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Liebes Tagebuch.

Auch wenn die Renovierungsarbeiten noch immer nicht völlig abgeschlossen sind, kann man langsam doch was erkennen in unseren neuen Räumen. Zum Beispiel, dass noch immer mehr Steckdosen gelegt werden müssen. Aufputz, versteht sich. Bin ja nicht verrückt.

Die letzten zwei Wochen waren so gut wie Internet-frei, dafür aber besetzt vom Umzug und der Renovierung sowie einer kleineren OP beim kleineren Kind (das jetzt quasi einen brandneuen Bauchnabel hat, sich aber noch nicht sicher ist, ob der alte nicht doch schicker war), abendlichen Gesellschaftsspielen mit den unterstützenden Schwiegereltern, eingeklemmten Nerven mütterlicherseits, dem lächelnden und zufriedenen Durchlesen des neuen Nick-Hornby-Werks Slam, ersten Bioshock-Überlebensversuchen, Ferienzeit mit alten Feuerstein-Folgen (die noch immer funktionieren), dem Diplom einer Freundin und verdammt nochmal wir haben zwei Stunden unseres Lebens bei Ikea verschwendet um uns dann doch für das blöde Regalsystem zu entscheiden und dann ist der Mist nicht am Lager hätten die das nicht vorher irgendwo hinschreiben können?

Es geht uns also super. Das Leben tobt und wir müssen hier noch ein paar Details durchziehen, denn ansonsten sitzen wir mittendrin in genau der Falle, in die man schon so oft getreten ist: Am Anfang einer Renovierung ist man Feuer und Flamme, gibt sich Mühe, will diesmal alles „richtig“ machen. Dann, nach einigen Tagen, lässt der Eifer nach, die Zeit drängt und man wird schlampig. Blöderweise ist man erst dann bei den wirklich sichtbaren Details angekommen und wenn man jetzt nicht aufpasst, stehen die Schreibtische für die nächsten Jahre zwischen den Umzugskartons, die schon keiner mehr sieht. Aber wir passen ja auf.

Internet geht, Telefon und Fax auch. Und der Namensgeber unserer neuen Adresse passt.

Ansonsten:

Eva Herman ist eine dumme Kuh, „linker Neoliberalismus“ ist Bullshit, unsere Autoren sind die besten und es ist trotzdem blöd, sich über den fantastischen Burkini lustig zu machen.

Hab‘ ich was verpasst?

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Das geheime Leben der Kühe

11 Kommentare

  1. 01
    Gerhard Grochowski

    Mir geht´ ähnlich , Umbau allerdings bei laufendem Betrieb ..
    … und immer hellwach bleiben ….

  2. 02
    Gerhard Grochowski

    … und was kann man denn verpassen … is doch immer wieder dasselbe …
    aber zur beruhigung im westen nix neues .

  3. 03

    Du könntest ja das neue Büro als Frontend für das Blog benutzen. Dann hättest Du zwei Fliegen mit einer Klappe … Max macht das schon irgendwie. Mit Nanotechnologie und Processing und so.

  4. 04

    Täusche ich mich oder raubt die Renovierung auch kreative Energien?
    Ich hoffe, Spreeblick startet nach dem räumlichen Neuanfang auch eine kreative Offensive!

  5. 05
  6. 06
    Gerhard Grochowski

    … das wörterbuch mann-frau kenne ich ja schon .

    gibt es auch eins b – do ?

  7. 07
    Harm

    Wow, ein geschriebener Podcast!
    Thema Umzug: Ihr könnt da aufpassen wie ihr wollt; das Provisorium hat sich schon längst eingenistet, angeschraubt, festgeklebt, und will nicht mehr weg. Ist halt so.

  8. 08
    klaus

    habt ihr das büro von bungalow records übernommen?

  9. 09
  10. 10

    was sind denn affliate links? ist das sowas wie werbung? tagebuch 2.0.

  11. 11

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