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Rekordhalter

Auf meine Ehrenurkunde vom Schulsportfest 1986 bin ich immer noch stolz. Das war das erste und letzte Mal, dass ich irgendetwas besser gemacht habe, als andere in meinem Alter. Damals habe ich die Kugel in Urkundenweite gestossen.
Jetzt ist mir wieder so etwas ähnliches passiert. Wieder bin ich Rekordhalter. In der jüngeren Geschichte dieses Blogs ist das noch nicht vorgekommen: Ein vor einer Woche veröffentlichter Artikel blieb unkommentiert. Nichts. Keine Reaktion. Null. Bis die Spam-Trackbacks kommen. In zwei, drei Tagen vielleicht.

Glückwünsche nehme ich hier wie dort entgegen.

34 Kommentare

  1. 01

    Hehe, Willkommen in der Welt der Beta- bis Gammablogger ;-)

  2. 02

    Warum hab ich jetzt erst Gammelblogger gelesen?

  3. 03

    Ich hoffe es kommentiert auch keiner mehr. Ich finde, der Rekordartikel sollte, so wie er ist, erhalten bleiben. Als Mahnung.

  4. 04

    Als Mahnung wofür? Nicht am Leser vorbeizuschreiben? Mahnung dafür, den Leser nicht zu überschätzen? Mahnung dafür, endlich damit aufzuhören, Leser für Themen begeistern zu wollen? Mahnung an mich, das mit dem Bloggen vielleicht dann doch endlich sein zu lassen?

  5. 05

    Ist mies ne, wenn man Herzblut reinsteckt und am Ende sich keiner für so stark interessiert, dass es 2 Klicks und paar Tastendrucke wert ist :o)

    Ich kenn das, ich kenn das…

  6. 06

    Als Mahnung dafür, dass es tausende unterschätzte Blog-Postings im Web2.0 gibt.

    „Grab des unbekannten und unbeachteten Blog-Postings“ ;-)

  7. 07

    Lol, … so gehts manchen Bloggern – wie etwa mir – die ganze Zeit über. Man schreibt, versucht (teilweise) kreativ zu sein, und will die Leute animieren – doch keine Sau scheint’s zu interessieren ;-) Viele verlieren irgendwann die Lust, wenn kein Mensch etwas kommentiert, obwohl man wirklich gute und interessante Themen aufgreift.

    Ich kannte einige (junge) Blogger, die nach drei bis 4 Monaten einfach die Lust verloren. Sie hatten Besucher, kommentierten auch fleisig bei anderen, doch bei ihnen? Null. Nada. Einfach nix.

    Soetwas kann ziemlich frustrierend sein, da man manchmal auch einfach keine Ahnung hat worans liegt. Ist’s die schlechte Schreibe, wirkt man unsympathisch oder hat es vielleicht was mit der Kaffeemarke zu tun, die man drinkt?

    Tja, wer weiss?

  8. 08

    Naja, es war halt ein Hinweis auf etwas, das nicht von dir war. Ist ja jetzt nicht unbedingt so kommentierenswert, den müsste man dann ja direkt bei der Riesenmaschinistin abgeben, oder beim DLF.. Was soll’s? Kommentarzahlen sollten ebensowenig als Schwanzvergleich dienen, wie Klicks, Einschaltquoten und Verkaufszahlen.

  9. 09

    So, jetzt haben wir dir selbst das ein bisschen kaputtgemacht xD

    Naja, dann weißt du vielleicht auch mal, wie es uns kleineren Bloggern so geht. Ich komme zwar durchaus auf ne konstante Leserzahl, aber wenn kommentiert wird, ist ein bisschen Zufall. Am Anfang hat’s mich auch n bisschen frustriert, aber was soll’s, solange es für einen selber Spaß macht, was zu posten, ist doch alles gut.

    Sag mal, könntet ihr nicht mal nen Podcast machen, so wie anno irgendwann, als Johnny auch mal ein paar Tage nicht da war? :-)

  10. 10

    War nicht ernst gemeint mit der Mahnung. Ich dachte nur, wenns schon ein erwähnenswerter Rekord ist, dann sollte der auch unbeflekt bleiben….

  11. 11

    ganz schön hart alle hier

  12. 12

    übrigens, da kann man sehen, dass man in so einem fall den beitrag einfach mal wiederverwerten kann. man muss ihn einfach nur mal anders verkaufen. harald schmidt hat mal gesagt, man muß nur lange genug im business dabei sein, dann hat man erfolg. in diesem sinne, weiter die kugel stoßen.

  13. 13

    früher galt „no comment“ als cool. deshalb gab es auch eine gleichnamige sockenmarke (z.B.).

  14. 14

    tja, auch ein grimme online award gewinner gerät mal ins straucheln :P

    ich als „juger“ blogger kenne das mit den besuchern und kommentatoren nur zu gut … es gibt nicht viel empirisches, aber ich möchte gerne noch auf die fonk – „wie ich blogge?!“ studie verweisen:
    http://www.fonk-bamberg.de/
    (aber kennt ihr ja eh schon alle ^^)

  15. 15

    Um Missverständnissen vorzubeugen: Nur im Vergleich mit den Mitautoren (Malte, Max, Rene, Holgi) entsteht dieser „Rekord“.

  16. 16
    michael

    Also ich hab mir „Postpatriotischer Partyotismus“ damals angehört. Angesichts der Tatsache, dass ich weder alle Spreeblick-Artikel immer lese, noch allen Empfehlungen folge, durchaus also was besonderes. Sogar noch mehr, ich kann mich auch jetzt noch sehr gut daran erinnern.

    Problem ist, dass das ganze eben nicht von dir ist und eben Ton. Ich hab’s spielen lassen, und Spreeblick einfach geschlossen. Und wer hat dann noch Lust zum kommentieren zurückzukommen? Das vergisst man dann einfach. Obwohl der Text durchaus kontrovers genug für Kommentare wäre.

  17. 17

    nur so mal in die runde geworfen:

    „so muss man wohl bei vielen Bloggern von einem medialen Autismus ausgehen.“
    hier gefunden:
    http://www.nzz.ch/2006/09/15/em/articleEGRUX.html
    gruß albert

  18. 18

    ich bin ein gammelblogger und ich stehe dazu.

  19. 19

    ujujuj, und noch was interessantes gefunden: http://www.fonk-bamberg.de/
    um es mal auf die akademische höhe zu hiefen.

  20. 20
    leo

    Wie man sich einen Publikumsmagneten baut musst du wohl noch lernen ;)
    Frag am besten mal Tanja – ich erinnere da an den „Wie spät?“-Beitrag. Der war ja (trotz minimaler Wortzahl und überschaubarem Rechercheaufwand) ein gigantischer Erfolg (~100 Kommentare).

  21. 21

    @leo: ja, von tanja zu lernen heisst siegen lernen
    @albert: die fonk-arbeiten sollte man mal gelesen haben, wie uebrigens auch das „grosse“ buch von jan schmidt ueber weblogs.

  22. 22

    bäh, bücher, ich bevorzuge onlinetexte. aber danke für den tipp.

  23. 23

    Was will uns der Autor eigentlich sagen? o0

    PS: Ich bekomme auch kaum Kommentare. :o(

  24. 24

    kommentare sind überbewertet.

  25. 25

    gucke mal, auf http://www.web-zwei-null.de gibt es eine kurze zusammenfassung von dem forschungsbericht. gruß albert

  26. 26

    Ja, klar das stimmt. Viele Kommentare sagen ja nicht unbedingt viel über die Qualität oder Witzigkeit eines Artikels aus.

  27. 27

    So kann ein Artikel scheiße sein, irgendeiner nen Kommentar dazu machen, der nen ganz interessanten Gedanken verfolgt und schon gehts los ;-)

  28. 28

    ist auch meistens so, oder? im grunde genommen geht es doch um das gespräch.

  29. 29

    Zu dem Rekordartikel fällt mir auch nach eingehender Prüfung kein nennenswerter Kommentar ein.

    Den hat Du einfach in ein Vakuum reingeschrieben. Thema verfehlt – Setzen 6.

  30. 30

    Gammelblogger… hehe… analog dazu könnte man auch das Gammelfleisch als Gammafleisch bezeichnen. :-)

  31. 31

    hehe, nicht schlecht. döhner 2.0 in der gammelphase. jetzt auch mit unserem neuen gammelblogger http://www.döhnerblick.com

  32. 32
    oehi

    Wo steht denn geschrieben, daß die Qualität mit der Anzahl der Kommentare korrelieren muss?
    Manchen sehr guten Dingen weiß ich häufig nichts gutes hinzuzufügen. (Kommt bei Spreeblick übrigens häufiger vor)

  33. 33

    ich stimme meinem vorkommentator uneingeschränkt zu. manche posts sind eben einfach so stichhaltig, daß dem nichts mehr hinzuzufügen wäre.dies sehe ich bei diesem post genauso, wollte ich nur mal kurz erwähnen (war dieser beitrag nun irrational?)

  34. 34

    Ein guter Zeitpunkt, mal wieder die Spreeblick-E-Mail-Benachrichtigungen-bei-neuen-Kommentaren aufzuräumen …

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