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Weltfußballer 2006

Adriano (Brasilien): Bei der WM nicht weiter in Erscheinung getreten, in seinem Verein in der Krise: Zählkandidat.
Michael Ballack (Deutschland): Selbstopferung ist ein hoher Wert, dürfte aber für eine Jury uninteressant sein.
Gianluigi Buffon (Italien): Ist ein Torwart. Hinter der italienischen Abwehr könnte auch ein handelsüblicher Versicherungsvertreter ein “zu-Null” halten
Fabio Cannavaro (Italien): Im Zweikampf geschickt wie Mohammed Ali.
Cristiano Ronaldo (Portugal): Bei einer Misswahl aussichtsreich, tritt im falschen Genre an.
Petr Cech (Tschechien): Ist ein Torwart, auch Torhüter genannt, hatte aber Spieler vor sich, die ihn zwar warten, nicht aber hüten ließen. Bei Chelsea arbeitslos.

Deco (Portugal): Mitfavorit durch seine Verdienste für Barcelona.
Didier Drogba (Elfenbeinküste): Zauberhafter Verlierer mit den Elefanten, aber als Stürmer insgesamt nicht konkurrenzfähig.
Michael Essien (Ghana): Begabter Auslasser von Tormöglichkeiten.
Samuel Eto´o (Kamerun): Möglicherweise der größte Athlet unter den großen Stürmern zur Zeit.
Luis Figo (Portugal): Schreiben wir das Jahr 1995?
Gennaro Gattuso (Italien): Er bildet mit Ribery ein Ausnahmeduo in der Klasse “Rübezahligkeit”, kann aber mit dem Ball weniger anfangen als sein Gesichtsgenosse.
Steven Gerrard (England): Ist nur so teuer, weil er in einem Hochpreisland kickt. Fiel bei der WM nicht auf, hat nicht gekotzt, hatte Gelenke, hat niemandem in die Eier getreten.
Thierry Henry (Frankreich): Ein fantastischer Stürmer. Intelligent, ball- und treffsicher, Brasilienkiller.
Kaka (Brasilien): Hat bei der WM gespielt wie er heißt, ansonsten aber großartig. Besser als Ronanldinho.
Miroslav Klose (Deutschland): Ist endlich selbstsicher geworden, wandelt in den riesigen Fußstapfen Gerd Müllers, ist sogar im Mittelfeld anspielbar.
Philipp Lahm (Deutschland): Wird der beste deutsche Spieler seiner Generation werden, aber an wie viele Linksverteidiger erinnert man sich schon?
Frank Lampard (England): Hat von seiner Großmutter die Elfmeterphobie geerbt.
Jens Lehmann (Deutschland): Ist ein Torwart. Hatte erst keine Gelegenheit sich auszuzeichnen, weil der Stürmer Costa Ricas so verdammt zielsicher war. Hatte dann Frings und Ballack vor sich. Und am Ende del Piero.
Alessandro Nesta (Italien): Hat Materazzi erst ermöglicht.
Andrea Pirlo (Italien): Mein Favorit. Lenkte das italienische Spiel sicher durch die eigene Hälfte und schlug brutalstmögliche Freistöße aus dem Halbfeld. Der prägendste Spieler dieses Jahres.
Franck Ribery (Frankreich): siehe Gattuso.
Juan Riquelme (Argentinien): Wurde von seinem Trainer erdolcht.
Ronaldinho (Brasilien): Ist der zahnigste aller Spieler, hatte bei der WM aber seine Badehose vergessen.
Wayne Rooney (England): Ist in einer Sinnkrise, wenn er auch sicherlich nie die Sinnfrage gestellt hat.
Tomas Rosicky (Tschechien): Sucht immer noch seinen Pudel.
Andrej Schewtschenko (Ukraine): Spielte mit der Ukraine wie Karajan mit dem Kantinenorchester der Technikerkrankenkasse Erckenschwick: Unter seinen Möglichkeiten.
Lilian Thuram (Frankreich): s. Vieira
Patrick Vieira (Frankreich): s. Thuram
Zinedine Zidane (Frankreich): Hat sich selbst aus der Wertung genommen, tritt aber bei der WM im Thaiboxen an.

13 Kommentare

  1. 01

    “Andrea ist Weltfussballer 2006.” – Wirft sowas nicht infantile Fragen auf?

  2. 02

    Laut Wikipedia-Eintrag in einem Weltmeisterschaftsjahr ja niemals ein
    Nicht-Weltmeister ausgezeichnet worden. Tippe deshalb auf Cannavaro,
    da nach zwei Jahren Ronaldinho wohl mal wieder ein eher
    akkurater Haarschnitt bevorzugt wird.

  3. 03

    Zu schade, dass Eto’o nicht bei der WM dabei war. So hat er wohl keine Chance…

  4. 04
    Noir

    Muss dir zustimmen was Pirlo angeht, vom Typ her sollte er eigentlich prägend sein für zukünftige Generationen von Spielmachern. Sofern man bei defensiven Mittelfeldspielern davon sprechen müssen. Allerdings gehört zum Pirlo sowohl in Nationalmannschaft als auch Verein ein Gattuso, der ihm den Rücken durch “einschüchtern” des Gegners freihält. Ohne Gattuso käme Pirlo sicherlich nicht so zur Geltung.

    Ich Glaube persönlich das der Hauptgrund für das Ausscheiden im Halbfinale war, das Ballack eben nicht an Pirlos Klasse (auch wegen den Verletzungen) rangekommen ist und ihm bei der Absicherung für den Spielaufbau mit Frings seine persönliche Gattusso Kopie gefehlt hat.

    P.S. Ich muss bei Linksverteidiger leider immer spontan an Paul “wir brauchen wieder einen Libero” Breitner denken. Wie bekomme ich das Weg?

  5. 05

    @Noir: “Wie bekomme ich das Weg?” – Nicht schreiben, einfach nur podcasten.

  6. 06
    pierrot

    Wenn Vieira nicht pro Saison geschätzte sieben Platzverweise auf dem Kerbholz hätte, wär das mein Favorit. Strategisch großartig, zweikampfstark, ungeheuer torgefährlich (im Gegensatz zu Thuram übrigens)… Die Schlüsselposition in der WM (wenn’s sowas überhaupt gibt) war das defensive Mittelfeld. Von demher wär’s nur nachvollziehbar, wenn ein Defensiver die Wahl gewinnt.

  7. 07

    nigel de jong wird wohl nicht nachnominiert ?

  8. 08

    Hm, entweder hast du überirdische Ansprüche oder Depressionen, obwohl ich dir bei Spielern wie Adriano oder Cristiano Ronaldo durchaus recht gebe.

    Cannavaro hätte es verdient; Eto’o ebenfalls, aber leider ist WM-Jahr.

  9. 09

    Fabio Cannavaro (Italien): Im Zweikampf geschickt wie Mohammed Ali.

    [besser-wisser-modus ON]
    Der hieß aber Muhammad Ali. Grins.
    [besser-wisser-modus OFF]

    Cannavaro wird’s wohl machen. Für Eto’o ist ja noch die Wahl zu Europas Fußballer des Jahres da. ;-)

  10. 10
    giuseppe

    ohne Pirlo hätten wir ganz schön Alt ausgesehen !!!!
    D E R perfekte Spielführer !!!

  11. 11
  12. 12

    Tatsächlich: Muhammad Ali bzieht Dresche gegen Muhammed Ali, Mohammed Ali und Mohammad Ali.

    Wenigstens schickt er Cassius Clay auf die Bretter.

  13. 13

    Das ist ja eine interessante Liste, finde die Idee dafür schon sehr schön. Danke für diese Infos.Aber mein beliebter Spieler bleibt immer noch der Michael Ballack.

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