24

Ein Lächeln für Schäuble

Wenn ich mir das kleine grüne Kameraauge meines Laptops anschaue, frage ich mich neuerdings manchmal, wann es wohl so weit sein wird, dass ich eine schriftliche Genehmigung des Innenmisteriums (Huch. Eigentlich ein Tippfehler. Aber schön) brauche, um die Kamera mal abzuschalten. Und wenn ich literarisch gestimmt bin, frage ich mich, ob George Orwell gelacht hätte bei der Vorstellung, dass die Leute sich ihre Televisoren selber kaufen.

24 Kommentare

  1. 01
    Hendrik

    Ohne ihn gekannt zu haben würde ich sagen: Er hätte gelacht und geweint.

  2. 02
    mc bastard

    schönes bild…

  3. 03
    JanM

    Was mich mal wirklich interessieren würde, ist, ob Apple die Betriebs-LED neben der Linse tatsächlich elektrisch an die Stromversorgung der Kamera gekoppelt hat, oder ob das Ding per Software an- und ausgeschaltet wird. Ich habe bisher der Versuchung widerstanden, über die Kamera meines MBPs einen Streifen Iso-Band zu kleben, aber…

  4. 04
    erlehmann

    Und gerade die Kontrollfreaks von Apple wären gute Partner dafür …

  5. 05

    Mit Linux waer das nicht passiert…

    (Ist schon Freitag?)

  6. 06
    lork

    In soviet russia, screen watches YOU!

  7. 07

    Wenn ich mich recht erinnere haben die einfachen Leute (nicht Parteimitglieder) in 1984 ihren Teleschirm tatsächlich gekauft, er hatte ja auch eine Funktion als Fernseher und war daher beliebt.

  8. 08

    du musst nur mitglied in der CDU werden dann kannst die kammara mal für eine halbe stund aus schalten :D

  9. 09

    Ist dann bald soetwas Beihilfe zum Terrorismus?

  10. 10
    Der unbekannte Schöne

    @Martin: Stimmt. Als Winston vom Antiquitätenhändler dessen ehemaliges Schlafzimmer gezeigt bekommt, erwähnt der Gute das beiläufig. Allzu unvorstellbar schien das Orwell also nicht zu sein…

  11. 11
    PiPi

    Die ganzen Wikis sind unterwandert.

    Wer traut noch (vermeintlich) freien Enzyklopädien, Blogs u.dem anderen Zeug?

    Die Aussage: „Ja, bin ich schon drin…“ nimmt zunehmend Ausmasse an, die einen Unbedarften Tastaturquäler, wenn er davon Kenntnis erlangt, nur kurz aufzucken lässt.
    Die falsche Taste wurde schon lange vorher gedrückt.

  12. 12

    Ich glaube George Orwell hätte sehr gelacht und gleichzeitig geheult hätte, wenn er 1984 in einem Laden einen Televisor im Angebot gesehen hätte.

  13. 13
    leo

    Für das Problem habe ich noSight™ entwickelt. Das ist aus Klebestreifen und klebt auf dem iSight. Für mein Mobiltelefon auch.

  14. 14
    gloobstenichwa

    soweit ich (des)informiert bin kann mann jedes olle siemens isdn telefon von aussen in den „silent monitoring“ modus stellen
    alcatel ( oder so, vielleicht wars auch jemand anderes ) wollte daraus sogar mal ne dienstleistung machen glaub ich, so ne art remote sicherheitsdienst für kleine ladenbesitzer und so

  15. 15
    erlehmann

    gloobstenichwa: zeig den code her, dann reden wir darüber.

  16. 16

    Sie lesen und hören so wie so alles, was Deine Datenleitung verlässt, ob Du Deine Hand dabei in der Hose oder am Ohrläppchen hast, tut da ja nicht mehr viel zur Sache.

  17. 17
    Peter H aus B

    P*A*R*A*N*O*I*A

  18. 18
    Acid

    Ich hab mal einen Spiegel vor meinen Türspion gehängt. Das ist nicht so’n Weitwinkelding, sondern einfach ein mittelfingerdickes, verglastes Loch. Wenn von draussen einer versucht reinzukieken, kuckt er sich selber ins Auge. Vielleicht klappt das ja auch am MacBuch. :)
    Man könnte auch einen Wurm davor hängen, oder einen Blutegel. Oder was richtig Ekliges.

  19. 19

    das mit dem Spiegel is ne coole Idee, acid!

  20. 20
    denist

    er hätte sanft gelächelt und mitleidig genickt.

  21. 21

    Je mehr Daten sie sammeln, umso weniger wissen sie wirklich, weil sie in ihrer eigenen Datenflut untergehen. Es gibt nichts besseres als freie Bürger, die mit ihrem Staat zufrieden sind.

  22. 22

    naja Rainer, das glaub nicht so ganz. Ich denke schon, dass man die Daten auch wirklich so aufbereiten kann, dass sie nutzbar sind.

  23. 23
    erlehmann

    Oder noch schlimmer: Sie „vertrauen“ auf das System und nehmen erst mal jeden hopps, der ein paar flasche Einträge in Datenbanken hat. Macht ja kaum was, sieht man an Guantanamo.

  24. 24

    jop, das ist natürlich auch zu befürchten

Diesen Artikel kommentieren