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Die Kunst des Essens

bassermann

Die Konzeptkünstler des Projekts Sonnen Bassermann stellen Objekte her, die echtem Essen täuschend ähnlich sehen.

Sie folgen der Tradition Marcel Duchamps, darüber hinaus ist ihre Arbeit als Ergebnis ihrer Reflexion über den Themenkomplex Mensch-Nahrung-Kultur-Konsum zu verstehen.

Ihr Motto „Beinahe Essen“ ist Günter Wallraffs Buch „Ganz unten“ entlehnt, in dem es über McDonald’s-Angestellte heißt:

Einige Kollegen, die nicht so gut Englisch verstehen, glauben, „Fast-Food“ hieße nicht „schnell“, sondern „Beinahe“-Essen.

Zu sehen sind die Objekte in ausgewählten Supermärkten.
„Nur tatsächlich essen sollte man sie nicht“, sagte ein Sprecher der Gruppe.
„Wir wollen schließlich nicht, dass es unserer Kunst so ergeht wie Beuys‘ Fettecke.“

bassermann2

24 Kommentare

  1. 01
    westernworld

    was den fertigfraß angeht ist sonnen -basserman noch oberliga, erasco oder aldi handelsmarken, da kann sich dann der echte nehbergjünger beweisen.
    davon wird einem, nähmlich mir, ganz besonders schlecht.
    mexikanischer feuertopf- einfach unvergesslich.

    aus aktuellem anlaß möchte ich auch zum nachdenken über die qualität der fleischeinlagen in solchn zubereitungen anregen.

    und vergeht’s euch ? mir auch.

    der gag ist auf jedenfall gelungen, in jeder bedeutung des wortes.

  2. 02
    Peter H. aus B.

    Wer isst denn auch so was? Nur Wahnsinnige, oder?
    Und billig sind die Fertigmahlzeiten ja auch nicht gerade.

    Ekelhaft….

  3. 03

    der ganze fertig fraß ist doch eh nur gefärbtes glutamat

  4. 04

    Ach ja, da kommen auch bei mir Erinnerungen (nicht nur die) hoch. Als es mal schnell gehen musste in der der Mittagspause habe ich mich zu einem Fertigessen aus der Handelskette mit den zwei „L“ hinreissen lassen.
    Eigentlich sollte es sich dabei um Cevapcici mit Reis handeln. Geschmacklich kam das ganze Hundenahrung doch sehr ähnlich. Und auch die Fleischbeilage war war konsitenz und farbgebung betrifft offensichtlich dem Hunde entlehnt.

    Guten Appetit.

  5. 05
  6. 06

    400000 (Mark?) Schadensersatz . . .
    Bei Beys fällt mir immer eine Szene aus einer Dokumentation ein, in der er zusammengefegten Demonstrationsmüll ausstellte und nun überlegte wie er den Besen zum Müllhaufen drapieren könnte, während sein schwarzer Helfer, gelangweilt an der Wand lehnend, Zigarette rauchend, seine Kippe auf die „Kunst“ abaschte.

  7. 07

    …und dazu das passende einwickelpapier…oh yes, these are the new york times…(where rats soul…?)

  8. 08

    …ach so, und dieser beuys, der konnt ja nich mal richtich maln, nich so wie die früher, das war kunst, nicht so mit müll und so. jawoll.

    noch jemand ´n hohes C.?

  9. 09

    Wer essen will, ohne sich auf die Kochkunst zu verstehen, wird über die dargereichten Speisen kein sicheres Urteil fällen können.
    – Platon

  10. 10

    Fettecke ist doch eigentlich ein super Name für ein Fertigessenprodukt.

    Chris

  11. 11
    Jander

    Mmmmmh Mononatriumglutamat. Lecker lecker!

  12. 12
    Bernhard Möllemann

    Wie hieß doch die Gruppe Künstler, die Objekte herstellen, die echten Fußbällen täuschend ähnlich sehen?

  13. 13

    Es war das Kind, in „Des Kaisers neue Kleider“, welches die Lüge enttarnte . . . und nicht Platon.

  14. 14

    Irgendjemand hat’s ja augenscheinlich ganz gut geschmeckt, was da serviert wurde? Die Mühe, es auf einen Teller zu geben, hätte man sich ja schon machen können. Ich bin bekennender Fertig-Gericht-Möger….

  15. 15

    „Der mit Papier voll gestopfte, transparente Sack soll laut Metzger die Vergänglichkeit und „žSelbstzerstörung“ jeglicher Kunst darstellen.“

    Na da sollte man die Putzfrau nicht tadeln sondern ob der konsequenten Weiterführung des Gedankens gleich mal ein paar 100.000 EUR rüberwachsen lassen.

    Sie hat den Gedanken des Künstlers nicht nur verstanden, sondern auch aufgegriffen und schlussendlich die Vergänglichkeit zur letzten Konsequenz werden lassen.

    Der Sack selbst zerstörte sich aus seiner Anmutung heraus selbst, wobei die Putzfrau nicht nur einem Künstler gleich, sondern vielmehr gottgleich diese vom Sack selbstgewählte Bestimmung vollbrachte.

    Damit führt sie nicht nur den Gedanken des Künstlers weiter, sondern stellt die Thematik Erschaffer = Künstler = Gott in das Zentrum ihrer Aktionskunst.

    ;-)

  16. 16

    Tja, so ist das Leben ohne Kühlschrank ;)

  17. 17

    Also den Erasco Nudeltopf find ich Klasse. :p

  18. 18
    Stefan

    Fettecke! made my day :)

    aber ich sehe das wie Andreas, Die Putzfrau hat das Kunstwerk vollendet. Ohne sie wäre es stets unbeachtet, langweilig und unverstanden gewesen. :)

  19. 19

    Es fehlt, ganz eindeutig, eine Website zu Kochrezepten-außer-Haus bzw. was man essen kann wenn es keine Mikrowelle, Herdplatte oder Küchenzeile im Messe-Zimmer gibt.

  20. 20
    Malte

    Kochen ohne Mikro oder Herd, also mit Bunsenbrenner?

  21. 21
  22. 22
    Dagger

    Pasta geht so schnell, lecker, preiswert. Da lieber 7 Tage die Woche Pasta!

    So, ich mach mir jetzt Frühstück ;-)

  23. 23
    SchuldigGrobenUnfugs

    ach, das schlemmergulasch ist doch noch sehr ansehnlich :)
    schlimm wirds erst mit dem seehechtfilet..

  24. 24

    Auch sehr gut dazu passend:
    Das Geheimnis der Mensa: http://rolfhub.de/graphics/fun/fix.jpg

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