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Blumfeld sind dagegen

Schon okay, was Blumfeld da so von sich geben. Ich finde nämlich gerade diese neue Heppner Single auch zum Fürchten und mag es dagegen sehr, wenn Bands das Maul auf machen.

Ich halte es trotzdem für fragwürdig, aus der Abneigung gegen dieses verkrampfte und vor allem blöde „neue deutsche Selbstbewusstsein“ eine dogmatisch klingende Gegenkampagne zu machen.

Aber: Nationalismus ist und bleibt bescheuert, gestrig, überflüssig und auch gefährlich.

Ignorieren bitte. Und nicht mitmachen. Und schön weiter stolz, froh und glücklich auf und über alles Mögliche und Unmögliche sein, aber doch bitte nicht auf den Zufall des Geburtsortes, der dann auch noch in einem Land liegt, in dem unsere Großväter und deren Väter versucht haben, ganze Völker zu vernichten und damit leider viel, viel zu weit gekommen sind.

Viel tiefer gehende Worte dazu auf freakshow.

[Update: Zu der Diskussion auf freakshow muss ich in en nächsten Tagen noch meinen Senf dazu geben, wenn Ruhe und Zeit ist. Das Thema hat mich gestern noch lange wach gehalten.]

3 Kommentare

  1. 01

    Ich hab mich ja jetzt mit meiner Herzdame bezüglich des Streits ausserhalb des Blogs einigen können. Ich geb der Frau E. insofern recht, als daß es durchaus legitim sein sollte, auf seine Verbundheit zur eigenen Herkunft hinzudeuten. Und das es durchaus auch OK sein kann, daß über ein instrumentalisiertes Medium wie Popmusik zu machen, wenn das denn dann das in der heutigen Kulturlandschaft das einzige Medium ist, das noch Massen erreichen kann. Frau E. hat mir aber dahingehend recht gegeben, daß man das wesentlich intelligenter machen kann, als wie in den angedeuteten Fällen. Und das man das eigentlich auch gar nicht braucht, weil die Benutzung der deutschen Sprache an sich ja schon ein Statement pro Heimat ist. Sach ich ma so.

  2. 02
    der alex

    Also ich kann Blumfeld nur zustimmen.
    Auch wenns etwas grönemeyermäßig ist: Ich finds gut, wenn sich Bands eindeutig positionieren. Und das macht Blumfeld wie kaum (keine?) andere Band.
    Ich kanns nicht verstehen, dass durchaus gute Bands wie Ash meinen, dass Politk und Musik nichts miteinander zu tun haben (sollten).
    Meine Meinung, ne?!

    der alex

  3. 03
    johnny

    Dass Pop und Politik miteinander zu tun haben, steht für mich fest. Kunst hat immer mit Politik zu tun, speziell die populäre.

    Dass Ash nicht direkt über Politik singen wollen, ist ja ok. Und vielleicht auch besser so. :)

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