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Google Masterplan

google masterplan

Ozan Halici und Jürgen Mayer von der FH Ulm haben den Google-Masterplan in einer großartigen, wenn auch nicht ganz unbekannten Art visualisiert. (Video und mehr nach dem Klick).


Link: sevenload.com

Schade, dass es den Film (bisher?) nicht auf deutsch gibt, die Website erklärt aber immerhin die Inhalte auch für jene, die der englischen Sprache nicht mächtig sind.

Das Thema ist ja kein wirklich neues, lässt mich jedoch irgendwie immer etwas ratlos zurück, da ich zwar die Kritik lese, sehe, höre und selbst äußere, die Konsequenzen daraus und realistische Lösungsansätze aber nirgends wirklich formuliert finde.

Ich halte es bspw. für aussichtlos und albern über Boykott zu diskutieren, denn abgesehen davon, dass sich eine Verweigerung im Mainstream (und um den geht es, sonst bräuchte man sich über Google nicht den Kopf zu zerbrechen) nicht durchsetzen wird und somit relativ effektlos bleiben wird, ist das Geschäftsmodell von Google viel zu klug. Und: Ich will Google gar nicht boykottieren. Ich möchte das Unternehmen und die von ihm gesammelten Daten nur nicht unkontrolliert wohin auch immer marschieren lassen. Und ich verlange eine gewisse eigene Kontrolle der Daten, beispielsweise die von mir initiierte Löschung, wenn ich einen Service nicht mehr nutze. Das alles bitte genauso leicht wie die Anmeldung, danke.

Gmail, GoogleDocs, GoogleMaps, GoogleNews, Adsense etc. sind ja grundsätzlich alles keine per se „schlechten“ Dienste und zudem sehr Web-like umgesetzt. Ich persönlich halte Adsense für einen nicht zu unterschätzenden Motor des Webs der letzten Jahre und für eine tolle Idee und habe grundsätzlich eher wenig Probleme damit, dass mich ein Unternehmen, welches mir einen Haufen kostenfreier Services anbietet, dafür mit Daten bezahlen lässt. Ich nutze Gmail bspw. nie für wirkliche „Geschäftmails“, sondern ausschließlich für Kommunikation, bei der mir ziemlich egal ist, dass Google diese auswertet. Auch dass die GoogleAds, die wir hier lange genutzt haben, Spreeblick durchforsten und auswerten muss ich in Kauf nehmen, wenn ich den Service nutzen will.

Nicht die Datensammlung hat uns bewogen, GoogleAds vor etwa zwei Wochen von der Site zu nehmen, sondern die mangelnde Qualität der hinter den Ads stehenden Unternehmen sowie die nachlassenden Einnahmen. Abgesehen von immer wieder auftauchenden indirekten Spam- und Dialer-Links, auf die uns regelmäßig LeserInnen hinwiesen und die wir dann jedes Mal in unsere schon recht pralle Blacklist bei Adsense eintragen mussten, sind die verlinkten Sites meines Erachtens einfach oft wertlos für denjenigen, der sie dann aus Neugier doch mal angeklickt hat (was wiederum dazu führt, dass man sie nicht mehr anklickt).

Desweiteren braucht ein Blog für halbwegs relevante Einnahmen durch Adsense bewusst Google-optimierte Titel, wozu wir einfach keine Lust haben, denn wir schreiben in erster Linie für uns, dann für euch und ganz sicher nicht für Adsense. In den ersten Monaten mit Adsense hatte Spreeblick etwa 10 Euro Adsense-Einnahmen am Tag (nicht schlecht, finde ich), in den zwei Grup-Tekkan-Wochen verdreifachte sich diese Zahl (bei etwa dreißig mal so vielen Visits wie sonst üblich!) und in den letzten zwei Monaten ging es so bergab, dass man es auch sein lassen kann. Man kann sicher viel mit der Positionierung der Ads experimentieren, aber ich halte die mangelnde Qualität der verlinkten Sites und den damit fehlenden Nutzwert für LeserInnen für den Hauptgrund, warum sich (bei uns!) niemand für die GoogleAds interessiert.

Die Tatsache, dass sich jeder Nutzer mit dem Daten-Preis, den er für freie Web-Dienste bezahlt, auseinandersetzen und danach selbst entscheiden muss, ob er Dienste nutzen mag oder nicht, gilt es ohne Unterlass zu kommunizieren, denn sie gilt (nicht nur bei klar kommerziellen Anbietern) netzweit und betrifft die MySpaces, GMXe, Yahoos und Xings dieser Welt ebenso wie Google, wobei Googles Verbreitung und Macht natürlich die Ursache für das verschärfte Augenmerk ist.

Ganz allein dem Nutzer darf diese Verantwortung jedoch nicht zugeschoben werden, denn es ist für ihn unmöglich, die Hintergründe eines jeden Geschäftsmodells zu kennen und zu evaluieren und so bleibt die Frage, wer eigentlich genau weiß und ggf. kontrolliert, was Unternehmen wie Google mit den gesammelten Daten tun. Das ist eine ernsthafte Frage, keine rhetorische.

Wer sorgt für eine wenigstens annähernde Transparenz in Bezug auf die Verwendung von Daten bei Web-Unternehmen, die sich über die Verwertung von Daten finanzieren? Wie kann ich einen Vorwurf wie jenen verifizieren, Google würde mit der CIA kooperieren?

[Video via]

45 Kommentare

  1. 01

    Gutgemachtes Video, aber vom Inhalt her etwas paranoid … Die typische Verschwörungstheorie halt.

  2. 02
    Acid

    Wenn Google sich an meinen Daten vergreift, habe ich weniger Bedenken, als wenn unser grauenhafter Staat tut:
    http://www.heise.de/newsticker/meldung/84693

    Google zensiert keine Medien, Spiele, ect.
    Google unterstützt keine Massenabmahnungen und beschließt keine fragwürdigen Gesetze, die das BVerfG dann wieder killen muss. Google übersät unsere Städte nicht mit Überwachungskameras und plant nicht, Flugzeuge abzuschießen.
    Nee – das Problem liegt wirklich ganz wo anders.

  3. 03

    Ich denke die Frage nach dem Wer da kontrolliert muss durch Was ersetzt werden. Denn Menschen sind eh aus dem Spiel, genau wie die anschliessenden Hierarchiegedanken die dazu führen zu glauben, das Politische Ämter mit Kompetenz ausgestattet werden könnten, die Einfluss auf Entscheidungsträger bei google haben würden.

    Ich glaube niemand kann google oder andere Firmen aufhalten Dinge zu tun die sie eben tun. Solange politische Verfahren immer nur national verankert werden können, ist es völlig aussichtslos.

    Statt die grossen Firmen zu kontrollieren bleibt meiner Meinung nach nur, das eben jeder sich selbst kontrolliert und beobachtet – aus einer neuen Perspektive, die eben in Information Wert sieht, wie man gelernt hat es in Geld zu sehen. Noch schmeißen wir eben damit um uns – in gedankenloser Glückseeligkeit.

    Obwohl – es gab mal Zeiten da hat man Studenten in Fragebogensessions dafür bezahlt das sie sich 10 Seiten mit sich auseinandersetzen und die Ergebnisse weitergeben. Heute schreibt man eben alles freiwillig in die Community, unter dem Vorwand so leichter Gleichgesinnte zu finden…

  4. 04

    haben den Google-Masterplan … visualisiert.

    Oder was sie dafuer halten.

    Dafuer sind da aber ganz schoen viele „could“, „might“, „xyz claims that“ und aehnliche vage Woerter drin. So hoert sich das fuer mich leider nur nach einer schoen bunten und dramatisierten Verschwoerungstheorie an. Selbst die erschliesst sich mir noch nicht ganz, denn was Google mit seinem „Masterplan“ dann am Ende erreichen will kann ich nicht erkennen.

    Eine Diktatur wo ich dem grossen Google-Meister gehorchen muss? Dass Google angeblich alles ueber mich weiss, was in sich ohne dass sie damit etwas tun noch relativ harmlos ist? Was genau ist die Gefahr die Google darstellt, von einem diffusen „die wissen ‚alles‘ ueber mich“?

  5. 05

    „Was genau ist die Gefahr die Google darstellt, von einem diffusen ‚die wissen alles ueber mich‘?“

    Genau. Das frage ich mich auch.

  6. 06
    Lusiol

    Die Gefahr besteht allein schon darin, dass eine Vielzahl von Daten zentral gespeichert sind und einer Person zugeordnet werden können.
    Egal, ob sie dann von einer skrupellosen Firma, von Kriminellen oder durch den Staat missbraucht werden; egal, ob sie weiterverkauft, durch eine Sicherheitslücke erworben, oder durch staatliche Gewalt zugänglich werden. Aus den gleichen Gründen warnen auch Datenschutzbeauftragte vor zentralen Dateien.

    Eigentlich kann man sich nur durch die Benutzung einer Vielzahl von Identitäten und die Verteilung seiner Aktivitäten auf verschiedene Dienstleister schützen.

  7. 07

    Es ist die Frage ob die Zukunft in der Anonymität des Internets und seiner User liegt?

    Die Frage ist auch nicht ob die Massen kontrolliert werden sollten oder nicht den dies Frage ist längst entschieden!

    Ob Staat – also Geheimdienst oder soziale Kontrolle – oder einst die technische Intelligenz des Netzes selbst – das wäre die Frage.

    Was wäre den falsch an einer Internetwelt in der es keine Geheimnisse mehr gibt für Niemanden?

    Jeder der 10 000 Euro heute in die Hand nimmt kann eigentlich schon Heute über Jeden alles erfahren.

    Bei den meisten Leut` braucht es nicht einmal so viel!

    Sätze wie: „Die typische Verschwörungstheorie halt“ sagen viel über die Angst oder Sicherheitsgrenze aus aber nicht über das Tun großer Konzerne!

  8. 08
    alex.

    @acid (Post-nr. 2)
    Zitat: „Google zensiert keine Medien, Spiele, ect.“

    Das ist so nicht ganz richtig. Um in China Geschäfte machen zu können, hat Google zugestimmt, Inhalte, die der Regierung nicht passen, zu zensieren. D.h., Themen wie „Falun Gong“ oder „Massaker auf dem Platz des Himmlischen Friedens“ sind für chinesische Nutzer per Google nicht zu finden. Google zensiert also wohl, wenn es verlangt wird…

  9. 09
    peer

    ot:
    wo ist denn der wowie post?

  10. 10

    Das hab ich mich auch grad gefragt, Peer.

    Wurde soeben beantwortet, gelle ;-).

  11. 11

    Zum Wowie-Post: Mein lieber Scholli, wird Ironie, Zynismus und Humor demnächst unter Strafe gestellt oder wie??

  12. 12

    Worum gings denn?
    Ich war leider zu spät.

  13. 13

    „wo ist denn der wowie post?“ ….

    hä? …

  14. 14

    Es ging um den Besuch von Wowereit an Berliner Schulen. Link

    Ich fand den Beitrag lustig, hat sich aber nicht so abgespielt oder doch? Mein Google Reader hat den Artikel noch, soviel zum Thema Masterplan! ;-)

  15. 15

    Jedes Unternehmen sammelt Kundendaten, Google hat einen großen Kunden/Userstamm das seinen Service in Anspruch nimmt, also sammeln sie Daten. Wie gerecht oder legal das ist schert ein kleines Unternehmen auch nicht sonderlich es geht nur darum den Schein zu wahren oder eben nur sinnvolle Daten zu sammeln.

    Da Google aber das ganze automatisiert abwickelt bleibt natürlich viel mehr übrig. Übrigens hat der Film einen großen Fehler, GMail scannt zwar die Emails aber speichert keinerlei Informationen darüber ab, offiziell zumindest. Und so lange das niemand das Gegenteil beweisen kann ist es nunmal nicht rechtens solche Behauptungen zu verzetteln.

    Alles in allem hängt Google meiner Meinung nach nicht allein drin und ist nicht wirklich böse… Ich nutze die bekommen die Ergebnisse meines Services, wers nicht mag es gibt genug Emailanbieter, Bloganbieter, SocialNetworking, FlashVideo und sonstige Services die nicht Google gehören, und irgendwann werden wir sowieso wieder Mailbox ähnliche Netzwerke haben dann aber 10MBit Anbindung von Haus zu Haus als verschlüsselte VPNs…

    Grüße Anselm

    PS: wer diese Art von animation mag wird auch „What Barry Says“ mögen, das widmet sich zwar eher der amerikanischen (Kriegs-)Politik ist aber mindestens genauso anzuschauen: http://www.knife-party.net/what_barry_says.html (runterscrollen!)

  16. 16

    @Acid: wenn der dorfpolizist meine tochter vergewaltigt ists mir auch lieber, als wenns der kommerzgeile pederast von gegenüber macht…!
    @winfried aus chemnitz: „Alles in allem hängt Google meiner Meinung nach nicht allein drin und ist nicht wirklich böse“¦“ Böse vllt nicht, aber bestimmt clever. Ist die Frage, was die größeren Auswirkungen auf mich und mein Internetleben haben wird. Da wär mir manchmal stumpfes Böse lieber. So wie M$ jahrzehntelang dankbar diesen Stereotyp ausfüllt, und dadurch relativ leicht zu diskreditieren war, wirds in dem Fall ungleich schwerer werden – sollte es nötig werden.

  17. 17

    Ich habe oben gelesen, dass Ihr hier keine google-Adsense-Werbung mehr einbledent. Also habe ich mal den Intenet Explorer gestartet, in dem die Werbung bei mir nicht geblockt wird (weil ich nicht weiß wie das in dem Ding geht und ihn ohnehin nicht benutze). Nun habe ich gesehen, dass ihr amazon.de Werbung einblendet. Amazon ist auf jeden groß, bekannt und beliebt. „Seriös“ eben. Aber; Wieviel mehr bringt das denn?
    Und wo ich gerade schon fragen stelle…. Wieviel verdient ihr überhaupt mit dem Blog? Wieviel müsst ihr ausgeben? Wieviel würdet ihr ausgeben, wenn ihr eure Autoren bezahlen würdet? Wie und wieviel verdient ihr mit der (im taz-Artikel erwähnten) Marke spreeblick?

  18. 18

    Für mich ist das Problem eigentlich nur die Google-Suche. Alles weitere: Ich zahle einer Firma monatlich einen Betrag, habe dort meinen Webspace und mein Postfach usw. Ganz einfach – nur nicht kostenlos. Aber warum soll man auch alles umsonst kriegen?
    Die Suche ist das Problem, das Monopol über die Orte des Wissens. Früher ging man in die Bibliothek. Heute fragt man Google. Doch das Ranking ist eine Blackbox und es ist theoretisch ein Leichtes, bestimmtes Wissen vor der Masse zu verbergen. Die Konkurrenz… kommt nicht durch.

  19. 19
    alex.

    @herr hun (nr. 19)
    Dein Vergleich ist einfach nur geschmacklos.

  20. 20
    Acid

    #10 alex. – das haben wir hier in good ol‘ germany auch – Stichwort „Chilling Effects“. Google wird auch von unserem Gesetzgeber gezwungen, uns div. Informationen vorzuenthalten. Darauf wollte ich hinaus: nicht Google zensiert, es wird zensiert. Je nach Land mehr oder weniger massiv. Und Deutschland muss sich hinter China nicht mehr lange verstecken, das zeigt die Entwicklung mehr als deutlich.

  21. 21

    „Genetic Data“ – etwas übertrieben. Aber ansonsten finde es auch nicht gut, dass Google die (persönlichen) Daten schluckt.

  22. 22

    Robert, die amazon-Links unterscheiden sich ja stark von den GoogleAds. Während Google für jeden Klick zahlt, schüttet amazon eine Provision aus. Leser, die uns etwas gutes tun wollen und sowieso etwas kaufen wollten, tun das über unsere Links, ansonsten ändert sich nichts (sie zahlen nicht mehr und wissen, was nach Klick auf sie zukommt). Das, was für uns bleibt, ist okay, einen Laden kann man davon aber nicht finanzieren, das würde nicht einmal die Miete zahlen.

    Wieviel tatsächlich in guten oder schlechten Monaten oder übers Jahre gerechnet zusammenkommt werde ich ganz sicher nicht veröffentlichen, da es niemand bewerten kann. Dazu müssten schließlich auch Ausgaben gelistet werden und Arbeitszeiten und ich sehe keine Veranlassung, das alles zu veröffentlichen, mich intressiert ja auch nicht, wieviel die einzelnen Leser verdienen.

    Aber: wir können inzwischen von dem wilden Mischmasch, den wir hier machen (Merchandising, Toni CD, amazon, Betreuung anderer Sites, etc.) leben. Und das ist das wichtigste für uns.

  23. 23
    Van Fonsing

    Der Unterschied zwischen Google und Amazon?

    Während Google auf Wunsch von Regierungen Informationen unterdrückt, sammelt Amazon persönliche Daten um sie u.a. an die CIA weiterzugeben.

    http://www.heise.de/tp/r4/artikel/16/16039/1.html

    Aber Hauptsache, man kann sich mit Adwords oder Amazon Affiliate Links auch weiterhin die eigene Schere im Kopf finanzieren …

    Ene, mene, meck, bin schon weg ….

  24. 24

    Sehr interresantes Ding…

  25. 25
    mego

    gerüchteweise gibts hier keine google ads mehr weil spreeblick aus dem „affiliate“ programm rausgeflogen ist – for good
    aus gründen die nur google kennt – vielleicht hat einer zu oft von derselben IP auf die linx gelixt wer weiss
    gerüchteweise könnte das team die paar kröten gut gebrauchen, auch wenns eigentlich mit dem alg2 verrechnet werden müsste von dem die miete und das dope bezahlt wird
    unabhängig von wahrlich diesen bösen gerüchten denk ich schon dass dritte euer ein-und ausnahmen „bewerten“ könnten, und zwar sehr gut.
    allerdings stimme ich zu dass das allein kein grund wäre das zu veröffentlichen
    und ich würd mir wünschen dass ihr eines tages wirklich ohne stütze, und ohne euch „krumm“ zu machen ‚von leben könnt.
    ja.

  26. 26
    mego

    schade eigentlich

  27. 27

    mego, ich würde dir ja per Mail antworten wenn du die Eier für die Angabe einer Adresse hättest, hast du aber nicht, also dann hier:

    – Wenn wir bei Google „rausgeflogen“ wären, hätte ich das sicher gepostet, du solltest also „Gerüchten“, die du dir offenbar ausdenkst (ansonsten: Quelle?), nicht zuviel Glauben schenken. Denk was du willst, aber das Gerücht in die Welt zu setzen, wir hätten wie die Volldeppen unsere eigenen GoogleAds geklickt und wären daher aus dem Programm (das mit „Affiliate“ nichts zu tun hat) rausgeflogen, verbitte ich mir.

    – Ich war bis vor 3 Jahren geschäftsführender Gesellschafter einer GmbH, und da du es offenbar nicht weißt: Für solche Leute gibt es weder Stütze noch ALG. Dass du es nicht weißt zeigt, weswegen ich bestimmte Dinge lieber nicht mit jedem diskutieren möchte. Als Familie haben wir zwar unsere Erfahrungen mit HartzIV, die liegen jedoch schon einige Zeit zurück.

    Ansonsten: Danke, ja, es geht uns gut. Hoffe, dir auch.

  28. 28
    mego

    sorry wegen der gerüchte und wegen der extra zeit die es gekostet hat darauf einzugehen und den link zu löschen
    ich weiss durchaus dass du mal ne nette firma hatest und auch ne durststrecke bei der die moral knapp über dem boden schleifte, und seit je mit ner ganzen menge unterschiedlicher dinge jonglierst
    ich weiss nicht ob komentare ohne email überhaupt beachtet werden sollten und nicht einfach gelöscht, aber ich denk wenn du drauf eingehst ist es doch besser das hier klarzustellen als in ner mail ?

  29. 29

    genau DAS macht spreeblick aus!
    die mischung von persönlichen erfahrungen und recherche in den artikeln und in den kommentaren. wer hier mit „gerüchten“ argumentiert, fliegt einfach auf die schnauze.
    herrlich!

  30. 30

    Das stimmt so aber nicht mit der „Stütze“. Um Sozialhilfe zu bekommen, muß man nicht angestellt gewesen sein. Im Gegenteil ist es das einzige was einem Unternehmer bleibt, wenn sein Geschäft den Bach runtergeht, weil er ja keinen Anspruch auf ALG hat.

  31. 31

    mego, schon okay. Ich verstehe nur die Motivation nie, hier Gerüchte zu verbreiten. Was ist das Ziel? Es fällt manchmal schwer, sowas nicht als direkten „Angriff“ aufzufassen.

    Schwamm drüber.

  32. 32

    fellow, ich hab damals nirgends irgendetwas bekommen. Habe dann aber meine Energie auch lieber in neue Jobs und „Projekte“ gesteckt.

  33. 33

    Das verstehe ich gut, Johnny, denn nur Anspruch auf Sozialhilfe zu haben ist einfach. Das wenige Geld von dem man ohnhin nicht leben kann auch tatsächlich zu bekommen erfordert dagegen irrwitzigen Aufwand.

    Ich erinnere mich noch gut an eine eigene Erfahrung. Das betraf allerdings nicht das Sozial-, sondern das Arbeitsamt. Ich hatte meinen Arbeitsvertrag gekündigt, um das Abitur nachzuholen. Arbeitslosengeld hätte ich nach einer Sperrfrist von drei Monaten bekommen können. Das wollte ich gar nicht haben. Ich wollte nur, daß das Arbeitsamt meine Krankenkassenbeiträge bezahlt bis ich für die Krankenversicherung als Schüler gelte. Das habe ich dem Sachbearbeiter auch so gesagt.

    Die Zahlung blieb aus. Meine Reklamation beantwortete das Amt mit der wahrheitswidrigen Behauptung, ich hätte mich nie arbeitslos gemeldet. Ich mußte letztenendes drei Monatsbeiträge selbst bezahlen, deren Höhe sich an dem Arbeitslosengeld bemaß, das ich nicht bekam.

  34. 34

    fellow, ich denke, das mit dem Verhältnis Aufwand zu Einnahme ist durchaus beabsichtigt. Hat bei mir jedenfalls gewirkt…

  35. 35

    Nett gemachter Film. Geiz scheint wirlkich geil zu sein.

    Meine DNA gehört mir!

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