare von Jens
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Auf.den.Punkt.Danke.
Alle Kommentare von Y.
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Ich bin sehr gespannt, wie sich die Resonanz dieses Artikels entwickelt. Ich hab ja schonmal behauptet, dass Spreeblick inzwischen zu einem Beinahe-Rathaus von Klein-Bloggersdorf geworden ist. Ich kann mir gut vorstellen, dass dieser Artikel ein Feedback in den klassischen Medien erzeugt. Es wäre nicht das erste Mal, dass Spreeblick als Sprachrohr der Blogger-Welt wahrgenommen wird. Und wir können nur hoffen, dass so nochmal eine DIskussion über Urheberrechte und deren Verwertung angeregt wird.
Alle Kommentare von Lyrix-Podcaster
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Ein sehr guter Artikel. Ich hoffe für alle das er nicht ohne Auswikungen bei den angesprochenen Personen bleibt. Urheberrechte hin, Urheberrechte her, man sollte es nicht übertreiben. Das ganze könnte, nicht nur für die MusikIndustrie, auch mal nach hinten losgehen. peace
Alle Kommentare von indi
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“Blogs (und viele andere Kommunikationsformen im Internet) arbeiten für Sie alle. Aus Lust und Liebe zur Musik.”
Das ist ja herzerweichend was du da schreibst und insbesondere der Anwalt, der die 800 € fordert, wird sichh von deinem Text besonders berührt fühlen. Denke jetzt nicht, dass ich deinen Text schlecht finde, keinesfalls, doch ist er von einer narkotischen Naivität geprägt, die mit dem Biz aber auch so gar nichts zu tun hat. Die einzige Lösung ist in meinen Augen eine Komplettabschaffung der GEMA/GVL und eine Neustrukturierung aller Vertriebs- und Verkaufssyteme. Aber leider ist es mit der GEMA so wie mit den Atommächten. Sie hat den Atomwaffensperrvertrag für die anderen gemacht, damit die anderen keine Atomwaffen bauen können, die GEMA selbst aber darf “Atomwaffen” herstellen, also CDs rechtens pressen bzw. die Erlaubnis erteilen.
In diesem Sinne laufen so gut wie alle kommerziellen Vertriebswege durch ihre Hände. Das führt letztlich zu einer Erstarrung des Marktes, zu recht wenig Überraschungen im Charthaushalt der Majors, wenn nicht zu Ermüdung und zur Fickt-Euch-Haltung auf seiten der Musikschaffenden.
Warum soll amn sich als Musiker investieren auf diesem Markt, ist doch eh kaum ein Durchkommen möglich. Musik ist knallhartes Geschäft und wenn die Zahlen sich verschlechtern, wird es noch härter.
GEMA means:
G eeinigte
E mirate
M ieser
A rschlöcher
Ich meld meine Mucke dqa NIE an, auch wenn ich dann auch nie einen Cent verdiene, mit diesen kaputten Schweinen will ich nichts zu tun haben…
Alle Kommentare von bonzo
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chapeau. hätte man nicht besser schreiben können.
Alle Kommentare von ami
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signed!
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Alle Kommentare von mp_464
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Sehr schön geschrieben und den Nagel präzise auf den Kopf getroffen. Hoffen wir das es irgendjemand der Verantwortlichen ließt, sich Gedanken darüber macht und sich vielleicht an der jetzigen Situation etwas ändert.
/signed
Thomas
Alle Kommentare von Thomas
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Das trifft, mutatis mutandis, auch Texte, Leute, die Songtexte zeigen oder verlinken, etliche Gedichteblogs usw. Schlimmer noch als die Abmahnungen: Verlage drängen ihre Autoren, kein Fitzelchen selbst ins Netz zu stellen, Texte würden geklaut, Bücher nicht verkauft - mit dem Ergebnis, dass keiner sie mehr entdecken kann (und erst recht keine Bücher verkauft werden).
Alle Kommentare von dirk.schroeder
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Auch ich unterschreibe.
Da ich geschäftlich viel mit Musiklabels zu tun habe, werde ich das Schreiben mal ausdrucken und als nächstes erstmal Moses Pelham in die Hand drücken ;).
Grüße aus dem Frankfurter Umland
Mario
Alle Kommentare von Mario A.
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Der Podcast vor kurzem indem Johnny erklärt hatte was die GEMA ist, hat mich eigentlich davon überzeugt das die GEMA ganz sinvoll ist. Ich bin aber auch der Meinung, dass die Strukturen für die heutige Zeit überhaupt nicht mehr passend sind.
Als Konsument sehe ich das so: ich hab mir vor längerer Zeit viele Maxi CDs von MP3s die mir gefallen haben gekauft, dann hatte ich eine CD mit Kopierschutz die ich nicht abspielen konnte. Das war dann auch meine letzte… Mittlerweile kauf ich mir Vinyls, die sind zwar für den mobilen gebrauch etwas umständlicher in digitale Form zu bringen, aber ich kann mir sicher sein das ich die auch abspielen kann.
Da ich das sowieso in digitale Form bringe, würde ich das auch gerne (in Form von kurzen oder längeren Hörproben) in mein Blog als eine Empfehlung stellen. Der Grund warum ich das nicht tue, sind eben solche Abmahnungen.
Ich kann es irgendwie garnicht verstehen das Blogs/Webseiten die noch Werbung für die Musik machen abgemahnt werden, scheinbar ist die Geldgier und/oder Angst vor “mp3″ größer als der Verstand…
Und was ich noch sagen wollte, den Begriff “Raubkopie” finde ich blöd.
Alle Kommentare von scholt
39
manueller Trackback.
wer will schon musik
meine letzte musik-cd habe ich vor ungefähr 5,3 oder 7,2 Jahren gekauft, ich weiss allerdings nicht einmal welche das war. der schrankplatz, in denen ich cd’s aufbewahre misst gerade mal 30 x 20 cm. Doch, doch Musik ist schön und musik ist wichtig. und immer wenn ich gute musik höre, bin ich begeistert, nahezu euphorisch. ich höre nur leider wenig gute musik. Viel denke ich darüber nicht nach, aber wahrscheinlich weil die radiosender keine gute musik senden. oder ich keine guten radiosender kenne. auch unlogisch in berlin. seitdem ich ein laptop benutze, bin ich mehr als jemals zuvor in meinem kläglichen musikhörerleben über gute musik gestolpert. zufällig. und wenn ich will, dass diese art der zufälle sich häufen, weiss ich neuerdings wohin ich klicken muss. unerhört schädigend ist, diejenigen, die mir das auffinden guter musik (für die ich selbstverständlich bezahle) einfacher machen, das geld im stil mittelalterlicher wegelagerer aus den taschen zu stehlen. mit sachverstand hat johnny häusler einen offenen brief an musikschaffende formuliert.
Alle Kommentare von silberblog
40
Hallo zusammen
erstmal möchte ich sagen dass ich den Artikel durchaus gelungen finde obwohl ich mit dem Inhalt nicht konform gehe.
Ich als “Musikschaffender” fühle mich direkt angesprochen, sehr schön Ziel erreicht könnte man meinen, leider nicht die Wahrheit.
Wir alle wissen von den Erfolgsstories zu berichten bei welchen heftige “verlinkungen” unbekannte Bands an die Oberfläche gespült haben und sie somit dem Erfolg ein Stück näher gebracht haben, schön.
Die Schattenseite dieser Angelegenheit jedoch wird kaum belichtet. In der überwiegenden Zahl der Fälle besonders in Randgruppen der Musik sprich Bigbeat, Funk, D&B, usw. wird ohne Rücksicht geklaut, gekupfert, gesampelt ohne zu fragen, davon bin ich seit längerer Zeit persönlich betroffen.Beispiele gefällig, ok, Stücke unseres Kollektivs landeten unter anderem Namen bei Bandausscheidungen, Sampling über 5 sek., es gab auch schon ausländische Bands welche sich dachten nehmen wir doch den Song in Portugisisch auf es merkt ja eh niemand usw.
Ich möchte hier nicht den sterbenden Schwan spielen, fakt ist wir machen seit langer Zeit Musik zum Spass und nicht zum Gelderwerb, na gut hie und da Konzertgage und sind in unserer Region “Basel” ein klein bisschen bekannt, wir haben keinen PLattenvertrag und es ist auch nicht unser bestreben einen zu kriegen, es werden auch keine Songs angemeldet und somit haben wir auch faktisch gesehen nichts verloren, gut.
Sollte ich aber einer dieser LEute sein die davon LEBEN würden kreativ zu sein dann schwöre ich ich würde jeden aber würklich jeden den Anwalt auf den Hals hetzten der auch nur auf die Idee kommt etwas ohne vorherige Absprache ins Netz zu stellen.
Alle Kommentare von Cuk
41
Schöner Text, finde ich auch.
Versuch, zu verstehen: da die Zwecklosigkeit der Abmahnungen zum Ziele der Verkaufsförderung so offensichtlich ist, gibt es vielleicht auch noch andere Motive?
Vielleicht geht es ja auch um die Hoheit über die Bewertung, die sich die Marketingabteilungen nicht plötzlich von irgendwelchen Leuten wegnehmen lassen wollen, die da jetzt plötzlich aus dem Internet auftauchen.
Nachdem die meisten Radiosender doch inzwischen so schön gleichgeschaltet sind.
Alle Kommentare von stralau
42
²52
ganz so einfach ist das nicht. mal folgender ansatz: jede band erstellt promopakete, macht fotos, kloppt die dinger in alle welt und freut sich ein loch in den bauch, wenn eine zeitung, das werk bespricht, das bandinfo zitiert, das foto abdruckt, etc.
warum freut man sich nicht über verlinkungen?? natürlich haben (bei momentaner gesetzeslage) alle anwälte uneingeschränkt recht.
es wäre schön, wenn sich aber neben den institutionellen tankern wie gema, etc. eine kultur etablieren würde, die den respekt vor der musik und den wunsch, über lieblingsmusik zu sprechen verbindet. und genau das sind musikblogs für mich.
die beispiele, die du beschreibst (unter eigenem namen veröffentlichen, etc) stehen, glaube ich, außerhalb jeder diskussion. hier geht es um eine verbreitung von musik, von der eigentlich jeder träumt, der auf eine bühne steigt.
Alle Kommentare von robert
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Gratis-Werbung für Musik …
Wer etwas verkaufen will, braucht die Aufmerksamkeit der potentiellen Käufer. Diese müssen erstmal wissen, dass es das Angebot gibt. Und wenn sie es wissen, müssen sie immer wieder daran erinnert werden.
Deshalb werden auch von der Musikindustrie Unmengen an Geld für Werbung ausgegeben. [...]
m.T.
Alle Kommentare von Finanso.de
44
Mir ging der Brief nicht weit genug !
Von mir soviel zum Thema:http://www.whistleblog.net/2006/06/20/copy-right/
Alle Kommentare von mclunar
45
Hallo Johnny,
das Problem das du ansprichst ist weitaus vielfältiger und hat u.a. damit zu tun das ein grosser Teil derjenigen die im Musik Biz arbeiten (ob als Labeleigner, Künstler, Verleger, Angestellter oder Selbständiger, ob bei grosser oder kleiner Firma einfach nicht genug über das komplexe System der Vermarktung und Verwertung von Leistungsschutzrechten oder Urheberrechten weiss - alleine dieser Unterschied dürfte schon bei vielen nicht verständlich sein). Mich hat zum Beispiel vor gar nicht langer Zeit ein A&R einer Major Company, der dort schon lange arbeitet und erfolgreich ist gefragt: “Was macht eigentlich die GEMA?”. In dieser Welt sind die Rechtsanwälte, die sich auf Urheberrecht spezialisiert haben natürlich die Einäugigen unter den Blinden, diesen Anwälten fehlt jedoch jede kreative Vision und meines erachtens nach sehen sie in der Möglichkeit der Abmahnug vor allem auch die Möglichkeit mit einfachen Mitteln recht vernünftig zu verdienen, das dies oft auch ohne rechtliche Grundlage geschiet ist den Anwälten erstmal egal. Ich wurde z.B. einmal abgemahnt weil ich ein ca. 10 Jahre alte Promo CD bei ebay verkaufen wollte u.a. schrieb mir der Anwalt das ich mit Hilfe dieser CDs MP3 Dateien erstellen könne und diese dann im Internet veröffentlichen könne…. und einiges mehr an Blödsinn. Was soll ich sagen, ich habe weder die Unterlassungserklärung unterschrieben noch die Kostennote bezahlt oder mich sonstwie zu dem Vorfall geäussert - bezahlen musste ich nix, allerdings konnte ich die CD auch nicht bei ebay verkaufen. Rechtlich gesehen wäre der Anwalt aber jederzeit gescheitert, da die CD mein Eigentum war und ist und ich mit meinem Eigentum tun und lassen kann was ich möchte.
Doch zurück zu Diskussion. Letztlich kann man in der momentanen Situation allen jungen kreativen Textern und Songschreibern nur nahe legen das sie sich mit dem Thema GEMA ganz gründlich beschäftigen sollten, denn man kann ernsthaft diskutieren wie zeitgemäss diese Institution heute noch ist. Gerade auch im Hinblick der Verteilungsschlüssel - das wäre ein abendfüllender Vortrag den ich nur mit fachmännischer Hilfe halten könnte. Weiter stellt sich Angesichts der Verkaufszahlen von Tonträgern die generelle Frage in wie weit man als Künstler noch bereit ist Rechte abzutreten, auch wenn man heutzutage bei einer Majorcompany einen Tonträger veröfffentlicht, ist es im Rahmen des möglichen das man lediglich eine zweistellige Anzahl von Tonträgern über die herkömmlichen Distributionswege verkauft (glaub mir ich habe diese Zahlen gesehen), Verkäufe die bei über 500 Stück liegen werden bei Indies als Erfolg und bei Majors als Anfangserfolg gewertet (wofür also Rechte abgeben) - für den Vorschuss? Kaum den der ist nicht mehr sonderliich hoch, davon muss evtl. eine Produktion bezahlt werden, dann muss geteilt werden und dann sollten noch Steuern geahlt werden, so das am Ende von sagen wir einmal 50000,00€ bei einer 4 köpfigen Kapelle evtl. noch 2500,00 € bei jedem Musiker ankommen - ich würde es nicht machen.
Man kann also nur alle Beteiligten auffordern auf Rechte zu verzichten um die Zukunft möglich zu machen - aber das erklärt man so einfach keinem Anwalt und auch keinen Plattenfirmen Boss der alle 3 Monate neue Erfolge an die Zentrale nach USA berichten muss. Also ihr jungen Bands, ihr kleinen Labels, stellt euere Songs ins Internet verbreitet sie kostenlos und spielt in vollen Clubs bzw. Hallen.
Alle Kommentare von Gene October
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HochAchtung!
BelMondo
Alle Kommentare von BelMondo
47
Das Fazit von nr 59 kann ich voll unterschreiben. Ebendiese Gedanken hab ich mir heute auch schon gemacht.Wobei ich nicht glaube, daß man für Tondateien kein Geld verlangen kann, selbst wenn die nicht mit DRM verseucht sind.
Alle Kommentare von Jens
48
Da wir bei Tonspion.de nun bereits schon seit sieben Jahren (übrigens weitgehend abmahnungsfrei) täglich MP3s vorstellen und verlinken, kann ich aus meiner Perspektive sagen, dass die Argumentation viel zu allgemein gehalten ist.
Es gibt unzählige Labels, die inzwischen selbst MP3s ins Netz stellen und die sich freuen, wenn ihr Zeug verlinkt und vorgestellt wird (siehe I’m From Barcelona, es gibt unzählige andere Beispiele). Viele der “Musikschaffenden” brauchen keine guten Ratschläge, sondern wissen genau, was läuft.
Und dann gibt es eben jene Major-Companies, die Hunderttausende von Euro investieren, um so ein Hitparaden-Mäuschen nach oben zu puschen. Und wenn das dann massenhaft von den Kids im Netz verbreitet wird, wird von den Rechtsabteilungen dagegen vorgegangen. Das sind völlig andere Welten!
Musikindustrie ist längst nicht mehr gleich Musikbranche. Indielabels machen so was nicht. Und wer gute Musik macht, geht einfach nicht mehr zu einem Major heute, aber das ist ja auch nichts Neues…!
Blogger kann man aber trotzdem nur ausdrücklich davor warnen, MP3s (egal ob Major oder Indie) in ihren Blog zu stellen oder direkt zu verlinken, die nicht mit Creative Commons Lizenz ausgestattet sind. Das ist nicht nur lizenrechtlich, sondern auch gematechnisch mehr als fahrlässig. Ob man das gut oder schlecht findet, ist eine ganz andere Frage, die man aber nicht mit Unterschriftenlisten oder sonstigem Aktionismus wird lösen können. So einfach kann und sollte man das wichtige Urheberrecht nicht komplett über Bord werfen. Die Diskussion darüber läuft seit vielen Jahren und ich kann nur jeden dazu aufrufen, sich aktiv daran zu beteiligen und zu informieren.
Das Gute wird siegen!
Alle Kommentare von Udo Raaf
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Super!
Habe es auch gleich mal an einige Musikschaffende weitergeleitet!
Alle Kommentare von robin
50
Leider trifft es dieser satz auf den punkt.
Alle Kommentare von captain cord
51
Richtig! Danke, dass Du Dich im Namen aller traust, es laut in die Welt zu rufen! Hut ab!
Alle Kommentare von Herr Timo
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@ Prospero (24)
@ Batz (14)
ich hab’s auch gehört, was der Herr Dr. Urban Pappi von der GEMA auf dem Podcastday 2006 gesagt hat: Es lassen sich durchaus Rechte “ausklammern” von der treuhänderischen Verwaltung durch die GEMA - es ist nur wenig bekannt (nach eigener Erfahrung auch bei manchen GEMA-Mitarbeitern ;-) im Saal war grosses Erstaunen angesagt. Die GEMA sollte eine kundenfreundlichere Informationspolitik betreiben. Ein sympatischer Herr Dr. Pappi an der Front ist ungenügend.
http://podcastday2006.com/de/gema-gibt-gebuehrenmodelle-fuer-podcaster-bekannt
Alle Kommentare von Ralph
53
Die ganze Problematik erschließt sich mir nicht so richtig. Ich hab mal ein paar naive Fragen dazu:
1. Ist dieser Anwalt, der die Abmahnungen rausfeuert, Vertreter der majors oder mahnt der auf eigene Kasse ab?
2. Wann wird SpOn „Die wichtigsten CDs der Woche” denn dann abgemahnt? Oder haben die irgendein agreement?
3. Was ist mit den unzähligen sites (elbow.ws, hype-standard.com etc.), die (nicht nur indie) mp3s streamen?
PS. Ich hätte mal meine knappe Zeit lieber mit angehenden BWLern und Juristen verschwenden sollen, als mit (Zitat Mercedes Bunz)”urbanen Pennern”…
Alle Kommentare von Oliver
54
@Oliver (71)
Was die Hypemachine macht, wird durch kein Urheberrecht der Welt gedeckt. Tatsächlich streamen die nicht einmal sondern schicken das gecachte mp3 per http-stream auf die reise. am ende könnte man das ganz prima lokal abspeichern ist aber verboten.
@Udo
Erst einmal Danke für den Tonspion und dass ihr so lange durchgehalten habt ;) Ich weiss, ihr beschränkt Euch auf die Verlinkung der Webseite des Anbieters, die den Download selbst legal anbieten. Worin besteht aus juristischer Sicht aber das Risko (vor dem Du ja warnst) ein legales Promotion-MP3 direkt zu verlinken? (Abgesehen davon, dass es IMHO nicht fair ist, Deeplinks ohne Quellenangabe zu setzen?) Ist es tatsächlich so, dass ich theoretisch zunächst die Erlaubnis des Anbieters einholen muss? Gibt es dabei einen Unterschied, ob ich auf ein MP3 eines deutschen Labels (gehostet vom Label in Deutschland) oder auf ein MP3 einer Promotionplattform ausserhalb Deutschlands (myspace, betterpropaganda, etc.) linke?
Ich habe den Eindruck, unter den Bloggern herrscht ein gefährliches Halbwissen vor, was die rechtlichen Rahmenbedingungen ihres Tuns betrifft (*ich nehme mich da ganz ausdrücklich nicht aus*)
irights.info hat leider auch kaum informationen zum thema links. (oder ich habe sie schlicht nicht gefunden)
Kennt jemand vielleicht eine brauchbare, aktuelle Übersicht, eine Art Guide to legal blogging?
Alle Kommentare von andreas
55
Ja Johnny wie so oft sprichst du mir aus der Seele, auch wenn ich meine Meinung ja kürzer fasse: Tritt nie dem in den allerwertesten, von dem du dir brot versprichst
Alle Kommentare von PatrickU
56
@andreas
Ich bin kein Rechtsanwalt. Aber in jedem Fall wird ein direkter Link auf eine MP3-Datei von Seiten der GEMA so bewertet, als handle es sich um ein selbst veröffentlichtes MP3 File. Völlig gleich, wer oder wo der Server ist. Du bist also theoretisch in jedem Fall GEMA-pflichtig für einen Direktverweis und das auch rückwirkend!
Lizenzrechtliche Geschichten lasse ich hier mal außen vor, weil das nur Rechtsanwälte beantworten können. In der Regel weiß aber niemand, welche Files tatsächlich mit allen nötigen Rechten im Netz veröffentlicht wurden. Man kann und will ja nicht alle (internationalen) Verträge einsehen. In jedem Fall ist vieles von dem wie es derzeit funktioniert rechtliche Grauzone und auch gar nicht anders machbar, klar.
Wer sicher gehen will, verweist also auf die Webseite des Anbieters, das ist übrigens sowieso fair. Selbst MP3s zu veröffentlichen, für die man nicht die Rechte besitzt, davon würde ich in jedem Fall ganz abraten. Da sind viele Blogger wirklich sehr blauäugig momentan nach meinem Eindruck.
irights.info ist sicher dankbar für Anregungen über solche Themen! Dafür ist das Angebot ja auch da.
Alle Kommentare von Udo Raaf
57
leute, lasst mich dazu mal folgendes sagen.
natürlich hat johnny recht, dass dieser abmahnwahnsinn totaler quatsch ist. und genau, da kann ich johnny nur zustimmen, steht am ende immer noch der künstler. und eben dieser künstler sollte (und kann in der regel auch) gegenüber seiner plattenfirma, seinem verlag, seinem anwalt etc. deutlichst darauf pochen, bestimmte dinge zuzulassen bzw. eben nicht zuzulassen. ein intelligenter künstler wird also alles dagegen tun, dass einer seiner vetreter gegen “kostenlose promotion” im internet vorgeht. wär ja auch schön dumm. also bitte nicht immer auf “die musikindustrie” etc. losgehen. so einfach ist es nicht.
ein anderes kapitel ist natürlich die gema. als autor gilt das: mitgehangen mit gefangen. allerdings gehen dem schwerfälligen apparat gema 99% aller fälle im netz ohnehin durch die lappen - also keine panik. ;-)
am anderen ende bin ich aber auch verwundert, das der versuch, gezielt blogs und musik zusammenzubringen (z.b. die kooperation vom “bildblog” und der band “d.o.c.h.!”) von vielen seiten angefeindet wurde. da versteh ich die welt nicht ganz. es wird legal ein video gezeigt, von offensichtlich die bildblogger und das d.o.c.h.-label meinen, dass es unter den gemeinsamen hut passt und dann geht das gemecker los. soll heissen: auch die blogger-szene sollte sich gemeinsamen legalen kooperationen öffnen und für neue präsentationsformen offen sein.
go ahead with the discussion, guys. ;-)
Alle Kommentare von Ballaballa
58
Tolle Sache!
Alle Kommentare von Chris
59
hier kann ich mich nur noch anschliessen, muss aber noch was loswerden:
@Oliver (53). oh nein mein gott einer deiner songs wurde in eine andere sprache übertragen und die leute dort hören sich den jetzt an!!! wie aus deinem eigenen beitrag hervorgeht hättest du dort sowieso kein geld gemacht und den song würde da eh keiner verstehn also warum so ein trouble wegen so nem furz? okay es kann natürlich ärgerlich sein wenn jemand meinen song stielt aber wahrscheinlich hört er sich 1. nich mal halb so gut an wie das original und 2. kann der dieb sich damit wohl kaum eine goldene nase verdienen… falls doch hätte er es auch auf anderem wege geschafft, entweder man versteht es andere über den tisch zu ziehn oder man versteht es nicht. musik MACHEN ist nichts für geizhälse mal ehrlich…
der dieb, wer immer er auch ist, hat ganz sicher ne tracht prügel verdient - aber das so oder so. wenn er nich deinen song geklaut hätte, dann vielleicht nem waisenkind die uhr von seinem verstorbenen vater (jetz mal krass ausgedrückt). es gibt halt leute die sich methodisch was unter den nagel reissen und es gibt leute bei denen ein guter wille dahintersteckt. am besten stellst du dir das so vor, die blogger sind die die deine verlorene halskette auf dem boden finden und in die fundgrube bringen. wer sie sich dort dann ab holt, das ist die andere seite :)
Alle Kommentare von godmode
60
*unterschreib*
Alle Kommentare von Missi
61
Die Mahoni-CD (http://www.spreeblick.com/2006/06/20/toni-mahoni-41-herzenssache/)wäre doch jetzt die Gelegenheit für dich, zu zeigen wie es richtig geht!
Los zeigs denen!
Alle Kommentare von André Fiebig
62
Als “You are known by your company” könnte man das zusammenfassen. Musikschaffende, die sich mit der Musikindustrie ins Bett legen, müssen sich nicht wundern, wenn man das als Zustimmung zu den Handlungen jener Industrie versteht. Als Zustimmung zum Abmahnunwesen, zum Schlachten von Kunden, zur Kriminalisierung von Fans.
Wer mit der Musikindustrie ins Bett geht betrachtet Musikliebhaber nur noch als abzuschöpfende Konsumenten und wer seine Kunden wie Arschlöcher behandelt hat bald nur noch Arschlöcher als Kunden. Oh, und schlechte Musik macht er auch noch - geht ja nicht anders, wenn man den Kopf im Allerwertesten der Musikmanager stecken hat.
Klingt verallgemeinert? Klar, was die Musikindustrie kann - jeder Kunde ein potentieller Verbrecher behandeln - kann ich schon lange.
Alle Kommentare von Paul the 3rd
63
Ich finde das Anliegen sehr unterstützenswert, die Forderung aber zu harmlos.
Immerhin werden mittlerweile im Namen der Sicherheit (aka Terrorismusbekämpfung) sensible Benutzerdaten gespeichert, damit am Ende die Industrie ihre vielfach überteuerten Preise durchsetzen kann - gegen den vielfach beschworenen freien Markt.
Deshalb halte ich die neueste Urheberrechtsnovelle für einen Skandal.
Der Kulturindustrie müssen endlich Grenzen gesetzt werden!
Alle Kommentare von didder
64
*unterschreib*
Alle Kommentare von vivec
65
Ich finde deinen Brief an Musikschaffende (http://www.spreeblick.com/2006/06/19/offener-brief-an-musikschaffende/) richtig (wie ich dort auch zum Ausdruck gebraucht habe).
Aber ich habe den nicht richtig verstanden. Glaube ich.
René hat wohl auf mp3s verlinkt, die unerlaubterweise online gestellt wurden.
Als eine Art Perlentauchen machte er damit Werbung für die Künstler.
Soweit den Brief richtig verstanden?
Dann ist es somit als Werbung für Mahonis CD o.k. wenn jemand auf mp3s von der gerippten Mahoni-CD verlinkt.
Ist das jetzt so richtig?
Ich zitiere dich:
“Denn als ich das Video auf Spreeblick veröffentlichte, hatte ich es versäumt, vorher die Urheber zu kontaktieren und eine schriftliche Genehmigung einzuholen, ich hatte die Autoren und Komponisten und auch das zuständige Label nicht recherchiert und ich wusste nicht einmal, wer das Video ursprünglich ins Internet gestellt hatte. Als ich das Video auf Spreeblick veröffentlichte hatte ich nur einen Gedanken: Das ist so gut, dass müssen musikbegeisterte Leute sehen und hören!
Das war nett gedacht von mir, doch es ist nach geltender Rechtssprechung illegal.
…
Die Leser von Blogs, das können sie sich denken, liebe Musikschaffende, freuen sich über die perlentauchenden Autoren. Bestimmt auch, weil sie ab und zu mal ein Lied kostenfrei erhalten, viel mehr aber noch, weil sie neue Musik entdecken, die sie dann nicht selten kaufen.”
Ich meine es ernst, dass ich das ganze wohl nicht richtig verstehe.
Alle Kommentare von André Fiebig
66
@Andrés 83: Das ist ein sehr schöner Gedanke, den du da hast, den hatte ich beim “Probehören” eben auch… ;)
Ach ja:
Scheiße, verkackt… :-//
Alle Kommentare von Marvin
67
Verstehe ich nur zu 85%: Warum überhaupt für jemand Werbung machen wollen, der einen potentiell verklagen kann.
Würde ich alles mit Ignoranz beantworten und schlicht totschweigen, anstatt zu “betteln”, nicht verklagt zu werden.
Denn eine passende Alternative gibt’s immer, zur Not auch schlicht der Verzicht.
Alle Kommentare von Uwe Keim
68
Sehr guter Artikel. Danke dafür.
Bleibt zu hoffen, dass er (der Artikel) sich auch möglichst schnell und weit verbreitet und wirklich ein paar Leute erreicht die etwas ändern können und wollen!
Alle Kommentare von empty
69
/signed
mfg
Psychotronic
Alle Kommentare von Psychotronic
70
Möchte wohl gerne mal wissen, warum alle diesen offenen Brief loben oder die Ruhe und Gelassenheit von Herrn H. beim Verfassen des selben. Die Musik, die von diversen Herrschaften verlinkt oder angebotenen wird, ist tatsächlich - man mag es kaum glauben - das geistige und zu Datei gebrachte Eigentum des Künstlers respektive des Musikverlags. Und für diese Tatsache gelten Hierzulande nun einmal klare Gesetzmäßigkeiten.
Es ist erfreulich, wenn viele Spreeblickleser und auch Besucher anderer Seiten im Anschluß an ihren Besuch auf diesen Seiten bei Musicload oder anderswo tatsächlich einzelne Lieder oder ganze Alben von dort beworbenen Bands erworben haben. Es ändert jedoch ganz und gar nichts an den, von mir oben genannten, Tatsachen.
Denken Sie mal darüber nach, was Sie tun würden, wenn ein Teil der Internetbesucher sich Ihr Eigentum zu Nutze machte. Und damit gegen so ziemlich jede Lizenz (z.B. Creative Commons), mit der sie Ihre Machwerke zu schützen versuchen, vorgeht.
Alle Kommentare von Herr Walter
71
@Herr Walter: Warum? Weil dieser Artikel eben nicht einer Raubkopier-”Kultur” das Wort redet sondern versucht, eine “Lösung zu finden” und nachdem offenbar einigen GEMA-Verantwortlichen an Motivation fehlt, wendet man (Johnny) sich eben an den anderen Partner in dieser Sache.
Sehr schön finde ich übrigens
Es geht nicht darum, nichts zahlen zu wollen, sondern dafür vernünftige Rahmenbedingungen zu schaffen.
Alle Kommentare von andy69com
72
@ Herr Walter
Sie haben den Punkt von Johnny gar nicht verstanden.
Nehmen sie bitte einmal Ihre Brille ab. Ihre Aussage:”Denken Sie mal darüber nach, was Sie tun würden, wenn ein Teil der Internetbesucher sich Ihr Eigentum zu Nutze machte.” ist total “Oldschool” und weit weg von jeglicher Praxis, die täglich im Internet abläuft. Wenn ich das Eigentum von Künstler X nutze, damit Künstler X mehr CD`s verkauft, weil ich in meinem Blog oder Podcast etwas über Künstler X geschrieben habe (oder Teile seiner Kunst gezeigt habe), dann habe ich GAR keinen Nutzen, sondern der Künstler!!!
Es geht darum hier einmal eine andere Herangehensweis zu erproben, auch wenn sie mit den bestehenden Gesetztmässigkeiten nicht konform gehen.
Wenn man Glück hat ändern sich aber diese Gesetzte. Dieses war von Johnny der erste Schritt.
In diesem Sinne.
SL
Alle Kommentare von Sheriff Limbo
73
Jetzt mal von der anderen Seite ;-) ..
Auf der einen Seite das hehre Ziel der Musikblogs, nach Musikperlen zu tauchen und diese zu promoten auf der anderen Seite die Befürchtung, dass Regeln, die diesen “Verwendungszweck” stützen/fördern sollen, von “anderen” dazu benutzt werden, die Top 10 online zu stellen und sich auf die eine oder andere Art und Weise eine goldene Nase zu verdienen.
Ich denke, die Musik”industrie” wird sich vehement gegen jede Regelung stemmen, die nur im Ansatz danach riecht eine “Gesetzeslücke” zu schaffen, die ein zweites Pirate Bay ermöglichen.
Die Frage stellt sich, wie kann man diesen (für mich durchaus nachvollziehbaren) Befürchtungen in neuen Konzepten begegenen. Wichtig ist da, nicht die Kristallkugel anzuwerfen, und zu argumentieren, dass sich das irgendwie wohl die Waage halten wird und die in den Top 10 ohnehin schon genug verdienen, etc. Ich bin davon überzeugt, dass die GEMA Kristallkugelgucker hat, die das genaue Gegenteil sehen.
Wichtig ist ein Konzept zu finden, das beide Seiten zufriedenstellt (und da sehe ich nicht GEMA vs. Raubkopierer sondern Von-Musik-leben-Wollende vs. Redaktionelle Arbeit). Bin nun mal ein Freund von win-win-Lösungen ;-).
Alle Kommentare von andy69com
74
“Und für diese Tatsache gelten Hierzulande nun einmal klare Gesetzmäßigkeiten.”
Mit Verlaub mein Herr, dass ist dummes Geschwaetz. Etwas unklareres als das heutige Urheber- und Patentrecht hat Justitia kaum zu bieten.
Genau aus diesem Grunde unterlasse ich seit ca zwei Jahren den Erwerb digitaler Medien. Denn nicht einmal der ordnungsgemaesse Erwerb selbiger schuetzt vor Kriminalisierung.
Wenn “Kuenstler” anno 2006 meinen Ihre “Werke” via Copyright auf die Muellhalde der Geschichte kuebeln zu muessen ist das nicht mein Problem. Von mir gibbet nuescht mehr.
Diese flennerei hier wird langsam laecherlich. Lasst die Finger von dem Zeug und gut ist.
Alle Kommentare von loellie
75
Bin selber Musiker und wie bonzo (40) der Meinung, dass das System nicht zu retten ist. Eigentlich müssten die Majors sterben und die GEMA gleich mit. Aber sie schaffen es stattdessen, das Internet kaputt zu machen, und die Bürgerrechte gleich mit.
Schmeisst Eure iPods weg! Digitale Musik hat keinen Wert. Die nächste Revolution wird auf der Bühne beginnen.
JV
Alle Kommentare von Jay Vee
76
Eine Frage: gibts eigentlich eine (vernüftige) Alternativ-Organisation zur GEMA?
Alle Kommentare von andy69com
77
@Andy:
Freibank hat es zumindestens in den 80ern für die eigenen Künstler versucht.
Alle Kommentare von kid37
78
Danke für diesen Brief. Ich bin selbst Musiker, wenn auch mit Musik jenseits des Mainstreams eben auch jenseits des Business stehend. Mein CD-Regal wächst immer weiter und das vor allem deswegen, weil ich immer wieder durch Zufälle gute, neue Musik entdecke (und das nur selten auf den klassischen Werbekanälen der Majors, denn dort gibt es auch nur noch selten gute Musik). Und CDs mit wirklich guter Musik kopiere ich mir eben nicht, sondern kaufe sie.
An Cuk (Kommentar 53): das, was du meinst, ist meiner Meinung nach etwas völlig anderes. Dir klauen Leute dein geistiges Eigentum zum eigenen Vorteil und ohne deine Leistung wertzuschätzen und das ist in der Tat total daneben. Worum es hier aber geht, ist, dass Musik und die dahinter stehenden Musiker durch Blogs oder ähnliches beworben werden und nicht beklaut. Ich klaue doch keinem Musiker etwas, wenn ich auf eine MP3-Datei mit seiner Musik verlinke, oder?
Schöne Grüße vom Hagen.
Alle Kommentare von hagen
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@empty (68): Ralf, ich habe auf der GEMA-Seite bestimmt alles drunter- und drübergesucht, wer im Bibliotheksbereich arbeitet der kann sowas, glaubs mir, aber gerade zu diesem Aspekt nicht gefunden - deswegen auch mal die GEMA selbst angemailt, man kann ja mal fragen. Wenn du weißt wo das genau steht dass man die Rechte ausklammern kann wenn man möchte - Direktlink zum PDF-File wäre sehr nett.
Ad Astra
Alle Kommentare von Prospero
80
Da Johnny den Kommentar Nr. 86 hier her verschoben hat - von hier: http://www.spreeblick.com/2006/06/20/toni-mahoni-41-herzenssache/
wollte ich das nur kurz ergänzen, weil irgendwie der Zusammenhang verloren geht.