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MP3Tunes

mp3tunes

Ich habe es noch nicht ausprobiert, also unter Vorbehalt einer Qualitätsprüfung hier nur der Hinweis auf einen möglicherweise spannenden neuen Service namens MP3Tunes, der eine Synchonisierung der eigenen MP3-Daten übers Netz sowie ein Backup aller Songs ermöglicht. Vorteil der Geschichte, sollte sie gut funktionieren, wäre der Zugriff auf die eigene Musiksammlung von jedem Computer aus und ntaürlich das ständige Backup. Es soll ja Festplatten geben, die kaputt gehen.

Selbst bei flickr bin ich ja noch nicht so weit, dass ich den Festplatten der Service-Anbieter mehr vertraue als meinen eigenen, ich traue mich nicht wirklich wichtige Daten ausschließlich auf irgendeinem Server aufzubewahren. Wer weiß, was mit meinen Songs passiert, wenn MP3Tunes pleite geht? Gibt es irgendeine Garantie oder einen Verlustausgleich, wenn deren Platten abrauchen? Vermutlich nicht.

Dennoch vielleicht irgendwann nötig, das Auslagern der eigenen Gigabytes auf wahrhaft externe Festplatten. Und dann sind wir vielleicht tatsächlich mal bei der viele Jahre alten Vision, dass unsere Rechner (ob Desktop oder Handheld) nur noch kleine Clients sind, die auf im Netz abgelegte Daten und Programme zugreifen. Sinn könnte es machen.

Und mal sehen… das Uploaden meiner Musiksammlung ins Netz würde mit meiner derzeitigen Internet-Anbindung dauern… in etwa… 43 Jahre?

14 Kommentare

  1. 01

    Also wenn ich zuhause MP3s hätte, die sagenwirmal nicht aus meiner CD-Sammlung kommen, hätte ich ein bisschen Sorge sie auszulagern. Also jetzt nur für den Fall, es wäre in meinem Fall so… Also… Ja. Wieauchimmer!

  2. 02

    Könnte ein neuer Geniestreich von Sony sein, die Files durchchecken und wenn was vom eigenen Label drauf ist sofort verklagen. Wenn man den User schon nicht ausspionieren darf dann kann er einem zumindest seine Daten schicken ;-)

  3. 03

    auch wenn das nette Leute mit feinem „Leumund“ ins Leben gerufen haben, selbst von gekauften CDs gerippte MP3s würde ich dort nicht bunkern.
    Irgendwann drehen se uns einen Strick draus und wir landen alle in Guantanamo!
    Wir erinnern uns: ein Schüler hatte alte Computerzeitungen bei ePAY angeboten. Auf den beiliegenden Heft-CDs waren Copy-Tools, die nach der Urheberrechtsnovelle illegal geworden waren. Der arme Bengel bekam ’ne Abmahnung.

    Wenn man die Musik veröffentlichen könnte, würde ich meine eigenen Traxx dort uppen und ZONY BPM verklagen, wenn se da beigehen, die ollen Schnarznuppel, die.

    *is doch wahr*

  4. 04
    Christian

    @Acid (Nr. 3): Das Rippen eigener CDs ist auch nach der Urheberrechtsnovelle legal, solange diese nicht kopiergeschützt sind.

  5. 05
    lame

    da gibt’s sicher irgendwann auch noch ’ne novelle zu und dann hätte ich die gleichen kopfschmerzen. eins haben sie jetzt schon geschafft: man wird immer paranoider.

  6. 06

    Mp3Tunes ist ein Projekt vom mp3.com-Gründer Michael Robertson, der in den letzten Jahren mit Lindows/Linspire und mit dem 100.000-Dollar-Fürs-Erste-Xbox-Linux-Sponsoring auf sich aufmerksam gemacht hat.
    Interessant an der Geschichte ist vor allem, dass mp3.com das ja auch mal so ähnlich konnte (mit my.mp3.com), damals aber Robertson noch aus dem Geschäft geklagt wurde, weil Universal und co. das gar nicht lustig fanden. Damals war es allerdings auch noch so dass man dort einfach seine CDs registrieren musste und schon hatte man Zugriff auf die Dateien.
    Frage mich gerade aber, wie lustig die das finden wenn einer mal hergeht, zig GB mp3s hochlädt und dann seine Zugangsdaten in der Weltgeschichte verteilt.
    MP3Tunes ansich gibt’s übrigens als independent- und DRM-freie Variante von iTunes und Co seit Februar 2005 – allerdings vor allem mit Eigenproduktionen die z.B. auch bei CDBaby zu finden sind.

  7. 07

    Warum „43“ Jahre?

    Gestern hieß es noch, „42“ wäre die Antwort auf alle Fragen…

    *confused*

    Gruß, Max

  8. 08

    @Christian:
    „Das Rippen eigener CDs ist auch nach der Urheberrechtsnovelle legal, solange diese nicht kopiergeschützt sind.“

    Tja – noch!
    Ich denke, mein Beispiel (siehe Link zum Heise-Artikel) verdeutlicht, worauf ich hinaus wollte.

    lame brachte es auf den Punkt:
    „eins haben sie jetzt schon geschafft: man wird immer paranoider.“

    Genau das war ist Sinn der Übung. Oder glaubt jemand, dass all die Raubkopiererspots im Kino (wo die Leute bereits eine Eintrittskarte bezahlt haben!) und auf Kauf-DVDs dienen der Unterhaltung?
    Sie haben uns schon reichlich weichgekocht. Ich gehöre zu der Fraktion, die das mit Boykott aller kommerziellen Medien straft. Ich ziehe den Krempel nicht aus dem Netz, aber ich kaufe ihn auch nicht.
    Das Web ist voller freier Musiker, die sich über Hörer und Feedback freuen. Und die sind ganz einfach zu finden. Jede Recording-Software (von Ableton Live, über Cubase bis Logic) hat Userforen in denen die Leute ihre Traxx posten. Es gibt große Musikerboards wie Producer-Network ect. pp.
    Dort kann jeder Musik nach seinem Gusto finden, ohne mit ’ner Abmahnung rechnen zu müssen.

  9. 09
    Christian

    @Acid: Schön und gut, aber irgendwie sehe ich den Bezug zu meinem Kommentar nicht. Dass Du Deine eigenen ungeschützten Audio-CDs nach wie vor legal rippen darfst, ist kein Gespinst meiner ausufernenden Phantasie, sondern schlichtweg Wortlaut von § 53 UrhG. Insofern überhaupt kein Problem mit MP3tunes, solange Du nicht sharest.

    Dein Heise-Link beschreibt einen juristisch völlig anderen Sachverhalt, nämlich die Umgehung des „Kopierschutzes“ (in Anführungszeichen, da technisch natürlich nicht Red Book-konform) einer Audio CD, legaldefiniert in $ 95 a II UrhG. – Einfach nachlesen, absolutely no need to get paranoid! :-)

  10. 10

    Ich glaube sowas wird sich bei der momentanen Gesetzeslage nicht durchsetzen.

  11. 11

    hmm, für ein 50 GB Sammlung müßte ich bei einer 16mbit upload Leitung wohl 70 Std lang die Daten durchs Netz schaufeln. Irgendwie dauert mir das zu lang und 16 MBit Upload hab ich auch noch nicht. Fazit, schwachsinn.

  12. 12

    @Christian: ich schrieb doch => „Noch“ ist das legal.
    Wer weiß, wie lange noch? Weitere Reformen des UrhG. sind ja geplant.
    Die Programme auf den Heft-CDs waren auch mal legal.
    Abgesehen davon müssen Provider (ISPs) bereits bei einem Verdacht auf „Raubkopien“ die Daten ihrer Kunden rausgeben. MP3Tunes mag eine Art Content-Provider sein und sich im fernen Amerika befinden, aber dort wurde bereits eine 13-Jährige verklagt.
    Die Gesetze werden von Zeit zu Zeit den Wünschen und Vorstellungen der Industrie „angepasst“ und unter diesen Umständen halte ich es für riskant, persönliche Daten im Zusammenhang mit (kommerziellem) Fremdcontent preiszugeben.

    „absolutely no need to get paranoid“ – das hat mit Paranoia nichts zu tun. Ich möchte mit dem Pack ganz einfach nichts mehr zu tun haben.
    Ich sollte meine CDs auf Flohmärkten verticken. Immer 300st. als Bundle – solange man das noch darf.
    Wirklich aktuell sind sie nicht mehr, die letzte ist von 2001. :)

    Im Grunde sind wir längst Off Topic, da es sich bei MP3Tunes sicher um sowas wie eine virtuelle Festplatte handelt. Bei Apple heißt die Chose „iDisk“…
    Allerdings, wie Julian schrieb:
    „Frage mich gerade aber, wie lustig die das finden wenn einer mal hergeht, zig GB mp3s hochlädt und dann seine Zugangsdaten in der Weltgeschichte verteilt.“

    Vermutlich wird er gerädert und gefearteilt, und dann als abschreckendes Mahnmal bei ZONY BPM 3 Wochen an den Antennenmast gehängt. Dann kommen gigantische Schwärme von schwarzen Raben und tun sich an seinem Leichnam gütlich. Das bringt dann die RIAA als Lehrfilm in den Umerziehungslagern. :)

    Ja, man darf in jedem Fall gespannt sein, was aus dem Angebot wird.

  13. 13
    Christian

    @Acid: Sorry, aber ich vermag den Bezug zu meinem Kommentar immer noch nicht zu erkennen. Du tust hier so, als seiest Du bei der normalen MP3tunes-Nutzung als Backup-Medium (Stichwort „iDisk“) in Deutschland sofortiger Strafverfolgung ausgesetzt (… andere Auffassung: Das Gesetz!, siehe oben. Aber egal … ;-)), wobei Deine sämtlichen Heise-Links auf Fälle verweisen, in denen Leute ihre Kopien mit einem (potentiellen) Millionenpublikum geshared haben. Das ist in etwa so, als würde ich hier behaupten, Autofahren sei jetzt strafbar und das mit einem Fall belegen, in dem ein Autofahrer einen anderen vorsätzlich überfahren hat … ;-)

    Eine Novelle des Urheberrechts ist in der Tat geplant, sie rührt das Recht auf die Privatkopie in § 53 I UrhG aber nicht an und ändert an unserem Beispiel mit den CDs folglich rein gar nichts. Das alles läßt sich leicht nachlesen im Entwurf des Bundesministeriums der Justiz, der hier erhältlich ist bzw. übersichtlicher kurzkommentiert hier.

    Abseits davon: Nic und Johnny haben ja schon darauf hingewiesen, dass es im Moment noch nicht wirklich praktisch ist, seine Musiksammlung im Netz zu speichern. Aber es ist wohl nicht unwahrscheinlich, dass sich die Bandbreiten, die uns Privatmenschen zur Verfügung stehen, sich massiv erweitern und es dadurch in den kommenden Jahren technisch durchaus realistisch wird, seine Festplatten komplett ins Netz zu verbannen. Irgendwie wäre es schon ein Treppenwitz der Geschichte, wenn sich der schon bei Geburt toterklärte Netz-PC so doch noch durchsetzen würde … ;-)

    Das viel größere Problem sehe ich eigentlich darin, dass ich mit so einem Dienst wie Mp3tunes einem privaten Anbieter ein komplettes Data-Mining darüber ermögliche, was ich so an Musik höre. Das ist natürlich nichts, was nur MP3tunes betrifft, sondern ein generelles Problem, was man auch bei Gmail oder den diversen iDisk-Varianten hat. Aber ich will es nicht, und das ist mein ganz persönlicher Grund, so etwas wie MP3tunes nicht zu benutzen.

  14. 14

    Ich hatte doch im Konjunktiv gesprochen. Mir ist schon klar, dass das noch legal ist.
    Die nächste Novelle wird nicht die letzte sein, da sei dir gewiss. Wobei ich ja die Hoffnung hege, dass die Podcasts dem Broadcast den Rang ablaufen und der MI so eine wichtige Grundlage entziehen. Und unter dem Aspekt ist MP3Tunes ’ne feine Sache, denn man kann ja ebenso gut freies Material dort unterbringen.

    „Irgendwie wäre es schon ein Treppenwitz der Geschichte, wenn sich der schon bei Geburt toterklärte Netz-PC so doch noch durchsetzen würde“

    War’s nicht so, dass man spätestens ab Windows Longhorn/Palladium/Vista permanent im Netz sein muss, weil jede Soft erstmal bei ’nem Gatekeeper nachfragt, ob deine Mühle „trustworthy“ ist?
    War nicht gar Mietsoft geplant?
    Naja, mir kann’s latte sein, solange Apple da nicht mitmacht. (Mr. Jobs, bleim se bloß aufm Teppich!)

    „Das viel größere Problem sehe ich eigentlich darin, dass ich mit so einem Dienst wie Mp3tunes einem privaten Anbieter ein komplettes Data-Mining darüber ermögliche, was ich so an Musik höre.

    Damit hab ich nun kein besonderes Problem. Ich höre zwar (fast) durchweg garstige Sachen, aber die sind nicht verfassungsfeindlich oder politisch oder religiös motiviert. Der Datenminen-Kumpel kann sich zwar an Kopp fassen (Wat hört der denn fürn Gezuppel), aber das war’s auch.
    Und für die zielgerichteten Einkaufstipps, die solchen Angeboten stets folgen, hab ich ’ne Einkaufstüte voller eMail-Adressen, die für Angebote wie MP3Tunes, Soft registrieren (Newsletter) usw. herhalten müssen. 1x/Monat such ich mir eine Mail raus und schau rein. :)

    Hey – die sind um uns bemüht, das is doch nett. Amazon weiß noch immer, was ich letzte Woche gesucht habe, obwohl ich bei denen immer nur die ISBN suche und die Bücher dann beim kleinen Buchdealer nebenan kaufe. Der ist schneller als Amazon, es kost‘ kein Porto und sein Kaffee ist einzigartig. :)

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