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Verbrauchertipps Teil 3

1932 kosteten sie noch $1.95, aber das war vermutlich damals in etwa so viel wie heute 12 Euro.

Die Rede ist von dem Feuerzeug überhaupt, dem Zippo. Auf der Website darf man sich nicht allzu lange aufhalten, zu reaktionär und ur-amerikanisch kommt das Ganze daher, aber es ist und bleibt ein Fakt: Nur der Sound eines entzündeten Streichholzes hat mehr Sex als das Klicken eines Zippos, wenn es um Feuer geht. Und um Feuer geht es schließlich in allen Lebensbereichen.

Statt euch aber Streichhölzer als Geschenk für den Liebsten oder die Liebste (in dieser Reihenfolge, da schließlich wenn möglich die Männer den Frauen Feuer geben sollen, ich bin da altmodisch und meine das auch nicht im übertragenen Sinne, sondern ganz wörtlich) zu empfehlen, lege ich euch ein Zippo ans Herz.

Auf keinen Fall sollte man hierbei den schweren Fehler begehen, ein „modernes“ Modell zu kaufen. Nein, nein, nein, nein, alles ganz, ganz, ganz falsch, es muss ein schlichtes Original sein. Glatt. Ohne Aufdruck (ein Aufdruck auf einem Zippo ist schlimmer als ein Aufkleber auf einem Auto). Allerhöchstens ein ornamental graviertes Modell geht durch, aber dann nur eines, das auch an den Seiten und oben graviert ist. So wie dieses hier:

Auch wenn man es kaum erkennen kann: Man beachte die Gravur an den Kanten (und man beachte den hinteren Teil des TripTrap Kinderstuhls, der es dieses Jahr nicht in die Weihnachtsgeschenkempfehlungen geschafft hat, obwohl extrem strapazierfähig und daher jedem billigen Kinderstuhl vorzuziehen – bitte beide Konsumgüter nicht zu dicht nebeneinander halten!).

Im Grunde aber gilt: Ein glattes, klassisches Modell ist die richtige Wahl. Dieses kann man, wenn es denn etwas Individuelles sein soll, natürlich selbst gravieren lassen, hierbei ist aber darauf zu achten, dass die Gravur der Rock’n Roll- und Militär-Tradition des Zippos entsprechen sollte. Erlaubt sind also kernige Sprüche wie „Till death do us part“ oder „Sworn to fun, loyal to none!“ (beides natürlich voll widerlich, aber bei vorausgesetztem Humor okay) oder handgezeichnete Kreuze mit „HOT LOVE“ Inschrift („HOT“ horizontal, „LOVE“ vertikal, beim „O“ kreuzen sich die Worte) . Gravuren wie „Abi 2004“ oder „Für immer dein Schnäuzelchen“ sind v-e-r-b-o-t-e-n!

Gravierer (Graveure?) sind übrigens eher konservative Menschen, man darf sich nicht davon abschrecken lassen, wenn diese beim Wunsch der Gravur eines Zippos vor der Zerstörung desselben warnen oder das handgemalte Emblem „begradigen“ wollen (NEIN!). Ich spreche aus Erfahrung.

Selbst überzeugte Nichtraucher sollten immer ein Zippo dabei haben, sind Zippos doch für Männer ein guter Früh-Indikator bei der Wahl der Dame des Herzens: Der Satz „Iiih, da stinkt ja nach Benzin!“ ist ein klares Zeichen für einen das-Bier-zahlst-du–selber Fall, sorry, meine Damen. Vermutlich trinkt jedoch eine Frau, die so etwas sagt, auch kein Bier.

Im Übrigen empfehle ich tatsächlich die Nutzung des original Zippo-Benzins. Das mag jetzt subjektiver Blödsinn sein, aber ich habe den Eindruck, dass mein Zippo mit einer Ladung Zippo-Benzin länger durchhält als mit „normalem“ Feuerzeugbenzin. Gleiches gilt für die Feuersteine.

Ja, um ein Zippo muss man sich kümmern. Wie um alles, das Wert hat.

1 Kommentar

  1. 01
    kb

    …gut zu lesen, amüsant…
    als hochgradige zippo-verehrerin kann ich nur zustimmen…

    that´s it!

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