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Auf sie mit Gebrüll

Das Hufescharren hat mittlerweile tiefe Rillen in unserer Wohnung hinterlassen, die Entschlossenheit, mit der ich meine Backenzähne wie Tom Cruise aufeinanderpresse, führt zu Abrieb im hinteren Teil meines Gaumens.
Mächtige Gegner sind angereist, der brasilianisch gewachste Ronaldinho, der fesch geföhnte Beckham, der lippenlose Lippi, der elefantöse Drogba.
Sie alle vereint eins.

Nackte, kalt den Rücken herunter- und hinauflaufende, sich nachts ins Zimmer schleichende Furcht.
Auf den nebligen Feldern Germaniens gibt es nichts zu gewinnen.
Der Gegner sieht nicht, woher sie kommen, die Germanen, cheruskerhaft in ihrer Vorbereitung, wie groß ihre Stärke ist.
Die Germanen – gerade hingen sie noch im Metrausch in ihren Dörfern rum, sangen gar furchtbare Lieder und hatten schwere Füße.
Und im nächsten Moment stürmen sie aus dem Dickicht und dann sind sie überall, sie sind groß und stark und haarig und können verdammt gut köpfen.
Dann herrscht Stille.
Aus der Ferne hört man mettrinkende Germanen wieder ihre schrecklichen Lieder singen:
So ein Tag, so wunderschön wie heute.

2 Kommentare

  1. 01

    Fuck, ich bin seit heute Morgen um 9:00 schon dermaßen hummelig! Ich hab bei den Blogkickers mal auf ein smoothes 5:0 getippt.
    Olé olé!

  2. 02

    Dann müssen wir uns ab heute Abend die Spitzenposition teilen.

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