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Das ist ja der Gipfel

der grosse ausverkauf

Und noch ein Filmtipp, unter Vorbehalt jedoch, denn ich habe ihn noch nicht gesehen. Der große Ausverkauf ist ein Dokumentarfilm über die Folgen der weltweiten Privatisierung und alles, was man bisher über den Streifen lesen kann, klingt vielversprechend.

Wäre der Autor dick und laut und trüge träge tröge er Baseballmützen und wäre er Amerikaner, dann könnte er, der Film, nicht der Autor, vielleicht schon im Vorfeld für massig Furore und sogar politische Skandale sorgen. Florian Opitz ist aber nicht dick und laut und er trägt keine Baseballmützen (zumindest nicht auf den Pressefotos) und er stammt aus Saarbrücken. Also trommeln wir ganz ohne Furore für seinen Film.

Und wenn wir schon mal dabei sind: Wir grübeln hier nach einer guten Online-Aktion zum G-8-Gipfeltreffen in Heiligendamm. Dabei kann es, das liegt in der Natur der Web-Sache, vermutlich nur um Protest gegen das eingeschränkte Demonstrationsrecht bzw. um Solidarität mit den vor Ort Demonstrierenden gehen. „Online-Demos“ sind ja immer auch etwas bescheuert, finde ich, und dennoch möchten wir diese drei Tage nicht spurlos an Spreeblick vorübergehen lassen.

Bisher fällt uns jedoch kein wirklicher Kracher ein. Dabei könnte man, wenn wir noch ein paar Blogs für eine Aktion mit ins Boot bekämen, vielleicht für ein kleines bisschen Aufmerksamkeit sorgen.

Sind Kreative im Raum? Dann klauen wir uns gerne tolle Ideen aus den Kommentaren zusammen.

65 Kommentare

  1. 01

    Was ist mit täglichen Berichten von leuten die da sind? Die dann einem großen Publikum publik gemacht werden würden.

    Jemand der hingeht, wie ich:), solltet ihr halt haben/engagieren, Oder viel besser doch selber hingehen!!

  2. 02

    Wenn ihr andere ins Boot holen wollt, macht doch nen B8 Gipfel :-)

  3. 03
    sunny

    1. da w-lan nicht vorhanden sein wird?! und 2. twitterpalitter – mäßige sms sehr kurz sind, bzw.3. technik kann versagen (oh, ich habe vergessen mein handy aufzuladen), oder sie ist einfach herzhaft veraltet – wäre ich für einen täglichen podcast, bzw. dass die möglichkeit besteht, bei dieser podcast – kommentiertelefonnummer anzurufen, um eindrücke wiederzugeben. photos – siehe 1./3.

  4. 04

    Niiiiiicht schlecht, der B8-Gipfel. :)

    Reportagen wären natürlich prima. Aber worüber will man reportieren, wenn man zwei Kilometer entfernt ist?

  5. 05

    sunny, auch nicht so schlecht… hm… spreeblick öffnen für reportagen…

  6. 06
    sunny

    in der nachbereitung ist das natürlich alles kein problem. aber ich finde aktuelle meldungen eben auch wichtig – um desinformation zu vermeiden und um verschiedene stimmen zu bekommen!!!!

    den b8 – gipfel finde ich schon mal super.

    klicki bunti – kann jeder was in sein blog einbauen. irgendeine schicke form von vernetzung.

  7. 07

    Demo-Livebloggen: Irgendjemand mit Handyflatrate diktiert Euch in Berlin ihre/seine Eindrücke in den Post.
    Spreeblick vor Ort und dann zwischendurch berichten (aber da gäb’s ja auch indymedia für).
    Berichte der Protestler mit den Berichten in den Profimedien vergleichen, Vergleiche auswerten, analysieren, kommentieren.
    Ein Boot organisieren und von der Seeseite aus zuschauen.
    Drei Tage lang „Guns of Brixton“ als Schleife abspielen.
    Dichtmachen und mit uns mitkommen.

  8. 08

    Wie wäre es mit dem schönsten Satz, acht Wörter und alle beginnen mit „g“.

  9. 09
    sunny

    oh, hier kommt wieder die theatröse bei mir durch. man konnte den gipfel on-line nachspielen. so in verschiednen versionen. oder einfach – wie es wohl sein wird. aber schöne rollen verteilung – malte muss dann schon mal den… spielen

  10. 10
    sunny

    was hat eine gute demonstration: gute sprechtexte. contest für den besten demonstrationssprechchortextgesang

    dann: plakate – auch contest

    es geht ja um das demonstrationsrecht

    also was braucht eine gute demonstration – das mit der on – line demo ist nicht so unübel

  11. 11

    „Sind Kreative im Raum? Dann klauen wir uns gerne tolle Ideen aus den Kommentaren zusammen.“

    Ist nicht der Brüller, aber alles, was mir auf die Schnelle einfiel:

    – Die Kommentarfunktion einzäunen.

    – mal wieder Goethe zitieren („Über allen Gipfeln…“)

  12. 12
    marcel

    wie wäre es mit einem generellen angebot, potentielle reportagen, podcasts und bilder zu hosten? information ist in diesen zeiten essentiell für die willensbildung.

    auf jeden fall was, das was mit der realitaet zu tun hat – netzaktionen sind (in diesem fall weitgehend) nutzlos und doof.

  13. 13
    daniel

    @Bandini: so in etwa??

    „gegenstrom großer gruppen gegen gemeinhin gruselig-größenwahninnige gipfeltreffen“

  14. 14

    Oder wie die Telekom. Streiken und nichts tun. Die Seite komplett für die Tage schliessen mit dem Hinweis „Wir streiken … äh … demonstrieren“ o.ä. Und dann vielleicht doch selber hingehen und danach von der Show berichten, wie der Knüppel wanderte o.ä.. Ok, vielleicht nicht sooo kreativ.

  15. 15
    sunny

    jaja, heiß heute – die ideen gehen da schwer – mir fällt im moment nichts mehr ein.

  16. 16
    kettauto

    Den Alternativgipfel vielleicht mehr in den Fokus rücken. Protestieren und blockieren ist wichtig, aber wie genau die Welt besser/gerechter/lebenswerter/fairer/gesünder/menschlicher machen? Andere Formen des Zusammenlebens vorstellen, Utopien diskutieren. Ist diese Ordnung, in der wir jetzt leben, das bestmögliche Produkt welches der Mensch erdenken kann?

  17. 17

    Druckt T-Shirts: G8+185
    (der Erlös geht an … Ärzte ohne Grenzen usw.).

  18. 18

    Ich fände ein längerfristiges Konzept wichtiger, als dass jetzt dringend auf ein Event aufgehüpft werden muss. Entweder man liefert Inhalte (Reportagen, Theorie), oder man ist Multiplikator, oder man geht einfach demonstrieren. Es geht ja bei den Demos gegen die G8-Gipfel um längerfristige Ziele, und nicht um Kracher. Ein Kracher würde die Ziele der Demos konterkarieren. Finde ich zumindest.
    Wobei ich es natürlich auf’s nachdrücklichste unterstützen würde, wenn spreeblick sich für Reportagen öffnen würde (vielleicht in Form von internationalen Wochen oder so, wie bei Mc-Donalds). Und Demolivebloggen find ich auch großartig.

  19. 19
    jodomo

    Ich bin nicht einfach nur entäuscht, sondern richtig sauer das sich die g8 gegner instrumentalisieren lassen!, durch eine bundesregierung die Sie nicht nur benutzt sondern definitiv braucht.! Wie anders will sie sonst den fastnachtkarnevallisten erklären, dass sie massiv und elementar die grundrechte deutschlands verletzt.
    Ob ihr da seid oder nicht, es wird definitiv karwalle am zaun geben. Wie sonst sollte schäuble den abermillionen euro aufwand in und um heiligendamm rechtfertigen.
    Zumal ihr vielleicht auch noch das pech habt als echte zaungäste zu dienen. Wenn man sich mal die raketenreichweite der hisbollah im südlibanonkrieg anschaut, fragt man sich schon, ob es eine absicht der untergebenen von frau merkel gab, ausgerechnet heiligendamm zum g8 standort zu machen, denn selbst ein herr schäuble, kann wohl nicht die internationalen schifffahrtsrouten ausser kraft setzten!
    Und ihr müsst natürlich alle nach heiligendamm fahren. Wofür?
    Angenommen zwischen dem zaun und den wichtigen gebäuden gibt es eine explosion. Dann hat schäuble jeden rückhalt in deutschlands bevölkerung, ein zweites guantanamo bay aufzubauen, und wer wird darin schmoren? Ihr!
    Dann wird plötzlich ein mann, denn eigentlich keiner mehr will, der ein einhunderttausend mark problem mit sich rumschleppt, leider aus eigener erfahung scheinbar ein paranoides problem hat, jeden rückhalt in der deutschen bevölkerung und eine definitive aufwertung seiner eigenen person miterleben dürfen!
    Er“¦“¦.ein bewilliger und spielball der dienste in seiner nächsten umgebung! Toll! Wir haben die stasi zurück und keiner hat es gemerkt!
    Statt dessen solltet ihr zum beispiel mal während des g8 gipfel mal über berlin nachdenken! Kein abgeordneter und mitarbeiter des bundeskanzleramtes kommt an seinen arbeitsplatz! Eine menschenkette um den bundestag und das bundeskanzleramtes! Friedlich mit kerzen!
    Fakt ist, nach dem razzien gegen g8 gegnern, hätte schon längst eine untersuchungskommission einberufen werden müssen über die verhältnismässigkeit der angewandten staatsgewalt. Selbst die oppositionparteien haben laut deutschem recht, die handhabe so einen Ausschuss unverzüglich bilden zu lassen. Von mir aus auch nicht öffentlich, soviel trauen ich den abgeordneten schon noch zu.
    Da dies aber nicht geschehen ist, die verfassungsmässigen grundrechte jedes deutschen von herrn schäuble und anhang“¦.leider auch von den abgeordneten, die wir gewählt haben und die auf unsere verfassung vereidigt wurden sind, mit füssen getreten wurde, haben sie kein recht während des g8 gipfels den bundestag zu betreten. Es ist unser verfassungsorgan das die rechte der deutschen zu vertreten hat, und es leider nicht tut.
    Es ist zeit umzudenken, einem wohl aus eigener erfahung paranoiden menschen zu zeigen, dass es in diesem land noch recht und gesetz gibt, zumal es in seinem selbstverständnis egal ist,(interview tagesschau vom Sonntag) ob man nun ein paar kilometer von heilgendamm oder in münchen demonstriert.
    Überlegt euch bitte was ihr tut! Hilfe für herrn schäuble, oder für UNS. Für ein deutschland ohne stasimethoden.
    In dem sinne kölee allaff, verstehen werden es wenige, noch weniger werden es befolgen. Demokratie war gestern, STASI ist heute!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
    Und der SCHEISS Satz bleibt, als Sie die linken abholten, war es mit egal“¦.ich war ja kein linker! Als sie die spd typen abholten“¦..war es mit egal“¦..ich war ja kein spd typ“¦.und als sie mich abholten“¦.war keiner mehr da, der noch was sagen konnte!!!!!!
    TOLL!!!!!!!!!!!!!!!!
    In dem sinne“¦heine“¦denk ich an deutschland in der nacht“¦“¦..-„¦“¦.

  20. 20
    sunny

    die haben doch nur alle schiss, dass ein amerikanischer präsident erschossen werden könnte. allein das hat nichts mehr mit demokratie zu tun.

  21. 21

    Mal über den Tellerrand schauen und bißchen Bridge Blogging betreiben. Vielleicht sogar für GlobalVoices, aber auf jeden Fall bitte auf Englisch, denn hier geht es ja nicht nur um ein deutsches Problem. Danke.

    Vielleicht einfach mal nen Post rausbringen, in dem den internationalen Mitlesern deutlich gemacht wird, wie unsere Demokratie für so einen event durch zB den Zaun beschnitten wird.

  22. 22

    Eine Second-Life Gegendemo *g*

    Ansonsten finde ich die Idee mit dem „Einzäunen der Kommentarfunktion“ recht lustig. Ich denke ohnehin, dass sich letztlich jeder politisch interessierte Blog auf seine Weise inhaltlich mit dem G8 Gipfel auseinandersetzt. Eine Art gemeinsame, symbolische Geste ist da sicherlich eine nette Abrundung/Unterstützung. :-)

  23. 23
    Acid

    Könnt ihr nicht wieder dieses Telefon-Kommentar-Dings einbauen? Dann können die Leute vor Ort telekommentieren.

  24. 24

    Uns würde es ja so viel besser gehen wenn das Telefon und BTX auch heute noch von der staatlichen Deutschen Post bereit gestellt werden würde. Aber nein man muss unbedingt alles privatisieren und jetzt müssen wir uns mit niedrigen Preis, schnellen Internetverbindungen und viel zu vielen unterschiedlichen Endgeräten für telefonische Dienstleistungen herumärgern. Darum mehr Staat – Privatisierung ist böse!!!

  25. 25

    teilnehmende blogs sprerren die kommentare für 1 tag und posten auch nix. stattdessen hinweis-interstitial/balken mit link zu einem virtuellen zaun an den man einen protestzettel hängen kann. (20min nachgedacht, macht 30euro+19%, paypal is ok).

  26. 26

    Ok Jan, dann laß uns als Gewinner dieser Entwicklung mit unserem billigen, schnellen Internet etwas tun. Die Studenten an der Elfenbeinküste können leider nicht für sich sprechen, denn infolge der Privatisierung konnten ihre Universitäten sich keinen Internet-Zugang für ihre Studenten mehr leisten:
    http://www.zeit.de/archiv/2001/43/200143_interview-stiegl.xml?page=all

  27. 27
    daniel

    Die ganze Veranstaltung einfach ignorieren.

  28. 28

    Ich finde, dieses ganze Bemühen um Sicherheit wird immer viel zu negativ gesehen. Unsere Freiheit, unsere Rechte und unsere Sicherheit sind doch in den besten, demokratisch legitimierten Händen – da ist kein Zweifel möglich. Fraglos macht jede Einschränkung bürgerlicher Freiheitsrechte den Verantwortlichen schlaflose Nächte; aber sie können einfach nicht anders.
    Dies anerkennend sollte sich Spreeblick mal mit den Kräften des Guten solidarisieren und vergleichbare Sicherheitsmaßnahmen im Blog einführen. Möglich wäre zum Beispiel Kommentare nur gegen Hinterlassen eines Fingerabdrucks auf dem Monitor zuzulassen, jedwede Diskussion in Blogzone 1 (BildBlog, Spreeblick, Boo) und Blogzone 2 (mein Blog vielleicht?) in der Zeit vom, ähm, 1.-8. Juni zu verbieten und ausschließlich positive, staatstragende und verständnisinnige Beiträge zu veröffentlichen.
    Die sind allerdings sehr schwer zu verfassen. Dennoch könnte das, wenn noch ein paar Leute mitdenken, ein belastbarer Ansatz sein …

  29. 29
    Acid

    positive, staatstragende und verständnisinnige Beiträge
    Na gut, ich hab einen:
    Ich finde es ganz große Klasse, dass man gezz beim Googlen ein bisschen die Birne anstrengen muss (wenn man nicht in Teufels Küche kommen will)

    heise.de/tp/r4/artikel/25/25318/1.html
    Heute schon nach „Dussmann“ gegoogelt? Nach „Heiligendamm“? Nach „Irak“? Oder nach „Hitler“ ohne „Guido Knopp?“ Wie jetzt ans Licht kam, reicht so etwas potentiell für eine Hausdurchsuchung. Bisher muss noch eine „Internetüberwachung“ angeordnet werden, damit Behörden wissen, wer was googelt. Aber nach der Umsetzung der Vorratsdatenspeicherung droht die Begründung für eine Hausdurchsuchung bei jedem Bürger mit Internetanschluss zur reinen Formalie zu werden.

  30. 30
    y

    Solidarität mit den vor Ort Demonstrierenden?? Soll ich mich auch mit den Leuten solidarisieren die hier in meiner Strasse den G8 Gipfel zum Anlass nahmen um einen Chrysler 300 Touring abzufackeln (Training??)?

    Für mich sind die Demo Teilnehmer in Heiligendamm genauso politisch motiviert wie die Steinewerfer am 1. Mai.

    Warum macht Ihr nicht etwas gegen den Völkermord in Darfur anstatt auf dem Zug diesen aufgeputschten Demo Hype zu springen.

    PS: nein die Kiste gehörte nicht Kai Diekmann sondern einer Jungen Familie.

  31. 31
  32. 32
    heidrun

    mmmh… auch mich packen in letzter zeit vermehrt auswanderungsgelüste angesichts der ereignisse vor dem gipfel, und obwohl ich demos hasse, habe ich überlegt, nach h-damm zu fahren.
    wenn man dann an ein, zwei diskussionen denkt, die hier in letzter zeit geführt wurden, evtl. oben genannten film guckt und bei spon (jaa, ich weiss…) sowas liest:
    http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,483849,00.html
    kommt man (oder ich) ins grübeln, ob es so viel bringt, demonstrationsrechte lautstark zu verteidigen, wenn man nach der demo seinen arsch trotzdem nicht hochkriegt und die möglichkeiten nutzt, die man hat, um den eigentlichen zielen der demo näher zu kommen.
    die proteste in allen ehren, ich finde es ungeheuer wichtig, dass sie stattfinden, aber mich persönlich beschleicht schon wieder dieses ungute demo-gefühl, dass es so schön einfach ist, transparente hochzuhalten und parolen zu brüllen, und so unendlich scheiss-schwer, selbstdisziplin auszuüben, um zu ändern, was man ändern kann.
    und ich habe den eindruck, dass durch die ganze innere-sicherheit-diskussion die ziele der g8-kritiker aus dem fokus geraten. zum teil sicher berechtigt, aber es zeigt sich wieder, dass viele (mich ausdrücklich eingeschlossen) nur dann „was tun“ (jetzt: nach h-damm fahren, danach: ?), wenn das problem sie persönlich direkt angeht. „globale verantwortung“ übernehmen, was von „denen da oben“ so lautstark eingefordert wird, aber ist ein bisschen was anderes.

    disclaimer: bitte nicht falsch verstehen, dass ich mit der einen überlegung die andere in frage stellen will. ich denke nur „laut“ über gewichtungen nach.

  33. 33

    zB det live G8-TV verlinken: http://g8-tv.org/

  34. 34
    Felix Deutsch

    Den filmischen Ahnen „The Corporation“ gibt’s übrigens komplett in 23 chapters auf youtube:
    http://www.youtube.com/view_play_list?p=FA50FBC214A6CE87

    Und als DivX in den bekannten torrent Verzeichnissen.

  35. 35
  36. 36

    mir würde schon reichen, wenn man mir erklären könnte, ob ich mich mit geschätzten tausend verschiedenen zielen der unterschiedlichen gruppen einverstanden fühlen muss, wenn ich nach H-Damm fahre? (muss ich nicht, ist schon klar) es ist für mich nicht ersichtlich, dass die demonstranten irgendetwas eint ausser „gegen den gipfel“ (was mir irgendwie zu unpolitisch ist).

    gegen die einschränkung des demonstrationsrecht und die überzogenen sicherheitsmaßnahmen zu protestieren, fände ich lohnenswert. aber mich als „gegner der globalisierung“ bezeichnen zu lassen, ginge mir gegen den strich. die einzelnen verwerfungen werden in einen grossen anti-globalisierungstopf geschmissen in dem eine merkwürdige suppe köchelt. schmeckt mir nicht.

  37. 37
    heidrun

    sabbeljan: das geht mir ganz genauso. daher auch ein generelles problem mit demos. auf dem transparent steht immer nur der kleinste gemeinsame nenner.

  38. 38

    @y (30): Nebenschauplatz, aber: Was weißt Du, was ndr und spon nicht wissen? Die gehen mit Polizei und Diekmann immer noch davon aus, dass es Diekmanns Auto war.

  39. 39

    Zum Film „der große Ausverkauf“: Ich habe ihn gestern gesehen und anschließend bestand die Möglichkeit mit dem Realisateur zu diskutieren. Sicher, der Film ist einseitig und dennoch wichtig. Besonders die Frage der Crew, ob man sich als Beobachter einmischen sollte, wurde so entschieden, dass man natürlich helfen müsse. Deswegen geht in diesen einseitigen Film und helft ganz einseitig den Protagonisten. Mehr Infos unter http://dergrosseausverkauf.de/

  40. 40
    weltherrscher

    b8 gipfel klingt sehr gut!

    was ist eine demo?
    könnte ja das thema werden.

    ich denke eine demo ist eine zusammenkunft von menschen, die gemeinsam demokratie und deren möglichkeiten leben wollen und dürfen.

    idee:
    alle blogs die teilnehmen wollen am b8-gipfel vernetzen. also einen demonstrationszug draus machen. wie?
    jeder der mitmacht, öffnet an diesem tag einen artikel „b8-bemo“.
    der textinhalt ist ein pamphlet aller teilnehmer. also jeder schreibt am b8-tag seine meinung zum thema demonstrationsrecht.
    umd das ganze dann als aktion erkenntlich zu machen, werden sämtliche texte dazu, z.b. hier bei euch in einem artikel gesammelt.
    alle b8-bemonstranten kopieren dann immer sämtliche inhalte aus eurem artikel in ihren eigenen blog-artikel (b8-bemo).

    wenn ihr ein tool dafür hättet, könnte man das sogar automatisieren.
    oder via email-gruppen-update herumschicken.

    wenn z.b. 100 blogs oder mehr teilnehmen würden, wäre das durchaus ein zeichen. zusätzlich würden 100 meinungen bzgl. demonstrationsrecht in einer demokratie entstehen.

    weiterhin könnten in diesem einen artikel weitere informationen, wie oben schon genannt, gepostet werden. die dann eben auch in jedem b8-bemo-blog gelesen werden könnten.

    das ist doch eine demo, menschen treffen sich an einem ort. jetzt aber virtuell umgesetzt, der eine ort ist euer blog, die informationen, wie bei einer demo, sind aber auf allen blogs verfügbar, eben bemos oder b-emo.

    wäre natürlich richtig viel arbeit.
    aber dennoch, ihr könntet hier ja den b8-artikel vorbereiten:
    1.: warum das ganze? kurzes statement (dies ist eine b8-bemo..).
    2. aktuelles: hier immr die aktuellsten hinweise. mit zeitskala.
    3. stimmen: die b8-teilnehmer statements zum thema demo, z.b. XY vom blog XY sagt:…
    4. teilnehmerliste (je länger, desto besser).

    gruß
    achim

  41. 41

    Das Paradox – „Die“ beraten wie sie und Einzäunen – im Großen – und die
    Leute wissen nicht was sie dagegen machen sollen – „außer Demowitzchen“ –

    Die Geldkrieger gehen auf uns los und wir schreiben uns die Finger wund oder beschäftigen uns einstweilen mit netteren Sachen.

    Wenn dort dreitausend Mann „Silvio der gute – Gesell“ schreien würden – auch wenn die Leute glauben es wäre ein Popstar oder ein Comic – da würde man schon etwas merken – denn Perspektiven – die den Satz:

    „Es gibt ja keine Altertnative zum Kapitalismus – versus – Globalisierung“ – Durchbrechen: Heißt reale Lösungen aufzeigen!

    Das wäre eine politische Forderung – eine „anti“ Forderung ist keine politische Forderung und wird auch zu keiner.

  42. 42

    Wenn ich das hier so alles lese kommt mir immer wieder das Gefuehl der grossen Hilfslosigkeit. Und des blinden und lauten Aktionismus der aber irgendwie zu nichts fuehrt.

    Blicken wir doch mal zwei Jahre zurueck. Gleneagles. Make Poverty History. All die Proteste und Demonstrationen. Die Welt sollte sich aendern. Live 8. Banner und Demos auf Blogs. Ja, all das gab es 2005 auch schon.

    Und was hat sich geaendert?

    Eigentlich nichts.

    Und an was erinnert mich das meiste was hier und auf anderen Deutschen Blogs jetzt so lese?

    An so ziemlich das was ich vor zwei Jahren in den Britischen Blogs kurz vor Gleneagles gelesen habe (und was teilweise auch in die Deutschen rueberschwappte).

    Die Geschichte wiederholt sich.

    Ja, ich weiss, ziemlich negativ. Aber vielleicht kann man ja doch was draus machen. Insbesondere wenn man sich vielleicht noch mal genauer durchliest was Heidrun in #32 schreibt. Vielleicht nicht gerade den ersten Absatz, denn der ist nur ein Weglaufen vor dem ganzen. Aber der Rest, das Nachdenken darueber wirklich im taeglichen Leben etwas zu aendern. Den grossen und unspezifischen „Gegen G8“ Aktionismus zu ueberdenken und sich um kleine aber wirklich laengerfristige wirksame persoenliche Aktivitaeten Gedanken zu machen. Damit dann seine Freunde, Bekannten, Nachbarn und Verwandten beeinflussen und einzubeziehen. Vielleicht passiert dann wirklich was. Das wird zwar dauern und einiges anstrengender sein, aber ich glaube wirksamer als eine laute Demonstration die doch praktisch wirkungslos verpufft, wie so viele vorher.

  43. 43

    @ Armin: Das eine schließt das andere nicht aus. Eigentlich lässt sich das ganz gut miteinander verbinden. Mit den Demos lässt sich halt mediales Interesse generieren, und das ist wichtig. Grob gesagt: Dass das Thema Entwicklungshilfe auch mal in die Tagesschau kommt.

  44. 44

    Internetanbindung ist kein Problem. Laut indimedia.org sind in allen Camps PC-Zelte errichtet, von denen aus es möglich ist seine Reportage (es wird wahrscheinlich auch Videoschnitt bzw. Vertonungsmöglichkeiten geben) ins Internet zu befördern.

    zur Aktion:
    Sich von nem Hotelangestelltem die Nummern für die Zimmer geben lassen und dann ständig im Konferenzraum anrufen…

  45. 45

    Aus meiner Sicht wäre es sinnvoll und vielleicht sogar dafür gut sein, den einen oder die andere aus dem ewigen Schlaf zu holen, wenn man anhand der bekannten und geschätzten Kosten für eine solche ‚Veranstaltung‘ einmal gegenüber stellen würde, was damit Sinnvolles getan werden könnte – in diesem unserem Land. Es ist für Informierte sicher leicht errechenbar, wieviele bedürftige Familien man mit der Kohle für den Zaun rund um den Veranstaltungsort längerfristig mit Lebensmitteln versorgen könnte. Aber Vorsicht mit der Google-Suche nach Zahlen und Fanken – wie telepolis gerade meldet, machen keywords einmal mehr sehr verdächtig ;-/

    Komme was da wolle – wir sind bei einer Aktion dabei …

  46. 46
    KptLt Thomsen

    ich werde da sein und ich werde den Mob abwehren

  47. 47

    Die Machthaber haben für ihr Treffen in Heiligendamm um den Tagungsort einen anti-demokratischen Schutzwall bzw. -zaun errichtet. Das zeugt meines Erachtens schon von Einsicht.
    Eine Online-Aktion könnte darin bestehen, dass der Online-Besucher den virtuellen Gefängniseingang mit einem Mausklick schließen kann, dass er sozusagen das Loch zumacht.

  48. 48
    KptLt Thomsen

    jegliche Anbahnungen von Gegendemos werden im Keim erstickt. Redesführer wandern für Jahre in den Bau!

  49. 49

    sachlich und konstruktiv bleiben.

    und sogenannte „prominente“ bitten, texte/essays zum thema (globalisierung usw, aber auch demonstrationsverbote, grundrechte, ..) hier zu veröffentlichen, als einmalige gastautoren. darauf achten, daß es „echte prominente“ sind (damit das volk da draußen darauf aufmerksam wird, d.h. spiegel.de und ähnliche den kram verlinken), und außerdem welche mit gesundem menschenverstand. also: irgendwas aus dem bereich roger willemsen, markus kavka, charlotte roche oder alexander kluge (was die größenordnung angeht, meine ich). keine blog-prominenz, keine auskenner-/insider-podcasts, kein youtube. sondern ein paar tage lang einen auf „taz in gut“ machen.

  50. 50
    sunny

    frank – herzlichen glückwunsch – prima idee!

    aber so ein lifticker wäre auch prima!

  51. 51

    Ja, die Idee ist gut. Macht jetzt wahrscheinlich der Spiegel. :)

    Im Ernst: Bis ich solchen Leuten erklärt habe, was Spreeblick ist, wachsen Palmen am Nordpol… ;)

  52. 52

    Franks Vorschlag gefällt mir sehr gut.

    Zum einen würde so eine konzentrierte Aktion mit bekannten Gesichtern auch mehr Aufmerksamkeit von außen bekommen, wie er ja schon angemerkt hat. Zum anderen fände ich es auch sehr schade, würde Spreeblick polemisieren – Sachlichkeit täte bei diesem Thema gut.

    Das der G8-Gipfel jedes mal als Feindbild herhalten muss, finde ich äußerst problematisch. Wie kann sich ein vernünftiger Mensch auf die Seite von randalierenden Hooligans stellen? Denn etwas anderes sind die „Demonstranten“ in Heiligendamm nicht, die mit ihren Krawallen jede ernsthafte Auseinandersetzung mit den Themen des Gipfels sabotieren.

    Die einzigen Ziele, die sie damit erreichen – sind die Ziele unseres IM Schäuble. Und den zu unterstützen liegt sicher nicht in der Absicht der Randalierer… trotzdem ist das Szenario, das jodomo (19) zeichnet, erschreckend realistisch. Denn nach einem ernsthaften Zwischenfall dort – sagen wir einmal, eines der Staatoberhäupter würde ermordet – dürfte die Situation hier ähnlich der in Amerika nach 9/11 sein. Mit allen Möglichkeiten für die Hardliner in der Regierung, ihren Sicherheitswahn voll auszuleben. Sicher nicht zum Segen unserer Demokratie.

  53. 53

    johnny: wenn hier einer „kontakte“ en masse hat, dann doch wohl du!? nicht unbedingt zu roger willemsen, klar, aber doch zu markus kavka „o.dgl.“ immerhin über gewisse beziehungen bzw eineinhalb ecken. und wenn’s die „richtigen leute“ sind, dann machen die für den „richtigen zweck“ bei solchen sachen auch mal mit, ohne das vorher groß zu diskutieren oder über drei manager-ebenen telefonieren zu müssen — so zumindest mein zugegebenermaßen idealistisches weltbild.

    mal im ernst: joseph weizenbaum, christian ulmen, blixa bargeld, christian ströbele, heike makatsch, dj hell, die oben genannten sowieso, .. – zu optimistisch gedacht?

    und, simon: genau das meinte ich mit meinem vorschlag ja, sich NICHT auf die seite von indymedia-nahen eierwerfern zu stellen halte ich für wichtig. deswegen ja mit inhalten und begründungen in essays erklären, was hier derzeit in der welt alles falsch läuft.

  54. 54

    …und dann?

    Dann doch lieber G8 & „ich bin dagegen“ Logos & Klingeltöne für die Kids anbieten.

    Nee, ernsthaft: imho sind die meisten Leser hier doch eh schon gut informiert was die Thematik des G8 & das Demoverbot betrifft. Und ich wüßte jetzt nicht, inwiefern die „Ich sach mal so“ Aussagen der angenehmeren Promis der Sache dienlich wären, außer der üblichen Verlinkung in der Blogosphere.

  55. 55

    Frank…. jjjjnnnnnajjjain…. mit den Kontakten, meine ich. Ob die Leute sich aber dann wirklich hinsetzen und was schreiben, ist ja immer noch was anderes.

  56. 56

    Darf ich mal wieder ein bisschen meckern? Na ja, mach ich sowieso, als einer der etwas naeher gesehen hat was vor zwei Jahren passiert ist.

    Naemlich wie bereits gesagt genau das was ich sich hier auch wieder entwickeln sehe.

    Bewusstsein erzeugen. Aufmerksamkeit erregen. Mediales Interesse. Darf ich lachen? Laut lachen? Sorry, das funktioniert nicht. So leid es mir tut, aber es funktioniert nicht. Es hat keine nachhaltige Wirkung.

    Die die es interessiert wissen es schon. Die lesen die Essays der Prominenten und fuehlen sich selber bestaetigt. Ja, ich bin auf der Seite der Guten. Die gehen auf die Demos und treffen dort Gleichgesinnte. Ein schmoren im eigenen Saft.

    Die die es nicht interessiert, bei denen geht es wenn ueberhaupt zum einen Ohr rein und zum anderen gleich wieder raus. Die gehen zum Live 8 Konzert bzw zum Gegenstueck bei Euch (habe vergessen wie das jetzt heisst) nachdem sie die Karten auf eBay ersteigert haben. Die kaufen sich das T-Shirt (was dann vielleicht drei Mal getragen wird, dann ist es uncool) oder das Betroffenheitsarmband, aber das war’s dann auch schon. Leider.

    Deswegen halt mein Gedanke seine Energien lieber fuer kleine taegliche persoenliche Aktivitaeten aufzuwenden. Wirklich auf etwas zu verzichten und dafuer jemandem in Not zu helfen. Vielleicht in einem persoenlichen Gespraech oder eher mehreren sich mit jemandem auseinandersetzen den das Thema bis jetzt wenig gekratzt hat. Jemanden wirklich zum Nachdenken anregen, nicht nur eine 30 Sekunden Schlagzeile in der Tagesschau miterzeugen die nach ein paar Tagen wieder vergessen ist.

    Nein, das sind keine glamouroesen Aktionen. Nein, da kann man nicht grossartig drueber bloggen. Nein, damit kommt nicht ins Fernsehen und einen Kinofilm wird man da auch kaum drueber drehen koennen. Und nein, das ist keine schnelle Loesung die wir alle so gerne haetten.

    Aber eine innere Stimme sagt mir dass sich so irgendwann etwas bewegen wird. Steter Tropfen hoehlt den Stein.

  57. 57

    (jftr: der vorschlag von mir sollte ein ebensolcher „tropfen“ sein. logo. kurze mediale aufmerksamkeit, aber — immerhin das. irgendeinen spiegel-leser würd’s erreichen.)

  58. 58

    „vermutlich nur um Protest gegen das eingeschränkte Demonstrationsrecht bzw. um Solidarität mit den vor Ort Demonstrierenden gehen (…)
    Bisher fällt uns jedoch kein wirklicher Kracher ein.“

    Ok, ich darf mal zusammenfassen:
    1. keine Online Demos
    2. kein blinder Aktivismus für kurzfristigen hype
    3. keine Selbstbestätigung für die eh schon aufgeklärte Blogosphäre
    4. …

    Wie wäre es mit diesem „Johnny erklärt Euch das Demoverbot“ wie es schon damals bei Jamba der Fall war?

    Auf der anderen Seite muss man sich imho echt mal damit abfinden, dass wir „Blogger“ ja nicht irgendwie großartig die Welt beeinflussen wollen (das überlassen wir The Clash & Co), sondern einfach nur ein Sprachrohr wie viele andere sind. Mit den Artikeln in der taz, sz, faz, fr, zeit und anderen Blättern werden ja auch nur diejenigen angesprochen, die sich wirklich dafür interessieren.

    Ich würde mich über einen Protest gegen dieses eingeschränkte Demoverbot freuen, und das auch gerne auf Englisch lesen, damit wir damit auch das Ausland erreichen. Alleine schon diese Diskussion hier, wie man diesem Zustand mit einem „wirklichen Kracher“ begegnen kann, zeigt doch dass es da Interesse gibt.

    Vielleicht irgendwas mit „Die Welt zu Gast bei Freunden“ oder so…

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    Zitat Johnny: „Sind Kreative im Raum? Dann klauen wir uns gerne tolle Ideen aus den Kommentaren zusammen.“
    Yep!!! Genau das ist es, was gerade bei Popmaschine passiert. Ein interaktiver Song über G8! Jeder kann seine ge- bzw. verdichte Meinung als Kommentar schicken. Wir haben zwar genau das gleiche Probleme, ein paar prominente Mitstreiter zu bekommen, die einen der Texte vertonen, aber die Hoffnung stirbt zuletzt. Und der leicht angekitschte Refrain wäre, von Kids gesungen, mal ein etwas anderer Klingelton für die Generation Jamba.

    Johnny weiter unten: „Ob die Leute sich aber dann wirklich hinsetzen und was schreiben, ist ja immer noch was anderes.“

    In diesem Sinne…

  60. 60

    @Armin (#57): Deinen Beitrag halte ich für den sinnvollsten im ganzen Thread. Mir wäre es bedeutend lieber, die Leute würden weniger in 5-Minutes-of-Massenfame-Kategorien denken, als vielmehr über ihre eigenen persönlichen Möglichkeiten nachzudenken. Das kann vom bewussten Verzicht auf Fernreisen bis hin zum langfristigen Engagement in einer Pressure Group alles Mögliche sein. Aber T-Shirt-tragen und auf Konzerte gehen würde ich wirklich nicht an die große Glocke hängen.

    Es ist nämlich schlicht irrelevant.

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