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Walk it like you talk it, Apple

Man darf gespannt sein, wie sich Apple im Fall der chinesischen Journalisten Wang You und Weng Bao verhalten wird. Deren Vermögenswerte wurden nämlich eingefroren, nachdem Foxconn, einer der iPod-Zulieferer, aufgrund von Berichten über schlechte Arbeitsbedingungen eine Schadenersatzklage gegen die Journalisten eingereicht hatte, was nicht nur im Internet als Skandal gewertet wird.

Apples Verhalten in dem Fall könnte dem Image des Konzerns nachhaltig schaden. Oder auch helfen.

(Aktuelles und Hintergründe bei MacEssentials, Berichte über „iPod-City“ erschienen zuerst in der „Mail on Sunday“, wie auch bei Spreeblick zu lesen war)

10 Kommentare

  1. 01
    leo

    Hat sich Apple in dem Fall denn schon irgendwie verhalten?

  2. 02

    Man arbeitet wohl „im Hintergrund an einer Lösung mit“. Mehr, wie gesagt, bei MacEssentials.

  3. 03
    leo

    „Der Artikel in China Business New habe »die Reputation Foxconns beschädigt«“
    Bei sowas frage ich mich immer, warum solche Firmen ihrer Reputation dann selber noch den Todesstoss verpassen müssen. Fehlen dem Management entsprechende empathische Fähigkeiten oder steckt da ein höheres Verständis hinter, zu dem ich keinen Zugang habe?

  4. 04

    ich schätze, die sind einfach noch nicht im Jetzt angekommen. Man lebt noch immer in einer Welt, in der Produzenten und Konsumenten völlig voneinander getrennt waren und der man „Dinge“ auf eigene Art „regeln“ konnte.

    Ich hoffe ja, dass der Artikel der Mail On Sunday für Apples Intervention bei Foxconn gesorgt hat, denn eigentlich schreibt Apple (und andere Unternehmen auch) den Zulieferern bestimmte Mindestbedingungen für Arbeitnehmer vor. Könnte sein, dass Foxconn auch daher mehr Ärger hat, als ihnen lieb ist, denn wenn Apple den Zulieferer wechseln müsste, würde das ne Menge Geld kosten.

  5. 05

    warscheinlich will Apple jetzt wegen Imageschaden noch einen Rabatt von Foxconn …

  6. 06
    Alex

    Ich bin ja zufriedener Mac-Nutzer. Und doch… Apple fällt oft negativ auf wenn es z.B. um den Umgang mit Bloggern, DRM oder ähnlichem geht. Vorgehensweisen bei denen MS ordentlich auf die Hucke bekommt werden bei Apple oft sogar verteidigt.

    Das kann man Apple natürlich nur in zweiter Linie vorwerfen. Eigentlich sind hier mündige Kunden gefragt. Apple ist eben eine Firma mit hervorragendem Marketing. Und genau daher sollte man öfters nachdenken ob man gewisse Vorgänge nicht kritischer beleuchten sollte.

  7. 07
    leo

    @ Alex #7:
    Sehe ich genau so. Es wird einfach viel zu wenig an der Oberfläche gekratzt. Und da wo man den Leuten Geld zuschiebt, sollte man es eigentlich besonders genau nehmen. Allerding macht es wohl kaum einen Unterschied, ob man Computer von IBM, HP, Apple oder Dell kauft… ich habe bislang jedenfalls keine Computer mit FairTrade-Siegel gesehen, wobei das eigentlich der nächste nötige Schritt im Elektronikbereich nach RoHS [1] wäre.

    [1] http://de.wikipedia.org/wiki/RoHS

  8. 08

    aber man kann ja nicht immer alles mit gutem marketing und schönem design überpinseln. sonst wird apple bald das nike der computerbranche.

  9. 09
    westernworld

    ich muß da erstmal drüber schlafen, als uralt Mac-head regt mich das dermaßen auf das eine meinungsäußerung zum jetzigen zeitpunkt wohl den tatbestand der aufforderung zu schweren straftaten erfüllte.

  10. 10

    Wenn Apple noch glaubwürdig sein will, müssten sie den Vertrag mit dem Zulieferer sofort kündigen. Die Klage gegen die Journalisten ist bereits ein ziemlich deutliches Schuldeingeständnis.

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