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Frühstückskaffee

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Erinnert Ihr Euch noch an Nana Mouskouri? Die Brille, die immer wieder von weissen Rosen aus Athen singen musste, damals bei Oma im Fernsehen?

Daß Nana Mouskouri nach Plattenverkäufen die dritterfolgreichste Sängerin allerzeiten weltweit und eine Zeit lang im Europäischen Parlament saß, dürften die meisten ebenso wenig wissen, wie daß sie als junge Frau vor über 40 Jahren ein grandioses Jazz-Album aufgenommen hat. Nana Mouskouri in New York. The Girl from Greece sings. Produziert von Quincy Jones.

Aus dieser Zeit, als Frühstückskaffee gewissermassen, den Standard Black Coffee nach dem Klick.


Direktschwarzerkaffee

[via, via]

22 Kommentare

  1. 01

    Und erinnert sich noch jemand, dass es anno 1983 eine alternative Stadtzeitung in Hannover gab namens „Nana“? Als die drohte, Pleite zu gehen („alternativ geht schief!“) gab’s eine Spendenaktion mit dem definitiven Kalauer:

    „NANA MUSS KURIERT WERDEN“

    ;-)

  2. 02

    Danke für den Tipp! Mal abgesehen davon, dass sie ohne Brille vermutlich ziemlich scharf ausgesehen hat damals ist das eine feiner Jazz-Track. Erinnert mich ein bißchen an Sinead O’Connors Ausflug in jazzige Gefilde.

  3. 03

    Die Platte ist der Hammer, seit Jahren eine meiner Lieblings-CDs im Schrank. Ähnlich gut ist die in der gleichen Reihe erschienene „Catharina Valente in New York“. Und das mir, wo ich doch Jazzallergie habe… :-)

  4. 04

    huch… :-) da habe ich gerade kommmentar-recycling gemacht – das steht ja schon fast genauso bei joaquin… note to myself: nie vor dem ersten kaffee kommentieren.

  5. 05

    die CD ist eine meiner Lieblings-CDs, danke für das Videofilmchen.

  6. 06
    Jofe

    Das Ganze „* in New York“ war wohl ne Trilogie. Dazu gehört auch Connie Francis in New York. Nicht ganz so toll wie die anderen, finde ich, aber doch auch hörenswert (in der passenden Stimmung).

    Reinhören kann man bei iTunes. http://phobos.apple.com/WebObjects/MZStore.woa/wa/viewAlbum?id=16232268&s=143443

    Die zwei anderen Scheiben gibts dort übrigens auch.

  7. 07

    Trotz aller Sympathie für Nana finde ich ich, daß sie auf dem Bild aussieht wie Daniel Küblböck :-)

  8. 08

    Bemerkenswert finde ich die Durch-Tapezierung des Bildhintergrundes mit diesen vielen Masken, könnte da ein Ethnologe mal schnell drüberschauen?

    Grüße,
    riemer

  9. 09

    Mal eine gute Empfehlung. Bin aber hin und her gerissen: Höre sie seit Jahren selbst gerne und sorge mich bei solchen Empfehlungen immer, dass auch diese CD bald in allen Cafés läuft. Zu schade für akkustische Überalluntermalung…

  10. 10
    goldchain

    Tja Valentin, dann solltest Du Dich aber auch bei allen Street-Fashion-Blogs dieser Welt beschweren, darüber daß sie freiwilligen Hochverrat an die Modeindustrie betreiben.

  11. 11

    Ja, mache ich ;-)

  12. 12

    Schade, daß dies nun hier veröffentlicht ist, denn mit der Platte wollte ich weiterhin noch so einige Biere bei Wetten mit „Ich bin DER Musikauskennern“ gewinnen.
    Mein musikalisches highlight ist derzeit Morrissey auf deutsch.
    „Preussisch Blut, Bayerisch Herz kam in mich rein.“
    und ja, es ist schamlos sich selbst zu verlinken.

  13. 13
    goldchain

    Valentin, mach das, ich bin dabei. Jedenfalls finde ich, daß diese Musik ins Café gehört. Das war ja damals schon ne seichte Mainstreamproduktion. Die Faszination für fremdartige (weiße) Mädchen aus Griechenland, Kaffee und afrikanische Masken war meiner Meinung nach so ne Art jazziger Nachhall von 50s-Exotica, seinerzeit der heiße Scheiß in der weißen High Society, in den 60ern wo das hier entstanden ist, schon angestaubt. In den 90ern wiederentdeckt als „camp“. Und Quincy Jones ist ja sowieso großartig.

  14. 14

    Bevor ich mich jetzt in fachlichen Musikdiskussionen verschwurbele – die mir gar nicht liegen – erzähle ich nur kurz, wie überrascht Griechen sind, wenn ich ihnen von dieser CD erzähle. Und sonst: Passt ja auch gut zum Kaffee. Zum individuellen Latte Macchiato oder Galao, die unter die völlig selbst entdeckte Fliegenaugensonnenbrille geschüttet werden, passt zu Einzelgängerparkas, Bluejeans, Bloggen, Kreativität… Oh Mist, jetzt komme ich gerade schlecht drauf. Will ich aber gar nicht. Also, der Himmel ist blau, die Sonne scheint, das Leben ist schön. Nana ist gut, zumindest in New York. Cafés sind mir nun egal…

  15. 15

    Noch heute erinnern mich meine Eltern gelegentlich daran, dass Nana M. früher „die einzige Frau mit der Herrenbrille“ nannte. Die New York-Platte ist übrigens wirklich super.

  16. 16

    Ebenso verblüffend fand ich, dass Julio Iglesias als „erfolgreichster Künstler der Welt“ (Guinness-Buch) gilt. Kein anderer Einzelinterpret hat 250 Millionen Alben verkauft und besitzt 2.600 Platin- und Goldschallplattenauszeichnungen.

    Den qualitativen Vergleich mit Nana Mouskouri mag ich lieber nicht ziehen. Als Torwart (in der Juniorenmannschaft von Real Madrid) war er vermutlich besser.

  17. 17

    Lustiges Kommentarspiel:

    Wer rät die vor Nana platzierten Positionen – Wer sind Nr. 1 und 2 der weiblichen Plattenverkäufe?

    Ohne Google.

    Meine Tipps waren Tina Turner und Madonna – und nein, George Michael gilt nicht.

  18. 18

    Geil.
    Erst bei Funny van Dannen, dann hier. Zeit für Gefühle, oder was? ;-)

    Kennt ihr alle, trotzdem noch mal die Hommage zum Reinhören:
    http://www.mp3.de/musik/genre/band/010000/270612/32_90201

  19. 19

    Schöner, schwarzer, heißer Kaffee, Junge, Scheiße.

    http://www.youtube.com/watch?v=lAUIHBAxbXY

  20. 20

    Sehr schön. Wie die Mutter Nana so übrigens auch die Tochter Helena.
    Deren Künstlername ist Lénou und sie hat vor letztes Jahr einen Titel mit Laurent Voulzy aufgenommen.
    Zu sehen hier:
    http://www.youtube.com/watch?v=OU-jDINyiHg

  21. 21

    @Joel: Die muss ja sehr nach ihrer Mutter kommen, wenn sie so waghalsig ist, heuer zu versuchen, letztes Jahr einen Titel aufzunehmen. Eine Zeitreisende. Aber mal abseits davon: Auch musikalisch ist das doch recht weit weg, oder?

  22. 22

    Sehr sehr gut! Vielen Dank für den Tipp, Andreas. Kannte bisher nur Paul Kuhn, Mary Roos und Bill Ramsey als heimliche Jazz-Musiker.

    Als Empfehlung übrigens eine aktuelle „Platte“ von Dianne Reeves: Soundtrack zu „good night and good luck“, super Jazz im alten Kleid.

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