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Fast sprachlos

livepaper

So etwas habe ich tatsächlich noch nie gesehen. Das ist so unfassbar furchtbar, dass ich wirklich nur noch Mitleid haben kann. Das ist nicht einmal einen wirklichen Artikel wert.

Wie man alles falsch macht, was man falsch machen kann: Livepaper, das nächste Millionengrab.

Ich bin schockiert. Auch von der als Artikel getarnten Werbung von Frank Patalong bei SpOn.

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28 Kommentare

  1. 01
    joe

    kommt da noch n argument, warum das alles so furchtbar falsch ist oder reiht sich dieser eintrag in die lange reihe pauschaler patalong-bashing und andere-scheiße-finden blogeinträge ein? und ich warte noch auf don alphonso, der dann auch alles scheiße finden darf.

  2. 02

    Dem (Mail)Adressmißbrauch kann abgeholfen werden:

    Man nehme einen zufälligen Postfachnamenm und gebe ZufaelligerPostfachname@wasteland.rfc822.org als Adresse an. Lesen kan mensch das Postfach mit http://wasteland.rfc822.org. In dem Eingabefeld kommt dann ZufaelligerPostfachname rein.

    Viel Spaß beim Mailadressdropping ;-)

  3. 03

    Und ist das jetzt so verdammt neu?
    Wenn es das ist, was ich verstehe, machen Leute wie Magwerk sowas schon lange. Und kostenlos.

  4. 04

    Drei Kritikpunkte von mir nachgeschoben:
    – keine Innovation (alles schon dagewesen; Bilder, Multimedia und Infos zu verlinken ist ja nichts Neues)
    – Flash-basiert (ergo gerade kein Format für die Masse, da Hersteller-abhängig, keine Suchmaschinen-Erfassung und damit kein Zugang aus Sicht von Barrierfreiheit)
    – es zeigt nicht die Vor- sondern die Nachteile (wenn Werbung im Heftchen dann bedeutet, dass mir die Musik beim Umblättern ins Ohr trällert und ich nur die Option habe, Sound komplett off oder es zu ertragen, dann sehe ich, dass ich diese Zukunft nicht will; neben herumfliegenden Werbe-Logos…)

    Kurzum: Ich fand es interessant, aber keine sooo tolle Innovation, ein Blick auf ‚heue Nachmittag‘ vielleicht, aber nicht auf ‚Morgen‘

    Gruß vom Zielpublikum
    Alexander

  5. 05

    @“joe“: Das ist doch alles offensichtlich. Nenn mir eine Funktion von diesem rechenintensiven Blödsinn, die man nicht mit gängigem xthml hätte abdecken können, was so positive kleine Randerscheinungen wie Accessability, einfache Aktualisierbarkeit, plattformweite Nutzbarkeit, die Möglichkeit für Bookmarks und Deeplinks oder auch copy & paste (nutzen wohl einige Journalisten für Zitate ab und zu) gehabt hätte.

    „Echte Innovationen wie livepaper sind technisch anspruchsvolle Systeme“ steht auf der Website bevor der Rechner in die Knie geht (wobei das sicher auf einem PC besser läuft als auf einem Mac – Flash ist PC-optimiert).

    Echte Innovationen bestehen aus echten, neuen Ideen. Solche Innovationen gibt es erstens schon lange (z.B. hier) und worin bitte besteht die Innovation, Inhalte nicht dem Medium anzupassen sondern wiederholt zu versuchen, ein Medium den klassischen Formaten völlig anderer Medien anzupassen? In den Soundclips?

    Bei stern-TV blättert doch auch nicht jemand das Heft vor laufender Kamera durch.

  6. 06
    Peter the man without hair

    Damit ist es amtlich: Die gute Woche ist vorbei! :-)

  7. 07
  8. 08

    Ich Depp bin schon gestern drauf reingefallen, weil ich dachte, es gibt jetzt ein cooles E-Papier zum rumtragen und zusammenrollen. Echtes E-Paper eben. Und dann kommt da ein PDF-Verschnitt mit Filmchen… ich kam mir auch ein wenig verschaukelt vor…

  9. 09
    Constantin

    Ich lese nur gerade auf der Seite unter den Vorraussetzungen:
    „Internet: ideal für schnelle Verbindungen wie DSL oder Firmennetzwerk“
    -> Seit wann ist es ideal, wenn eine Anwendung die ganze Brandbreite frisst? Na gut, Lasttests mal ausgenommen… :)

  10. 10
    stefanx

    was für ein schrott. unglaublich. erinnert mich an die alte seite von viva, in voll-flash. da war mit die mtv-seite lieber. ;)

    falls sich das live-dingens wer antun möchte:
    http://www.mediabiz.de/lipajump.afp?ID=_1KI0W8J003572

  11. 11

    hilfe, singende Anzeigen. Ansonsten nocht nichtmal begriffen, dass ein e-Paper nicht aussehen muß wie eine eingescannte Zeitschrift. Sehr revolutionär.

  12. 12
    dustpuppy

    @stefanx: you made my day! :)

    Leute, wenn Ihr wissen wollt warum Ihr das *garantiert* nicht haben wollt, klickt auf den Link von stefanx und blättert 1 Seite weiter.

    Stichwort: Radio Lollipop …

  13. 13

    Der Popkulturjunkie ist anderer Meinung. Wundert mich nicht wirklich.

  14. 14

    „das Look’n’Feel eines gedruckten Heftes, kombiniert mit den Vorzügen der Online-Welt“

    Wenn es kein RSS-Feed hat, ist es für mich nicht von interesse. Ausserdem will ich Online nicht das selbe wie gedruckt. Ich willl HYPERTEXT verdammt! :)

    Wenn ich was statisches haben will, dann kaufe ich mir ’ne Zeitschrift oder lade mir ein PDF runter! Wann werden die Webmaster dieser Welt entlich verstehen, dass Hypertext nicht linear ist?

  15. 15

    wasn scheiß, braucht ewig zum laden, ist lahm und hat nicht mal trackbacks ;) wieso heißt es internet, genau, wegen der möglichkeiten der vernetzung und die esehe ich beim e-paper nicht. aber vielleicht bin ich da auch zu altmodisch.

  16. 16
    Constantin

    Naja, ganz so hart sehe ich das nun nicht… es ist zwar „nur ein Flash“, aber Verlinkungen darin doch genug… zu Musik, mehr Bildern, mehr Text.

  17. 17

    @Mr.Treehugginpussy: Was heißt denn hier „Wundert mich nicht wirklich.“?

  18. 18

    naja, wirklich erstaunlich finde ich, dass das ding ein verlags-mittelständler gebaut hat. das war ja offensichtlich auch richtig teuer: 20 leute 2 jahre, so ueber den daumen dann mal lockere 4 mio. das ding muss unbedingt aus deren sicht funktionieren.

    wenn das aus einem grossen medienhaus gekommen waere, waere es allenfalls niedlich, dass sie immer noch den fehler machen, das rad web neu zu erfinden. was haben wir damals – in den seeligen zeiten der neuen ökonomie – nicht alles an schwachsinnigen ideen schon gesehen.

    aber falsch, weil sinnfrei, ist es allemal. siehe argumentation von johnny im kommentar. und damit vielleicht auch wirklich gefaehrlich fuer den verlag, siehe kosten.

  19. 19
  20. 20

    Na bitte. Deeplinks gehen doch. ;)

  21. 21

    @popkulturjunkie: Beim Lesen einers Blogs bekommt man ja mit der Zeit ein Gefühl dafür, wie bestimmte Menschen etwas einschätzen, daher der Kommentar (Allerdings lieg ich auch 99% daneben).

  22. 22
  23. 23
    Jörn

    Das Ding ist wirklich unglaublich schlecht. Aber tut Euch mal den Fragenbogen an, der ist noch unglaublicher, weil er vor Darstellungsfehlern strotzt: der Zeilenabstand in Safari beträgt etwa 6 bis 7 Zentimeter zwischen den einzelnen Zeilen, da wird lesen zum Abenteuer :-))

  24. 24

    mir wird frank patalong auch langsam unheimlich. völlig abgefläscht, der mann.

    hat er sich mal http://www.pressdisplay.com angesehen?

  25. 25
    Lucomo

    Jakob Nielsen (www.useit.com) würde sich im Grabe umdrehen. Aber ein Glück lebt der Kerl noch.

    Richtig schön ist es, hier in den Kommentaren und in den diversen Weblogs anhand der Reaktionen auf diesen Flash-Unsinn sehen zu können, dass das (intuitive und/oder angelesene) Wissen rund um Usability kein absolutes Nischen-Phänomen mehr ist und die Verfechter von „Flash-überall-wo-geht“ langsam in jener dunklen Ecke landen, wo sie dem Tag vom alten Netscape guten Tag sagen können. Die Websites mit Flash-Intros haben schließlich auch sehr, sehr stark abgenommen in den letzten beiden Jahren. Alles wird gut. :-)

  26. 26
    Lucomo

    ^^ „dem BLINK-Tag“ von Netscape“ sollte das oben da heißen. Hat der Kommentar-Interpreter wohl verschluckt das Tag. Kluges WordPress. :-)

  27. 27
    the_stephan

    ist doch alles aus einem guss, anscheinend. schon die typo sieht aus wie ein riegel kinderschokolade. Dazu passt perfekt dieser brutal-mopsfidele medienheini-repräsentant, die einfallstore für jede art mist penetrationsbereit weit aufgerissen (das fresswillige mundwerk, die koksgeweiteten klüsen): will der den bildschirm schlucken?

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