11

Isolde calling

isolde

In einem völlig anderen Zusammenhang kamen wir just auf die unvermeidbare Isolde Ohlbaum zu sprechen, eine Frau, die mich, ohne dass ich ihr je begegnet wäre, verfolgt, seit ich Bücher ohne Bilder lese.

Auf deren Rückseite findet man nämlich häufig ein Portrait des jeweiligen Autors, das fast immer von der unvermeidbaren Isolde geknippst wurde.

Die unvermeidbare Isolde wurde zum familiären Synonym für schriftstellerischen Erfolg: „Johnny, Telefon! Is‘ für dich.“
(Hand auf die Sprechmuschel und verschwörerisch wispernd):
„Isolde!“
und ein shocking Erfolg war mir sicher (natürlich war’s wieder nur 3Sat).

Heute also musste ich wieder mal erklären, wer denn d. unv. I.O. sei.

Um die Bedeutung dieser (unv.) Fotografin zu ermessen, besucht man am besten auf ihrer Seite das Portrait Archiv. Dort findet man etwa 700 klangvolle Namen, alphabetisch sortiert von Allende und Auster bis Zappa und Zuckmeyer, oder (nehmen wir einfach mal das P)…

Kathrin Passig!

Kathrin,
Isolde, die Unvermeidbare, kennt deine Telefonnummer!

Jetzt kann eigentlich nicht mehr viel schief gehen und: Es sei dir gegönnt!

11 Kommentare

  1. 01

    Du weißt, du hast es geschafft, wenn (d. unv.) Isolde klingelt..

  2. 02
    martin

    Das ist ja unglaublich. Morgen verkaufe meine Fotoausrüstung und bestelle mir ein neues Telefon.

  3. 03
    sunny3d

    Isolde Ohlbaum…

    Pamuk, Passig,Pilcher, Probst…

    Irre – da ist es wirklich schnuppe, wen man im Regal zu stehen hat.

    „Guten Tag, Ohlbaum.“

    „Grass, Hallo.“…

  4. 04
    heidrun

    mmhh… ich find die nicht so toll. mag auch daran liegen, dass man die bilder nicht ordentlich angucken kann (oder bin ich zu doof?). und die seite ist ja wohl ein alptraum.

  5. 05

    Ich hatte die Ehre, dieser Dame persönlich zu begegnen (nein, ich musste nicht Portrait-Sitzen). Mir war sie nicht besonders sympathisch wie sie so divaesque über ihrer Brille ihre Kommandos nuschelte…

  6. 06
    leo

    Sie hat auch ein tolles Katzenbuch gemacht. ^^

  7. 07
    croccofixio

    wow, sogar simmel!!!

  8. 08
    Erik

    „¦ komisch, warum sind die Websites von „žKreativen“ oft so dröge und antiquiert? Da vergeht einem die Lust von Madame fotografiert zu werden. Bin ich froh, daß ich kein Schriftsteller bin.

  9. 09
    leo

    @#8: warum klingt es so schräg, wenn maler singen. warum sieht es so fies aus, wenn musiker malen? gute websites zu machen ist eine kunst für sich, die neben gestalterischem talent auch technisches knowhow vorraussetzt. mitunter fehlen den künstlern nicht nur diese spezifischen fähigkeiten, sondern sie können auch nicht einschätzen, ob das, was sie bezahlen gut ist. und ausserdem kann ‚professionelles design‘ auch hässlich aussehen. ;)

  10. 10
    Erik

    @ leo
    Eigentlich geht es mir thematisch eher darum, daß Profis (gerade aus dem kreativen Bereich) oft nicht die Meinung von Profis aus anderen Bereichen akzeptieren. Sei es bei der steinzeitlichen Anmutung der Website oder dem Isolde-Schriftzug. Sieht aus, wie selber entworfen. Aber eine Meinung zu den Bildern wird (ohne die Dame zu kennen — alles reine Hypothese) bestimmt nur akzeptiert, wenn es eine Zustimmung ist.

  11. 11
    leo

    @erik: volle Zustimmung ;)

Diesen Artikel kommentieren