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Ted Leo in Berlin

Typen über 30!

Die Maus neben euch findet euch auch nicht besser, wenn ihr während eines Konzertes einer Band, die ihr offensichtlich nicht kennt, von einem Bein auf das andere rumhampelt, als würdet ihr gerade Barclay James Harvest hören, selbst wenn sie selbst hin und her schaukelt, als wäre sie bei einem Statisten-Casting für einen Schwenk in’s Publikum bei einem schlechten deutschen Film über eine Rockband. Zumindest hat sie nicht so getan, als würde sie die Band mögen. Und wenn ihr dabei auch noch völlig unmotiviert und außerhalb jedes erdenklichen Beats dauernd die Arme in die Luft reißt, dann achtet doch wenigstens darauf, das nächste Mal vorher keine Pizza Quatro Stagioni oder wie immer man das schreibt gegessen zu haben, denn das stinkt hinterher unter den Armen beim „Tanzen“.

Warum sind eigentlich gerade die Leute, die überhaupt kein Taktgefühl haben, davon überzeugt, dass Tanz aus wilden arythmischen Gesten besteht? Hippies, selbst wenn sie kurze Haare haben!

Und wenn wir schon dabei sind: Meistens wollen Frauen, die die Arme vor der Brust verschränkt haben, nicht geküsst werden. Schon gar nicht stinkend.

So. Weiter geht’s. Wird nicht besser.

Ich habe Marshall-Amps noch nie vertraut. Die Dinger klingen jeden Tag anders, obwohl alle Regler an genau der gleichen Position stehen. Da kann ein Gitarrensound schon mal aus klirrenden Höhen bestehen. Nicht ohne Grund stellen sich Heavy-Metal-Bands nur Marshall-Atrappen auf die Bühne, der Sound kommt aus anderen Verstärkern.

Wenn man dann aber auch noch auf die wirklich beschissene Hausanlage und den tauben Hausmixer zurückgreifen muss, dem nach drei Songs völlig egal ist, ob man die Gitarre und den Gesang überhaupt hören kann, hat man als Drei-Mann-Kombo verloren, besonders wenn Bob Ross am Bass zusätzlich leider am Boden festgenagelt ist.

Mann. Wie habe ich mich auf diesen Abend gefreut. Ted Leo hat große Songs und eine unglaubliche Stimme. Und nach den Berichten aus Hamburg war ich auf alles gefasst. Aber nicht darauf. Es war leider Scheiße. Oder zumindest nicht so gut, wie es hätte sein können.

Hatte man während der ersten Hälfte noch den Eindruck, dass etwas passieren könnte, verließ auch Herrn Leo der Glauben daran in der zweiten. Klar hat er sich abgerackert, aber motivierend ist der Blick in eine gerade mal 100 Leute umfassende „Menge“, die sich ob des furchtbaren Sounds bewegungstechnisch eher am Basser orientiert, scheinbar auch nicht gerade.

Da hilft auch der furiose Drummer, den man im Gegensatz zu seinen beiden Kollegen wenigstens hören konnte, und die Nichtexistenz jeglicher Kommunikation mit dem Publikum, das im Großen doch viel Lust hatte, nicht wirklich weiter. Ein paar Sätze am Ende des Gigs reißen’s nicht mehr.

Ich bin frustriert. Ich hatte während der Hinfahrt „Suspect Device“ auswendig gelernt. Ich hätt’s gebracht. Für euch. Aber soweit sind wir gar nicht gekommen, denn Ted Leo war auch frustriert. Wenn dann noch ’ne Saite reißt, kann das dazu führen, dass eine halbherzige Zugabe gegeben wird und der Künstler dann scheinbar für immer im Backstage-Bereich verschwindet, während seine Kumpane ihr Zeug abbauen. Ich hätte ihm auf die Schulter klopfen wollen. Hätte ihm sagen wollen, dass ich ihn trotzdem mag. Dann eben nicht.

Dabei haben Quit Your Day Job aus Schweden (die Schweden…) als Support gezeigt, dass man auch ohne pogendes Publikum überzeugen und Spaß haben kann. Ziemlich merkwürdige Band (in genau diesem Sinne), von der man noch hören wird, da bin ich bei Songtexten wie „We have a problem in Sweden“ (ja, das ist der gesamte Text) oder „Die, butterfly, die!“ sehr sicher. Eine Mischung aus Primus, Presidents of the United States, The Fall und den White Stripes, gespielt von drei Irren, denen man ungern im Dunkeln begegnen würde. Groß.

Aber ansonsten: Schade. Sehr schade.

Und erzählt mir, was ihr wollt, aber einer Drei-Mann-Band, bei der sich nur der Sänger bewegt (und der Drummer notgedrungen zumindest die Arme, aber bitte auch auf keinen Fall die Miene verziehen!), fehlen zwei Dinge. Rock. Und Roll.

Und wenn mir jemand sagt, dass Vollbärte und andere wuchernde Gesichtsbehaarung jetzt cool sein soll, dann soll er sich auch das Gesicht zuwachsen lassen und dazu noch eine Latzhose anziehen und das weiter finden, aber bitte keine Band gründen, die sich in der Öffentlichkeit zeigen muss. Kann ja DJ oder Producer werden. Ach, mir egal, wie die aussehen, aber sie sollen mich bitte nicht langweilen.

Naja. Kann passieren, denke ich. Tut mir auch leid für die Band.

Tanja, Holgi, HCL und Wolfgang waren auch da. Mal sehen, was die meinen.

33 Kommentare

  1. 01
  2. 02

    Hey, das mit den Marshall Amps hab ich jetzt aber überlesen!

  3. 03
  4. 04
    Wolfgang

    Gut, dass ich mich die halbe Stunde zurückgehalten habe, um Dir das erste Wort zu überlassen. Denn jetzt muss ich eigentlich nur noch meine Unterschrift druntersetzen.

    Mich hat übrigens (neben dem FOH-Mann, der hat sich natürlich ganz gelassen die Zitrone des Abends er“arbeitet“) der Schlagzeuger am wenigsten überzeugt: Er hat zwar furios getrommelt (und er hat, wie auch der Brillenträger der Vorband, wirklich getrommelt – und so liebe ich es eigentlich!), aber dabei leider weitgehend auf sein Timing verzichtet. Irgendwann hab ich dann zu seiner Entschuldigung angenommen, dass er wohl von Herrn Leo genauso wenig gehört hat wie wir.

    Mann, Scheiße. Vor einer Woche noch habe ich die kommenden Tage als störend empfunden, weil sie zwischen mir und dem Konzert lagen …

    Um dem ganzen wenigstens noch einen kleinen versöhnlichen Anstrich zu geben: Bei „Dirty old town“ als Solo-Zugabe konnte man aufblitzen hören, was möglich gewesen wäre. Der Mann wollte.

  5. 05

    na klingt ja! bin ja mal gespannt was der herr morgen abend in köln von sich gibt! erfahrungsberichte dann bestimmt später!

  6. 06

    Tut mir leid, dass das Konzert scheisse war. Ted war zwar auch in Hamburg der einzige der sich bewegt hat, aber er war offensichtlich wesentlich energiegeladener und hat’s alleine gerissen.

  7. 07

    Hmmmm, ich habe Angst.

    Zu der Marshall-Amp-Geschichte kann ich nix sagen, aber zu FOH-Mixern die vom Haus gestellt werden: FINGER WEG! Und um die Band generell in Schutz zu nehmen: Wenn FOH und Monitoring scheiße ist, wenn man dann auch noch ’ne Verständigungshürde und ein Publikum dazwischen hat, dann schwindet die Spielfreude ganz schnell. Zumindest in kleinen Clubs. Aber wer weiß, vielleicht war’s tatsächlich nur ein schlechter Tag…

  8. 08
    jochen

    der erste lacher des tages (innerlich). da kannst du nichts fuer, johnny. meine schuld.
    zuerst war da auch nur ein stirnrunzeln (innerlich und vermutlich auch aeusserlich). ich habe ihn einfach nicht verstanden, den anfang, und das aenderte auch mehrmals lesen nicht. ein blick auf die logitech hat es auch nicht deutlicher gemacht. sie schaukelte ja auch gar nicht. nicht ein bisschen.
    noch bevor aber der beitrag durchgelesen war fiel der groschen und dann war da kopfschuetteln (innerlich) und halt der anfaenglich beschriebene lacher. erinnert mich an SLIP.
    mann o mann.
    mach ich mir sorgen deshalb? ne! war ja lustig und bin ja noch von alleine dahinter gekommen :-)

  9. 09
    Wolfgang

    Mangelnde Energiegeladenheit kann ich ihm nicht vorwerfen – er hat wirklich versucht, es zu reißen. Aber weil man ihn kaum gehört hat (weder Stimme noch Gitarre), und weil die restlichen 2/3 der Band (und als Resultat auch das Publikum) nicht mitgegangen sind, nahm das ganze zeitweilig fast groteske Züge an – Stichwort „Luftgitarren-Akrobatik“. Abgesehn davon war er einigermaßen verschnupft, womit er zwar leidlich charmant kokettiert hat, es aber entgegen anfänglicher Befürchtungen meinerseits recht gut im Griff hatte.

    @Sporty: Freut Euch auf das Konzert in Köln. Das Potential ist auf alle Fälle da, und wenn man sich den Tourkalender anschaut (über Wochen wirklich jeden Abend ein Gig …), geht halt mal ein Abend in die Hose. Nicht, dass ich das legitim fände, nein. Aber insbesondere ärgert mich, dass es ausgerechnet den Abend treffen musste, auf dem ich war *grrr*.

  10. 10

    jochen, so kompliziert war’s gar nicht, mich hat der typ im publikum einfach genervt und ich stehe *immer* hinter diesen einen typ. das musste von der seele. hat mit dem konzert aber ansonsten nix zu tun. :)

  11. 11

    Ich bin ja sehr froh über Wolfgangs und Holgis Worte, das zeigt mir, dass ich keine Macke habe. Wolfgangs Zusatz wegen „Dirty Old Town“ ist auch wichtig, denn ja, da kam kurz der Ansatz einer Gänsehaut auf.

    Es ist traurig. Die Band bekommt ca. 600 läppische Euro am Abend, muss jeden Abend kloppen, denn freie Tage verschlingen Geld, kann sich somit auch keinen eigenen Soundmann leisten (großer Fehler, dass muss man nach so vielen Jahren wissen, finde ich) und muss dann vor 100 Leuten mit miesem Sound spielen. Schlimm. Aber ich hab Bands auch schon vor 10 Leuten rocken sehen, das kann also nicht der Grund sein.

    Thema Drummer: Wirklich ein großer technischer Könner, keine Frage, ich fand auch das Timing nicht unbedingt so mies wie Wolfgang, aber der Kerl war wie der Basser komplett emotionslos.

    Aber das Schlimmste waren meine Gedanken heute Morgen. Denn ich dachte irgendwann: Das sind einfach nur Mucker. Zu alt für das, was sie da tun, auch wenn das bitter klingt und ich möchte nicht bitter klingen. Aber wenn ich mir z.B. Mando Diao ansehe, die mich musikalisch nicht ein Zehntel so viel wie Ted Leo interessieren, die aber mit einer Dringlichkeit und Energie auf der Bühne stehen, die Rockmusik einfach braucht…

  12. 12
    Wolfgang

    Zum Thema Emotionslosigkeit: Ich wollte mir den platten Gag ja verkneifen, aber bei Bandnamen gilt „no jokes with names“ ja wohl nicht – also müsst Ihr jetzt durch: Die beiden Apotheker haben wohl etwas zu tief in ihren Arzneischränken gekramt. Oder in der falschen Ecke. Harhar.

  13. 13
    jochen

    ne johnny. war wirklich nicht so kompliziert. kann man auch nicht nachvollziehen wenn man den text gleich richtig begreift.
    bei mir hat es halt etwas gedauert bis mein hirn die assoziation „maus = computerperipherie“ losgelassen und auf „maus = weibliches wesen“ umgeschwenkt hat.
    im uebrigen: hatte der typ bei dir lange haare? der der bei mir immer auf konzerten vor mir steht hat sie meistens. nichts gegen langes haar, aber jenes in meinem gesicht ist mir grundsaetzlich unangenehm.

  14. 14

    ACHSO! Die Maus war’s. Jetzt verstehe ich es erst. ;)

    Da stand erst „Tittenmaus“, das wäre dann eindeutiger gewesen.

  15. 15
    swetlana

    mmh..da muss ich jochen zustimmen..der Begriff „Maus“ als Synonym für „Frau“ ist doch noch aus den 80ern, oder?
    Jedenfalls ist es eh am besten, in der ersten Reihe..man kann die Band auch ohne Brille (zwar noch bissl verschwommen) erkennen … und da stehen keine langhaarigen 2-Meter Typen vor einem und man muss auch nicht die Blondchen sehen, die mit ihren Achseltaschen auf nem !!Rockkonzert!! vor einem stehen, wahrscheinlich 5 Stunden vorher vorm Spiegel verbracht haben und die ganze Zeit den Namen des Sängers kreischen, wobei man eher das Gefühl hat, auf nem Robbie-Williams-Konzert zwischen 12-jährigen gelandet zu sein…

    aber hey..das nächste gute Konzert kommt bestimmt..meistens dann, wenn mans nicht erwartet, oder?

  16. 16

    Das kommt ganz bestimmt.

  17. 17
    jhns

    hmmm. das ist sehr schade, dass es in berlin in die hose ging. ich hab’s in hamburg komplett anders erlebt.

    die vorband fand ich total beschissen. einfach nur einen satz zu abgestandenen gitarrenriffs unterlegt mit fetten synthbässen ins mikrofon zu schreien, kann vielleicht noch für ein paar minuten unterhaltungswert sorgen. aber wenn die band dann dabei so affektiert ist, macht das überhaupt keinen spass.

    bevor eine band so aufgesetzt und bemüht rumalbert (look at us, we are sooooo freaky), ist mir ein reinhold messner am bass, der sich nicht bewegt, ehrlich gesagt lieber. und wer braucht schon einen tanzenden bassisten, wenn ted leo das haus alleine rockt? das hat er in hamburg zumindest getan. das publikum hat auf jedenfall gefeiert und die stimmung war bestens. und der schlagzeuger war in hamburg auch nicht emotionslos. bei dem zugaben stand in am anfang von jedem stück eine schmerzverzehrtes lächeln im gesicht, weil der chef immer wieder ein weiteres, noch schnelleres und wenig geprobtes stück angespielt hat.

    der sound übrigens auch gut, aber der soundmann, der im molotow am regler war, kann auch was… was mich allerdings wundert, denn ich den typen, der im magnet meistens für den sound verantwortlich ist, auch für ziemlich kompetent halte. als wir dort gespielt hatten, wollte ich gar nicht mehr von der bühne runter, so gut klang das da oben… vielleicht war’s ein anderer. oder er hatte einen schlechten tag.

    aber das mit dem sound ist halt wirklich oft mehr als die halbe miete und kann ein konzert grossartig oder total beschissen machen. als ich blonde redhead in berlin gesehen habe, war ich auch total enttäuscht, weil sound und drumherum furchtbar waren. 3 jahre vorher in england stand ich mit offenen mund vor der bühne und hab eines meiner besten konzerterlebnisse… so geht das halt manchmal.

    johnny: „Die Band bekommt ca. 600 läppische Euro am Abend, muss jeden Abend kloppen, denn freie Tage verschlingen Geld, kann sich somit auch keinen eigenen Soundmann leisten (großer Fehler, dass muss man nach so vielen Jahren wissen, finde ich)…“

    du sagst es selbst, die band kann sich wahrscheinlich keinen soundmann leisten. und keiner band macht es spass sich in die abhängigkeit eines fremden zu begeben, bei dem man nie weiss, ob er unfähig oder einfach keinen bock hat. aber was ist die alternative? keine konzerte spielen? den soundmischer von red bull sponsorn lassen?

    gestern war ich bei tocotronic, die hatten sogar einen dabei, der das licht macht… aber tocotronic spielen vor 3000 leuten, ted leo (in deutschland) von 50-200. wahrscheinlich würde ted leo dabei drauflegen, wenn er noch eine person nach europa fliegen lassen und jeden abend bezahlen müsste. und der mann macht nichts anderes als musik, muss also so rechnen, dass am ende was übrig bleibt.

  18. 18

    Das Problem mit dem Soundmann kennen wir ja alle… Aber dann muss wenigstens ein Vertrauter der Band dem Mann mal auf die Finger schauen oder so. Ich werfe der Band nichts vor (außer, dass sie sich vielleicht zu schnell hat frustrieren lassen, aber das passiert leider auch mal auf ’ner harten Tour), ich war nur super enttäuscht.

    Es ist so ärgerlich, wenn sich drei Leute keinen Soundmann leisten können, aber das würde ja bedeuten, dass eine Band mit 6 Mitgliedern gar nicht erst touren kann. Der Soundmann gehört zur Band dazu. Meine ich.

    Der Mann braucht bessere Betreuung. Er ist ja in Deutschland offensichtlich komplett unterrepräsentiert, auch was PR angeht. Wie Holgi sagt: Er gehört in etwas größere Hallen bzw. vor größeres Publikum, von mir aus als Support und dann würde mit der harten Arbeit, die er ohnehin macht, auch mehr passieren.

  19. 19

    Wer 30+ Rockkonzerte besucht, muss sich m.E. nicht wundern, wenn es hier Zielgruppengemäß zugeht. Selbst ein Mann in den besten Jahren, meide Veranstaltungen mit Rock and Roll-Charakter generell, da mir die Lautstärke nicht zusagt, ferner schätze ich es nicht, wenn mir Heranwachsende auf den Kopf springen.

  20. 20
    Wolfgang

    Der letzte Eintrag auf tedleo.com lässt ja zumindest darauf schließen, dass die Band mit eigenem Fahrer tourt. Und den hätte man innerhalb von 2 Stunden zu einem besseren Mixer ausgebildet, als es der Mann vom Magnet war. Jede Wette.

  21. 21

    1) Enttäuschung.
    ja. ging mir auch so. hätte schöner sein könnn.

    2) Erkältung+Soundengineer
    da kamen einfach mehrere sachen zusammn. pech.
    übrinx:
    warum habt ihr noch nicht erwähnt, dass er nach der einnahme einer flüssigkeit aus einem ca 4cl (≠ hcl) fassenden glas (whatever that was) deutlich besser gesungen hat?

    3) Emotionen
    naja. bewegungslos auf der bühne stehen kann auch n konzept sein. fand ich nich so schlimm. ham früher die goth-bands auch gerne gemacht.
    da gabs mal so nen ausdruck für. weiss den nicht noch jemand?
    und (ich finde das gehampel von diesen jungen MTV-punks lästiger. da wird die synchro wichtiger als die songs. wers mag.)

    4) Ente
    weil ihr gestern nicht wusstet wen ich meine:
    http://www.tone7.com/duck.htm
    wer n mov mit ihm findet, kriegt n keks.

    5) Enzian
    da war ich noch ne weile und quatschte mit andi über unterschiedliche aufnahme-methoden. war net. nur: heute is alles etwas…anstrengend. puh.

    6) Ende

  22. 22
    jhns

    „Er gehört in etwas größere Hallen bzw. vor größeres Publikum“

    in einer guten welt würde ted leo im wembley stadion spielen. ich war aber froh, dass er im molotow (obwohl ich den raum nicht wirklich mag) gespielt hat und nicht im knust oder nochwas größeres. ich verzichte auf viel konzerte, wenn sie in räumen sind, die mehr als 250 leute fassen. dafür gehe ich sehr in die astrastube, die mit 70 leuten voll ist. das funktioniert nicht für jede band, aber wenn’s funktioniert ist das grossartig…

    gestern bei tocotronic in der freiheit stand ich oben auf der empore und hab auf die bühne geschaut und mir nur gedacht: das sieht aus, wie in einem musikvideo, total unwirklich. hohe, breite bühne, viel lichteffekte… aber das lag wohl daran, dass ich solche konzertsituationen nicht gewohnt bin. für mich darf ne band nie weiter als 10 meter von mir weg sein… sonst spar ich mir lieber die schlechte luft und schau mir das auf DVD an :)

  23. 23
    jhns

    @hcl: shoegazer heisst das. kommt aber auch daher, dass die „shoegazer“ bands (my bloody valentine, slowdive etc.) mit extrem vielen gitarreneffekten gespielt haben und deswegen immer nach unten auf ihre bedienelemente schauen mussten :)

  24. 24
    j.

    Huch, sowas.

    Ich war zwar nicht auf dem Konzert, aber da hat mir Johnny doch kurzerhand gleich mehrfach aus der Seele gesprochen:

    NICHTS, aber auch GAR NICHTS ist schlimmer als diese Hippie-Hüpf-„Tänzer“, die mich an bizarr verstümmelte Versionen der Augsburger Puppenkiste erinnern. Der Superlativ dessen ist mir mal in der westfälischen Provinz begegnet: Mit Fruit-of-the-Loom-Sweat-Shirt, Halstuch und Schnauzbart versehen, führte er in mehr oder minder regelmäßigen Abständen seine rechte Hand zum Mund und tat, als würde er in ein Mikrophon singen. Argh.

    Bärte sind für mich ein generelles Zeichen für einen dringenden Boykott von Bands. Ich kann auch die Kings of Leon nicht ab. Ich weiß nicht, was daran so „kick ass“ sein soll, wenn sich ein paar spackige Knaben ihren ersten Bart wachsen lassen und schnöde Reproduktionsriffs gniedeln, während sie den wilden Watz machen. Mando Diao versuchen zumindest, Songs zu schreiben. Ausnahme: Lambchop.

    Und ja. Marshall ist Scheisse.

  25. 25

    „Ich kann auch die Kings of Leon nicht ab.“

    Endlich traut sich das mal jemand zu sagen. Völlig überbewerteter Schmuh.

  26. 26

    Und ich finde, Trail of Dead haben zu viel Pink Floyd gehört. Muss man auch mal sagen dürfen.

  27. 27
    Rerun

    Re: Trail of Dead und Pink Floyd

    ja, den Einfluss kann man hören. Und auch, dass der Plattenspieler nur 45 und 78 rpm kannte und der Lautstärkeregler bei 12 klemmte und sich nicht zurückdrehen ließ

    Vielleicht gefällts mir deshalb ja ;-)

  28. 28

    Also, Einflüsse von Pink Floyd zu Trail of Dead mags ja geben, aber das ist für mich schon deutlich was anderes — schon alleine, weil ich Pink Floyd eigentlich nie wirklich viel abgewinnen konnte. Mein ehemaliger Mitbewohner hat mich damit sogar zeitweise auf unserer genialen (weil von außen gesteuerten) Musikanlage im Bad recht gut genervt (ich benutzte da lieber alte Schlager-Alben).

    Die Bärte der Kings of Leon sind übrigens (größtenteils) ab, und auch wenns das sicher schon mal gab, hört es sich durch und durch hörbar an. (Den Satz lass ich jetzt so stehen, auch wenn ich mich frage, wie sich etwas hörbar anhört. Ihr wisst ja, was ich meine.)

  29. 29
    funtoosh

    zur ehrenrettung vielleicht dieser zuckersuesse mp3, SINCE YPU BEEN GONE, von herrn leo:
    http://a.wholelottanothing.org/2005/03/this_weeks_best.html
    der jason kottke schon ganz kirre gemacht hat:
    http://www.kottke.org/05/03/earworm

    leos ‚rechtfertigung‘ lautet wie folgt:

    ->->->->->->->->->-
    What do I do?

    I just don’t know, man. I’m falling apart. The new Kelly Clarkson single, „Since U Been Gone“ (which I first thought was going to be a Prince cover, which I then thought would be a smart move on her part, but which thought I was quickly then disabused of, but which disabusing I was not upset by, because I sucked into the damn hook immediately), is unarguably good. No — stop it — don’t even try! It’s unarguable. I see early retirement staring back at me from the reflection in the pickups on my guitar. :(
    ->->->->->->->->->-

  30. 30
    kerstin

    ich wollte nur sagen dass es mir echt leid tut, dass ted leo in berlin nicht so der knüller war. es geht auch anders. am freitag in nürnberg war der sound gut und ted gut (gelaunt). er hat er uns alle glücklich grinsend und tanzend hinterlassen.

  31. 31

    Also ich fand ihn in Hamburg ziemlich überzeugend^^
    Er war gut gelaunt, der Bassist wie immer n bisschel zuviel Mariuhana hinter sich und der Drummer war einfach nur geil… fühlte sich die ganze ZUeit wie Jesus auf nen Trip und war immer am lächeln, auch als seine Snare kaputtgespielt war :D (vlt war er ja auf nem Trip)….
    naja hab mich am Ende noch n bissl mit den Leuten unterhalten
    PS: die Vorband the Flesh waren nicht so überzeigend aber die Frau hat i-wie Performance

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