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Google Street View

google street view

Doch, das ist beängstigend: Einfach mal das gelbe Männchen die Straßen entlang schieben und nach ein paar Autokennzeichnen suchen.

Google Street View macht’s möglich.

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48 Kommentare

  1. 01

    Irgendwie wäre das schon cool – wenn’s mir nicht so Angst machen würde. Zum Glück ist das in Deutschland verboten. Nur – wie lange noch?

  2. 02

    Hm, als Hobbyparanoiker würde ich spontan bei jedem Anfall von Datensammelei mit einem „SAUEREI“ einfallen, aber hier erkenne ich nicht so ganz was daran beängstigend sein soll. Einfach nur „Gruslig“ rufen bringts hier irgendwie nicht so. Die Nummernschilder sind nicht suchbar, in einer Sauschlechten Qualität…und selbst wenn man die Nummernschilder nachverfolgen könnte, man würde einen Ausschnitt einer Fahrt an irgendeinem Tag in irgendeinem Jahr vor langer, langer Zeit präsentiert bekommen.

    Na gut, vielleicht wird irgendwo der Flirt mit der heißen Sekretärin auf dem Beifahrersitz entdeckt oder so, aber dieses Risiko abgelichtet zu werden gehen auch die Fußgänger auf dem Seitenstreifen ein. Da müsste man gleich das ganze Feature verbieten.

  3. 03

    @ Toni:

    „Die Nummernschilder sind nicht suchbar“

    Na, sagen wir mal: Man könnte mit etwas besseren Kameras die Nummernschilder erkennbar machen. Und dann Tracking – zack – wo ist XYZ-123? Ecke…

    Die Technik ist da, nur die praktische Nutzung wartet noch… man kann ja nicht alles gleichzeitig einführen. Nachher fehlt’s noch wem anders auf als diesen linksextremen Bloggern und so…

  4. 04
    Christoph

    Mein Nachbar im google-cache, wie er aus dem Sexshop kommt, groovy

  5. 05

    Simon,

    lies Dir das noch mal genau durch. Die Technik ist nicht da. Das sind keine Real Time Bilder. Das sind Archivbilder von denen Du nicht weisst wann sie aufgenommen wurden.

    Was willst Du damit tracken?

    Die haben ja schon genug Probleme damit die normalen Luftbilder von maps.google.com halbwegs aktuell zu halten. Bei mir in der Umgebung ist in den letzten Jahren einiges gebaut worden, deshalb weiss ich dass die Bilder teilweise drei Jahre alt sind.

    Das wird mit den Bildern noch viel schlimmer, der Aufwand da regelmaessig ein Auto durch die Gegend fahren zu lassen um wieder neue Bilder aufzunehmen wird sich nur sehr eingeschraenkt machen lassen. Meine Schaetzung, bestenfalls einmal alle paar Monate.

    Was willst Du damit tracken?

    Da gibt’s wirklich so einiges mehr was mir da mehr Sorgen macht:

    CCTV Kameras mit automatischer Nummernschilderkennung z.B. Die Kameras stehen hier auf der Insel naemlich wirklich ueberall, alle paar Meilen sehe ich so ein Ding ueber der M4. Wieviele davon Nummernschilder lesen koennen weiss ich nicht, aber ich vermute so einige, noch aus IRA Zeiten. Und das Zeug laeuft staendig. 24h am Tag. 7 Tage die Woche. Nicht nur einmal alle paar Monate oder sogar Jahre, wo ich dann mal zufaellig auf dem Bild sein koennte.

    Oder dass meine IP-Adresse wenn ich Dein Blog besuche an massenhaft andere Seiten und Trackerdienste uebertragen wird, von denen ich auch nicht so genau weiss was die damit anstellen. Oder wenn ich Cookies akzeptieren wuerde was die alles fuer Cookies setzen wuerden und wie die mich dann weiterverfolgen wuerden auf meinen Reisen durch die Blogs.

    Nee, lass man, da ist diese Google Spielerei im Vergleich wirklich harmlos.

  6. 06
    Acid

    Hm… wenn jeder jederzeit alles sehen kann, und nicht nur der Staat, dann ist das auf den 1. Blick zwar auch unangenehm für den Einzelnen, aber letztendlich weniger beängstigend. Etwa so, als könnte jeder Gedanken lesen.

    der Aufwand da regelmaessig ein Auto durch die Gegend fahren zu lassen um wieder neue Bilder aufzunehmen wird sich nur sehr eingeschraenkt machen lassen.

    Könnte man nicht einfach die zahlreichen Überwachungskameras dafür nutzen? So dienen sie dann auch der allgemeinen Belustigung.

  7. 07

    Um Nummernschilder zu sehen, muss ich nur raus auf die Straße. Okay, wäre schön, wenn Google eine Report Privacy-Funktion einbaut und die Nummernschilder ggf. verfremdet. Die Sache an sich finde ich datenschutzrechtlich weit weniger bedenklich als die Datensammelwut Googles insgesamt, die Totalüberwachung des öffentlichen Raums, etc. Das Street View-Ding ist aber echt noch harmlos und einfach nützlich. Erstaunlich, was mit Google Maps/Earth, Yahoo! Maps und Virtual Earth möglich ist. Ich find’s ehrlich gesagt toll. Demnächst kann man vielleicht schon die 3D-Stadtmodelle mit aus geogetaggten Flickr-Fotos extrahierten Texturen bekleben. Und das ganze dann zur räumlichen Orientierung auf’s Handy mit WLAN und GPS laden. Glaube, bis dahin dauert’s nur noch ein paar Jahre. In der letzten c’t gibt’s übrigens einen interessanten Artikel über die Kartendienste.

  8. 08

    Jetzt für Heiligendamm wäre ein solcher Roboter ja ganz praktisch. Für das Innere des Zauns.

    Quasi als 100 % berechenbarer Gipfelbeobachter. Dann und nur dann wäre dieser ganze Zaun-Quatsch überhaupt mit dem GG vereinbar.

    Überhaupt könnte man darüber nachdenken, so ein Teil generell auf dem Parkplatz, bei irgendwelchen Checker-Treffen unserer Rudelführer zu installieren. Würde mich ja schon interessieren, wer da so als Besuch dazukommt.

  9. 09

    Ich kann auch nicht sehen, was an der google street view gruselig ist. Eben gerade weil es Archivbilder ohne Datum sind. Daher finde ich das feature einfach nur nuetzlich.

    Und ja, die Engländer spinnen mit ihren Kameras (1 auf 14 personen oder wie war das?).

  10. 10
    nrq

    Dumm gelaufen, das mit den Nummernschildern… wird man wohl eine Horde niedriglohnarbeiter anheuern müssen, die die wegmachen.

    Sehr faszinierend fand ich allerdings diese virtuelle Fahrt auf der Golden Gate Bridge.

  11. 11

    technisch dennoch faszinierend…

  12. 12
    Oweh

    Kinder! Ihr regt Euch hier über Archivbilder aus fremden Landen auf und bei uns gibt es schon jahrelang ein – nein, nicht Maut* sondern – Verkehrsüberwachungssystem(!), welches das ganze Autobahnnetz (die Kameras in den Städten rechne ich jetzt mal gar nicht)erfasst und natürlich Nummerschilder entziffern kann. Wir haben an unseren Autos, im Gegensatz zu den Jungs aus Übersee, seit jahren schon extra maschinenlesbare Schilder. Alles schon vergessen?

    Ist das weniger schrecklich, weil nicht öffentlich verfügbar?

  13. 13

    Hmm,

    aus der Lage der Kamera und der Verteilung der „befahrbaren“ Strassen rate ich mal, dass die Kamera(s) auf öffentlichen Verkehrsmitteln angebracht wurden. Wie aktuell die jeweiligen Schnipsel sind, kann man auch erahnen, denn in manchen Bildern reisen Autos quasi neben einem her und dann sind sie plötzlich weg. Es sind also keine kontinuierlichen „Streams“ von einer Strasse drin.

    Sehr beängstigend jedenfalls. Denkbares Szenario: Auf allen öffentlichen Verkehrsmitteln werden mehrere Kameras (alle vier Himmelsrichtungen reicht ja für den Anfang) angebrcht. Das gefilmte Material wird bei Schichtwechsel auf einen zentralen Server geladen. So hat man alle acht Stunden neues Material und in Verbindung mit den sowieso existenten Kameras in Großstädten werden die Straßen immer lückenloser überwacht….

    Gruselig.

    Und ja, ich gehöre auch zu den „Paranoikern“, die denken, dass die Technik, die auf den freien markt gelangt und bei Google etc. zum Einsatz kommt, für die Geheimdienste dieser Welt schon wieder ein alter Hut ist.

  14. 14
    Regine

    @Acid: hier kannst Du mal sehen, wie allgemein belustigend z. B. für die Einwohner von Reykjavík ist.

  15. 15

    Regine (#16),

    hm, ich lese da was von „Film“ und „ist keine Dokumentation“. Also nicht etwas was schon passiert, sondern nur etwas das passieren _koennte_. Ob es dann wirklich so kommt ist noch eine ganz andere Frage.

  16. 16
    Regine

    Armin (#17)
    Ja, das stimmt. Ausserdem steht da noch „durchaus denkbare zukünftige Zivilisation zeigt, die ihre persönlichen Freiheiten zugunsten einer abstrakten Sicherheit opfert.“
    Das Argument ist im Film konsequent umgesetzt worden, da spielt es auf der logischen Ebene keine Rolle, ob es Satire ist oder nicht.
    Hast aber Recht, mein Kommentar wies nicht eindeutig genug auf den Satire-Aspekt hin, abgesehen vom schlampigen Satzbau ;-)

  17. 17

    Johnny, was genau ist denn jetzt daran „beängstigend“? Vielleicht habe ich ja was übersehen. Mir scheint das ein Rückemark-verdrahtete Instinktreaktion zu sein. Nummernschilder im Internet -> Böse. Ich sehe den Zusammenhang nicht.

  18. 18

    Böse? Keine Ahnung. Aber ich halte es für beängstigend, dass man überall und immer und unbemerkt fotografiert werden kann und dass der derjenige, der es am schnellsten macht und ins Internet stellt, damit Geld verdienen kann.

    Vor vielen Jahren hat ein deutsches Unternehmen für den Versuch, Straßenzüge zu fotografieren und mit Straßenkarten zu verknüpfen viel Haue bekommen. Heute finden wir das einfach cool. Die Googleisierung der Welt, angefangen von Google-konformen und damit unkreativen und langweiligen Artikel-Überschriften bis zum mobilen Zugriff auf Gesichterkennungsprogramme… mir behagt das nicht.

  19. 19

    Johnny (in #20), you’ve lost me here….

    Dieses neueste Google Zeug ist doch auch nur eine Fortentwicklung eines (soweit ich weiss inzwischen eingestellten) Amazon Projektes. Es geht darum dass man sich eine Strasse ansehen kann, vielleicht zur Orientierung, wie sieht eine Kreuzung aus oder wo ist ein bestimmtes Gebaeude. Nicht darum dass da vor einem Jahr mal jemand auf der Strasse stand oder langgefahren ist.

    Wenn Du damit Probleme hast, solltest Du dann nicht einiges konsequenter sein?

    Auf Flickr, die Ihr hier recht ausgiebig benutzt sind hunderttausende von Bildern von Leuten die vermutlich nicht gefragt worden sind ob sie mit der Veroeffentlichung einverstanden sind. Die sind einfach auf den Bildern mit drauf, weil sie halt gerade an einem Ort waren. Wuerde mich nicht wundern wenn Ihr sogar ein paar von hier benutzt habt. Ach ja, Flickr ist eine Firma, ein Teil von Yahoo, kein Wohltaetigkeitsverein. Nur falls das mal wieder jemand vergessen hat im ganzen Web 2.0 Social Dingensblabla.

    Neulich auf Eurer re-dingsda Konferenz (sorry, schlechtes Gedaechtnis fuer Namen), da sind sicher tausende von Bildern auch von Anwesenden gemacht worden. Ein sehr grosser Teil ist auf Blogs, Flickr und sonstwo veroeffentlicht worden. Haben die das alle immer gemerkt? Sind die alle nach ihrem Einverstaendnis gefragt worden? Mindestens indirekt ist da bestimmt auch Geld mit verdient worden. Und nein, das Argument „Auf einer Konferenz muss man damit rechnen fotografiert zu werden“ lasse ich da nicht gelten und erinnere nur an das Geschrei als Bilder von dem Bloggertreffen waehrend der Burda-Konferenz in Muenchen veroeffentlicht wurden, wo wohl einige nicht nach ihrem Einverstaendnis gefragt worden waren.

    Ich nehme Du hast eine Digitalkamera? Nimmst die vielleicht auch mal mit, wenn Du weggehst? Ich hoffe mal da sind nie Fremde irgendwo im Hintergrund mit drauf, oder Autokennzeichen. Die duerftest Du dann naemlich nicht auf Spreeblick veroeffentlichen.

    Sorry, bis jetzt ist das fuer mich unreflektiertes Google-Bashing, das von den eigentlichen Problemen ablenkt.

  20. 20

    Soo undatierbar sind die Bilder kaum, ich kann z.B. anhand von dort aufgestellten Uhren sagen dass die Aufnahmen von der 2nd/Howard Street um 9:43 Uhr gemacht wurden. Wenn man etwas weiter Ausschau hält findet man sicher auch z.B. eine digitale Anzeige, einen Börsenticker oder eine Zeitung (die Titelstory ist ein guter Hinweis und sollte durchaus lesbar sein) die einem dazu noch das Datum verrät.

    Aber Spaß macht das virtuelle Rumfahren in der Stadt schon, besonders im extrabreiten Vollmodus. Irre wie viele Parkplätze nur für Motorräder es in SF gibt.

  21. 21

    Armin, „Bashing“ halte ich für leicht übertrieben. Und danke für den Hinweis, dass Yahoo eine Firma ist. ;)

    Die Zusammenhänge und Herausforderungen der digitalen Welt (Bilderrechte etc.) sind sehr komplex und würde ich behaupten, konsequent zu sein, dürfte ich dieses Blog nicht betreiben. Aber es geht nicht um die letzte Konsequenz, nicht einmal um Google, die ich täglich nutze und in vielen Bereichen für unglaublich kreativ und innovativ halte.

    Trotzdem: Ich nutze z.B. flickr oder andere Dienste nicht für private Fotos. Ich stelle, von Spreeblick-Artikeln und Daten zu meiner Person, gegen deren Veröffentlichung ich nichts eizuwenden habe, abgesehen, sehr wenig privates ins Netz.

    Auf das Bildrecht bei öffentlichen Veranstaltungen, das ein Sonderthema ist, gehe ich jetzt nicht explizit ein, das kann man ja googlen. :)

    Ich sehe außerdem einen Unterschied zwischen lokalisierten Fotos in dieser Qualität und einem Portrait oder Auto-Kennzeichen bei flickr.

    Es geht mir um den Einfluss der diversen digitalen Produkte auf unser Verhalten. Beispiel: Vielleicht guckt sich jemand, von dem du übers Netz etwas kaufen willst, in Zukunft erstmal an, in welcher Gegend du wohnst. Erscheint dein Wohnhaus ihm zu runtergekommen, verkauft er dir lieber nichts. Wer weiß, ob du zahlen kannst, wenn du in so einer Gegend wohnst? Solche Praxis ist bei Unternehmen längst Alltag (nicht anhand von Fotos, aber anhand von statistischen und demografischen Daten), vielleicht auch bald im privaten Bereich.

  22. 22
    Regine

    Nummernschilder oder ähnliche Daten werden bei mir konsequent unkenntlich gemacht, bevor ich ein Bild in’s Netz stelle. Ich weiss, das hilft nicht gegen Alles, ist aber das Mindeste, was ich tun kann.
    Sofern ich mitbekomme, dass jemand ein Bild von mir mit einem mir zuordenbaren Nummernschild oder ähnlichem ins Netz stellt, bitte ich meistens darum, dieses unkenntlich zu machen.
    Flickr fänd ich cooler, wenn alle, die dort Bilder hochladen, es genauso halten würden.

  23. 23

    Bei uns gibts das doch auch schon: sogar in Echtzeit.
    Komischerweise vertraue ich Google zur zeit noch mehr als unserem bösen Schäuble…

  24. 24

    Ähm, und ich finde das Feature ziehmlich geil, übrigens.

  25. 25

    Es geht mir um den Einfluss der diversen digitalen Produkte auf unser Verhalten.

    Warum sagst Du das nicht gleich? ;-)

    Ich empfand halt den Artikel als einen Schnellschuss ohne mal ein bisschen mehr auf Hintergruende und wirklichen Probleme einzugehen.

    Das ganze erinnert mich ein bisschen an die Klimadebatte, wo inzwischen die ersten Warnungen aufkommen das ganze doch mal etwas „leiser“ bzw serioeser anzugehen. Einfach weil die Leute uebersaettigt werden und vor lauter Panikmache das eigentliche Problem und vor allem das notwendige Aktivwerden vergessen.

    Aehnlich empfinde ich es hier: Ich halte diese Google-Spielerei fuer eine Nebensache, hinter der dann das wirkliche Problem verschwindet. Eben die Frage des Profiling die Du oben aufwirfst, die Moeglichkeiten eine Vielzahl von Daten und Informationen zu verknuepfen und die im Guten wie im Boesen zu nutzen. Eine Abwaegung der Vor- und Nachteile des ganzen.

    Ich weiss Du kannst das besser, deshalb fand ich den Eintrag und die Kommentare halt etwas enttaeuschend.

  26. 26

    Hat irgendwie was, um mal kurz auf Entdeckungsreise gehen zu können.

    Auf der anderen Seite sehe ich da auch so einige bedenkenswerte Knackpunkte (Recht am eigenen Bild [Konferenzfotos – irgendjemand firm in der Materie?], Datenschutz,Persönlichkeitsrechte vs. öffentliches Interesse). Aber solange nicht überall Kameras hängen, und in Echtzeit an den großen Bruder funken dürfte das wohl auch rechtlich nicht zu beanstanden sein. Und wenn doch, dann passt man ändert man die Gesetze ‚mal eben‘.

    Auf der einen Seite hat man Spaß bei der Nutzung, auf der anderen Seite plagen einen Zweifel und Gewissensbisse welche Todesschwadron, totalitären Regimes oder sonstige Schandtaten damit in Zusammenhang stehen.

    Edit: Ich denke immer wenn man in unserer Gesellschaft irgendein Produkt kauft macht man sich in irgendeiner Art und Weise die Finger schmutzig, mal mehr und mal weniger … so und nun /Ironiemodus off

  27. 27

    Armin, die Kritik „zu kurz“ akzeptiere ich. Vielleicht hab ich in den letzten Jahren schon zu viel darüber getippt und setze zu viel voraus.

    Ok. Nächstes Mal ausführlicher. :)

  28. 28

    Danke für die Konkretisierung, Johnny. Ich gebe Dir im Prinzip Recht. Spannend finde ich bei dieser Sache, dass das „Böse“ in einer Form daherkommt, dass alle es haben *wollen*. Denn, mal im Ernst, welchen wirklichen Nutzen hat diese Technologie? Hey, ich kann auf der Market Street in SF spazieren gehen! Wow, ganz toll. Und selbst wenn ich mir eine Straßenkreuzung vorher ansehen kann; wozu? Damit ich sie später nicht verpasse? Mir scheint der Aufwand für die Einrichtung und Unterhaltung dieser Technologie viel zu aufwändig. Aber die machen das doch nicht zum Spass, oder? Google will doch Geld verdienen, oder? Google will Daten, Informationen, Bergwerke für Datamining. Informationen lassen sich verkaufen.

    Eines Tages werden wir die Nase voll haben, das so viel Missbrauch mit Daten, Kreditkarten und anderen Identifikationsverfahren im Internet getrieben wird, so dass es einen weiten Konsens darüber gibt, dass ein eingepflanzter Chip diese Probleme lösen wird. Der kann nicht geklaut werden. Es wird verlockend sein, die Lösung so einfach.

    „Und es macht, daß sie allesamt, die Kleinen und Großen, die Reichen und Armen, die Freien und Sklaven, sich ein Zeichen machen an ihre rechte Hand oder an ihre Stirn, und daß niemand kaufen oder verkaufen kann, wenn er nicht das Zeichen hat, …“

    Alles, was ich hier so sehe, mit Google und so weiter, scheint mir diese Entwicklung voranzutreiben. Ob gewollt oder nicht …

  29. 29
    Acid

    Regine (#17)
    Satire oder nicht, es kommt dem, was ich meinte, recht nahe. Im Film fällt ein Satz: „Zum ersten Mal saßen die Zuschauer nicht mehr passiv vor dem Fernseher, sie machten Fernsehen“
    Wenn wir schon nichts gegen den Überwachungswahn tun können – und das können wir nicht mehr, weil’s dafür zu spät ist – warum dann nicht wenigstens die steuerfinanzierten Werkzeuge kreativ nutzen?!

    Da muss noch viel mehr gehen als in diesem Film. Ich möchte via Web selbst die Kameras anwählen können. Die Dinger sollten eine noch bessere Qualität haben – am besten Full HD! Und ich will’s am Rechner mitschneiden können.
    Wenn ich wissen will, ob in der Stammkneipe- Disse- Lokal was los ist, zappe ich vorher mit der Kamera kurz rein. Früher hat man kurz angerufen. Das ist nicht Web 2.0, das ist Reality 2.0.

    Befremdlich ist es, gar keine Frage. Aber ich bin zu resigniert, um anzunehmen, dass die Kameras wieder verschwinden. Wenn jeder zuschauen und archivieren kann, ist das eine wichtige Kontrollfunktion. Denn den Beamten, die das Material archivieren, traue ich nicht. Und ich weiß, wie einfach man Bildmaterial manipulieren kann.

  30. 30

    Ich kann mir richtig lebhaft vorstellen, wie sich die Googler jedesmal, wenn sie ein neues Feature veröffentlichen und anschließend die erhobenen Zeigefinger sehen, vor Lachen einschiffen.

    Das ist nichts weiter als technologische Weiterentwicklung. Wer ernsthaft denkt, dass in naher Zukunft keine Kamera an jeder Straßenecke steht und die Bilder live irgendwohin sendet, ist blauäugig. Die Frage ist doch eher: müssen solche Entwicklungen zu unser aller Nachteil sein, oder ergeben sich dadurch evtl. auch Vorteile?

  31. 31
    verwirrter

    In jeder zweiten Straße steht in San Francisco ein DHL-Auto! Die sind ja tatsächlich Global Player.

  32. 32
    michael

    Denny, technische Machbarkeit ist kein Grund etwas auch zu machen. Im Gegenteil, das ist scheissgefährlich (siehe: 19. Jhd, 20. Jhd.). Unbedingter Fortschrittsglaube hat meistens keine guten Ergebnisse. Ich glaube so irgendwie hat das die Menschheit im letzen Jahhundert schon begriffen — aber neuer technischer Fortschritt bringt eben wieder ganz neue Probleme. Trotzdem will ich da nicht so pessimistische sein und meine schon, dass wir (oder die) noch rechtzeitig was merken. Ich bin mal wieder naiv. Aber immer nur learning by doing is“™ doch auch doof. Irgendwofür muss das grpße Hirn doch gut sein.

  33. 33
    blind2c

    >Denny: „Wer ernsthaft denkt, dass in naher Zukunft keine Kamera an jeder Straßenecke steht und die Bilder live irgendwohin sendet, ist blauäugig.“

    Dabei hätten die Blauäugigen und Blonden ja Nichts zu befürchten!

    Ok, will mal den Teufel nicht an die Wand malen, aber ich gebe Michael recht, dass man nicht blind dem technisch Machbaren hinterher laufen sollte. Egal wie nett präsentiert und nützlich diese auf den ersten Blick auch sein mögen.

  34. 34
    buster666

    Nunja, nettes Feature. Jetzt fehlt eigentlich nur noch Google Earth LIVE.

  35. 35
    Regine

    @Acid (#32)
    Nur ist es ja so, dass in dem Streifen deutlich gemacht wurde, dass z. B. die Einsätze der Polizei aus dem Programm genommen werden. D. h. wir könnten uns zwar gegenseitig zuschauen, aber mal wieder nicht der Staatsmacht auf die Finger klopfen.
    In Puncto Spaßfaktor kann ich Dir zustimmen. Aber durch die Auswahl, was auf den Sender kommt, sind die Bilder bereits manipuliert.

  36. 36
  37. 37

    internet halt. warum regen sich so viele darüber auf, wenn es so viele so geil finden? @winfried aus chemnitz: zum glück was? :-)

  38. 38
  39. 39
    mo

    was is an einen nummernschild schlimm

  40. 40

    Aus Datenschutz-Sicht wird hier mit Sicherheit ein kritisches Feld betreten – wird in Deutschland nie möglich sein. Ist auch gut so.

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