35

Den öffentlichen Raum befrühstücken!

permanentbreakfast350.jpg

Seit genau 10 Jahren wird der öffentliche Raum zurückerobert: Durch kollektives Frühstücken.

Die Spielregeln dafür sind simpel:

Spielregel no.1
Jeweils 5 Personen sitzen an einem öffentlichen Ort um einen Tisch und frühstücken. Eine(r) von ihnen hat zum Frühstück geladen.

Spielregel no.2
Jedes Frühstück muß formal (Wahl der Kleidung, gedeckter Tisch, Stühle) als solches erkennbar sein und stellt im übrigen eine individuelle Inszenierung in der Öffentlichkeit dar.

Spielregel no.3
Jede(r) der 4 Geladenen organisiert für den nächsten Tag (oder zum für sie/ihn baldestmöglichen Zeitpunkt) ein Frühstück und lädt wiederum jeweils 4 Personen an einen jeweils neuen öffentlichen Ort und so weiter. Jede(r) Teilnehmende wird also einmal eingeladen und lädt einmal ein, übernimmt Kosten und Organisation eines Frühstücks. Möglichst viele unterschiedliche Orte werden befrühstückt.

Spielregel no.4
Die Frühstückenden laden Passanten an ihren Tisch und machen sie mit den Spielregeln vertraut.

Spielregel no.5
Die Eröffnung unabhängiger Frühstücksketten ist ausdrücklich erwünscht.

Spielregel no.6
Im Falle höherer Gewalt (Schlechtwetter etwa oder drohender Verlust des Arbeitsplatzes) wird zum nächstmöglichen Zeitpunkt weitergefrühstückt. (Besonders harnäckige Personen sollen sich nicht gehindert fühlen; Trotzdemfrühstücker sind immer willkommen.)

Spielregel no.7
Für eine eventuelle (grundsätzlich nicht notwendige) Anmeldung des Frühstücks als Kundgebung trägt jede(r) individuell Sorge. Jeder ist für sein Frühstück selbst verantwortlich.

Spielregel no.8
Für das „PermanentBreak-Fest“ (Einladung erfolgt) und den großen „Frühstückskatalog“ wird jede Menge Material gebraucht: Alle Teilnehmenden dokumentieren ihre jeweiligen Frühstücke (Fotos, Video, Tonaufnahmen, schriftlich…)

(…)

Zurück geht die Idee des permanenten Frühstückens auf den Wiener Künstler Friedemann Derschmidt. Inzwischen wird auch in Japan, an der isrealisch/palästinensichen Grenze und in vielen anderen öffentlichen Räumen der Welt gefrühstückt.

Vom heutigen Frühstück in Kaiserslautern berichtet Leo.

35 Kommentare

  1. 01

    Und warum soll ich mir das antun?
    Was ist daran Kunst?
    Wer kann sich das leisten? Studenten, die von Papa Geld auf´s Konto überiesen bekommen? Arbeitslose, die eh nicht wissen, woher sie Geld zum einkaufen nehmen sollen?
    Der Teil der Bevölkerung, der noch Arbeit hat und sie garantiert verlieren würde, wenn er unentschuldigt fehlt?
    Und der initierende „Künstler“ macht sich in die Hosen vor lachen ob soviel Blödsinns, wie er verzapft?

    Eigentlich macht er nur Geld mit der merkwürdigen Aktion: Kostenlose Statisten, die die Requisiten auch noch selber bezahlen, Werbung für ihn machen, schnell noch ein Filmchen gedreht, ins Kino gebracht, Eintritt verlangt.

    Oder bin ich nur humorlos?

    Ratlos.

  2. 02

    Spielregel 3 klingt sehr stark nach einem Schneeballsystem …

  3. 03

    @Peter:
    Vielleicht weil es ein grosser Spass ist? Ich denke, dass man sicherlich auch ein Mitbring-Frühstück daraus machen kann. Ausserdem geht hier weniger um die eventuelle kommerzielle Ausbeute der Kunstaktion. Der wichtige Aspekt ist, so banal das klingt, das Besetzen des öffentlichen Raums.

    @René: Genau.

  4. 04

    Aber warum soll ich den „öffentlichen Raum“ besetzten? Was ist der Hintergrundgedanke dabei? Erschliesst sich mir nicht.
    Ausserdem – ich frühstücke/picknicke lieber im Park, auf einer Wiese – wie 1.0000000 andere Menschen auch (ist ja auch öffentlicher Raum)
    Auf so einem Platz, wie dem gezeigten, skate ich lieber. Aber das ist nicht originell genug, oder?

  5. 05
    Andi

    Peter H. aus B. schrieb:

    Oder bin ich nur humorlos?

    [ ] ja

    [ ] nein

    [x] vielleicht

  6. 06

    Den öffentlichen Raum zurück zu erobern ist wichtig, da er von Werbetafeln und Franchise-Unternehmen vereinnahmt wird. Und nach und nach an private Unternehmen verkauft wird. Darum geht es. Nicht um einen Spielfilm.

    Außerdem ist es auch noch witzig, ja. :)

    Fuck art, let’s dance.

  7. 07

    Ja Peter, ich denke, so ein Frühstück lässt sich auch im Park abhalten, allerdings wird man auf mehr Aufmerksamkeit hoffen dürfen, wenn sich stattdessen vor´s Rathaus begibt.
    Dass gerade du als Berliner den Sinn dahinter nicht verstehst, versetzt mich in Staunen:
    halb Berlin wird doch derzeit aus der öffentlichen in die private Hand verschachert!
    Skaten können wirst du aber sicher auch weiterhin- nach bezahlen des Eintritts!
    Ich finde die Idee prima!
    Wenn du eine originellere hast: her damit!

  8. 08

    bzgl. Besetzung des öffentlichen Raums sei hier auch auf die Space Hijackers verwiesen:
    http://www.spacehijackers.co.uk/

    @Peter: Der öffentliche Raum wurde idR mit Deinem Steuergeldern bezahlt. Das Hausrecht präsentieren dann oft andere.

  9. 09

    Der öffentliche Raum kann und wird nicht von Werbetafeln _vereinnahmt_. Vereinnahmen würde voraussetzen, dass die Tafeln einfach so irgendwo aufgestellt werden. Wer ein Gewerbe betreibt und nur mal einen Aufsteller auf den Fussweg stellen wollte, der weiss, dass das mitnichten einfach so geht. Werbetafeln werden ordentlich bezahlt.
    Welche Franchiser vereinnahmen den öffentlichen Raum?
    Klar ist die Idee witzig. Und Spass macht das evtl. auch. Je nachdem, wo man sich nieder lässt. Aber daraus gleich wieder eine politisch korrekte Aktion zu generieren – ich weiss nich. Da muss ich Peter schon Recht geben, das nützt am Ende nur einem.

  10. 10

    @Harm: Das Argument Steuergeld hat ja nun echt noch gefehlt. Dass der Staat seine Aufgaben und die Bedürfnisse der Bürger schon lange nicht mehr aus Steuergeldern befriedigen kann, das ist ja echt kein Geheimnis. Man kann natürlich sagen, dass das vorhandene Geld nur falsch ausgegeben wird. Und das trifft sogar den Punkt. Dennoch hab ich kein Problem damit, für einen Park o.ä. auch einen kleinen Obulus zu entrichten. In Potsdam geschieht das teilweise auf freiwilliger Basis und ich habe den Eindruck, dass die Mehrheit da auch gerne bezahlt.

  11. 11

    Dieses Wochenende war Gratisflohmarkt. Leider waren außer mir nur die Veranstalter da, weil sonst niemand was umsonst weggeben wollte. Schon schade. :-)
    Nächstes Wochenende aber werde ich diese Aktion auch machen. Für mich ist es im Grunde ersteinmal ein netter Gedanke die Leute überhaupt zum Nachdenken zu bringen, was sie sich dabei dann denken, ist ja dann eine andere Frage. Fest steht doch, dass es auf jeden Fall witzig ist und man selbst hat Spaß dabei, wenn man die Aktion mit netten Leuten macht. Also hat schonmal einer mehr was davon, als dieser komische Künstler.

    Es ist, wertet man es als politische Aktion, ein Appell an alle Menschen, sich mit dem zufrieden zu geben, was sie haben. Sich wohl zu fühlen, so wie es ist und was zusammen zu unternehmen. Ein ‚Nein‘ der Glotze, ein ‚Ja‘ dem Leben. So ungefähr. Sich nicht verstecken und was machen, das schön ist, Spaß macht und weiß der Herr Gott, sowas von simpel ist.
    Ferner ist das ganze sogar eine Demonstration gegen das System. Andere Leute besetzen Häuser, man selbst eben ein Stück Fläche da draußen. Man will, dass es für alle da ist, also dem Staat gehört. Es geht dabei aber natürlich nicht um das banale Stück gepflasterten/ asphaltierten/ begrünten/ kieseligen öffentlichen Platz, sondern im übertragenen Sinne um die gesamte Politik. Wird etwas vom Staat an private Menschen abgegeben, dann ist es den freien Kräften des Markes ausgesetzt und wir wissen, wohin uns die freie Marktwirtschaft gebracht hat (fette Managergehälter, sau viele Arbeitslose, massenhafte Uniformierung der Wohnungen, Kleiderschrankinhalte und Esskultur).
    Das ist das für mich, aber ich werde es dort niemandem sagen, da sollen die selbst drauf kommen. Reicht schon, wenn die das mit dem sozialen Aspekt schnallen. Das wäre schon geil genug, wenn alle auf einmal anfangen würden zusammenzuhocken und einfach die Gemeinschaft zu leben.

    Klasse Aktion.

  12. 12

    „… let“™s dance“
    Würde bzw. hat mir mehr Spass gemacht als frühstücken (ich trinke morgens üblicherweise nur ein Tässchen Kaffee).

    Was ich so dämlich finde, ist, das es nun mal als Kunst „verkauft“ wird, die Idee eines naja, mässig begabten Künstlers ist und anscheinend viele es einfach nachmachen um „dabei“ zu sein.
    (Erinnert mich ein wenig an http://de.wikipedia.org/wiki/Spencer_Tunick wobei ich bei dem den Kunstaspekt noch halbwegs verstehe)

    Die vielgehasste Loveparade war auch so eine Idee – die ich nebenbei wesentlich amüsanter und origineller fand, zumindest in ihrer Anfangsphase – die ursprünglich absolut rustikal und simpel war, aber dann letztendlich leider zu Tode kommerzialisiert wurde. Da ging es prinzipiell um dasselbe, die Rückeroberung des öffentlichen Raums.

    Was wird denn bei diesen Frühtücksaktionen gefrühstückt?
    Kellogs, Golden Toast, Nescafe und Rama…ob man so den öffentlichen Raum zurückerobert?
    Oder kommen alle mit selbstgemachtem Brot, handgeschöpfter Butter und mit Eiern von Hühneren aus dem Hinterhof?

    Und das ich bald Eintritt für den Ku-Damm, den Alex, den Rathausplatz in Friedenau zahlen muss ist eher unwahrscheinlich.
    Wahrscheinlicher ist ein Eintrittsgeld für den Tiergarten, den Grunewald, die Wiese vor dem Glienicker See oder den Schlosspark Charlottenburg. Aber das ist logischerweise nicht so „spektakulär“ dort zu frühstücken. Da lohnt sich ein Filmchen nicht. Und eben durch diese Filmchen wird das ganze letztendlich kommerziell. Ende siehe Loveparade.

    Interessanter fände ich es, eben nicht mehr in AOL-Arena oder die Veltinsarena zu gehen bzw solche Produkte zu boykotieren. Aber das ist wirklich nicht originell. Nur effektiv.

  13. 13

    Nachtrag: alleine das Wort „Event“ auf der Seite des Künstlers lässt mich würgen. da kann ich nicht frühstücken, bei einem „Event“ ;)

  14. 14
    Simon Columbus

    Ich finde die Idee eher seltsam als witzig. Aus Essen eine Kunst machen, gerne; eine Religion, o.k. Aber warum soetwas? Kunst ist es nicht (Oscar Wilde: „Der Künstler ist der Schöpfer schöner Dinge“. Betonung auf Dinge, also nicht Gefühle!), vllt. ist es gesellschaftspolitisch, doch Essen ist eine viel zu ernste Angelegenheit, um es Ernst damit zu meinen.
    Essen sollte vordergründig der Entspannung dienen, vllt. noch der Ernährung, wen es entspannt, der kann sich auf den Marktplatz oder in den Park setzen, aber man sollte das nicht machen, um „dazu zu gehören“ (zu dieser Aktion).

    Zum Wohl!

  15. 15

    Regelmentiertes Flash-Breakfasten? Naja .. mein Ding ist das nicht.

    Aber ist es nicht etwas merkwürdig, dass es für ein „he, gemma mal in den Stadtpark und machen dort ein Picknick“ REGELN braucht?

    Klar, es fällt einfacher und man kann sich herrlich hinter selbigen verstecken, aber wenn schon Rückeroberung des öffentlichen Raums dann durch *Freiheit und Ungezwungenheit* und nicht durch *Regeln und künstlerischer Unterfütterung“.

    Und wenn ma Lust ham, dann trauen wir uns as halt auch mal vor der Oper – wobei .. ich würd auch lieber gern in Ruhe genussvoll fertig frühstücken als von übereifrigem Sicherheitspersonal weggescheucht zu werden.

    In diesem Sinne … einfach mal öfter zwecks Frühstück die Freunde fragen und Regel-Liste zum Butterbrot einpacken verwenden.

  16. 16
    julian

    links im bild sehen sie sie die stiftsplatz-hotel-ruine
    auch deubig-gedenkpalast genannt.

    guckstdu hier:
    http://www.gonium.net/digitalcouch/cgi-bin/weblog/archives/2005/06/wmstadt_kaisers_1.html

  17. 17

    @julian: großartig! kann man die postkarten irgendwo kaufen?

  18. 18

    @julian: Hardcore! Bebraismus pur! Arme Kaiserslauterer.
    Wer da frühstückt ist wirklich verzweifelt.

  19. 19

    Kommt mir irgedwie bekannt vor…

    http://www.urbanauten.de/

  20. 20
    julian

    @julian
    es gab sie mal in:

    Buchladen Blaue Blume
    Richard-Wagner-Str. 46
    67655 Kaiserslautern

    wohl teilweise auch in den city-card ständern @ kl
    von einer www-bestellmöglichkeit weiss ich nix

    http://www.uni-koblenz.de/~landenberger/100_2237.jpg
    http://www.uni-koblenz.de/~landenberger/100_2239.jpg
    find meinen scanner nicht :-)

  21. 21

    @Pyrael: danke für den Link.

    Lustigerweise beziehen sich die Urbanauten auf die Lebensgewohnheiten der Spanier bzw. Franzosen.
    Schön schön, die Mentalität der Deutschen ist aber (bedauerlicherweise) im Grossen und Ganzen eine ganz andere. Auch ist das Klima bei uns nur bedingt geignet, sich ständig im Freien aufzuhalten.
    Ebenso der Arbeitsrhythmus.
    Sobald hier das Wetter es jedoch zulässt, hängen auch viele Germans draussen ab.
    Ein netter „Beweis“ sind die massig Strandbars in Berlin – da brauchen wir keinen Stadtring für 4 Wochen sperren und Sand draufzuschütten.
    Schon mal abends im Sommer am Eckchen Köpenicker/ Oberbaum/ Schlesische/Skalitzer gewesen? Da können die Spanier aber was lernen ;)
    Der Mauerpark – eine einzige Picknick und Spielzone – sobald das Wetter es zulässt.
    Der Tiergarten ist eine riesige Grillwiese, nicht nur von Türken genutzt.
    Der Volkspark in Friedenau – da findet sich bei Sonnenschein fast kein freies Plätzchen mehr.
    Der Platz vor dem alten Museum in B-Mitte, gerne genutzt um ein wenig abzuhängen. da ist fast immer irgendeine Veranstaltung. Skatenaächte -da wird auch ganz scxhön gesperrt im öffentlichen Raum.
    Ich könnte jetzt ohne Ende weitermachen…..

    Ach ja: und bei uns kosten die Spielplätze keinen Eintritt, wie in Paris im Jardin du Luxembourg bspw.

    Immer schön die Kirche im Dorf lassen, liebe Aktionskünstler.

  22. 22

    Nunja, die gepflasterten Räume werden ja in meinen Augen auch symbolisch genutzt. Ziel jeder Aktion ist es, so viel Aufmerksamkeit wie möglich auf sich zu ziehen. Und das geht an ’nem Rathausplatz besser, als an ’nem schönen See 10km weit von der Stadt weg.
    Achso, ich wohne nicht in Berlin, sondern in Gifhorn. Dort sind sehr viele Seen verpachtet und das Betreten ist verboten. Und bei uns ist es eben nicht so, dass die Leute draußen sind. Es kommt einem öfter so vor, als sei das eine tote Stadt. Wir haben nämlich kaum noch was. Die Fuzo und einen See mit nicht unbedingt viel Grünfläche drumrum. Und da ist es meistens ziemlich leer. Deswegen macht es wegen des sozialen Aspektes schon Sinn.

  23. 23

    @Nico: das ist wirklich schlecht für dich/euch, ehrlich, kein Sarkasmus.

    Aber das Problem sind dann eben nicht Telekom, AOL und Veltins, sondern Stadtväter, die rabenschlechte Architekten ran lassen. Und diese Stadtväter werden gewählt. Von wem? Von euch/uns. Wer kann also was ändern? Wir – indem wir anders wählen, andere Prioritäten setzten etc.

    Mit rumsitzen auf öden Flächen lässt sich wenig bewegen – lediglich ein wenig Aufmerksamkeit erheischen.

    Andy Warhol: „In Zukunft kann jeder Mensch für 15 Minuten Berühmtheit erlangen.“ (bzw. Aufmerksamkeit bekommen)
    Nur verändern wird er nichts.

  24. 24
    Paul

    Warum sollte ich in einem öffentlichen Raum frühstücken, wo sonst nur Passanten rumstehen oder vorbeilaufen? Das ist in heutigen Zeiten viel zu riskant, besonders in Berlin! Man sehe sich nur das Video auf youtube an…

    http://www.youtube.com/watch?v=uFDfklFWq8M&search=taschendieb

    Hier ist Vorsicht geboten!

  25. 25

    Glaubst du, durch eine Stimme an ’nem Wahlsonntag kannst du irgendwas erreichen? Gott, wie viele Leute haben die SPD gewählt, weil sie keinen Bock auf ’ne Mehrwertsteuererhöhung auf 18% hatten und die SPD sich dagegenstemmte? Und wieviel Prozent werdens? 19?

    Wieviele Leute haben 98 die Grünen gewählt, weil die meinten die machen ’nen ganz schnellen Atomausstieg und weil die meinten, es gibt ganz schnell ’ne Cannabislegalisierung? Was haben wir? bis 2020 dauerts bis das letzte AKW ausgeschaltet wird und für Hanfanbau kommste in den Knast, wenn du den falschen Richter erwischt und zu viel hast.

    Und wenn du anders wählst, die andere Partei aber eine Stimme mehr kriegt, dann hat die trotzdem die Macht. Mit wählen gehen kannst du nix erreichen. Aber wenn du den Opportunisten an der Macht mal zeigst, dass sie sich saumäßig beliebt machen, wenn sie soziale Kontakte fördern, dann geht das ganz schnell ab.

    An sich ist das sowieso cool. Stell dir mal vor, ein Nazi-Aufmarsch würde wegen eines Picknicks gestoppt. Mit der Aktion kannst du soviel witzige Schlagzeilen hervorrufen, weil es einfach noch friedlicher ist als ’ne Sitzblockade. Ich find das ’ne klasse Idee.

  26. 26

    @nico: Wie alt bist du? Ich nehme an so zwischen 12 und 16.
    Immerhin hat Rot-Grün die AKWs abschalten lassen. Das es ein wenig dauert, hat mit Verträgen zu tun.
    Aber das lernst du noch in der Schule.
    Das mit dem Canabis – wenn du für Hanfanbau im privaten Stil in den Knast wanderst, hast du entweder einen sehr, sehr schlechten Anwalt oder doch ein wenig zuviel produziert. (Vielleicht kiffst du auch zuviel und checkst deshalb so wenig)
    Wen du heute wählst, kannst du nur das geringste Übel wählen. Das ist allen halbwegs gebildeten Menschen klar.
    Wem das nicht passt, der soll doch eine eigene Partei gründen, die alles besser macht. Ist ganz einfach in Deutschland: http://de.wikipedia.org/wiki/Politische_Partei
    Warum machst DU das nicht? Weil du zu faul, zu bequem bist? Zu satt – wie man bei den Boxern sagen würde? Ist das so? (Nebenbei – ich bin´s auch)
    Na – dann ist alles ja nicht so schlimm.
    Denn wer cooles rumsitzen toll findet, dem kanns so schlecht nicht gehen.

  27. 27

    @ Nico:
    Und weil ich ein guter Mensch bin, hier ein absolut Klasse-Link zur Gründung einer Partei.
    Den wirst du sogar direkt nach einer dicken Tüte noch verstehen:

    http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/23729

  28. 28
    Jan(TM)

    Wenn ich die Regeln so lese, fällt mir spontan §2 des Pentabarfs der Principia Disordia ein

    „II – Ein Diskordier sollte nur das Offizielle Diskordische Dokument Numerierungs System benutzen.“

  29. 29

    Ich finde die Idee sehr klasse!!!

    @Johnny: Hast Du denn auch schon so ein Frühstück veranstaltet? Oder hast Du es vor??

  30. 30
    snooka

    @Peter H. aus B.:Peter H. aus B. nicht humorlos sondern einfach dumm.
    aus deiner fragestellung erkennt man das du garnicht weißt was das wort kunst bedeutet.
    kunst sind tätigkeiten die nicht eindeutig durch eine funktion festgelegt sind.
    die skepsis die du beim lesen empfunden hast, das macht es zur kunst.(normale menschen denken dann weiter statt scheiße zu posten, erkennen ihren denkfehler und erfreuen sich ihrer reifung)

    übrigens ist perfektion von handwerk das gegenteil von kunst.

    und nimms mir net übel, aber menschen wie du sinds die die welt so scheiße machen.
    immer dann wenn ihr vor etwas steht das größer als euer horizont ist werdet ihr arrogant und anti. bei kleinen problemen aber seid ihr schlaff und willig.
    ihr habt sogar aus dem nazi ding was schlechtes gemacht…affen

Diesen Artikel kommentieren