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Fütterungszeit

Die Theorien und Behauptungen, die derzeit in einigen deutschen Blogs kursieren, machen mich ebenso sprachlos wie die streckenweise auftretende Aggression, die kurz vor dem Aufruf zur Gewalt gegen meine Person steht. Als würde ich „Yahoova! Yahoova!“-brüllend auf meine Steinigung warten. Denn Teile der deutschen Bloglandschaft, so kann man den Eindruck bekommen, haben endlich den Schuldigen für die Yahoo vorgeworfenen Menschenrechtsverletzungen gefunden. Und er trägt meinen Namen.

Wir diskutieren im Kern über zwei Themen:

1) Yahoos Verhalten in China und die daraus resultierende Klage gegen Yahoo in den USA.

Hier gibt es mehr Info dazu.

2) Macht sich ein Medium mitschuldig an der Missachtung der Menschenrechte, wenn es Werbeplatz an ein Unternehmen verkauft, gegen welches wegen genau dieser Vorwürfe eine Klage läuft?

Ich verstehe, dass viele Blogger der Meinung sind, diese Mitschuld träfe zu. Und ich nehme mir das sehr zu Herzen, auch wenn ich anderer Meinung bin. Es ist nicht so, dass ich die Diskussion rund um das Verhalten von Yahoo nicht erwartet habe, denn das Thema beschäftigt mich seit längerer Zeit und der erste Teil des China-Artikels bei Spreeblick war schon vor der Werbe-Anfrage Yahoos in Arbeit. Dass er erscheinen würde, stand fest. Ich wollte die Diskussion, ich wollte sie hier und ich empfand die Werbe-Anfrage nach meiner ursprünglichen Reaktion der klaren Ablehnung als beinahe symbolträchtig. Denn für mich stand in diesem Moment nicht die Frage im Raum, ob unser Blog die Werbung, sondern ob die Werbung unser Blog aushalten würde.

Es ist wichtig zu verstehen:

Yahoo hat einen Werbeplatz bei Spreeblick gekauft. Nicht mich, nicht unsere Meinung, nicht unsere Inhalte.

Ich habe mich sehr geirrt in meinem vielleicht naiven Glauben, die Blogosphäre würde sich ob der Diskussion mit Yahoo beschäftigen, nachdem das Thema „Yahoo in China“ vor der Werbeschaltung (und vor der neuen, zusätzlichen Diskussion um flickr) in deutschen Blogs kaum eines war. Bitte korrigiert mich, wenn ich das falsch sehe.

Womit sich die Blogosphäre im vorliegenden Zusammenhang seit der Werbeschaltung teilweise recht eingehend beschäftigt, ist einerseits meine Person und andererseits das Thema „Dürfen Blogs Yahoo-Werbung zulassen?“. Letzteres ist eine berechtigte und wichtige Diskussion. Ebenso wichtig wären jedoch (wenn es hier wirklich vornehmlich um die Einhaltung der Menschenrechte und um die Ethik in Unternehmen geht und nicht allein um mich, Spreeblick oder [DIE VERWENDUNG DES URSPRUENGLICHEN NAMENS DES UNTERNEHMENS WURDE UNS UNTERSAGT]) ausführlichere Artikel und Meinungen zu Yahoo in China, zum Thema Menschenrechte in China. Denn solche Artikel bleiben bestehen, während die Werbung verschwindet. Solche Artikel lese ich jedoch nach wie vor so gut wie keine.

Unser eigener Artikel zu diesem Thema erscheint inzwischen bei der Google-Blogsearch-Suche nach „Klage gegen Yahoo“ auf Platz drei, bei der Suche nach „Menschenrechte Yahoo China“ auf Platz zwei. Das ist keine Rechtfertigung, sondern eine Tatsache.

(Update: Fünf Minuten nach dem Erscheinen dieses Artikels haben sich die Zahlen verschoben, mal zum Besseren, mal zum Schlechteren, bitte also selbst nachsehen)

Dass Yahoo unsere Arbeit in diesem Fall mitfinanziert, ist für einige eine Ungeheuerlichkeit. Diese Einstellung akzeptiere ich und kann sie auch nachvollziehen. Was ich jedoch nicht akzeptiere ist der Vorwurf, wir würden uns der Verletzung der Menschenrechte mitschuldig machen und es würde genügen, eine Werbung nicht anzunehmen, um sich „rein zu waschen“. Bei aller berechtigter Kritik: Wer so denkt, mit dem komme ich nur sehr schwer in ein sinnvolles Gespräch.

Es tut mir aufrichtig leid, wenn unsere Entscheidung Spreeblick-Leserinnen und Leser enttäuscht hat. Ich akzeptiere Kritik, nur sehr wenig davon wird tatsächlich ignoriert und wir diskutieren hier sehr, sehr ausführlich. Und werden daraus lernen. Ich bitte aber darum, in der ganzen Diskussion nicht in die Scheinheiligkeit abzurutschen. Danke dafür.

Da der Vergleich gerade gern in der Argumentation gegen uns angeführt wird: Als ich mich vor zweieinhalb Jahren über die Geschäftspraktiken von Jamba aufregte, kritisierte ich Jamba. Nicht MTV.

142 Kommentare

  1. 01
    moep

    Du mußt dir aber die Frage gefallen lassen ob du mit Jamba als Werbepartner im Rücken den Jamaba-Artikel in der Form gebracht hättest. Und nach lesen des „Yahoo und China“ -Artikels sieht es für mich nicht so aus.

  2. 02
    Kommentar

    So ist das also: Oben Rechts einen Schäuble-Banner gegen Überwachung, Extra-Seiten über den bösen G8-Gipfel und das ganze mit Werbung finanzieren, in der Firmen beworben werden, die an Überwachung und Globalisierung sehr gut verdienen.

    Konsequent!

  3. 03

    moep: Natürlich müssen wir uns die Frage gefallen lassen, ob wir schreiben, was wir schreiben wollen. Und diese Frage können wir nur in der Praxis beantworten. Wenn die Werbung dazu führen sollte, dass wir in unserem Schreiben nicht mehr frei sind, werden wir sie sein lassen.

  4. 04

    Ich bin dafür, dass Werbung und Redaktion auch auf Blogs strickt getrennt werden. Trennung heißt für mich: Strukturelle Trennung, beispielsweise unterschiedliche Ansprechpartner für Werbekunden und redaktionelle Belange.
    Und außerdem finde es es besser, wenn über Yahoo/Flickr und deren Geschäftspolitik diskutiert wird – und nicht darüber, wo die Werbung schalten. Das ist mir nämlich ziemlich egal.

  5. 05

    Der Mob will keine Erklärungen, der Mob will Blut sehen. Oder? Na mal abwarten auf die Reaktionen. Ich hatte manchmal nicht den Eindruck, dass es um die Sache ginge, sondern um die Demontage, den Skandal um seiner selbst willen.

    Dass es so wenige China-Artikel gibt liegt vielleicht einfach daran, dass es keine Kontroverse gibt. Ich kenne eigentlich keinen, der das Vorgehen gegen Systemkritiker billigt. Und unisono das gleiche zu schreiben bringt es auch nicht.

  6. 06
    Maltefan

    Auch das kommt mir wie en merkwürdiges Rumgeeire vor.

    – Das Thema Yahoo und Menschenrechtsverletzungen in China kann man auch ohne Werbeschaltungen ansprechen.

    – Du beklagst, dass sich die Diskussion nicht um Menschenrechte in China und Yahoo, sondern um Yahoo-Werbung auf Spreeblick dreht. Das liegt wohl daran, dass es zum Thema Menschenrechte in China nicht viele Leute gibt die der Meinung wären, dass die dort geachtet werden, also mithin die Diskussion eher einseitig veräuft. Und deswegen die Leute halt gerade wissen wollen, wie die Yahoo-Werbung zu Eurem moralischen Anspruch passt (der mich persönlich z.B. gar nicht interessiert).

    – „Was ich jedoch nicht akzeptiere ist der Vorwurf, wir würden uns der Verletzung der Menschenrechte mitschuldig machen und es würde genügen, eine Werbung nicht anzunehmen, um sich „žrein zu waschen“.“: Popanz. Oder hat wirklich wo wer behauptet, eine Werbung nicht anzunehmen würde einen reinwaschen?

    Wenn ich es recht bedenke, habe ich von Euch bisher noch gar nichts darüber gelesen, welchen moralischen Anspruch Ihr eigentlich habt und warum sich der mit Yahoo-Werbung verträgt. Oder halt eben nicht verträgt incl einem Statement, wie man in Zukunft mit sowas umgehen will.

    Mir persönlich ist das relativ egal, wie ich schon in einem Kommentar unter Maltes Artikel ausgeführt habe. Ich bin nicht hier um Bessermenschen dabei zuzusehen, wie sie sich auf die Schulter klopfen. Wenn ich das sehen will, surfe ich die Blogbar an.

    Ich kommentiere diesen Artikel nur weil ich mal loswerden will wie sehr ich diese für mein Empfinden lahmen, halbherzigen und unehrlichen Rechtfertigungsversuche als Selbstdemontage empfinde. Da wäre Schweigen noch besser!

    Just my 2cts

  7. 07
    Peter H aus B

    Wo war noch mal der Artikel, dessen Tenor es war, das die Blogsphäre sich hauptsächlich um sich selber dreht..Zeit, FAZ, Süddeutsche ? Wurde sich hier nicht noch darüber lustig gemacht? Johnnys Erfahrungen liefern aber die Bestätigung.

  8. 08

    „nicht die Frage ob unser Blog die Werbung, sondern ob die Werbung unser Blog aushalten würde.“
    stimmt, es dauert wahrscheinlich nicht mehr lange bis Yahoo – dank den kritischen Artikle hier – pleite ist.

  9. 09
    matze

    @johnny ob ihr schreibt, was ihr schreiben wollt, können die Leser nicht überprüfen. (Innere Zensur.)

    ABER:
    Ihr nehmt bisher Stellung und schreibt jetzt zu den Vorwürfen und zu China.
    Daher scheint das bisher zu klappen – und das imponiert mir.

    Viel Glück beim nächsten Werbepartner.

  10. 10

    Ich frage mich gerade, wieviele von den Leuten die hier gegen Spreeblick bzw. [DIE VERWENDUNG DES URSPRUENGLICHEN NAMENS DES UNTERNEHMENS WURDE UNS UNTERSAGT] wettern, auf ihrem eigenen Blog Google’s Adsense nutzen. Gut, Google hat jetzt nicht gerade gegen Menschenrechte verstoßen (zumindest weiß ich nix davon) aber die Zensur in China unterstützen sie auch. Das ist also ebenfalls inkonsequent. Genauso benutzten alle/viele weiterhin flickr oder delicious. Und die Ausrede, von wegen „Ich benutzte das schon länger als es zu Yahoo gehört“ ist in meinen Augen mit die blödeste überhaupt. Demnach wäre es für [DIE VERWENDUNG DES URSPRUENGLICHEN NAMENS DES UNTERNEHMENS WURDE UNS UNTERSAGT] ja auch legitim für Yahoo Werbung zu machen, wenn sie dies schon vor deren Menschenrechtsverletzungen getan hätten. Ich denke auch, dass dieses Thema einfach nur ausgeschlachtet wird, ganz im Stil der „großen“ Medien.

  11. 11
    matze

    @maltefan

    Wer soll denn die Blogs kritisieren, wenn nicht Blogs selbst?

    Die Blogs, die ich lese, drehen sich selten um sich und selbst wenn, auch Zeitungen schreiben von einander ab.

    Mir imponiert die Selbstkritik des Blogs hier, das ist nämlich genau der Unterschied zu Zeitungen, Fernsehen, die sich NIE einer echten Diskussion mit Lesern stellen.

    Dafür hat dieses Blog meinen Respekt.

    Zum moralischen Anspruch: Wer gegen Überwachungs-Schäuble ist, muß der nicht konsequenterweise FÜR Menschenrechte in China sein und gegen Spitzelhilfen seitens Yahoo?

  12. 12

    wer sich dem „mob“ zum fraße vorwirft, sollte sich nicht wundern, wenn er anschließend zerfleischt wird. die überschrift „fütterungszeit“ finde ich daher recht unpassend. und im video auf der re:publica sagtest du, dass du gleich mal die großen banner schaltest, damit alle drauf einschlagen können und sich das dann anschließend wieder beruhigt. das ist eine komische gönnerhafte position, die du einnimmst.
    und das fehlen von mimik und gestik und die fehlende körperliche präsenz lassen das geschriebene wort schnell ausarten. persönliche anfeindungen sind jedoch genauso unpassend wie die yahoo-werbung.

  13. 13
    Maltefan

    @matze:
    „Wer soll denn die Blogs kritisieren, wenn nicht Blogs selbst?“ –Hä? Hab ich das dagegen gesagt?

    „Mir imponiert die Selbstkritik des Blogs hier, das ist nämlich genau der UNterschied zu Zeitungen, Fernsehen, die sich NIE einer echten Diskussion mit Lesern stellen.“ — Ich habe hier bislang keine Selbstkritik gelesen, sondern nur lahme, halbherzige und unehrlich klingende Rechtfertigungsversuche. Sorry.

    Wie schon gesagt ist mir das relativ banane, ich lese Spreeblick nicht weil das hier lauter Übermenschen sind die immer alles richtig machen. Ich empfinde allerdings das, was zum Thema Yahoo-Werbung hier geschrieben wurde, als schädlicher als die Werbung selbst. Weil es bei mir zumindest genauso ankommt, wie ich schon schrub: lahm, halbherzig und unehrlich.

  14. 14

    Anstatt nur auf hysterischen Beiträge einzugehen, wäre es doch auch mal Sinnvoll, auf die gerechtfertigten, guten und richtigen einzugehen. Die sind nämlich in der Überzahl. Wie wäre es z.B. mit Holgi? Habt ihr da Antworten drauf gefunden? Wenn ja, warum schreibt ihr nicht darüber?

    Nee, die anderen sind natürlich schuld. Gut, dass es f!xmbr gibt, da hat man dann seinen Pappkameraden und kann so tun, als bewege man sich eh nur im Dschungel der Merkbefreiten.

    Ich kann ja verstehen, dass ihr Euch rechtfertigen wollt. Aber kommt ihr Euch bei solch einem Rumgeier nicht selbst ein bisschen blöd vor?

  15. 15

    Treffer versenkt. Wenn ich von meiner Randposition in Klein-Bloggersdorf die Sache richtig sehe, hatte man genau diese Worte von dir erwartet. Allerdings ein bisschen eher.

    Du hast dich in dem Netz gefangen, das dich auch groß gemacht hat. Freundschaft und Vertrauen. Aber genau wie beides ein Netz webt das als Kletterhilfe geeignet ist, webt es auch das Netz in dessen Empfindsamkeiten du gefangen bist.

    Das was man einem Karl Arsch durchgehen lässt oder bei dem sogar als normal empfindet, darfst du dir nicht leisten. Du bekommst Autorität nur, weil andere sie dir verleihen. Wenn du sie dann aber hast, musst du ständig genau den Ansprüchen derer gerecht werden, die dir die Autorität verliehen haben.

    Et jibt eben keine Knupperkirschen ohne Steine. Also Kirschen essen und Steine ausspucken. Durch den Mund. Auf dem anderen Weg geht es auch, ist aber nicht gesund und wird nicht beobachtet.

  16. 16

    @unbekannt Konsequent: Also ich finde dass konsequent im durchaus positiven Sinn, kann sein das dein Rechner mitsamt deiner Software mit „Fair Trade“- und „Bio“-Siegel ausgestattet ist, falls nicht dann würde ich von dir eine eher etwas differenziertere Kritik erwarten.

    Generell: Auch ich wünschte mir ab und an eine einfach strukturierte Welt(sicht), wie sie vermeintlich vor 20 Jahren noch up to date war. Leider war auch der Ost-West-Konflikt nicht so einfach aufzuteilen und die Globalisierung mitsamt ihrer teils negativen Konsequenzen gibt es schon länger als Bismarck.
    Da die Welt aber ein wenig anders aussieht, finde ich JHs Entscheidung vernünftig, wirklich pc geht eh nicht (ausser ich versuche mich als „Wilder“ alleine im kanadischen Wald herumzuschlagen ohne Manufaktur- oder Industriegüter) und eine kritsiche Reflexion des eigenen Handelns erscheint demnach sehr viel vernünftiger und ehrlicher als eine einfache Ablehnung.
    Auf eventuelles Firmengedisse kann ich (weitestgehend) verzichten, da jeder Mensch und halt auch Firmen, un- oder bewusst „Blut“ an den Händen haben.

  17. 17

    Hey Johnny!

    Erst mal finde ich es gut, hier eine Stellungnahme von dir zu lesen. Das zeigt mir, dass die Diskussion nicht spurlos an euch vorbei gegangen zu sein scheint & ihr euch Gedanken darüber gemacht habt.

    Es geht nicht darum, jemanden auf den Scheiterhaufen zu werfen. Vielmehr ist es die Frage nach den eigenen Idealen, die bei vielen Bloggern im Vordergrund steht, die sich zur Zeit kritisch mit der Sache auseinandersetzen. Wie schon mehrfach von anderen betont wurde: Spreeblick warnt explizit vor der Vorratsdatenspeicherung und berichtet intensiv über die Proteste gegen den G8-Gipfel. Spreeblick kritisiert also quasi das Neoliberale Establishment. Auch sonst wurden des Öfteren Firmen wie Jamba offensiv kritisiert.

    Dass ihr dann auf einmal umschwenkt und Werbung für ein Unternehmen macht, welches sich besonders in der Internet- & Blogzensur in der letzten Zeit einen Namen gemacht hat, das stößt dann doch sehr merkwürdig auf. Denn ja: Ihr macht als Spreeblick für Yahoo Werbung. Am meisten war ich dann aber auch aufgrund deiner vor einigen Tagen veröffentlichten Argumentation (Rechtfertigung) enttäuscht.

    Vielleicht ist es manchmal doch sinnvoller, wenn man die kritischen Stimmen aufgreift & sich selbstkritisch unter die Lupe nimmt (Stichwort: „žKrisenmanagement“). Ganz ehrlich: Stell dir vor, es beträfe jetzt nicht Spreeblick/[DIE VERWENDUNG DES URSPRUENGLICHEN NAMENS DES UNTERNEHMENS WURDE UNS UNTERSAGT], sondern ein anderes „žUnternehmen“. Glaubst du, ihr wärt dann ruhig gewesen & hättet es stillschweigend hingenommen? Ich maße mir an zu behaupten, dass auch von Spreeblick-Seiten kritisch mit dem Zeigefinger gedeutet worden wäre!

    Natürlich kann man sagen, dass Werbung von Inhalten getrennt gesehen werden sollte. Aber irgendwie hat man als Publikation, die Werbung zulässt auch immer die Verantwortung dafür zu tragen. Glaubst du nicht auch, dass ein Aufschrei durch die deutsche Medienlandschaft ziehen würde, würden Spiegel oder Zeit auf einmal Werbeanzeigen für NPD oder ProKöln schalten?!

    Damit möchte ich jetzt keine Parallelen ziehen oder die Yahoo-Werbung auf eine Stufe damit stellen. Aber ich möchte unterstreichen, wie man Diskussionen und Kopfschütteln auslösen kann, wenn man auf einmal Werbung für Organisationen/Konzerne schaltet, die sich bisher nicht gerade als Freund der eigentlichen Zielgruppe/Kundschaft hervorgetan hat & viel mehr noch bei dieser stark in der Kritik steht!

    Wie ein Schlag ins Gesicht hat auf mich übrigens gewirkt unter deinem China-(Rechtfertigung-)Artikel auch noch ein buntes Yahoo-Werbebanner sehen zu müssen!

    Also nicht persönlich nehmen!

  18. 18

    mspro, mit Holgi habe ich sehr ausführlich gemailt und geredet.

  19. 19
    inga

    wie sieht es denn aus mit den klicks auf die yahoo-anzeigen? hat sich der ärger wenigstens ausgezahlt?

    Ansonsten hab ich bei [DIE VERWENDUNG DES URSPRUENGLICHEN NAMENS DES UNTERNEHMENS WURDE UNS UNTERSAGT] schonmal geschrieben, dass eure bisherigen werbekunden leider in keinster weise zu eurem image passen – im gegenteil, eurem image genau gegenüberstehen und so die gefahr bergen, euer image runterzuziehen, bzw zu verwässern. Da braucht es gar keinen typischen blogosphäre-platzhirschgeröhre-trigger wie die yahoo-werbung für.

    Ich würde nicht ganz so polemisch sein wollen und sagen, dass es wie die werbekampagne einer abtreibungsklinik in der rundschau für katholische priester kommt – aber ich stehe nach wie vor mit diversen großen fragezeichen im gesicht da.
    Von euch hätte ich innovative werbung erwartet. Ihr habt euch links der mitte platziert, abseits vom mainstream.
    Und eure zielgruppe soll jetzt auf global player und mainstream-produkte abfahren? Ein bißchen – muss ich gestehen – fühle ich mich verarscht – und ich stehe werbung in blogs oder werbung allgemein nicht ablehnend gegenüber. Aber diese unerwartete werbung von produkten, von denen ihr ausgehen könntet, dass sie eure leser gerade NICHT interessieren oder mögen, hat sicher einen teil der aggressivität erzeugt, der ihr momentan ausgesetzt seid.

  20. 20
    nicnac

    Viel zu viel Gewese um einen Popanz. Noch ist Yahoo! Lichtjahre von der Erlangung der Weltherrschaft entfernt und so wird es einstweilen auch bleiben.
    Was schadet da Werbung? Ist das wirklich Wasser auf die Mühlen jener, die in China Menschenrechte unterdrücken?
    Kunst geht nach Brot und dies ist eins der besten Blogs Deutschlands.
    Laßt Euch bloß nicht vereinnahmen von jenen, die jede Art von Geld verdienen für anrüchig halten. Ihr braucht eine gesunde Basis, um dieses Blog betreiben zu können. Solange Ihr Eure Unabhängigkeit von Werbekunden bewahren könnt, bleibt Ihr souverän. Yahoo! ist nicht der Fürst der Finsternis. Das sollten sich jene hinter die Ohren schreiben, die munter auf den Sack einprügeln, obwohl sie doch den Esel meinen.
    Also meinen Segen hättet Ihr :).

    nicnac

  21. 21

    @ Johnny, Wie schön für ihn.

  22. 22
    verweigert

    Wer als scheinheiliger Autor um die Anerkennung oft ebenso scheinheiliger Leser buhlt,muß sich nicht wundern, wenn bei allzu plumper Wandlung des Spreeblick zu Kommerzblick die Leser sauer sind. Hätte Spreeblick z.B. von Yahoo Geld kassiert, um immerfort yahoo-kritische Artikel zu schreiben, die vielleicht auch einen paradoxen Werbeeffekt haben, wären die Gutmenschen alle zufrieden geblieben. Ich sehe in der Kommerzialisierung von Spreeblick kein Problem, denn dadurch geraten andere, um der Sache willen geschriebene Blogs mehr in den Blickpunkt der Leserschaft.

  23. 23

    bluejax, aber natürlich lesen wir Kritik und beschäftigen uns damit, wir sind doch nicht ignorant oder blöd öder größenwahnsinnig oder wasweißich.

    Auch ich meine das nicht relativierend, aber da du es angesprochen hast: Der Spiegel warb vor einigen Jahren für das Buch „Ich war dabei“ von Franz Schönhuber und wenn man bei der Süddeutschen nach Artikeln über Yahoo sucht, findet man daneben Werbung für Yahoo.

    Nein, dabei gibt es keinen Aufschrei. Aber ich verstehe durchaus, warum das in Blogs anders ist.

  24. 24

    @ Maltefan: Aber ist nicht die Diskussion über yahoo und Werbung und so der Versuch, die eigenen moralischen Grundsätze zu veranschaulichen? Am Beispiel sozusagen? Das Wort undogmatisch wär mir beinah über die Lippen gerutscht, die ich jetzt schnell und auf der Stelle verschließe…

  25. 25

    inga, der größte Teil der Mailadressen, die wir beim Lesen der Kommentare sehen, sind bei den „großen“ Anbietern. Es gibt sogar zwei kritische Mails zur Yahoo-Werbung, die von Yahoo-Accounts geschickt wurden, was ich nicht als Vorwurf meine.

    Ich weiß, was du meinst, aber ich teile nicht deine Ansicht, dass die Kritik mit der Art oder Größe der Werbekunden zu tun hat oder ob diese zu uns passen oder nicht.

  26. 26

    Ich sage nichts zu Mitverantwortung und Schuld, da ich hierzu keine standfeste Meinung habe und mein eigenes Konsumverhalten keineswegs vorbildlich ist. Ich habe auch keine Ahnung, ob ‚Werbung schalten‘ irgendwie besser oder schlimmer ist als ‚als Kunde unterstützen‘. Ich habe auch keine große Lust, noch mehr Zeit auf das Thema zu verwenden – dafür habe ich gute Adblocker.

    Aber es gibt eine Sache, die mich stört:

    Ich rede von der großmundigen Ankündigung beim Start von [DIE VERWENDUNG DES URSPRUENGLICHEN NAMENS DES UNTERNEHMENS WURDE UNS UNTERSAGT], anders zu sein und eben nicht für jeden Werbung zu machen. Nach der nicht-erfolgten Ablehnung von Yahoo und Deiner Rechtfertigung dieser Entscheidung ist es schwer vorstellbar, daß Ihr überhaupt jemand ablehnt. Daher meine bereits zum anderen Artikel gestellte Frage: Was müßte Yahoo noch tun, um als Werbekunden für euch inakzeptabel zu werden? Und: Würdet Ihr überhaupt jemanden ablehnen?
    Ein klares ‚Wir brauchen Geld, um Spreeblick (oder sonst ein Projekt) weiter zu führen, deswegen machen wir Werbung, auch für Firmen, die wir nicht toll finden‘ hätte ich als angenehmer und weniger problematisch gefunden als die momentane Diskrepanz zwischen den Ankündigungen von [DIE VERWENDUNG DES URSPRUENGLICHEN NAMENS DES UNTERNEHMENS WURDE UNS UNTERSAGT] und der realen Praxis.
    Diese Diskrepanz ist es nämlich, die euch in der Wahrnehmung vieler (zB mir) auf der -alles anderen als schwarz-weißen- Integritäts-Skala von Klartext redender Blogger ‚aus Leidenschaft‘ ein gutes Stück in Richtung PR-Leute mit gespaltener Zunge verschiebt.

    Entweder lasst den Ankündigungen von [DIE VERWENDUNG DES URSPRUENGLICHEN NAMENS DES UNTERNEHMENS WURDE UNS UNTERSAGT] Taten folgen, oder steht dazu, daß Ihr auch nur Werbung wie alle anderen macht. Mit beidem hätte ich persönlich kein Problem. Aber im Moment… ja, auch in anderen Medien gibt es Werbung für Yahoo. Aber diese sind nie mit dem Tenor von [DIE VERWENDUNG DES URSPRUENGLICHEN NAMENS DES UNTERNEHMENS WURDE UNS UNTERSAGT] angetreten: Wir sind blogger, wir sind welche von euch, wir machen das besser, wir machen das ehrlicher!

  27. 27
    Maltefan

    @apfelbaum:
    Wenn Du mir jetzt noch erklären könntest, welche Grundsätze denn jetzt gerade so ganz undogmatisch veranschaulicht werden? Ich hab zwar einen IQ oberhalb der Grasnarbe, aber mir veranschaulicht sich da eben gerade nichts. Ich sehe nur sehr inkonsistentes Geeire.

  28. 28

    Ich denke, es handelt es sich um eine Frage des Imageschadens. Firmen suchen sich im allg. Werbeträger, deren Image das Unternehmen sich zunutze machen will. Geht dabei etwas schief, leiden oft beide Seiten an einem Imageschaden. Das Werben für Yahoo ist jedem frei gestellt. Man sollte nicht päpstlicher sein als der Papst, das gilt auch für Blogger. Was bleibt ist aber oft ein fader Nachgeschmack.

  29. 29
    Kay

    Alle Kritiker an Yahoo und Spreeblick sollten sich überlegen, wie sie mit ihrem westlichen Lebenswandel auf so Länder wie China angewiesen sind und es tagtäglich in Kauf nehmen.
    Zwei Beispiele: Elektronik & Klamotten

    Fast keine der üblichen Haus- und Unterhaltungselektronik wird mehr in .de hergestellt. Warum ? Weil wir mit unserem Konsumverhalten für Billiglohnländer a la China „abgestimmt“ haben. Jedem ist bekannt, dass dort einiges im Argen ist.

    Dieses ganzes Genöle über Yahoo ist echt affig. Wir sitzen nämlich mittendrin im Glashaus und werfen mit Steinen.

  30. 30

    Lieber Johnny, auf der einen Seite schlägst Du klare Töne an, dass DU fast ganz allein für den Deal mit Yahoo verantwortlich bist und nun klagst du an, dass sie einige Leute dann auf Dich einschießen.

    Wer sich vor den Mob stellt und ruft „ICH WAR ES“, der braucht sich doch nicht wundern, wenn er zur Zielscheibe wird.

    Das ganze ändert auch nichts daran, dass Dir/Euch/Denen oder wem auch immer doch die Reaktion der Blogs bekannt sein sollte, wenn Deals mit Firmen wir CISCO und YAHOO eingegangen werden.
    Zumindest dann, wenn man als Blogger Deals mit solchen Firmen eingeht.
    Es hängt eben auch stark von der Rolle ab, die man in solchen Augenblicken vertritt.

    Es hilft meines Erachtens nun auch nichts, hier in immer wiederkehrenden Artikeln über einige wenige böse Blogger zu jammern.
    Das verstärkt nur den Eindruck, dass hier mehr Emotionen drin sind, als es gut für die Sache ist.
    Mehr professionelle Ruhe und vielleicht hier und da ein wenig Einsicht würde Euch/Dir/Denen wirklich mal gut stehen.

    Zeigt, dass ihr mit [DIE VERWENDUNG DES URSPRUENGLICHEN NAMENS DES UNTERNEHMENS WURDE UNS UNTERSAGT] wirklich was Neues machen wollt.
    Zeigt, dass hier nicht die 08/15 Werbeplattform gerührt wird.
    Habt mehr Mut zu mehr Transparenz und, zur Hölle, führt endlich klare Richtlinien für die Auswahl teilnehmender Blogs, klare Regeln für die teilnehmenden Blogs und einige Rahmenbedingungen für die Auswahl von Werbepartnern ein.
    Zur NOT sagt auch mal NEIN und zeigt Stärke.

    Das ist nur meine bescheidene Meinung.

    Ich wünsche Euch, dass ihr einen klaren Weg für Eure Idee [DIE VERWENDUNG DES URSPRUENGLICHEN NAMENS DES UNTERNEHMENS WURDE UNS UNTERSAGT] findet und dass dann auch wieder Ruhe einkehrt.

    Viel Erfolg

    C.J.

  31. 31

    Sag mal, Johnny, merkst du nicht, wie du andauernd mit dem Finger auf andere zeigst, wärend du kein einziges Wort darüber verlierst, worum es hier geht? Um Dich, Spreeblick und Yahoo-Werbung? „Der Spiegel hat doch aber auch..“, „Aber die andern sind so gemein…“, „die Kritiker kommentieren aber mit yahoo adressen“….

    Sowas meine ich. Das ist einem Johnny, den ich schon lange lese, einfach unwürdig und das ärgert mich. Und ich habe den Eindruck, mehr hast du nicht vorzubringen, weil Du fülst, dass du im Unrecht bist. Weil Du selber keine Antwort hast.

    Ach…. werd doch Redakteur!

  32. 32
    Anna

    Wo fängt denn das korrekte Verhalten an? Darf ich Johnny kritisieren wegen Yahoo-Werbung-Menschenrechtsverletzung-in-China-Verbindungen, selbst aber schön brav Produkte kaufen, deren Produktionsbedingungen im besten Falle fraglich zu nennen sind?
    Das ist das schöne an unserer aufgeklärten Gesellschaft, wir haben uns so behaglich eingerichtet in unserer selbstgerechten Empörung, dass uns die Brüche in unserem eigenen Verhalten nicht mehr auffallen. Mir war gar nicht klar, dass es soviele Leute gibt, die für NGOs arbeiten, oder ist es etwa ethisch korrekt, für einen Konzern zu arbeiten, der am Ende gar noch Geschäfte mit China macht? Oder für eine Firma, die mal kurzerhand die halbe Belegschaft entlässt, nur damit der Aktienkurs steigt? Und wo liegt genau der Unterschied zwischen Gehalt beziehen und Werbeeinahmen erhalten? Und während der eine sich kritisch mit dem Thema auseinander setzt, halten wir anderen schön die Klappe, bloß nicht den Arbeitsplatz gefährden, denn wo kommt den sonst demnächst das Geld zum Leben her?

  33. 33
    Maltefan

    @Kay
    Ich persönlich kritisiere nicht die Werbung für Yahoo, sondern die merkwürdigen Rechtfertigungsarien.

    #26, 31: sehe ich auch so.

  34. 34
    Matthias (aus Dresden)

    Kay: Ein Glashaus das wir uns selber gebaut haben, möchte ich mal betonen. Aber du hast schon ganz Recht.

  35. 35

    signalpirat, das was du schreibst, ist mir sehr bewusst und es ist der „Stein des Anstosses“, oder zumindest ein großer Brocken davon. Und das wird Konsequenzen auf unserer Seite haben, na klar.

    Fraglich bleibt, ob die Diskussion aber nicht doch eine generelle bleiben wird, bei der es, jetzt mal abgesehen von Yahoo, wo sich viele einig zu sein scheinen, viele verschiedene Meinungen geben wird. In einem Blogkommentar zum Thema stand in etwa: „Die sollen statt Yahoo lieber Apple nehmen, das wäre doch wirklich cool“. Und da geht das dann weiter. Denn Apple (als genanntes Beispiel) steht auf den schwarzen Listen einiger Datenschützer auch auf den oberen Positionen, sie sind nur im Moment deshalb nicht so sehr in der Öffentlichkeit.

  36. 36
  37. 37

    Bin maßlos enttäucht, es ist nicht zu rechtfertigen für Yahoo Werbung zu machen, meinet wegen benutzt ruhig deren Dienste, wenn ihr nicht anders könnt (man kann immer anders, was mich dazu bewog in meinem Blog zum Boykott von Yahoo-Diensten aufzurufen), aber jede Rechtfertigung ist eitel. Das einzige Gute was die Werbung bringt ist das alle darüber sprechen wie schlecht Yahoo ist, aber auch das Rechtfertigt nichts.

  38. 38

    Ich habe mich sehr geirrt in meinem vielleicht naiven Glauben, die Blogosphäre würde sich ob der Diskussion mit Yahoo beschäftigen, nachdem das Thema „žYahoo in China“ vor der Werbeschaltung (und vor der neuen, zusätzlichen Diskussion um flickr) in deutschen Blogs kaum eines war. Bitte korrigiert mich, wenn ich das falsch sehe.

    Johnny, wenn es wirklich Deine Absicht war, eine breite Blog-Diskussion über das Thema „žYahoo in China“ anzustoßen, hättest Du Deinen Artikel m.E. nicht in der Kritik verbrennen sollen, die sich kurz zuvor an der [DIE VERWENDUNG DES URSPRUENGLICHEN NAMENS DES UNTERNEHMENS WURDE UNS UNTERSAGT]-Werbung für Yahoo entzündet hat. Mal ehrlich: Hast Du wirklich geglaubt, dass sich zu diesem Zeitpunkt eine davon losgelöste Diskussion ergeben würde? Nebenbei bemerkt finde ich persönlich übrigens, dass der Artikel zu schade war, so verheizt zu werden.

    Womit sich die Blogosphäre im vorliegenden Zusammenhang seit der Werbeschaltung teilweise recht eingehend beschäftigt, ist einerseits meine Person und andererseits das Thema „žDürfen Blogs Yahoo-Werbung zulassen?“. Letzteres ist eine berechtigte und wichtige Diskussion.

    Und Ersteres liegt in der Natur der Sache. Es gehört zu den Charakteristika von Weblogs, dass es eine enge Kopplung von Inhalt und Persönlichkeit des Bloggers gibt – viel enger als bei anderen Medien. Und ich denke, das weißt Du auch ganz genau. Johnny Haeusler ist halt immer noch der Frontmann von Spreeblick, quasi das Aushängeschild. Dein Name steht in der Blogosphäre für etwas. Und dem bist Du nach Ansicht vieler mit der Yahoo-Werbung nicht gerecht geworden. Mit dieser Feststellung will ich jedoch keinesfalls die persönlichen Angriffe gegen Dich entschuldigen oder rechtfertigen (im Gegenteil davon möchte ich mich ausdrücklich distanzieren), sondern lediglich versuchen, Dir die breite und in den vergangenen Tagen vielfach geäußerte Kritik/Empörung/Enttäuschung aus meiner Perspektive zu erklären.

  39. 39

    C.J.: Danke sehr.

    mspro, meine Spiegel-etc.-Beispiele bezogen sich, das habe ich extra nochmal geschrieben, auf den Kommentar, auf den ich geantwortet habe.

    Und das mit dem Redakteur war gemein.

  40. 40
    Altra

    @Johnny, 35: Aber rührt nicht daher der von so vielen empfundene Vertrauensverlust? Diese generelle Diskussion wird nicht mehr mit Euch geführt, sondern gegen Euch. Euch als Spreeblick. Weil Du, verständlicherweise, mehr damit beschäftigt bist, dich zu rechtfertigen (und das zu Beginn nicht wirklich gekonnt), als die Diskussion voran zu treiben — und auf einmal als „Der ignorante Schweigenden da oben“ wahrgenommen wirst. Und nein, ich rede jetzt nicht von den Grundsätzlern, die wie die Jagdhunde auf dich stürzen. War heute auf SpOn vom „Web-2.0“-Desaster der Flickr-Leute die Rede? Dann ist das hier, ohne übertreiben zu wollen, ein „A-Blogger-Desaster“ erster Güte. Das Beispiel dafür, wie schnell Blogger an Kredibilität und Liebe verlieren können, wenn das Gleichgewicht zwischen Vermarktung und Bodenhaftung verloren geht. Oder besser: Wenn der Eindruck verloren geht, die Vermarktung sei klug. Und durchdacht.

  41. 41

    iris, danke auch dir. So langsam, nachdem etwas Ruhe in meinem Kopf und Bauch eingetreten ist, sehe ich das natürlich auch genauso.

  42. 42

    Altra, „point taken“, wie man so schön sagt…

  43. 43
    suapoc

    lol… das ist die verlogenste diskussion, die ich seit langem verfolgen durfte. aber das ist halt das problem mit uns menschen „links der mitte“… jeder betrachtet sich als den moralischen nimbus und so dauert es nicht lange bis man sich in sinnfreie diskussionen verstrickt…

    da werden leute auf antifa demos angepöbelt, weil sie ein fila t-shirt (wert 7,50 euro) tragen und das von leuten deren tolle springerstiefel samt roten schnürsenkeln von kinderhänden in china gefertigt wurden und deren handys mit bauteilen versehen sind, deren rohstoffpreise (tantal) durch korruption und bürgerkriege in afrika niedrig gehalten werden..

    die leute die hier wg. den yahoo-anzeigen krach schlagen sind wahrscheinlich die gleichen, die nichteinmal einen gedanken daran verschwenden wie verlogen doch ihr eigener lebenswandel ist.

    also bluejax und co.
    ab morgen kein auto mehr fahren
    kein handy mehr verwenden
    und bitte auch auf den restlichen wohstandsscheiss verzichten, den ihr euch nur leisten könnt, weil dieses system euch vorteile gewährt, indem es andere bis aufs mark ausbeutet…

    um es mal genauer zu formulieren… yahoo ist nicht schlimmer als ihr nur halt nicht so selbstherrlich verlogen^^

    ich will damit das verhalten yahoos nicht schön reden… nein ich bin es einfach nur satt diesen sinnfreien selbstdarstellerichen diskussionen angeblich moral, überlegener zusehen müssen.

    in diesem sinne : Du bist Yahoo!

    P.S.
    yahoo zieht keinen vorteil aus der werbung bei spreeblick und der artikel johnnys hat auch eindeutig belegt, dass die werbung keinen einfluss auf den redaktionellen inhalt hat. insofern finde ich es gut das yahoo ohne es zu wollen, den kritischen diskurs fördert, den leute wie ihr mit eurer sinnfreien skandalisierung solcher trivialsch*sse wie werbebanner gleich wieder kaputt machen müsst…

  44. 44

    Dies ist eine Kommentare-per-Mail Probe-Abo-Bestellung.

  45. 45
    Aron

    Wer Jonny, respektive Spreeblick Geldgeilheit unterstellt (denn nichts anderes stünde ja letzlich hinter der Kritik) dürfte so seine lieben Schwierigkeiten mit der Einschätzung von Characteren ganz im allgemeinen haben.

    Solange wir uns innerhalb eines solcherlei gearteten Gesellschaftssystems (das eigentlich gar keines ist, sondern ein Wirtschaftssystem) wie diesem hier bewegen, kann doch wohl NIEMAND diesbezüglich ernsthaft vollkommen reibungsfrei durch sein Leben kommen.
    Oder haben die Kritiker ihren Konsum gänzlich eingestellt? Denn jeder xte Kauf eines Produktes haftet ihnen Blut, na, mindestens Schweiß von mehr oder weniger ausgebeuteten Menschen aus der dritten oder vierten Welt an’s Revers.

    Diese Dummy-Diskussionen finde ich peinlich, bis ätzend. Alles reicht meist nur bis zur eigenen Nasenspitze. Man tut so als ob. Als ob das Schalten, oder Nicht-Schalten von Reklame irgend etwas in China, oder sonst wo … kein Sack Reis auf der ganzen Welt kippt um dadurch.
    Aber die Kritiker haben sich ’n gutes Gewissen erschrieben, wie erhrlich das ist, dürfte sich wohl jeder, der sich ein wenig mit den gesellschaftlichen Gegebenheiten beschäftigt ein drei Fingern abzählen können.

    Wenn Blogs, was ihre Aufmerksamkeit und Bewertung angeht, bereits ein solches Hysterielevel wie Du’s hier beschreibst (ich hab davon nichts mitbekommen – ich les‘ zu unregelmäßig) erreichen, ist zumindest die Diskussion ob sie „Journalismus“ seien bald obsolet :).

    Aron

  46. 46

    Boah, wie ich im Kreis kotzen könnte, bei diesen Aber-die-Welt-ist-doch-eh-schlecht-Kommentaren. Wisst ihr, warum sie so schlecht ist? Euretwegen!

  47. 47
    inga

    @ johnny.
    Ich würde die emotionale komponente nicht außer acht lassen. Die leute lesen euch, weil sie euch mögen, weil sie euren stil mögen, weil sie das mögen, was ihr mögt. Gleich und gleich gesellt sich gern.

    Ich halte die kritik wegen der yahoo-werbung auch für völlig überzogen, größtenteils heuchlerisch und vor allem emotional begründet. Schlammschlachten dieser art erlebt jede online-gemeinschaft und eure blogosphäre funktioniert da im großen nicht viel anders als irgendein kleines popel-forum, bei dem sich die user (vor allem die alphatiere) „auseinanderleben“.

    Ich kann natürlich nur für mich sprechen aber:
    ihr verstrickt euch derzeit in kommunizierten ansprüchen und nicht kommunizierter realität.
    Ich war z.B. echt positiv gespannt auf [DIE VERWENDUNG DES URSPRUENGLICHEN NAMENS DES UNTERNEHMENS WURDE UNS UNTERSAGT] – nur um seit dem start enttäuscht zu denken: so what? und tatsächlich kommuniziert wurde danach wenig. Das ist aber wieder etwas, was euch vorher ausgezeichnet hat.
    Mich wiederum läßt diese kleine enttäuschung, das mitleid mit euch im aktuellen fall reduzieren.

    Es geht hier nicht um sachliches. Es geht hier um gefühlte ansprüche und gefühlte wirklichkeit, die derzeit nicht übereinstimmen.

    Und (sorry, ich laber herum, ist gleich vorbei…) ihr zeigt sehr deutlich z.b. mit dem stratobanner unten, dass euch die kritik emotional trifft.
    Und neben denen, die tatsächlich sachliche argumente haben, neben den platzhirschen(-heischen)den und neben denen, die vielleicht vom weg und inhalt eures spreeblicks etwas enttäuscht sind ( zu wenig johnny derzeit, just my 2c), gibt es halt immer die, die besonders stark treten, wenn sie merken, dass es weh tut.

    Finally: Ich hab das schon bei [DIE VERWENDUNG DES URSPRUENGLICHEN NAMENS DES UNTERNEHMENS WURDE UNS UNTERSAGT] gefragt: habt ihr denn mal eine umfrage unter euren lesern gemacht, was die denn gerne für werbung hätten, wenn es denn schon werbung sein soll?

  48. 48

    inga, es gibt einiges nachzubessern, ja. Und deine Kommentare sind kein „Rumlabern“, finde ich. :)

    Ich habe nie bestritten, dass mich die Enttäuschung oder berechtigte Kritik trifft. Natürlich tut es das. Es gab viele Ratschläge im Sinne von „ach, lass das doch einfach an dir abperlen“, das kann ich leider nicht. Wenn Leute das als irgendeinen „Sieg“ feiern wollen, macht mir das allerdings nicht so viel aus. Ich mache das hier alles nicht, um Kriege zu führen.

    Was eine Umfrage angeht: Das überlegen wir tatsächlich schon länger, denn es wäre zumindest eine spannende Diskussion. Die vielleicht auch die Schwierigkeiten deutlicher macht.

  49. 49
    rezz

    naja, im „kreis kotzen“ scheint ja hier groß in mode.

    wer wissen will, ob spreeblick von china aus gelesen werden kann, der schaue mal hier:
    http://www.greatfirewallofchina.org/test/

    viel spass beim saubermachen …

  50. 50
    weltherrscher

    oh ha, ich weiß jetzt nicht, ob meine kritik hier richtig ist, aber egal:

    mir fehlt insgesamt im thema yahoo-blogs ein wesentlicher aspekt, nämlich die frage danach, wohin will die blogosphäre gehen?
    will man einfach das werbemodell der klassischen verlage übernehmen und geld nehmen, egal wo es herkommt, also hände auf und augen zu?
    oder wird die blogosphäre eine eigene andere identität schaffen?

    ihr habt im grunde den reigen der kritik mit eurem tun eröffnet. kann man einfach so still zusehen, wenn der erste ([DIE VERWENDUNG DES URSPRUENGLICHEN NAMENS DES UNTERNEHMENS WURDE UNS UNTERSAGT]) genau diesen alten weg geht oder wie sollte man damit umgehen?
    das sind durchaus fragen die gestellt werden müssen.

    im moment wird natürlich alles noch im dunkeln umgerührt. am ende sollte dennoch eine suppe köcheln, die evtl. allen schmecken wird.

    für mich steht zur zeit fest: die kritiker schiessen eindeutig übers ziel hinaus. aber sie sind im grunde die einzigen, die überhaupt kritik üben. das sollte man anerkennen.

    ihr hingegen eiert doch etwas zu sehr rum. worum geht es denn jetzt noch in der yahoo debatte?
    was wolltet ihr genau bewirken?
    das eiert im moment massiv..

    vielleicht sollte mal einer eine agenda der streitpunkte definieren?

  51. 51

    @mspro:
    Ich hoffe doch sehr, dass du die elektronischen Bauteile deines Rechners selbst hergestellt hast und das ganze dann selber zusammengebaut hast. Damit die Welt ein klein wenig besser wird.

    Und diese komische Erwartungshaltung, dass [DIE VERWENDUNG DES URSPRUENGLICHEN NAMENS DES UNTERNEHMENS WURDE UNS UNTERSAGT] ganz toll und GANZ anders ist, versteh ich gar nicht. Werbung ist Werbung PUNKT AUS

  52. 52

    johnny 35, es wird vermutlich immer eine generelle diskussion bleiben, da stimme ich dir zu und apple würde demnach was du schreibst auch eine diskussion nach sich ziehen. selbst große bioladenketten sind nicht frei von kritik (äfpel, hüstel).

    ich hab ja schon sehr viel darüber geschrieben. denkpause.

  53. 53

    Ich fand zwar diesen Beitrag überflüssig nach der Großen Chinesischen Debatte, aber weil ich merke, dass die ganze Sache Johnny tatsächlich nahe geht, hier ist meine Unterstützung: Werbung für de.yahoo.com in einem deutschen Blog ist völlig in Ordnung. Aber bitte keine Anzeigen von cn.yahoo.com!

  54. 54

    na neuraum, das is aber nun quark.

  55. 55
    inga

    @ weltherrscher (51)

    ist doch völlig klar. Es ist an der zeit, dass jemand die off-blogosphäre ins leben ruft. Gibt (zumindest bei mir ) noch keinen google-treffer dazu – wenn sich der jemand beeilt hat er sogar gute chancen, gleich ein alpha-off-blogger zu sein, der dann bestimmen kann, wo es langzugehen hat

  56. 56

    @Simon
    Auch wenn ich schon wieder ob deines Kommentars in einem unappetitlichen Kreis sitzen muss, antworte ich dennoch, weil bei Dir ganz offensichtlich ein Verständnisproblem vorliegt.

    Es gibt ein nettes Sprüchlein, dessen Bezug auf Gott, ich zwar nicht Teile, dessen Weisheit aber schlagend ist. Sinngemäß:

    Gott gebe mir die Kraft, die Dinge zu ändern, die ich ändern kann.
    Er gebe mir die Kraft, die Dinge auszuhalten, die ich nicht ändern kann.
    Und er gebe mir die Weisheit, das eine vom anderen zu Unterscheiden.

    Ohne sich auf Gott zu berufen, situiert man Verantwortung also direkt beim Handelnden. Nicht bei der Welt, nicht bei der Ethik, nicht „Was dürfen Blogger“, oder gar beim SPIEGEL. Und natürlich sind die Grenzen schwammig. Ich könnte mehr tun. Viel mehr. Und wenn ich das „mehr“ getan habe, könnte ich noch mehr tun. usw.

    Da kann man sich natürlich drauf berufen, und damit so ziemlich alles legitimieren. Und das machen viele. Vielleicht sogar die meinsten.

    Man kann sich aber auch dazu aufgerufen fühlen, diese Grenze selbst zu setzen. Irgendwo.

    Was ich Johnny, immer noch, vorwerfe, ist dass er sich anscheinend entschieden hat, die Grenze nicht mehr setzen zu wollen. (Was mich allgemein zum genannten Kreiskotzen bringt) Das kam jedenfalls beim letzten Posting so rüber. Und das bei jemandem, der auf die Grenze immer viel Wert gelegt hat. Und solange ich kein „Yahoo Werbung ist ok für mich. Es bereitet mir keine Bauchschmerzen hier für Yahoo zu werben“, sondern diese relativierenden und auf andere zeigende Nicht-Argumente, höre, geh ich ihm weiterhin auf die Nerven.

  57. 57
  58. 58
    Maltefan

    @mspro
    „Und solange ich kein „Yahoo Werbung ist ok für mich. Es bereitet mir keine Bauchschmerzen hier für Yahoo zu werben“, sondern diese relativierenden und auf andere zeigende Nicht-Argumente, höre, geh ich ihm weiterhin auf die Nerven.“

    Ich fände ersteres auch sehr viel weniger peinlich als letzteres.

  59. 59
    weltherrscher

    @inga
    also mir ist ihr kommentar nicht völlig klar?

  60. 60

    @ sunny

    Ich habe es aber ernst gemeint.

  61. 61
    Marcus

    Leute, wir können die Diskussion beenden. Nachdem Jerry Yang das Ruder wieder übernommen hat, wird alles wieder gut. Jetzt muss Twix nur wieder Rainer genannt werden :-)
    http://www.thestar.com/Business/article/226679

  62. 62

    ja klar, wir separieren jetzt. bitte keine werbung für flickr deutschland nur usa bitte, neee mein das bitte nicht ernst.

    marcus, wow – wir haben yahoo im griff. solle noch einer sagen blogger hätten keinen einfluss. hüstel

  63. 63
    timtester

    Sorry, nach 8h Arbeit kann ich nur noch in Kurzsätzen…

    welche YAHOO! Werbung?, im Feed isse ja garnicht dabei.
    [DIE VERWENDUNG DES URSPRUENGLICHEN NAMENS DES UNTERNEHMENS WURDE UNS UNTERSAGT] hatte ich mir auch innovativer vorgestellt.
    ich finds auch nicht toll für Yahoo! zu werben – werde trotzdem weiter hier lesen und hoffen, dass die Kohle für ein paar Podcasts genommen wurde.
    Wie ich schon mal schrieb, ich fänd selbstsicherer besser, nun habt ihr die Kohle, wer sich dran stört auf zum Don A., macht was draus.

    tim

  64. 64
    Matou

    Offensichtlich hatte ich [DIE VERWENDUNG DES URSPRUENGLICHEN NAMENS DES UNTERNEHMENS WURDE UNS UNTERSAGT] noch nicht verstanden… denn ich dachte, dass die firmen sich an [DIE VERWENDUNG DES URSPRUENGLICHEN NAMENS DES UNTERNEHMENS WURDE UNS UNTERSAGT] wenden und sagen: „wolle werbung in blog“ [DIE VERWENDUNG DES URSPRUENGLICHEN NAMENS DES UNTERNEHMENS WURDE UNS UNTERSAGT] sacht dann: „jut, macht eine millionen marstaler“ und dann erscheint die werbung auf allen [DIE VERWENDUNG DES URSPRUENGLICHEN NAMENS DES UNTERNEHMENS WURDE UNS UNTERSAGT]blogs. aber scheuinbar funktioniert das anders…? denn nicht alle [DIE VERWENDUNG DES URSPRUENGLICHEN NAMENS DES UNTERNEHMENS WURDE UNS UNTERSAGT]blogs haben auch yahoo-banner.

    wenn es aber doch so sein sollte, wie ich dachte, dann versteh ich die diskussion auf spreeblick nicht, die diskussion gehoert dann auf den [DIE VERWENDUNG DES URSPRUENGLICHEN NAMENS DES UNTERNEHMENS WURDE UNS UNTERSAGT] blog, weil spreeblick doch eh keinen einfluss auf die werber hat, oder?

  65. 65

    Na ja, die Einen machen eben mit Doping heißt Werbung und die Anderen, die ehrliche Amateure gewinnen halt nix aber sie sind sauber.

    Vielleicht sollte man nur eine Werbung für ein Unternehmen machen und dieses sollte auch kein Internationales sein und nicht von einer juristischen Person geführt werden!

    Beispiel: http://tinyurl.com/38n8uk

  66. 66

    @ Johnny

    Ganz ehrlich, mit dem Aufschrei und der Kritik musstet ihr vornherein rechnen. Dreh die Zeit mal ein paar Jährchen zurück. Was Spreeblick mit der Jamba-Berichterstattung geschafft hatte, ist bis heute nahezu einmalig. Ihr ward auf einmal in aller Munde, habt die traditionelle Berichterstattung beeinflusst & insofern als erster deutschsprachiger Blog vom Internet ausgehendes Agenda-Setting betrieben. Auch in den folgenden Jahren habt ihr euch als Speerspitze der deutschen Blogosphäre etabliert.

    Die Erfahrung, die ihr jetzt erlebt, mussten alle etablierten Emporkömmlinge irgendwann einmal machen. Man schaut genauer hin und findet man ein Haar in der Suppe, dann wird es angesprochen, teilweise aufgebauscht und geschaut, was passiert. Die erste Reaktion eurer-/deinerseits war mit dem China-Artikel niederschmetternd. Meine Kritik basiert zugegebenermaßen in erster Linie auch ausdrücklich auf diesem Artikel. Statt einen Funken Selbstkritik zu zeigen, entstand der Eindruck, dass sich da jemand eine eigene Legitimation zusammenbastelt. Wie gesagt, den unter dem Artikel erscheinenden quietschbunten Yahoo-Werbebanner empfand ich dann auch noch als Sahnehäubchen des Ganzen!

    Allerdings muss ich zugeben, dass ich es positiv bewerte, dass du dich nun hier, teilweise selbstkritisch, der Diskussion stellst. Du sagst ihr seid nicht ignorant, blöd oder größenwahnsinnig. Aber eben jenen Eindruck musste man leider nach deinem China-Artikel haben.

    Ich denke mal aus eurer Sicht ist es gar nicht mal so schlecht, was gerade passiert. Ihr steht mit [DIE VERWENDUNG DES URSPRUENGLICHEN NAMENS DES UNTERNEHMENS WURDE UNS UNTERSAGT] und der Werbung (auch wenn Spreeblick schon seit längerem Werbung zulässt) noch relativ am Anfang. Positiv bewerten würde ich es, wenn ihr die Anregungen und Kritik, die nun viele Blogger/Leser anbringen aufgreift und in Zukunft auch in eure Gedankenspiele mit aufnehmt.

    Spreeblick ist ein Unternehmen, die Leser & Blogger im Endeffekt auch eure Kunden (bzw. die eurer Werbepartner). Und ich denke mal, dass die Vorstellungen der Kundschaft auch in jedem Planspiel eines Unternehmens Berücksichtigung finden müssen. Natürlich geht es um Image und Außendarstellung!

    Die von dir angesprochenen Beispiele von Spiegel & SZ tun im Grunde genommen nichts zur Sache. Sei mal ganz ehrlich, Blogger sehen sich immer wieder gerne als Alternative zu traditionellen Medienpublikationen (ob sie es wirklich sind ist eine andere Frage), die vieles anders und noch mehr besser machen möchten. Die Frage, ob die SZ damit die Grenze der Trennung von Werbung & Inhalten überschritten hat, ist irrelevant. Natürlich können wir das Stöckchen auch immer weiter werfen und auf den nächst größeren mit erhobenem Zeigefinger zeigen. Aber du siehst, es ist eine Sache, die du schon mal kritisch hervorhebst. Nichts anderes tun viele Blogger nun in eurem Fall (wen auch manchmal zugegebenermaßen etwas zu schroff)!

    Wenn Spreeblick aus unternehmerischen Gründen Yahoo-Werbung zulässt, dann ist das sicherlich nachvollziehbar. Dann müsst ihr aber auch in Lauf nehmen, dass Leser/Blogger mit ideellen Vorstellungen Kritik üben. Tut mir leid, aber es hat nun mal einen bitteren Beigeschmack, wenn eine von Bloggern viel kritisierte Firma auf einmal Werbung in eben jenen kritischen Medien schaltet & diese es im Umkehrschluss zulassen. Wie gesagt, es geht um Image. Und das hat auch immer etwas mit Glaubwürdigkeit zu tun!

  67. 67

    was mich immerwieder nervt, ist in den kommentaren zu lesen: johnny, du musst jetzt aber mal sagen….oder: solange du mir nicht sagst, das……oder: du weichst ja nur aus. jetzt sag mal was zu xyz.

    auch wenn das etwas hart klingt: niemand ist niemandem irgendeine auskunft schuldig. so einfach ist das. ihr mockiert euch über johnnys art und weise, kritik zu kritisieren, aber bejubelt typen die kryptische drohungen ausspucken und immer was faseln von „wartet nur ab, das dicke ding kommt erst noch“, was dann, web 2.0 zum dank, so schnell in vergessenheit gerät, das keinem auffällt wenn gar nichts kommt.

    auch die rufe nach transparenz…transparenter als johnny kann man es gar nicht machen. er geht auf alles ein, wo andere schon 2000mal gelöscht hätten. er stellt sich imerwieder der gleichen kritik und er berichtigt sich sogar selbst in seinen kommentaren und gibt fundierten kritikern recht. das gibt es so in keinem anderen (deutschen) blog. egal ob mit oder ohne werbung.

    und bezüglich: [DIE VERWENDUNG DES URSPRUENGLICHEN NAMENS DES UNTERNEHMENS WURDE UNS UNTERSAGT] ist nicht so transparent wie angekündigt: was habt ihr bitteschön erwartet? das würde mich ja dann doch mal interessieren. das hier basisdemokratisch mit allen lesern diskutiert wird, was ok ist und was nicht? das ihr jederzeit zugriff habt auf den adserver? das hier öffentliche verhandlungschats stattfinden? bitte ein einziges mal in der realität ankommen. und sei es auch nur für die dauer des eigenen kommentar schreibens. dann wäre dieser endlosen diskussion ein wenig geholfen.

    disclaimer: das war der wütendste komentar den ich je geschrieben hab und den ich je geschrieben haben werde und ja, ich bin auch bei [DIE VERWENDUNG DES URSPRUENGLICHEN NAMENS DES UNTERNEHMENS WURDE UNS UNTERSAGT] dabei, schrob diesen kommentar aber nicht deswegen, sondern weil ich johnny sehr schätze und für diese mühsame diskussionsarbeit der letzten tage ehrlich bewundere.

  68. 68

    Mal abgesehen, dass sich der Kommentar mit dem „Headshot mit 45er“ auf meine Wenigkeit bezogen haben dürfte: Johnny, Du bist nicht blöd, Du weisst genau, was los ist. Du schreibst Beiträge, die unter Zwang entstehen. Beiträge, bei denen jeder, der Deine alten Arbeiten kennt, sich nur wundern kann. Der Zwang bin nicht ich, denn wie man an Kaufgestalten wie MC Winkel sieht, juckt das andere überhaupt nicht. Der Unterschied zwischen Dir und den von Dir bei [DIE VERWENDUNG DES URSPRUENGLICHEN NAMENS DES UNTERNEHMENS WURDE UNS UNTERSAGT] belieferten Koofmichs ist Deine Herkunft und Dein Wissen um das, was Spreeblick mal war. Was Dich ankotzt, ist nicht, dass ich was dagegen habe, sondern Dein Wissen, dass es neben dem HullyGully-GT-malteskleineWelt-Spreeblick auch noch den anderen Spreeblick gibt.

    Ich bin nicht der Meinung, das Du die Blogosphäre verraten hast, Yahoo an die Blogosphäre verkaufst oder Folter in China unterstützt. ich verstehe nicht, wie man mit denen zusammenarbeiten kann, weil ich am eigenen Leib erfahren habe, wie sie hier in Deutschland versuchen, Meinung zu manipulieren, zu zensieren und ihre Schandtaten totzuschweigen. Yahoo geht nicht. Du kennst diese Diskrepanz auch. Der Haken, an dem Spreeblick zappelt, ist das, woran ihr im Moment selbst würgt. Es lenk Euch ab, auf mich einzudreschen, aber das ist nicht der Punkt.

    Der Punkt ist: Dieser Spreeblick ist nicht mehr das, was er mal war. Für mich nicht, weil ich Maltes Beiträge nichut finde. Für Dich nicht, weil Du nicht dafür geschaffen bist, mit der Fender auf dem Kreuzfahrtschiff Spreeblick neben Pausenclown NC Winkel Rheumadecken aus Sweatshops zu verticken. Das ist es, was Dich meines Erachtens ankotzt. Du hast ebenso wenig Lust auf die billige Yahooscheise auf Deinem mit so viel Audauer geschaffenen Ding. Es kotzt Dich an, darüber reden zu müssen und solche sachen zu schreiben. Das merken die Leute. Da haben sie das Problem mit der Glaubwürdigkeit. Es ist nicht mein zwang, ich bin auch nur ein Blogger, mehr nicht. Es ist Dein Zwang. Du rennst gegen den Punk, den Don, den Johnny, der füher mal FIXMBR verstanden hätte, in Dir.

  69. 69
    Maltefan

    „was mich immerwieder nervt, ist in den kommentaren zu lesen: johnny, du musst jetzt aber mal sagen“¦.oder: solange du mir nicht sagst, das“¦“¦oder: du weichst ja nur aus. jetzt sag mal was zu xyz.
    auch wenn das etwas hart klingt: niemand ist niemandem irgendeine auskunft schuldig.“

    Nein, natürlich nicht. Er kann aber zur Kenntnis nehmen, wie das, was er zum Thema äußert, auf der anderen Seite ankommt. Sogar bei mir, der es egal ist, ob hier für Yahoo geworben wird oder nicht.

  70. 70

    @mspro:
    Blos weil Spreeblick die Grenze (jetzt?) anders definiert als du, heißt das ja nicht, dass sie keine mehr haben.

    Interessant finde ich ja auch, dass dein Blog bei Google gehostet wird, die sich bzgl. China ja auch nicht gerade als Heilige hervorgetan haben.

  71. 71

    @ maltefan: einfach so etwas zu fragen ist imo aber immernoch etwas anderes als zu sagen: du MUSST mir sagen…worum es mir ging ist das das immer so einen drohenden und auffordernden ton kriegt, der nicht nur unangemessen, sondern auch noch unangemessen ist. sorry, hätt ich vieleicht hervorheben sollen, denn mit zur kenntnis nehmen etc. hast du ja vollkommen recht.

  72. 72

    @Simon, danke. Ich bin geheilt. Jetzt muss ich nicht mehr kreiskotzen. Jetzt kann ich Dich getrost ignorieren.

  73. 73

    Don (71) … und du beklagst anderenorts Pathos. Ich bin mal auf Johnnys Reaktion gespannt, ob er sich zum nachträglichen Ex-FIXMBR-Versteher machen lässt, oder ob er es wie viele andere sieht: die vergreifen sich einfach im Ton. Aber das soll er selbst beantworten. Warum mittlerweile bei jedem zweiten Kommentar von dir (ich übertreibe natürlich) irgendein unbeteiligter Dritter mitbeleidigt wird, kann ich nicht verstehen. Wenn man schon in der Vergangenheit kramt, dann würde mich nicht wundern, wenn der Don von damals die Art der Kommunikation gemocht hätte, oder er bemängelt hätte, nicht einfach immer hart an den Fakten bleiben zu müssen. Aber vielleicht hatte ich da auch immer ein anderes Don-Bild vor Augen. – Johnnys Wandel, wie du ihn beschreibst, kann ich jedenfalls so nicht sehen – seine Entwicklung ist und bleibt transparent, was nicht heisst, dass jeder sie gutheißen muss.

  74. 74

    Achja und nilz, da ich glaube Du beziehst Dich auf meinen Kommentar. Wo genau sage ich, dass Johnny irgendwas müsste? Ich hab es ich nicht dazu geschrieben, aber gern für Dich extra: Johnny muss überhaupt gar nix, und ich habe auch nicht das Recht, irgendwas zu fordern und nichts liegt mir ferner. Wer bin ich denn?
    Ansonsten: Ja. Man kann ihm anrechnen, dass er das Thema überhaupt zur Sprache bringt. Aber auch nur deshalb, weil einige komplett darauf verzichten. Das hätt ich auch noch vor ein paar Wochen für unmöglich gehalten. Wie so vieles…

  75. 75

    ich bezieh mich gar nicht speziell auf dich, mspro, es war eine generelle kritik an der kritik der kritik..:)

  76. 76
    Malte

    @ mspro

    Und solange ich kein „Yahoo Werbung ist ok für mich. Es bereitet mir keine Bauchschmerzen hier für Yahoo zu werben“, sondern diese relativierenden und auf andere zeigende Nicht-Argumente, höre, geh ich ihm weiterhin auf die Nerven.

    ich habe keine bauchschmerzen, nicht die geringsten. aber danke der nachfrage.

    @ don alphonso

    dass es neben dem HullyGully-GT-malteskleineWelt-Spreeblick auch noch den anderen Spreeblick gibt

    fehlt der stuck oder fehlen die stukas?

  77. 77

    Malte. Kann sein. Kann aber auch sein, dass Du das auch nur denkst, solange du es nicht wirklich verantworten musst. Da ist es sehr einfach sowas zu sagen. Da ist es aber auch sehr einfach, es nicht ernst zu nehmen.

  78. 78
    jochen

    wer dieses blog (oder eins der anderen [DIE VERWENDUNG DES URSPRUENGLICHEN NAMENS DES UNTERNEHMENS WURDE UNS UNTERSAGT] blogs) liebt (oder zumindest es nicht missen moechte), wer das herzblut, den schweiss und die aufgewendete zeit in veranstaltungen wie re:publica erkennt, wer die innovationen und trends (die hier schon losgetreten wurden) schaetzt, wem die persoenliche atmosphaere gefaellt, wer die sympathischen (subjektiv, ich weiss) menschen hinter den artikeln, hinter der gesamten arbeit (die ja weit ueber das schreiben von beitraegen hinaus geht), dafuer verehrt dass sie sich so viel muehe geben …

    … wer sich also irgendwie da oben wiederfindet und gleichzeitig nicht damit leben kann hier yahoo werbung zu sehen, der sollte ganz schnell ein paar euro auf das spreeblick konto spenden.

    ich bin mir sicher dass es eine grosse diskussion bei [DIE VERWENDUNG DES URSPRUENGLICHEN NAMENS DES UNTERNEHMENS WURDE UNS UNTERSAGT] gibt wie man es besser machen kann. ich hoffe sehr dass man es besser machen kann und machen wird. ich haette es auch besser gefunden wenn sich bei mir nicht das latente, ganz leise, gefuehl eingestellt haette johnnys artikel zu china beinhaltet keine offene ablehnung der vorgehensweise von yahoo weil yahoo ein werbepartner ist.

    aber, hier arbeiten leute die einen nicht unerheblichen teil ihrer zeit in dieses und die anderen [DIE VERWENDUNG DES URSPRUENGLICHEN NAMENS DES UNTERNEHMENS WURDE UNS UNTERSAGT] blogs stecken. diese leute muessen geld verdienen. mit der entscheidung werbung zu schalten wurde diese arbeit finanziell abgesichert. reich wird damit (vermutlich) niemand.
    mit der gruendung von [DIE VERWENDUNG DES URSPRUENGLICHEN NAMENS DES UNTERNEHMENS WURDE UNS UNTERSAGT] ist man eine verpflichtung gegenueber den teilnehmenden blogs und gegenueber den werbepartnern eingegangen. da kann man vermutlich nicht einfach mal so das geld nehmen und den werbevertrag nicht einhalten (selbst wenn es gegen die innere ueberzeugung ist).
    nur wenige hier waeren so konsequent und wuerde die anstellung sofort kuendigen wuerden sie von inhumanen machenschaften des arbeitgebers erfahren. sie wuerden vielleicht versuchen irgendwo anders unterzukommen um dann ohne verdienstausfall zu einem unbedenklicheren arbeitgeber zu wechseln.

    es ist keine leichte aufgabe die sich spreeblick, und johnny ganz persoenlich, stellt. die herausforderung wurde angenommen.
    kritik ist berechtigt, aber bitte immer konstruktiv. und nicht vergessen dass yahoo viel mehr davon verdient. oder ist es euch (ich meine hier nicht pauschal jeden) zu schwierig diese richtig zu adressieren?

  79. 79
    macsepp

    Also ich kann mich noch daran erinnern, da hat Spreeblick klein Werbung mit den Toten Hosen gemacht. Und dann war da die Aktion mit den „Ohrbooten“ die wirklich großartig waren und paar Wochen später gabs im Saturn am Alex die CD und überall lagen die Flyer rum und ich dachte mir, hey cool so hat das ganze Charme. Zu dem Zeitpunkt dachte ich mir, Mensch da bin ich gespannt was die sich noch ausdenken. Mit Weblogs Geld verdienen und sich einfach mal was anderes einfallen lassen um interessante Werbung zu machen zu der alle getrost stehen können. Das erfordert Kreativität und Charakter. Und mann, wie ihr immer schimpft über Machenschaften von irgendwelchen Jubelpersern. Und was kommt jetzt bei raus? Selbsternannte Blogelite, man vergleicht sich auch gerne mal mit Spiegel-Online (der ist gut..), Mitgliedschaft in der Grimme-Award wir pushen uns alle gegenseitig Clique, und noch [DIE VERWENDUNG DES URSPRUENGLICHEN NAMENS DES UNTERNEHMENS WURDE UNS UNTERSAGT] mit Sascha Lobo, einem Projekt was so lieblos und arrogant ist wie ich es einfach nicht erwartet hätte. Cisco Banner… Yahoo! Banner… nur für die paar ach so wichtigen Blog-Koryphäen die sich überall aufs Podium hinstellen und so tun als hätten sie das Bloggen, Podcasting und eine „Digitale Bohème“ erfunden.

    Ne Johnny, kauf ich dir so nicht ab. Und du kannst dich doch auch nicht einfach von Spreeblick als Blog distanzieren um den Werbepartner von deiner Meinung zu trennen. Ja watt denn nu?
    Aber hey, deine Leser kommentieren auch nur noch so lange und versuchen dich darauf aufmerksam zu machen dass sie sich nicht mehr mit Spreeblick identifizieren können bis es einfach zu langweilig wird. So oft wie früher les ich hier schon jetzt nicht mehr. Irgendwann kann man nur noch das machen, was man als kleiner [DIE VERWENDUNG DES URSPRUENGLICHEN NAMENS DES UNTERNEHMENS WURDE UNS UNTERSAGT] unwürdiger Webwicht noch machen kann. Euch die eigene Aufmerksamkeit entziehen. Dann könnt ihr von mir aus weiter „digital bohèmen“.

    Greif lieber ein paar der alten Ideen und Ansätze auf. Bring den Charme und die Integrität zurück in den Blog. Der Don hat es in #71 glaub ich durchaus getroffen.

  80. 80

    Unfassbare Möchtegerndiskussion, die sich (natürlich, wie sollte es auch anders sein ?) mit Fisher-Price- Psychologie paart.

    Da wird von dem alten Haeusler, von dem neuen Johnny, von dem guten alten Spreeblick und der Yahoo- Nutte von heute gefaselt und ich kann nur einziges denken: eine Band hat ein neues Album aufgelegt und jene, die sich als hardcore- Fans bezeichnen würden, schreieb auf, „Nein! Das ist nicht UNSERE Band mehr! SELLOUT!SELLOUT!SELLOUT!“

    Das ist genau das, was ich jahrelang der selbsternannten Blogosphäre vorgeworfen habe: Kinder ohne Bildung, dafür mit Megaphon und einer „ich-auch“- Einstellung zu jedem Scheiß.

    Spreeblick schaltet Werbung von Yahoo!.
    Das heißt nicht, dass die entsprechenden Beiträge, die Menschenrechtsverletzungen ankreiden, verschwinden werden.

    Sie bleiben, bleiben durchsuch- und auffindbar.
    Haeusler soll scheinheilig sein ?

    Wenn jemand scheinheilig ist, dann dürfte das der lokale Ast von Yahoo! sein, der wohlwissentlich über Haeuslers Einstellung dennoch ‚ja‘ zu dem Deal gesagt hat.
    Das ist auch noch eine Sache, weswegen ich das Wort ‚Kinder‘ bemüht habe: Yahoo! ist keine homogene Struktur, kein örtlicher Laden mit einem Chef und einer Putzfrau, dafür ist Yahoo! viel zu groß und es wäre unmöglich diese Hydra zentral zu verwalten.
    Yahoo! in China ist nicht Yahoo! in Deutschland, aber das scheint mal wieder in dem Gekreisch der selbsternannten Wahrheitssucher unterzugehen.
    Die Geschichte hätte da Abhilfe schaffen können, aber niemand ist geistig dazu bereit eben nicht alles in einen Topf zu werfen.
    Ist einfacher so. Und Johnny ist Hitler.

    Herr Haeusler könnte auch einfach den Laden dicht machen, „Fuck the whole lot of you ungrateful bastards“ sagen und sich hinstellen mit den Worten „Ja, ich erhalte Geld von Yahoo!. Erstickt daran, ich finde das vertretbar!“ und sich damit tatsächlich zu dem machen, was hier anscheinend viele in ihm sehen: nicht mehr *ihr* Johnny.

    Die arme Sau redet sogar noch mit euch und führt seine Fahnen gegen eine Maschinerie aus Kurzsichtigkeit und schlichter Sturheit, was an sich vollkommen aussichtslos ist, da sich besagte Blogosphäre im Recht sieht (es ist immer einfacher sich auf einen Feind zu einigen; Blogfeind #1 sozusagen) und da ist objektive Wirklichkeit unwichtig.

    Meinung ist wichtig.
    Auch die Meinung von Schreihälsen ohne Verstand.

  81. 81
    ajo

    Johnny, auch wenn’s vielleicht zu klassisch und überhaupt nicht webzwonullig ist: Solche Sachen muss man spätestens jetzt still aussitzen und totschweigen. Diese Bequemlichkeit muss man sich nehmen können. Es ist von allen Seiten alles gesagt und ich lese Spreeblick nicht um in immer neuen Krisen-PR-Texten mitzuverfolgen, wie Leute am Konflikt zwischen eigenen Idealen, eigenem Image und eigener Existenzgrundlage kaputt gehen. Es ist alles halb so schlimm! Wie die meisten Blog-Themen hat auch dieses eine Halbwertszeit von maximal zwei Wochen.

    Ich will wieder Kurzweiliges. Mach doch mal wieder nen schönen Podcast.

  82. 82

    Ich finde es faszinierend, dass nach 13 Jahren Werbebannern im Netz eine solche Diskussion über Werbebanner entstehen kann.

    das erste Banner

  83. 83

    wedge, vielleicht hast Du Recht. Vielleicht war Johnny nur eine Illusion.

  84. 84
    fredge

    Das ist hier doch alles einfach nur peinlich!

    Johnny, einfach nur, weil ich nichts besseres zu sagen habe: Ich stehe hinter dir und würde dich bei Diskussionen in der realen, physischen Welt jederzeit verteidigen. Ich lese weiterhin gerne Spreeblick, ich werde weiterhin meine Yahoo-E-Mail-AdresseN nutzen und ich werde auch weiterhin manche Artikel bei euch gut, andere schlecht finden.

    Ich finde schlimm, dass einige Leute hier – UND SELBST, FALLS SIE RECHT HABEN SOLLTEN – so unglaublich radikal sind. Wir machen doch alle Fehler. Und ein Mensch ist man doch auch, weil man verzeihen kann. Geschrei hat noch NIE ein Problem gelöst.

  85. 85
    Malte

    @ mspro
    du hast ja nun schon an verschiedenen stellen den hinweis auf johnnys stellungnahme zum merkel-podcast verlinkt. allein: was willst du damit sagen? es ging damals darum, ob man für jemanden arbeiten will, der von grund auf allem widersprecht, wofür man selber steht. das ist hier nicht der fall. du wirst jetzt vermutlich sagen, dass es wohl der fall ist, woraufhin ich sagen werde, dass es sich anders verhält. in erwartung deiner vorhersehbaren antwort lerne ich jetzt den kommentar von wedge fareaway auswendig.

  86. 86
  87. 87

    pah, bevor das hier noch in eine der armetransparentdurchsichtigejohnnydiskussion ausartet. alter säckekontent. aber früher war der so und früher war der andere so. blabla.

    ich werde meinen yahoo – account kündigen (bis ich eine wohnung gefunden habe, weil aber wurst…)

    ich finde yahoos verhalten einfach inakzeptabel. und wehe es kommt mir jetzt wieder einer mit unserer komplexen welt. yahoo hat das getan – schluss aus fertig. solange es menschen gibt die derart mit diktaturen freilwillig zusammenarbeiten, solange ist diese welt scheiße und veränderungswürdig.

    das spreeblick yahoo – werbung geschaltet hat, ist nicht schön, aber auch nicht änderbar. und im ernst, vermutlich ist der nächste partner auch wieder eine große firma, die vom spreeblickimage profitieren will.

    ich darf enttäuscht sein. ich darf meine meinung sagen. ich darf etwas anprangern. ich darf vieles. und beleidigt habe ich hier niemanden.

  88. 88

    Du rennst gegen den Punk, den Don, den Johnny, der füher mal FIXMBR verstanden hätte, in Dir.

    Nun war ich ja Punk und wollte es auch nie werden, Don, aber selbst in Johnnys bemühten Rechtfertigungsversuchen stecken noch mehr Herz und ehrliche Wut, als in der überheblichen und seelenlosen Empörungswichse deiner neuen Lieblinge aus Hamburg. Von den Leichen im Keller noch ganz abgesehen.

  89. 89
    Marcus

    ajo: Genau! Wo bleiben die Molinari-Tapes 2007 ? :-)

  90. 90
    fritz!bewahre

    Würde mir durchaus wünschen, dass sich viele der wild ätzenden Blog-Kolleg(inn)en auch einmal in einer dieser Welt zurecht finden müssten, wie sie glücklicherweise oder leider ist. Cool down. Auch Treffpunkte mit Freibier für Alle wollen finanziert sein und es steht ja nicht immer gleich das achtzylindrige Objekt der nächsten klammheimlich begrüßten Brandschatzung auf dem Hof, nur weil man nicht dauernd bei der Bank um eine Dispo-Ausweitung betteln will. Aber klar, trivial, Euer Leben ist ja powered by Intelligenz und Überheblichkeit, wer braucht da so schnöde Unterstützung. So einfach ist das und wenn Holgi seine GEZ-gepfefferten Fritz!-Reichweiten selbstgefällig missbraucht, um seine krude Weltsicht in den Äther zu pupsen, ist das fast so unfair wie … ich sags aber nicht. Gestern hams“™en Willi d“™erschlogn, und morgen gibts den Jojojohnny Boykott. Kostet doch bitte selbst die Füllung Eurer virtuellen Mollis zur Sicherheit noch einmal. Die zünden nicht.

  91. 91

    @fritz!bewahre, kannst du mir bitte erklären wen du meinst und was du sagen willst, aber hophop

    ich war eine der ersten, die „gemeckert“ hat auf ihrem blog. na und, mein gutes recht.

    was für blöde freibiertreffpunktscheiße oder molischeiß ? hör zu freundchen ich bin erwachsen und kann eigenständig denken. alles klar auf der andrea… blabla

  92. 92

    was für ein achtzylindriges objekt? klammliche freude über brandschatzung?

    du bist echt langsam im antworten…

  93. 93
    Malte

    @ sunny
    ich hab`s verstanden
    @ mspro
    das hatte ich nun nicht erwartet

  94. 94

    kannst du mir es erklären? büdde. ich bleib auch ganz friedlich! ;)

  95. 95

    Es geht um dieses Statement Johnnys: “
    Aber“¦ es geht schon manchmal um klare Positionen. Wenn“™s auch nur für uns selbst ist und für diejenigen unter den Lesern, die die Entscheidung ebenfalls für richtig halten.
    Ich fühle mich wohler so. Das Geld wird schon irgendwo anders herkommen.“

    Ich finde diesen Wandel des Spreeblicks auch nicht gut. Wenn ich was über große Schnitzel und andere Alltagstrivialitäten lesen möchte, geh ich zum Shopblogger, in den Taxi-Blog oder whatever.

    Aber es sollte auch Blogs geben, die mehr sind als pure Nabelschau. Blogs, die einen INHALT haben. Die sich empören, auch wenns 10mal selbstgerecht wirkt. Neben Bildblog und Niggemeier gehörte eigentlich der Spreeblick immer für mich mit dazu.

    –> Johnny, du siehst, hier wird bereits ein ganz anderes, deutlich größeres Fass aufgemacht, in dem es nicht mehr um bloße moralische Glaubwürdigkeit geht, sondern um die Art des Spreeblicks als Solchen.

    Grüße aus Rostock

    Edith sacht:
    Nicht, dass man mich falsch verstehe, ich mag Maltes Einträge, und würde sie mir auch so durchlesen, wenn er seinen eigenen Blog hätte. Aber der Spreeblick ist für mich dennoch nicht die richtige Plattform für sowas.

  96. 96

    Das einzige, was bei mir bis jetzt hängengeblieben ist, ist dass Winfried jetzt ganze Sätze schreibt. Das war’s eigentlich wert.

  97. 97

    kann mir jemand diesen satz aus 91 erklären, quengel, ich will das jetzt wissen.

    „Auch Treffpunkte mit Freibier für Alle wollen finanziert sein und es steht ja nicht immer gleich das achtzylindrige Objekt der nächsten klammheimlich begrüßten Brandschatzung auf dem Hof, nur weil man nicht dauernd bei der Bank um eine Dispo-Ausweitung betteln will.“

  98. 98

    soll das ein panzer sein – achtzylindriges objekt?
    ich ruf gleich die polizei an, wenn mir das niemand erklärt.

    hallo internet. huhu

  99. 99
    corax

    @ sunny

    Bevor du gleich platzt, versuchs mal hiermit: ;-)

    http://www.brennende-autos.de/

    Pax

  100. 100

    haha, achtzylinder haha – isch habe gar kein auto…

    danke corax!

  101. 101

    boa, macht doch einfach werbung für fahrräder…

  102. 102

    achso die bauen die radios vorher aus und nehmen so kram mit, bervor sie die autos anzünden.
    meine güte 16 – Jährige können halt schon ficken, aber finden oft keine freundin

    10 unbekannte autos sind verbrannt….

  103. 103

    kommentierst du gerne mit dir selbst? wenn sonst nüscht los ist…
    dafür dank an spreeblick.

  104. 104

    mir hat doch keiner geantwortet, bzw. sagt malte nur – ich hab`s verstanden, ätsch du nicht. ja was soll ich da machen. cih kann sonst nicht einschlafen…

  105. 105

    Darf ich mal kurz, nachdem ich wedges Kommentar unterschrieben habe, Lob loswerden? Im Vergleich zu den letzten Tagen finde ich es schön, dass hier einige langsam wieder das persönlich beleidigende Pulver einpacken, und stattdessen einfach Mal die Kritik äußern, die ihnen wirklich am Herzen liegt. Okay, der Rest wird lang, aber ich möchte ihn nicht auslagern – das gehört hierher:

    „Für Yahoo werben heißt, ein menschenrechtsverachtendes Ungetüm zu unterstützen – und selber eins zu sein.“ Das war bisher der Schluss, der gerne von vielen gezogen wurde. Dabei gibt’s nur ein paar Probleme: selbst die Autoren des im Verlaufe dieser Debatte schon häufiger angeregten „Schwarzbuch Markenfirmen“ räumen ein, dass sie kein „Weißbuch“ schreiben könnten oder wollten, weil außer bei lokal tätigen Kleinbetrieben keiner kontrollieren kann, was einzelne Arme eines Unternehmens tun. Und wenn’s „nur“ Zulieferer sind – moralisch sauber findet sich im größeren Maßstab fast zwangsläufig nicht mehr. Vielleicht, wenn jetzt schon legal kostenlos, auch nochmal „The Corporation“ gucken. Und bevor jetzt „Relativierer“-Schreie ertönen: nein. Unentschuldbar bleibt unentschuldbar. Reell existent aber auch (erstmal) reell existent. Damit wird es für einen ausgewiesenen(!) Werbevermarkter per se nahezu unmöglich, aufgrund moralischer Überlegungen Kunden auszuwählen, bei denen auch Geld rumkommt. Darum geht es einem Werbevermarkter.

    Zweites Problem: der Verlust der Glaubwürdigkeit der betreffenden Blogs und Blogger. Ähm…auf wessen Blog schreiben wir gerade? Bei Don? Bei F!XMBR? Wer gibt hier gerade Stellungnahmen ab, die er definitiv nicht abgeben müsste – ist es doch schließlich sein Blog? Vielleicht leide ich unter Wahrnehmungsstörungen, aber hier passiert genau eine Sache, die für mich Spreeblick immer ausgemacht haben: nach Überlegung teilt sich Johnny mit, bietet die Chance auf Diskussion. Dass er es, nachdem der vorhergehende China-Artikel auch immer noch teilweise (zum Glück ja nicht nur) zerrissen wurde, und die Angriffe auf seine Person fast nur gesteigert haben, zeigt mir nur eins: er ist nicht ganz weg vom „alten, geliebten“ Johnny, sondern macht sich im Gegenteil immer noch Gedanken, das Thema lässt ihm keine Ruhe, und die Debatte ist für ihn nicht beendet. Klingt nach genau dem Spreeblick, der das ganze interssant gemacht hat, für mich.

    Drittens: [DIE VERWENDUNG DES URSPRUENGLICHEN NAMENS DES UNTERNEHMENS WURDE UNS UNTERSAGT]. Mit mir muss man da nicht streiten: Cisco und Yahoo als erste Kunden für Blogwerbung waren sagen wir mal ein Griff ins Klo. Ein ziemlich tiefer, wie’s aussieht – und auch nachvollziehbar ist. „Tolle, neue Werbeformen“ klang aber auch super. Standardbanner haben da das Werbesprech der Vermarktungsfirma(!) natürlich ganz schön auffliegen lassen. Kann das sein, dass das Problem hierbei nur zustande kam, weil sich in der Person Johnny von Spreeblick und den bewerbenden Aussagen von Sascha Lobo einige Leute vertun konnten, wer wann für was spricht? Maybe. Wahrscheinlich. Siehe viertens. Andereseits: bei Casio waren doch sogar schon erste Ansätze von anderen Ideen zu erkennen – die aber auch nur für seltsam laute Schleichwerbungsaufregung gesorgt haben.

    Also viertens: Personalunion Johnny (Spreeblick) & Johnny ([DIE VERWENDUNG DES URSPRUENGLICHEN NAMENS DES UNTERNEHMENS WURDE UNS UNTERSAGT]). Ich merke bei mir selber ja schon, wie schwierig das sein kann, zwischen dem diaet in meinem Blog und dem Jan (Selbständig) zu trennen. Und ich hab wenigstens das Pseudonym. Don A. hat gar eine komplett andere Figur. MC macht keinen Hehl aus Show. Nerdcore- und Spreeblick-René hatte das problem ja auch schon. Ich möchte in der Haut von Johnny und René bei diesen Aktionen nicht stecken. Sie tun es, leben damit, und gehen auf vernünftige Gegenpunkte immer noch ein. Und machen sich – zumindest nach meinem Eindruck – auch beide durchaus Ihre Gedanken dazu. Welche Schlüsse und Entscheidungen sie daraus ziehen ist und bleibt ihre Sache.

    Puh, langer Kommentar, wenig Fazit: ich würde mich freuen, wenn nicht alle diese Punkte immer vermischt und dann auch noch häufig auf die persönliche Ebene getragen würden – und dann auch noch genauso häufig hochaggressiv. Hier ist ein guter Anfang, finde ich.

  106. 106

    @ Don: Wenn dem so ist, und Du persönliche/stilistische/wie auch immer Bedenken wegen Spreeblick hast, dann mach Dich doch bitte an der Blogbar nicht zum moralisch integren China-Blogger. Bissu nämlich nicht. Gar nicht. Und bisweilen reicht es, die Leute denken zu lassen, als ihnen zu suggerieren, was sie denken sollten. Wegen ihrer Vergangenheit und so. Nicht?
    @ Maltefan: Zumindest wird hier der Affront gesucht. Ich bin gottfroh (streiche Gott), dass diese Diskussion auf Spreeblick geführt wird. Hier wird sie nämlich geführt. Hier stellt sich keiner hin und sagt: So ist das. Hier darf jeder was dazu sagen, und gerade dass macht die Sache so schwammig, aber eben undogmatisch. In der Schwebe eben. Ich habe hier den Eindruck, dass jedes Argument zählen könnte. Und eben nicht nur die Kohle. Ich will nichts fertiges. I want some work in progress. Und dann mal sehen, ob ich mir die Schuhe, die dabei rauskommen, noch anziehe. Der Machart nach jeden Fall.

  107. 107
    RamBam

    Pff. Man sollte Blogs genauso kritisch lesen wie die BLÖD. Wer da was zahlt ist egal, denn Blogger (und BLÖD-Autor) kann jeder Depp werden. Wer keine eigene Meinung hat, hat ganz andere Probleme. Ob jetzt dieses Web-0.5-Unternehmen von 1997 irgendwas zahlt oder nicht – als ob das nen Blogger kümmern würde… und selbst wenn: der Typ ist Blogger. Wo steht denn, dass ein Blogger einen neutralen Standpunkt zu wahren hat? Selbst wenn es einen Blogger-Kodex gäbe, an den sich (wegen mir „eingetragene“) Blogger halten müssten – was würde das bringen? –> Pressekodex < - > BLÖD. Also, ruhig Brauner.

  108. 108

    @fritz!bewahre mir steht allmählich nicht mehr der sinn danach, das internet zu verändern. eher würde ich es früher oder später verlassen und mir eine andere kampfarena suchen. herzchen, wenn dir meine mollilösung zu fad ist, dann geh ins theater – da knallen dir noch echte schauspieler die beine weg.

    durchschaut. hat gedauert, aber is angekommen.

    und polarisierung, bzw. grabenkämpfe sind mir fremd. ellabätsch

  109. 109

    dialektik is sowieso was für arme. sehr arme menschen.

  110. 110

    diaet: Ich befürchte, man muss das einfach nüchtern sehen. Einige „Kritiker“ sind nunmal nicht an einer ergebnisorientierten Diskussion interessiert (ganz im Gegenteil, nachher schlagen sich Unentschlossene noch auf die falsche Seite …), sondern suchen einzig und allein nach Schwächen und Angriffspunkten, mit denen sie ihren Spin befeuern können.

    Da das erklärte Feindbild Sascha Lobo (eigentlich auch [DIE VERWENDUNG DES URSPRUENGLICHEN NAMENS DES UNTERNEHMENS WURDE UNS UNTERSAGT]) offenbar nicht direkt zu knacken ist, ja nicht einmal mitspielen will (ebenso wie McWinkel, Rene und Felix), versucht man es nun hintenrum über Johnny (Das Bedürfnis, wenigstens verstanden werden zu wollen, kann eine Schwäche sein) und neuerdings auch Stefan Niggemeier (Eine Berlin-Grimme-Connection wurde ja auch schon mehrfach bemüht, zündete aber nicht so recht).

    Aus dem Zusammenhang gerissene Einzelheiten und Unterstellungen manipulativ zu vermischen, gehört da ebenso dazu, wie permanente ad-hominem-Angriffe oder Appelle an irgendwas, um Reaktionen zu provozieren. Alles, was der Gegner sagt, ist potentielle Munition, nicht anderes. Erst wenn er mundtot oder auf Linie gebracht ist, wird Ruhe sein.

    Das ist zwar alles recht durchsichtig, steter Tropfen höhlt aber bekanntlich jeden Stein. Chinesische Dissidenten sind da, so perfide es auch ist, letztendlich wohl nur Mittel zum Zweck. Wäre es ein Banner für Kindergärten oder ein Altenheim, wohlmöglich unter konfessioneller Trägerschaft, würde man das Elend in der dritten Welt und die Rolle der katholischen Kirche instrumentalisieren (wobei, das ist ja eher Maltes Job ,).

    Die Situation, dass es in der [DIE VERWENDUNG DES URSPRUENGLICHEN NAMENS DES UNTERNEHMENS WURDE UNS UNTERSAGT]-Kommunikation tatsächlich ein paar widersprüchliche Aussagen gibt (Zum Beispiel, dass man nicht jeden Kunden annehmen würde; so steht es noch immer unter http://[DIE VERWENDUNG DES URSPRUENGLICHEN NAMENS DES UNTERNEHMENS WURDE UNS UNTERSAGT].de/kundeninfo/ – und damit im Kontrast zu Johnnys Argumentation), macht das Fähnchenschwenken für uns auf der Tribüne natürlich nicht leichter.

  111. 111
    Thomas

    @DonAlphonso. Hahaha! Höre mal auf mein Guter hier den soften Pseudopsychologen zu spielen und Johnny zu sagen wer er war, heute ist und was er eigentlich denkt.
    Wir haben ja nun auch alle verstanden das du mal bei einer Podiumsdiskussion mit Yahoo Leuten zusammengesessen hast, das ist schon total toll, du bist total wichtig und so. Von dieser Podiumsdiskussion hast du jetzt in deinem Blog schon 20 Mal berichtet und in 20 anderen Blogs auch.
    Finde es auch putzig das du versuchst dich hier an die Speerspitze zu stellen, naja, endlich mal wieder ein Thema das nen bischen Aufsehen erregt und wo man die große Moralkeule schwingen kann, wa? Das mit dem Niederschreiben von StudiVZ hat ja leider nicht geklappt und danach hing dein Blog ja ziemlich durch…irgendwie ging deine Meinungsführerschaft über viele Blogs verloren..Damn it!
    Aber ok, ist ja alles nicht mein Problem.
    Ich mache dir einen Vorschlag. Wie wäre es wenn du einfach so weiter machst wie bisher. Lösche auf deinen Blog weiterhin alle Kommentare die dir nicht in den Kram passen, diffamiere Kommentatoren als Spamschweine denen es zu langweilig ist dir täglich die Füße zu küssen und in dein Kampfgeschrei und herbeigeschriebenen Kulturkampf einzustimmen.
    Auch immer gut ist ihre IP Adresse zu veröffentlichen oder die Fußküsser mangels technischen Sachverstand aufzufordern sie zu lokalisieren zwecks Einschüchterung. Das hast du echt drauf Don!
    Damit legst da ja mehr als YAHOOESKES Verhalten an den Tag, FIXMBR eifert dir bei Kommentarlöschung und Links blocken auch schon prächtig nach, wahrscheinlich versteht ihr euch auch deshalb so gut.
    Ach du wolltest sowieso weitermachen wie bisher?
    Hm..na dann hätte ich mir diesen Kommentar ja eigentlich sparen können!
    Sorry Don!

  112. 112
    Marcus

    Puh, bei der ganzen Diskussion fast den Geburtstag von Salman Rushdie vergessen, der – was bisher nicht jeder wusste – das Motto für diesen Blog formuliert hat:
    „Küssen in der Öffentlichkeit, Schinken-Sandwiches, offener Streit, scharfe Klamotten, Kino, Musik, Gedankenfreiheit, Schönheit, Liebe.“

    (statt Schinken-Sandwiches setze Schnitzel)

  113. 113
    Der Gebeutelte

    Hallo Jonny,
    entschuldige bitte, wenn ich hier wieder das Thema Jamba anführe… Es wäre nett, wenn du mich kontaktieren könntest, da ich eine Menge informationen habe, dass Jamba nich nur mit den Kids sondern auch mit den Händlern beschi… umgeht.

    So long…

  114. 114

    An alle: Vielen, vielen Dank für die Diskussion, die mir viel gibt. Da die Kommentare sich manchmal wie ein Live-Chat mit Dutzenden Personen gleichzeitig anfühlen bitte ich um Nachsicht, wenn ich nicht auf alles einzeln eingehe, aber gelesen wird alles und ernst genommen sowieso.

  115. 115
    fritz!bewahre

    @sunny: Stimmt schon, die Dinger sind mit Lebertran gefüllt, kann man nur löffelweise trinken. Aber Spass beside, da sind allzu viele hinter dem falschen Menschen (=richtigen Johnny) her, nicht hinter dem falschen Thema.

  116. 116

    #69, „Don Alphonso“: Du musst jetzt sehr, sehr stark sein. Denn es folgt eine Wahrheit, die unter Umständen dein Weltbild ins Schwanken bringt:

    Nicht jede Äußerung in Weblogs bezieht sich auf dich. Und noch schlimmer: Es gibt gar keine Verschwörung.

    Ich weiß, das ist schwer zu akzeptieren. Aber vielleicht auch nicht schwerer, als vollständig zu zitieren oder einfach mal Humor zu verstehen.

    Dein inzwischen nicht nur hier mehrfach entrüstet angebrachter Hinweis auf den „Headshot mit 45er“-Kommentar bei Spreeblick findet man hier. Liest man den gar nicht mal so langen, also durchaus zumutbaren Kommentar bis zum Ende, lautet er im Ganzen:

    45er rausholen, durchladen, Headshot!
    Oder geht“™s hier etwa um Real Life?

    Es ist ein sarkastischer, etwas böser Scherz, „Don“. Eine Anspielung auf ein Videospiel im Vergleich zum echten Leben. Und der Kommentar bezieht sich schon wieder nicht auf dich, sondern auf die Frage im Artikel.

    Enttäuscht?

  117. 117

    Jeder weiss, wovon die Rede ist, oder? Doof ist hier keiner?

    Nein, nicht enttäuscht. Vielleicht hast Du ja inzwischen wirklich mehr Spass auf dem Vergnügungsdampfer und obigen Pauschaltouristen. Bon voyage.

  118. 118
    Inga

    warum beschleicht mich nur das gefühl, dass das eigentliche problem hier darin liegt, dass herr johnny traurig ist, weil herr alphonso ihn nicht mehr mag und herr alphonso traurig ist, weil er herrn johnny nicht mehr mögen mag?
    „Tragt das gefälligst per pn aus!“ – aber, forgot, wir sind ja in klein-bloggerhausen.
    ach, never mind…

    in einem muss ich herrn alphonso aber auch als nicht blogosphäre-vernebelte recht geben:

    die artikel erscheinen mir flüchtiger, weniger intensiv, weniger relevant als z.b noch im letzten jahr. ich will nicht in früher war alles besser blabla verfallen und es liegt sicher auch an meiner warhnehmung von daher versteht das hier bitte nur als meine persönliche anmerkung.

    ich hab spreeblick vor gut einem jahr entdeckt, nachdem ich in berlin schonmal großer fan vom radio-johnny gewesen bin.
    Aber nicht nur deshalb hat spreeblick für mich auf der person johnny beruht, fundamentiert, wenn ihr verstht was ich sagen will, auf der substanz, integrität und humor, die er irgendwie natürlicherweise mitbringt.
    Das als basis, gepaart mit den podcast (die ich schmerzlichst vermisse), mit tanjas ( und holgis und …) witz und einflüssen, mit maltes artikeln zwischendrin und den sachen von den anderen autoren, gab es eine vielseitige und interessante, gedankenanregende mischung.

    Derzeit dominiert malte doch sehr stark. Ich finde seinen schreibstil interessant über seltsam bis gelegentlich phantastisch – dem inhalt aber fehlt häufig die subtanz der „klassischen“ johnny-artikel. Das ist jetzt gar nicht mal nicht negativ gemeint, ist maltes stil – aber es fehlt das gegengewicht – die mischung stimmt für mich nicht mehr.

    Das kann alles eure bewusste entscheidung gewesen sein, dann ist das völlig in ordnung.
    Aber sowas passiert ja auch einfach mal aus mangelnder zeit, weil sich das unternehmen in anderen richtungen stärker entwickelt oder weil es sich einfach so eingespielt hat – von daher soll das hier hoffentlich konstruktive kritik sein.

    so – mache mich jetzt an meine eigene arbeit!

  119. 119
    Die andere Inga

    „Interessant finde ich ja auch, dass dein Blog bei Google gehostet wird, die sich bzgl. China ja auch nicht gerade als Heilige hervorgetan haben.“

    Das trifft den Kern meiner Aussage. Im Gegensatz zu vielen anderen Bloggern, denen es an Interesse oder moralischem Problembewußtsein mangelt um überhaupt den Aufwand einer Recherche in Kauf zu nehmen (Vorsicht ist da generell geboten, das Ergebnis könnte ja unbequem sein), ist man sich hier bei Spreeblick der Zwieschneidigkeit mancher Sachverhalte nicht nur bewußt, sondern man diskutiert sie offen und ehrlich. Ich für meinen Teil empfinde jedenfalls sowohl den Umgang mit dem Thema „China“ als auch mit dem vorherigen Steinigungsgrund „[DIE VERWENDUNG DES URSPRUENGLICHEN NAMENS DES UNTERNEHMENS WURDE UNS UNTERSAGT]“ als sehr transparent und kulant – soviel Kommunikation von Seiten des Blogbetreibers ist überdurchschnittlich und wirkt aufrichtig.
    Aber wie der Homo Bloggensis nunmal so gestrickt ist: Moral gilt für die anderen, und für mich der Komfort von vielen tollen bunten kostenlosen Services. Stellen wir uns also mal vor, daß die Steinewerfer einfach mal heimkehren, sich mit einer Tasse Kaffee (FairTrade bitte, danke) in die Ecke setzen und darüber nachdenken welche Konsequenzen ihr tägliches Googlen haben könnte und mit welchen „Bösewichtern“ sie sonst noch kooperieren, ohne es zu wissen… und sich die Steine an den eigenen Kopf werden.

    Es erscheint mir absurd, daß diejenigen, die ein Gewissen haben, für ihre Aufrichtigkeit und Mühen bestraft werden, während diejenigen, die (bezogen auf die Frage der Moral) gleichwertig/gleichartig handeln und kein Wörtchen und keinen Gedanken darüber verlieren, sich wie Pfarrer gebärden.

    Abschließend noch ein möglicherweise fehlerhaft positionierter Kommentar zu einer von meinem Standpunkt aus überflüssigen Diskussion:
    ja, Werbung auf Blogs muss/darf sein.
    Der Mein-Blog-läuft-bei-irgendeinservice-und-kostet-mich-nichts-Blogger möge sich mal über die technischen Grundlagen des Betriebs einer mittelgroßen bis größeren Webseite informieren. Da müssen Server bezahlt und gewartet werden und je nach Popularität nicht unerhebliche Traffic-Rechnungen beglichen werden. So läpperen sich schnell eine Menge Kosten zusammen, die wieder reingeholt werden müssen.
    Ganz simple Sache.

  120. 120
    Peter the man without hair

    So ein Kasperletheater. Auch die selbstgerechtesten Kritiker habe eine Leiche im Keller! Aber warum sollte man seine Zeit/Energie damit verschwenden etwas zu verändern, wenn es doch soviel einfacher ist die zu kritisieren die sich nicht Linientreu verhalten! Immer feste druff!

    @Inga
    Mir geht es manchmal genauso, ich lese hier auch schon länger. Früher war es familiärer. So ist das nun mal mit den Dingen, das Leben ist ein steter Wandel. Und mein Lieblings-Blog-Onkel Johnny hat sicherlich aufgrund der gewachsenen Aufgabengebiete in dem Projekt Spreeblick – sorry: Firma Spreeblick – wahrscheinlich nicht die Zeit und/oder Inspiration um in der Art und Weise, wie er es früher einmal getan hat, seine Sicht der Dinge mitzuteile. Aber von irgend etwas muß man seine Kinder satt kriegen.

  121. 121
    Malte

    @ Inga
    Unterschreibe ich genau so. Bis auf den ersten Absatz, da psychologisierst du zu sehr. Aber du hast völlig recht: Spreeblick kann dauerhaft nicht nur aus mir bestehen. Was ich verständlicherweise nicht mitgehen mag ist die Fokussierung auf meine Schnitzelartikel, aber es ist klar, dass man als Autor ein Image aufgedrückt bekommt und da beschwere ich mich auch gar nicht.

  122. 122

    @jo: Danke – ich versuche das ebenfalls nüchtern zu sehen, und habe eben daher lange gewartet, bis ich zu dem Thema überhaupt kommentiert habe. Leider teile ich Deine Einschätzung vollkommen.

    Was sehr schade ist, da damit häufig die wirklich interessanten und diskussionsbedürftigen Themen in den Hintergrund der „Grabenkämpfe“ treten…

  123. 123
    Inga

    @ malte: der erst abschnitt war auch nur bißchen provokation (mir fällt es gerade schwer, die persönlichen sym- und antipathien, die in dieser diskussion ganz unzweifelhaft mitschwingen anders als ermüdend zu finden…)

  124. 124

    Ich würde ja gerne wieder mehr schreiben. Ich muss einfach nur aufhören, soviel zu lesen. ;)

  125. 125

    Ich bin ehrlich gesagt froh, dass mein Blog noch so klein, unbedeutend und werbefrei ist, dass ich nicht vor solchen Entscheidungen stehe. Aber das, was Du im China-Artikel ausgeführt hast, erscheint mir vollkommen einleuchtend: dass Werbepartner, für die man sich entscheidet, automatisch aufgewertet würden (oder wenigstens so erschienen), wenn man sich gegen andere entscheidet.

    Ich frage mich, ob die Moralapostel, die jeden [DIE VERWENDUNG DES URSPRUENGLICHEN NAMENS DES UNTERNEHMENS WURDE UNS UNTERSAGT]-Partner mit „Und was ist mit Yahoo? Und was ist mit Yahoo?“-Chören nerven, nicht besseres zu tun haben (Amnesty unterstützen, z.B. oder nach China fahren und das Volk befreien) und ob sie nie bei H&M einkaufen, nie (auch nicht im Taxi) Mercedes fahren und keine Müllermilch-Produkte verzehren.

    Natürlich ist das, was Yahoo macht, Scheiße, und die Art, wie sie es machen, um so mehr. Aber es ficht so einen Global Player nicht an, ob ein vergleichsweise immer noch kleines und regionales (weil deutschsprachiges) Blog ihre Werbung schaltet oder nicht. Es interessiert den Schlachthofbetreiber ja auch nicht, ob ich Vegetarier bin oder nicht. Das ist immer nur die Entscheidung eines Einzelnen und sich selbst gegenüber.

  126. 126

    Ich habe jetzt tatsächlich alle Kommentare gelesen und vieles, grade von Seiten der Kritiker, hat mich nachdenklich gestimmt. Wie ich bei mir darlege, habe ich gute Gründe, dennoch bleibt vor allem ein Satz von mspro hängen:

    …Aber-die-Welt-ist-doch-eh-schlecht-Kommentaren. Wisst ihr, warum sie so schlecht ist? Euretwegen!

    Vielleicht steht am Ende dieser Diskussion tatsächlich der Mittelweg. Mal sehen. Ansonsten:

    Ich würde ja gerne wieder mehr schreiben. Ich muss einfach nur aufhören, soviel zu lesen.

    Dann mal an die Arbeit.

  127. 127
    Maltefan

    @apfelbaum (107)
    „Zumindest wird hier der Affront gesucht. Ich bin gottfroh (streiche Gott), dass diese Diskussion auf Spreeblick geführt wird. Hier wird sie nämlich geführt. Hier stellt sich keiner hin und sagt: So ist das. Hier darf jeder was dazu sagen, und gerade dass macht die Sache so schwammig, aber eben undogmatisch. In der Schwebe eben.“

    Mich hat nicht gestört, dass die Diskussion noch kein glasklares Fazit hat, das kann man ja auch nicht erwarten. Aber wenn Johnny eine Rechtfertigungsarie schreibt, dann habe ich zumindest erwartet, dass er da eine einigermaßen klare Position bezieht oder zumindest deutlich wird, was er sich dabei gedacht hat (oder auch nicht). Gelesen habe ich allerdings ein schwammiges Rumgeeire, das sich irgendwie nach schlechtem Gewissen angehört hat, mit dem Versuch, sich selbst zu exkulpieren, indem man auf andere mit dem Finger zeigt, die ja noch viel schlimmer sind.

    Ich denke, das war nicht nur für mich ein bisschen enttäuschend.

  128. 128

    Um das Thema (mal wieder) auf die eigentliche Frage zurückzuführen:

    Das ist Dein Blog. Kannst hier tun und lassen, was du willst.

    Du willst für Yahoo werben? – Bitte.

    Kannst das übrigens auch einfach sagen. Willste nicht? – Bitte.

    Du willst lieber Ausflüchte? Der Welt, den Kritikern, Yahooadressenbenutzern, China und „den Medien“ die Schuld geben? Du willst Dich in technischen Feinheiten verrennen? („Aber das ist doch nur ein Werbeplatz…“), willst mit China-Artikeln gegen Deine Schuld anschreiben und so Deine „Unabhängigkeit“ beweisen? Willst lieber Yahoos Schuld relativieren? („Aber die Anderen sind doch auch böse…“) – Bitte.

    Du willst, dass ich das schlucke? – NO FUCKIN WAY!

    Die Werbung hier hast Du zu verantworten. Nur Du (und vielleicht Tanja). Wenn sie für Dich OK ist: Gut. Was soll dann das Rumgelabere?
    Wenn nicht: Zieh Deine Konsequenzen.

    That’s it!

  129. 129

    Nix für ungut, aber die Platte kriegt langsam nen Sprung.

  130. 130

    Sorry. War das letzte Mal. Versprochen.

  131. 131
    Karin Minkmann

    Ich kann nur sagen: Oben rechts der Anti-Schäuble gegen Vorratsdatenspeicherung und in der Mitte Yahoo mit Demokratie-Verrat.

    Ich werde mal bei Yahoo Clever folgende Frage stellen:
    Wieviele Menschen müssen in China durch Yahoo ausgeliefert werden, bis man nicht mehr für Yahoo wirbt?

    Mal sehen, welche Antworten ich kriege.

    Ansonsten, ehrlich, danke Johnny, daß Ihr Euch dieser Debatte stellt.

  132. 132

    Ist es egal, für wen man Werbung macht? Johnny sagt ja:

    Als ich mich vor zweieinhalb Jahren über die Geschäftspraktiken von Jamba aufregte, kritisierte ich Jamba. Nicht MTV.

    Tja, wenn das so ist, sollte Spreeblick Werbung für Jamba machen. Der nächste Werbblock nach Yahoo…

    Ich bitte aber darum, in der ganzen Diskussion nicht in die Scheinheiligkeit abzurutschen.

    ???

    Wer aktiv Werbung für Menschenrechtsverhöhner macht, sollte beser nicht mit dem Begriff „Scheinheiligkeit“ operieren. Was bleibt? Folgende Feststellung: [DIE VERWENDUNG DES URSPRUENGLICHEN NAMENS DES UNTERNEHMENS WURDE UNS UNTERSAGT] (bzw. Johnny und Tanja) hätten sich den Werbepartner besser auswählen können. Yahoo musste nicht sein.

  133. 133
    Matthias (aus Dresden)

    Wenn man wirklich nie „scheinheilig“ laut der hier vorwiegenden Meinung sein will sollte man:
    kein Internet benutzen, keinen Computer haben, keinen Strom haben, keine Miete zahlen, keinen Alkohol trinken, keinen Tabak konsumieren, keinen Kaffee oder Tee trinken, keine Kleidung tragen, keiner Glaubensgemeinschaft angehören, keine Bücher lesen, keine Medizin nehmen, in keinem Land leben und erst Recht nicht denken, man wäre irgendwie besser nur weil man sich von bestimmten Dingen einfach distanzieren kann.

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