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BRAVO, Tom Junkersdorf!

Bravo Tom Junkersdorf
(Foto © metrix_feet)

Ich kannte mal jemanden, der in den 70ern in einer sehr erfolgreichen Teenie-Band spielte. Und dieser jemand erzählte, Jahre nachdem sich die betreffende Band aufgelöst hatte, gerne mal die ein oder andere Anekdote über die Arbeit der BRAVO damals.

So war es ihm mehrfach passiert, dass ein BRAVO-Reporter nebst Fotograf an einem Sonntagmorgen vor seiner Haustür stand, um eine „Homestory“ zu machen. Auf die verständliche Bitte des Jungstars, das doch bitte in Zukunft anzukündigen und auf einen anderen Termin zu verlegen, da er im Moment dafür kein Einverständnis geben wolle, antworteten die BRAVO-Mitarbeiter, dass sie entweder jetzt die Wohnung betreten oder sich eben eine Geschichte ausdenken würden, die dann sicher nicht so positiv für den Teenie-Musiker ausfallen würde.

Die Macht der BRAVO sollte man damals wie heute nicht unterschätzen. Und auch nicht ihren journalistischen Einfluss, u.a. auch auf Blogs. Wir bei Spreeblick beispielsweise arbeiten als ehemalige Teenie-Journal-Bekenner ähnlich wie die BRAVO damals:

Wenn einer nicht will, erfinden wir eben was.

Und da BRAVO-Chefredakteur Tom Junkersdorf die spannendsten Antworten seines Interviews mit dem Online-Magazin Planet Interview hat streichen lassen, tun wir genau das: Wir nehmen die originalen, unbeantworteten Fragen von Planet Interview und stellen uns vor, was Herr Junkersdorf wohl gesagt haben könnte, das den Rückruf seiner Worte nötig gemacht hat. Im Gegensatz zu anderen Publikationen sagen wir aber dazu, dass alles erstunken und erlogen ist. Bis auf die erste Antwort, die echt ist und hier zur besseren Einleitung wiedergegeben wird.

(…)

Da haben sich die Teenager-Bedürfnisse also nicht verändert?

Junkersdorf: Nein, die Sehnsucht und die Träume sind immer noch die gleichen.

Wobei man aber nicht die Produzenten-Riege vergessen sollte, die hinter „Tokio Hotel“ steht.

Junkersdorf: „Tokio Hotel“ sind unabhängig von ihren Produzenten Megastars und Icons und sie sind echt coole Boys. Auch andere Acts hatten ja tolle Producer, aber die sind doch nach einem Hit wieder verschwunden.

Und bei „Tokio Hotel“ wird alles anders sein?

Junkersdorf: In den Sixties hatte die BRAVO ja die Beatles nach Deutschland geholt, aber selbst die haben nicht so viele Tickets verkauft wie heute Tokio Hotel. Und da die Beatles laut John Lennon schon bekannter als Jesus waren, sind Tokio Hotel größer als Gott. Und damit ist die BRAVO die Bibel.

„Tokio Hotel“ wird es also auch noch im Sommer 2007 auf“™s Bravo-Cover schaffen?

Junkersdorf: Vielleicht finden wir ja sogar alte Pornofilme von ihnen! (lacht laut, klopft sich auf die Schenkel und verschluckt sich an seinem Café Americano)

Wie bewerten Sie die Macht der Bravo, über Karrieren von jungen Bands zu entscheiden?

Junkersdorf: Wir sind die Number One. Wir machen echte Stars, wir glauben an die Power von Musik, vor allem aber an die Power der BRAVO!

Schaut man nun in Ihre Vita findet man allerdings keine musikjournalistische oder andere Tätigkeit, bei der es primär um Musik ging. Kommt es beim Entdecken und Machen von Stars vielleicht gar nicht so sehr auf die Musik an?

Junkersdorf: Doch, doch. Ich denke, mindestens die Hälfte des Erfolgs eines Teenie-Stars wird durch seine Musik beeinflusst. Naja, ein Drittel. Oder ein… na, sagen wir mal… also zehn Prozent vielleicht. Doch, Musik ist schon auch sehr wichtig. Bei einer Band wie Tokio Hotel kommt natürlich auch das Styling hinzu, die Boys wirken hilfsbedürftig, das spricht besonders weibliche Konsumenten stark an.

Was hören Sie eigentlich selber für Musik?

Junkersdorf: Alles, was ich umsonst von den Plattenfirmen bekomme. Und ganz viel Tokio Hotel.

Sind Sie, was Ihren Musikgeschmack anbelangt, einfach jung geblieben, oder sind Sie so sehr von Ihrer Arbeit eingenommen? Oder macht „Tokio Hotel“ tatsächlich Musik für Erwachsene?

Junkersdorf: Ich liebe Tokio Hotel und auch als Erwachsener gefallen sie mir sehr, schließlich verkaufen wir die ja! (lacht laut, klopft sich auf die Schenkel und verschluckt sich an seinem Perrier)

Apropos verkaufen: Haben Sie sich schon mal einen Klingelton runtergeladen?

Junkersdorf: Ich bekomme ja kostenlose Codes von allen großen Anbietern, mit denen wir kooperieren, und ich habe immer einen aktuellen Hit als Klingelton.

Bravo verkauft heute auch Klingeltöne, für 1,99 Euro. Das Heft dagegen kostet 1,30. Ist das noch ein gesundes Verhältnis?

Junkersdorf: Na hören sie mal! Die Leute bezahlen mit dem Kauf der BRAVO dafür, dass sie sich einen Werbekatalog ansehen dürfen und wenn die sich zehn Sekunden Handy-Musik für zwei Euro kaufen, ist das doch auch deren Entscheidung! Was soll denn daran ungesund sein? Wollen sie jetzt den Leuten vorschreiben, wie sie zu leben haben? Wo bin ich denn hier? Ich kämpfe für die Freiheit der Konsumenten weltweit, für Happiness, Enjoyment und für Realness und sie wollen den Leuten Klingeltöne verbieten?

Sie haben bereits sehr viel People-Journalismus gemacht, erst für die Hannoversche Neue Presse, dann für die Gala, die Bild und jetzt für Bravo. Interessieren Sie sich eigentlich auch persönlich für den ganzen Klatsch und Tratsch?

Junkersdorf: Na sicher. Ich habe schon als Kind immer mit dem Ohr an der Wand geklebt, wenn meine Eltern Besuch hatten und ich in meine Kammer musste. Und in der Grundschule habe ich ein Foto von meiner Klassenlehrerin auf der Toilette gemacht, das sicherte mir meinen Platz im Gymnasium, denn am Schwarzen Brett der Schule wollte sie das Bild dann doch nicht sehen!

Ihnen war das auch nie zu wenig, nur über Beziehungen, Affären und Heiratspläne zu berichten?

Junkersdorf: Nein. Worüber sollte ich denn sonst berichten? Über Musik etwa? (lacht laut, klopft sich auf die Schenkel und verschluckt sich an seinem Campari-O)

Nun haben Sie erwähnt, dass bei der Bravo kein Star runtergemacht wird, bei der Bild hingegen ist das öfter der Fall. Hatten Sie in Ihrer Bild-Zeit bei solchen Geschichten auch mal die Hand im Spiel?

Junkersdorf: „Hand im Spiel“ ist gut (lacht), das ist sehr gut. Ja, da hatte ich tatsächlich oft die (lacht) „Hand im Spiel“, was glauben sie denn, wie ich herausgefunden habe, dass Sibel Kekilli früher in Pornofilmen mitgespielt hat? Das haben wir bei der BILD ganz groß gebracht und uns gefragt, ob man Filmpreise bekommen darf, wenn man früher Pornos gedreht hat.

Und, darf man es?

Junkersdorf: Auf keinen Fall. Man darf sich weder entwickeln noch darf man in seinem Leben jemals Dinge getan haben, die andere Leute, also z.B. ich, für unmoralisch halten und dann einen Filmpreis kassieren wollen. Das darf meiner Meinung nach nicht sein. Nicht bei uns in Deutschland. Und man darf nicht lügen, da ist die BILD quasi die Seife, mit der solchen Leuten der Mund ausgewaschen wird, die BILD hat da eine lange christliche Tradition.

Waren Sie stolz auf Ihre Entdeckung?

Junkersdorf: Die Frau ist eine Pornoschlampe, hat gelogen und dann Preise abkassiert. Das geht doch nicht. Wo sind wir denn hier?

Die Folgen, die diese Kampagne für die Schauspielerin hatte, sind Ihnen wohl bekannt.

Junkersdorf: Na selbst schuld! Ich hab doch nicht gelogen! Das war doch die!! Die hat gelogen, gelogen, gelogen!!!

Vielleicht wäre sie auf anderem Wege nicht zu dieser tollen Rolle gekommen.

Junkersdorf: Die hat gelogen!!!!!

Sollen wir denn eigentlich alles wissen über die Vorgeschichten von Schauspielern? Ist das Ihr Streben, alles im Privatleben aufzudecken?

Junkersdorf: Nur, wenn es wirklich wichtig ist und das dazugehörige Bildmaterial eine gewisse Leseraffinität aufweisen kann. Und wenn jemand gelogen hat. Ich sehe mich da als eine Art „Robin Hood der Wahrheit“. Stellen Sie sich doch nur mal vor, es käme raus, dass die Bundeskanzlerin früher mal in der Waffen-SS war!

Also, ein Goldener Bär ist ja schon noch etwas anderes als das Amt der Bundeskanzlerin.

Junkersdorf: Marginal.

Sie haben dann auch Bilder aus ihren Pornofilmen abgedruckt.

Junkersdorf: Ja logisch! Dabei waren das nicht einmal die besten. Aber die BILD liegt ja auch öffentlich rum, da muss man etwas aufpassen, Kinder sind uns ja sehr, sehr wichtig. (lacht laut, klopft sich auf die Schenkel und verschluckt sich an seinem Pernod)

Empfanden Sie das als würdevoll?

Junkersdorf: Als was? Ich verstehe die Frage nicht.

Man hätte ganz normale Portraits verwenden können. Doch so, wie die Bild verfahren ist, hat es Frau Kekilli enorm geschadet, auch psychisch glaube ich.

Junkersdorf: Na und?

Sie empfinden keinerlei Reue?

Junkersdorf: Soll ich es bereuen, dass ich die Welt über die furchtbare Wahrheit aufgeklärt habe? Millionen von Lesern wurden durch mich aus dem Dunkel der Lügen der Filmbranche ins Licht geführt, sie haben ein Recht auf die komplette Wahrheit! Und schließlich hätte Frau Kekilli ja auch gleich sagen können, dass sie Fickfilme gemacht hat und daher keinerlei Anspruch mehr auf ein menschenwürdiges Leben hat.

Aber wenn Sibel Kekilli gegenüber Bild alles über ihre Vergangenheit erzählt hätte, dann hätte sie genau gewusst, wie die Bild dieses Thema ausschlachtet. Weil eine Geschichte über einen Film-Star mit Porno-Vergangenheit passt natürlich wunderbar in den Bild-Stil.

Junkersdorf: Stimmt. (lacht laut, klopft sich auf die Schenkel und verschluckt sich an seinem eigenen Erbrochenem)

Wie beurteilen Sie denn generell die journalistische Arbeit der Bild? Lesen Sie zum Beispiel Bildblog.de?

Junkersdorf: Nein. Wozu?

Um sich über die journalistischen Missstände bei der Bild zu informieren.

Junkersdorf: Also hören Sie mal, ich hab da gearbeitet! Was glauben Sie, was da los ist, die Zeitung muss ja jeden Tag erscheinen, wenn wir da alles recherchieren würden, kämen wir nur monatlich raus! Und Spaß muss das ja auch noch machen, nicht nur den Lesern, sondern auch uns! Da passieren auch schon mal Fehler in so einer großen Redaktion, na klar, aber das weiß ich, dafür brauche ich doch diesen Bildblog nicht!

Wenn ich Sie richtig verstehe: Sie führen sämtliche Unwahrheiten in der Bild auf den großen Redaktions-Apparat zurück, in dem viele Sachen schief laufen, weil so viele Redakteure zusammenarbeiten? Die zahlreichen Klagen von Personen des öffentlichen Lebens und die Gegendarstellungen, welche Bild regelmäßig abdrucken muss: alles nur ein Resultat von schlechter Organisation?

Junkersdorf: Naja, Gegendarstellungen müssen wir halt abdrucken, aber das bedeutet ja nicht, dass sie richtiger sind als unsere Artikel. Wir haben eben die besseren Geschichten, auch wenn das die Stars nicht immer gerne über sich lesen mögen.

Und warum hat dann der Deutsche Presserat die Berichterstattung der Bild über Frau Kekilli gerügt und eine Verletzung der Menschenwürde beanstandet?

Junkersdorf: Tja. Das verstehe ich auch nicht.

(…)

[via]

91 Kommentare

  1. 01

    (lacht laut, klopft sich auf die Schenkel und verschluckt sich an seinem stinknormalen Wasser)

  2. 02

    Sehr gut. Wirklich seeeehr gut!

  3. 03

    Herrlich! Und ein Typ der soviele Unverschämtheiten verbrockt hat, hat das mindestens verdient. Mindestens.

  4. 04

    Rene, du hast mir die Idee geklaut! Geklaut, geklaut!

  5. 05
    Ursula

    Großartig!

  6. 06
    leo

    Gebt’s zu, nichts ist erfunden. Ihr steckt mit Planet Interview unter einer Decke!

  7. 07
    Gene October

    Aber früher waren die bei der BRAVO nicht so, nicht 1977.

  8. 08

    Wunderbar! (lacht laut, klopft sich auf die Schenkel und verschluckt sich an ihrer Traubensaftschorle)

  9. 09

    seehr schick… applaus.

  10. 10
    mika

    sehr schön (lacht laut, muss niesen und versprüht dabei Spuren weissen Pulvers auf dem cremefarbenen Cafe-Tischchen, sagt sorry & geht noch mal kurz aufs Klo)

  11. 11

    ich freu mich schon auf 50 jahre spreeblick. dann schlägt die bravo bestimmt zurück…hihihi…

    Bravo: Geben sie es zu, Herr Haeussler, sie haben schonmal Coca Cola getrunken!

    Haeussler (flüstert seiner 20-jährigen Krankenschwester ins Ohr): Ich? Ähm..Aber nur einmal! Damals 86. Wir hatten ja nichts anderes.

  12. 12

    „…und verschluckt sich an seinem eigenen Erbrochenem

    Bravo, Johnny, das ist „Spinal Tap – Das Interview“

    ;)=)

  13. 13
    neolith

    Super geschrieben – ein Volltreffer. :)
    Danke dafür.

  14. 14

    Btw, Johnny, wen von den The Teens kanntest du denn?

  15. 15

    Ach die Bravo. Die legen die Teenager ja wieder weg, wenn sie alt genug sind. Aber die anderen Schmierblättchen, die begleiten so viele Menschen ihr Leben lang.

  16. 16
    Lone Star

    Hoffe mal, dass ihr keine Gegendarstellung abdrucken müsst.

  17. 17
  18. 18
  19. 19

    Bravo, Bravissimo!

    Ich steh auf son Scheiß.

  20. 20
    Annegret

    Da das Gespräch ja „unter Journalisten“ ablief…nur teilweise abwegig.
    Also wenigstens fühl´ mich Bravo.

  21. 21

    Und glauben Sie, dass man Johnny für dieses „Interview“ wirklich so belobhudeln muss wie die 18 Kommentatoren vor Ihnen?

    Hokey: Ja, das glaube ich! (Nippt an seinem O-Saft etc.)

  22. 22
    boo

    hmm … das Interview mit den Lücken & die Erklärung fand ich ja sehr interessant zu lesen, aber die ausgedachten Antworten sind ein bisschen plump. Man kan sich die Antworten (und warum sie gestrichen wurden) ja ungefähr denken oder zumindest erahnen, da jetzt mit mit „den selben Waffen“ zurückfeuern, will man das? Das tolle and z.B. Bildblog ist ja, einfach „Wahrheit“ bzw. akribische Recherche dagegenzusetzen, ich glaub so latent beleidigende erfundene Texte braucht die Welt nicht, egal gegen wen sich das richtet.

  23. 23
    jochen

    das waere soooo eine schoene vorlage fuer einen wettbewerb, fuer einen leser-fuellen-lueckentextinterview-wettbewerb. so eine vorlage bekommt man nicht jeden tag :-)

  24. 24
    drexen

    Doch das muss man so und nicht anders machen, so kann man wenigstens drüber lachen…
    Andernfalls wäre es ja nurnoch traurig und deprimierend und das sind wir armen, deutschen bekanntlich schon zu genüge.

  25. 25
    scardanelli

    man, man, man, das ist doch alles GELOGEN! da ham die von spreeblick doch einfach GELOGEN! da kann man doch nicht mehr von einem menschenwürdigen leben sprechen… GELOGEN!!! was hab ich gelacht (verschluckt sich an herrn junkersdorfs erbrochenem…)

  26. 26

    „Das war doch die!“ :-)
    Sonst kein sehr geschwätziger Kommentierer, aber heute muss ich mal:
    Johnny, Danke – Das hat Spass gemacht!

  27. 27

    Boarr .. wie ich dieses Blatt hasse! Sehr guter Artikel!

  28. 28
    mo

    verflucke mich berabe am meimem fampanier vor lachen!!!!!!!

    einfach genial, dieses interview! bitte weiter so!

  29. 29

    so ungefähr wird’s wohl gewesen sein…

  30. 30

    Schön geschrieben! Danke für die Unterhaltung…

  31. 31
    angel20k

    Verdient hat der Mann es ja wirklich. Was sich so Journalist schimpfen darf, erschreckend.

  32. 32

    Sa rédaction était très bonne.
    Au contraire, mon capitaine! Ils sont myope comme une taupe.

    In diesem Sinne: Bien fait, Johnny.
    (Anm. d. Red: Verfasser verschluckt sich an seinem 1787er Chateau d’Yquem)

  33. 33
    Dennis

    Ganz großes Kino, selten so gelacht!

  34. 34

    Na, jeder wird doch wohl mal widerufen dürfen, was er tags zuvor von sich gegeben hat! Wenn mir die Antworten nicht gefallen haben, dann streich ich sie eben…
    Alles Behauptungen, Ihre erdachten Antworten, sonst nischt!

  35. 35

    Das war spitze. Ab und zu kann man das wirklich bringen, aber prinzipiell ist es schon ein wenig so wie boo sagt. Ausnahmen bestätigen die Regeln und das hier ist einfach mal vernünftig angebrachte Ironie. Satire!

    Aber der Pastis heißt Pernod.

  36. 36

    Wann kommt denn die Version mit den falschen Antworten? ;-)

    Gruß aus Berlin (bis Montag noch)…

  37. 37
    gio

    hat da jemand den kursiv-tag nicht geschlossen?
    in meinem ff ist dann alles weitere kursiv…

  38. 38
    gio

    oh, henning war schneller…

  39. 39
    Senfgnu

    Hähä, schön geschrieben (lacht laut, klopft sich auf die Schenkel und verschluckt sich an seinem Kaffee)

  40. 40
    cindy

    absolut geil dieser artikel, aber einige kommentare toppen den fast noch
    –> „Gebt“™s zu, nichts ist erfunden. Ihr steckt mit Planet Interview unter einer Decke!“

    :-))

  41. 41
    Dale

    Sensationell! Wäre auch schade gewesen, wenn keiner diese Steilvorlage genutzt hättte ;-)

  42. 42

    Der Pernod ist korrigiert und der Kursiv-Tag geschlossen.

    Grundsätzlich ist übrigens gegen ein „Gegenlesen“ eines Interviews mit leichten Korrekturen nur wenig zu sagen, das finde ich in gewissen Maßen in Ordnung. Aber: Wo führt Jounalismus hin, wenn das gesprochene Wort nicht mehr gilt sondern jedes Mal die PR-Abteilung eingreift? Dann kann man Interview auch gleich sein lassen.

  43. 43
    jochen

    oder es duerfen nur noch die pr-abteilungen interviews geben.
    aber dann waere es werbung und damit in den meisten faellen maximal ueberfluessig.

  44. 44
    SvenR

    Ich habe eben noch mal nachgesehen, weil ich erst nicht glauben wollte, dass das die echten Fragen waren.

    Man, man, man – da bekommt die Bravo also bald einen neuen Chef…nicht, dass mich das interessieren würde.

    Aber es laufen auch vielle Trolle momentan umher: Sigmar Gabriel, Tom Junkersdorf…

  45. 45
    der_tobi

    wie geil! sehr schön gemacht. so muss es sein. und mal ganz ehrlich, so könnten die antworten wirklich gewesen sein von diesem ****

  46. 46
    Thomas

    Warum tut die Musikindustrie uns so was an? Leiden wir nicht schon genug? Kopfschütteln reicht fast nicht mehr, es macht mich schon ein wenig wütend!

  47. 47

    Was tut die Musikindustrie uns an? Meinst du TH? Also, Teeniebands gab’s wohl schon immer…

  48. 48
    Thomas

    Das ist war, ich meinte mehr das rundherum zugedröhnt werden. Das fängt bei Bravo an und hört bei Klingelton auf. Das Gute daran ist allerdings, dass es auch was zu lachen gibt, wie hier z.B. .

  49. 49

    Ich war als Teenager auch BRAVO-Leser. Ich glaube, dass die BRAVO eine Funktion erfüllt (hat?), die in manchen Punkten nicht unwichtig ist/war.

  50. 50

    Sehr schön. Dafür habt ihr Euch redlich den brandneuen und supercoolen Presseausweis der Bild verdient.

  51. 51

    hahaha danke dafür
    großes Kino

  52. 52
    foobar

    und pernod ist kein pastis, da der gehalt an lakritz zu gering ist. ricard und pastis 51 dagegen werden als pastis bezeichnet.

  53. 53
    Kastei02

    Abgesehen von den stilistisch etwas brachialen Antworten erschreckend passende Antworten. Wenn die geglättet worden wäre hätte aber keiner die Satire erkannt. Wenn ich das nicht aus dem radikalen Flügel des Hause Axel Springer nicht gewohnt wäre würde es mich erschrecken und ich würde die BRAVO abbestellen – und „Pop Rocky“ lesen – wenn es die noch geben würde.

    Aber heißt das, dass die BRAVO mit denselben „journalistischen“ Methonden wie die BILD arbeitet? Wußte ich zumindest bislang nicht. Würde ich gerne mehr drüber wissen.

    Eine Frage an Herrn Junkersdorf fehlt mir in dem Zusammenhang: „Hat das Dr. Sommer Team in den 90ern etwa Minderjährige mit Drohungen zu Nacktaufnahmen gezwungen. Nach dem Motto: ‚He kleine Maus! Wenn Du Dich nicht mit harten Knospen und Busch fotografieren lässt, nehmen wir eine hässliche, ganzkörperbehaarte Dicke und setzten Deinen Namen darunter.'“

  54. 54

    Bravo, die Fragen sind schon aussagekräftig genug – da dienen die Antworten eher als hilfreiche Lückenfüller. Trotzdem heißen Dank für die gute Unterhaltung!

  55. 55

    ich vermute, das hier trifft den nagel ziemlich auf den kopf. danke ;)

  56. 56
    Simon

    *lacht und verschluckt sich an seiner Fanta*

  57. 57
    Kanoppke

    Porno! geil! danke!

    „Junkersdorf: Stimmt. (lacht laut, klopft sich auf die Schenkel und verschluckt sich an seinem eigenen Erbrochenem)“

  58. 58
    Rumpel

    Grandios! Selten so gelacht… :D

  59. 59

    Herrlich! So etwa habe ich mir das auch ausgemalt. Nur hier hätte ich anders getextet:

    Waren Sie stolz auf Ihre Entdeckung?

    Junkersdorf: Na hörn sie mal. Wie oft bekommt man in einem Journalistenleben schon die Chance Pornos auf der Titelseite zu drucken, im selben Zug eine Ausländerin fertig zu machen, die hier eh nicht hergehört und sich dabei auch noch als eine moralische Instanz zu profilieren? Und das alles gleichzeitig?

  60. 60
    madenwirt

    wunderbar, auch die version von mspro :D

    hehe, wenns nich drüberstehen würde, hätte man es nur als fake abstempeln können, weil man bei einem telefoninterview nicht sehen kann, an was sich derjenige verschluckt :D

    grandios:
    „Man darf sich weder entwickeln noch darf man in seinem Leben jemals Dinge getan haben, die andere Leute, also z.B. ich, für unmoralisch halten und dann einen Filmpreis kassieren wollen.“

  61. 61
    Steff

    (verschluckt sich laut, lacht auf die Schenkel und klopft an seinem eigenen Erbrochenen)

    ich konnte nicht anders…

  62. 62

    das ist doch alles gelogen, gelogen, gelogen!!!

  63. 63
    Songbird

    Hmm… Ich würde sagen, das trifft den Nagel auf den Kopf… Nur halt ohne das ganze unnötige scheinheilige Geschleime, dass Bildmitarbeiter und andere zweifelhafte „Journalisten“ sonst an den Tag legen, um ihre Arbeit schön zu reden.

    @kastei02:

    Nein, die BRAVO ist GAAAANZ anders als BILD, einige Beispiele? Biddeschön:

    – Die Pornos werden als sexuelle Aufklärung verkauft

    – Die Witzeseite heißt „Doktor Sommer“

    – Es werden keine Politiker in unvorteilhaftedn Posen gezeigt, falsch zitiert oder erpresst, man ist ja schließlich Jugendmagazin – die Jugend interessiert sich ohnehin nicht für Politik… Hat sich gefälligst mit WICHTIGEN dingen zu beschäftigen, zum Beispiel mit… Tokyo Hotel ?!!! *ÜRG* ;/

  64. 64

    bravo, bravo, sehr gelungen :)

  65. 65
  66. 66
    Feele

    rofl – genial! DANKE! ;)

  67. 67
    haysner

    warum habe ich eigentlich grad appetit auf ein kleines würstchen? einfach in die pfannne gehauen und noch senf dazugeben. bleibt einem prima im hals stecken.

  68. 68

    „alte Pornofilme von Tokio Hotel“ … ich kann nicht mehr :D

  69. 69

    na wie geil ist das denn!?! das interview sollte schule machen!

  70. 70

    Bingo! (lacht laut, klopft sich auf die Schenkel und verschluckt sich an seiner warmen Milch)

  71. 71
    Hektor

    Gibt es Pernod-Suchhunde oder Campari-Suchhunde? Nun ja, irgendeiner dieser Suchhunde mit Spezialgebiet würde jedenfalls fündig werden beim guten Jugendwächter Junkersdorf. In seiner Zeit als Mobbing-Chief bei Bild.de hatte er sein ganz großes Erlebnis an einem gewissen 11.09. Das Ereignis flimmerte vom Bildschirm und der sportliche Tom sprang fast auf den Tisch, klatschte dabei in die Hände und jubelte: „Endlich passiert was.“ Empörte Einwürfe (war nur einer) wurden von den Tom- und Kaiklonen mit einem ebenso empörten Stirnrunzeln bedacht. Außer Tommy, der brachte es auf den Bild.de-Punkt: Wieso, wir sind doch Journalisten. Ah ja…..

  72. 72
    Dagger

    Wirlkich genial!

    und weil es so schön war:
    (lacht laut, klopft sich auf die Schenkel und verschluckt sich an seiner O-Saft-Schorle)

    Voll P0rn0 :-)

  73. 73
  74. 74

    Die „BRAVO“ wird also derzeit von einem geführt, der früher in der Sensationsabteilung der „BILD“ war?!

    Wie gut, dass ich die BRAVO in meiner Jugend schon ätzend fand und meine pubertierenden Schwestern mir gleichtun.

  75. 75
    Matthias

    Interessanter Beitrag

  76. 76
    tzaduk

    Nachdem sich hier die ganze Welt einmal verschluckt hat (an den unmöglichsten Sauereien – Kaba mit Erdbeergeschmack, pfuideibel), frage auch ich mich: Was kommt danach? Kann man das Ganze nicht vielleicht als Leserbrief an Bild, Bildonline, Bravo… und den Spiegel schicken?
    Jedenfalls großese Kino. Denn manchmal braucht die Wahrheit einen Mutigen, der sie ausspricht…

  77. 77
    Peter Klein

    Naja. So doll waren die ersten erdachten Antworten ja nicht, den Rest und die Kommentare hab ich daraufhin nicht gelesen. Wahrscheinlich mag ich solchen hohlen Humor nicht. Damit habe ich aber auch im TV Probleme. Was aber bedeutet, dass Ihr mainstream-tauglich seid. Glueckwunsch!

  78. 78

    Wir sind schon lange Mainstream-tauglich, das ist ja keine Kunst. Still sind wir aber erst, wenn wir der Mainstream sind!

  79. 79
    leo

    „Wir sind schon lange Mainstream-tauglich, das ist ja keine Kunst.“

    Genau, weil Kunst ist ja nicht Mainstream-tauglich. ;) ^^

  80. 80

    Kommt auf die Kunst drauf an! ;)

  81. 81
    Benni

    *lacht, verschluckt sich an seinen Oberschenkeln und klopft sich auf den Campari-O*

    Geniales Interview.

    @ Peter Klein: Danke, freut mich dass wir Mainstream-tauglich sind… auch wenn ich mich ehrlich gesagt frage, wie du drauf kommst, da ja zB Bild, Tokio Hotel etc Mainstream sind, ebenso wie Klingeltöne, Jamba, etc…
    Danke dir schonmal für die Erklärung : )

  82. 82

    You made my day ;-)

  83. 83

    Nur drei Worte: Oh mein Gott!

  84. 84

    Auch mir gefällt das sehr gut. So viel Polemik muss sein. Ich find ja schon den Bildblog viel zu sachlich (wenngleich gut).
    Bravo hat nie eine Rolle in meiner Jugend gespielt, ich wurde durch meine Eltern und den Biounterricht aufgeklärt (mittlerweile halte ich mich da bei http://www.leute-mit-durchblick.de auf dem Laufenden). Insofern kann ich wenig beurteilen, was da abgeht, aber wenn schon so jemand da das Sagen hat…
    Da braucht mir keiner kommen mit journalistischer Sorgfalt, sowas gehört einfach in Grund und Boden gebrannt, und sei es eben nur verbal.

  85. 85
    GrinsiOhneHirn

    Also irgendwie haben es die Zeitungen die mit B anfangen. Da gibt es „Bild“, die „BZ“ und die „BRAVO“. Es muß irgendwie einen Grund geben warum solche Typen wie dieser … (mir ist der Name entfallen und ist ja eh nicht wichtig) bei seinen Bewerbungen für einen neuen Job nur im Branchenregister bis „Bravo“ gekommen ist.

    Ne ganz andere Frage ist, warum wird sowas bloß angestellt. Mir wäre es peinlich als Eigentümer einer Zeitung einen solchen geistigen Tiefflieger als Angestellten zu haben. Der dürfte bei mir die Lagerhalle fegen. Aber egal und Schwamm drüber.

    Ich träume manchmal davon, solchen Leuten mal das an zutun was sie in ihrer Laufbahn anderen an taten. zB „(ich kann mich immer noch nicht an diesen unwichitgen Namen erinnern) schrieb beim Abitur ab!!“ oder “ (Wie war noch der Name von dem Typen?) pinkelt im stehen!!“ das ganze dann 12 Mio. unter die Leute gebracht 4 Wochen schon aufgekocht und dann tief, sehr tief ins Gedächnis der Nation gebrannt. Ich glaube der nächste Job wäre dann Eintänzer in der Fischbratküche oder so.

    In diesem Sinne. Gut Tasta und immer voll auf die 12! Die brauchen das!

  86. 86
    snlr

    Nette Idee, aber so? Plump, unlustig usw.

  87. 87
    LianLi

    Mein Senf zu dem Blog:

    S U P E R ! ! !

    Besser und treffender hätte man die Bild und Bravo Redakteure nicht beschreiben können. :-)

    Weiter so! :-)

  88. 88
    Nico

    Ich geh kaputt!! *rofl*

    Man darf garnich daran denken, dass sich sicher viele Bild-Mitarbeiter fragen wo da der Witz ist.

  89. 89
    messor

    würde kalkofe noch leben, dies‘ wäre sein auftritt; in beiden rollen…
    sehr gutes drehbuch! (thumbup)

  90. 90
    Tine

    einfach nur scheisse is sowas

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