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Ihrem Antrag auf Kühlschranktür – Benutzungsrecht – Einräumung konnte nicht entsprochen werden

Der Liebe wegen zieht unsere Freundin C. nach Kopenhagen. Diese Mail erhielt sie von ihrer neuen Mitbewohnerin.
Menschen, die sich vor Smileys fürchten: Bitte nicht weiterlesen.

Rules and guidelines :)

* The only things we share are: Toilet paper, kitchen towel, tooth paste, cleaning detergent and garbage bags. Normally, you just buy new stuff if you see that we are about to run out.

* Lodger“™s space outside the room: Bottom shelf in the hallway, bottom right shelf in the kitchen (minus the toaster), the two bottom shelves in the fridge plus the small drawer. The shelves on the inside of the fridge door are shared, also, put your stuff wherever you like in the freezer, just bear in mind that“™s quite small :)

* Feel free to use any of the kitchenware. Just remember that a few of the items don“™t go in the dishwasher (chef“™s knives, pots, pans etc.) :)

* Empty or start the dishwasher when needed.

* Please let me know (in person or leave a note) if you plan on having people over for dinner, just in case I have similar plans :)

* Cleaning: Toilet and bathroom must be cleaned weekly — we take turns. Depending on how much you want to use the dining and living room, you might need to help out here as well.

* All the items in the black cabinet in the dining room are not for the lodger to use, as most of it is heirloom etc.

* Take the garbage, old newspapers etc. to the containers downstairs when needed.

* Feel free to use the washing machine, but please try to fill it up — we can possibly wash our clothes
together. There“™s a drying rack behind the kitchen door, just leave your clothes to dry in the dining room.
* Wireless internet is included; just ask me for the password.

* Since the lodger is free to move out whenever he or she wants to, I kindly ask you only to place your belongings in your own room.

General advice:

The people downstairs aren“™t always too friendly and very sensitive against noise :) Just so you know. Otherwise, people in the building are nice and friendly.

If you got any questions, just ask!

38 Kommentare

  1. 01
  2. 02
    micha

    Und weiter?

  3. 03
    flippah

    Klingt doch alles sehr vernünftig. Da würde ich auch einziehen.

  4. 04

    Bin ich jetzt zu deutsch wenn ich finde, dass es gut ist, für das WG-Leben klar zu ordnen wie was zu laufen hat?

  5. 05
    Maik

    Es gibt Leute, die finden, unter zivilisierten Menschen müsse man auch ohne formalisierte Regeln einfach so zusammenleben können.

    Die Schnittmenge zwischen diesen Regelablehnern und den Menschen, mit denen man garantiert nicht ohne konsequent durchgesetzte formalisierte Regeln zusammenleben kann, ist aber interessanterweise sehr groß.

  6. 06
    Jan(TM)

    @Maik: Diese Leute können sich wahrscheinlich eine Putzfrau leisten …

  7. 07

    @Jan(TM): Diesen Leuten macht Dreck nicht so viel aus.

  8. 08

    Ich kann selbst nach wiederholtem lesen nicht verstehen, wo der „Gag“ bei der Liste sein soll? Macht alles Sinn, oder nicht?

  9. 09

    ich wette von den bisherigen kommentarschreibern hat noch keiner in einer reinen zweck-wg mit 5 bewohnern gewohnt.

    ^^

  10. 10

    nehm ich grad mal zurück, den kommentar und beziehe ihn auf No. 5 & 7.

    so nen plan macht man sich meist aus erfahrung. negativer natur… ^^

  11. 11

    Das finden jetzt nur Leute übertrieben, die nicht in mehreren WGs gewohnt haben.

  12. 12

    das sind regeln für genau eine andere person

  13. 13

    okay, das gibt dann doch noch ein paar punkte auf der bizarrheitskala.

  14. 14

    Genau das dachte ich beim Lesen: der ganze Aufwand für EINE Mitbewohnerin??

  15. 15

    Vor allem: Was, wenn diese eine Mitbewohnerin sich nicht dran hält? Außerdentliche Kündigung?

    Die richtigen Schweine lassen sich auch von Regeln, Putzplänen etc. nicht beeindrucken :-|

  16. 16

    wieso AUFWAND? ne eMail mit den WG Regeln?
    Ihr ein paar Regeln mitzuteilen? Oder hab ich jetz was falsch interpretiert?

  17. 17

    aachsoo. sie zieht zu EINER Person dazu. najaa nun aber. seid mal nich so kleinlich. die „Person“ erwartet vielleicht Erfahungsgemäß das Schlimmste. :-/

  18. 18
    das

    Klingt doch offensichtlich so, als ob dieses eine Zimmer häufig und immer nur kurzfristig vermietet wird. Ist doch verständlich, dass die Vermieterin keine Lust hat, das immer neu zu erklären / unauffällig ins Gespräch einfließen zu lassen. Das einzig Traurige ist doch immer nur, dass es genug Menschen gibt, denen man aus dem gesunden Menschenverstand ableitbare Regeln erklären muß.

    Sowas finde ich ärgerlich. Als Regel*aussprecher* ist man in einer no-win Situation, der angesprochene kann sich immer cooler fühlen, selbst wenn er ein Arsch ist, dem man sowas erklären muß.

    Z.B. finde ich die meisten Sachen auf http://www.passiveaggressivenotes.com/ einfach nur traurige Beispiele dafür, was man Leuten explizit sagen muß, Nix passiv-aggressiv.

  19. 19

    @das: so hab ich das auch gemeint und genau so isses leider auch. deshalb geht diese email voll in ordnung für mich.

  20. 20
    elli

    haha. das spreeblick publikum ist noch spießiger als die autoren.

  21. 21

    Der Titel des Posts ist irreführend: dem Antrag auf Kühlschranktürbenutzung wird in §2 Abs.2 stattgegeben.

  22. 22
    ajo

    solche zettel hat mir meine mama immer geschrieben, wenn ich in den ferien aufs haus „aufpassen“ musste. auf diese lächerlichen smileys hatte sie dabei allerdings stets verzichtet, was ich ihr heute hoch anrechne.

    in dieser mail führen die smileys nämlich leider dazu, dass die spießigkeit des inhalts mit sich selbst potenziert wird. sofern die angeschriebene älter als 17 ist und an keiner schweren hirnverletzung leidet, würde ich diese mail eher als don’t einschätzen. vielleicht sollte man das der kopenhagenerin mal aufschreiben und zumailen.

  23. 23

    Sind die Leerzeichen in „Kühlschranktür – Benutzungsrecht – Einräumung“ Absicht?

  24. 24

    @Jens:

    ja, unsere designstalinisten haben es so eingerichtet, dass lange wörter die grafik zerschießen. einziges mittel dagegen (wenn man dennoch lange wörter benutzen will):
    leerzeichen.

  25. 25

    „Ihrem Antrag auf Einräumung eines Benutzungsrecht für die Kühlschranktür konnte nicht entsprochen werden.“

  26. 26
    das

    Nach meiner Erfahrung sind Leute, die anderen Spießigkeit vorwerfen, meist nur bei anderen unverschämt, bei sich zu Hause penibel und geizig. „Ey Du, nu sei doch mal locker, weistdu. Woher soll ich denn wissen, dass das nicht in die Spülmaschine gehört?“

  27. 27
    Hendrik

    Ok, bis Malts/Johnnys Kommentar (12/14) dachte ich auch: Naja, wieso nicht. Regeln bewahren vor Missverständnissen, wenn man sich kennengelernt hat kann man sowas ja lockern… aber bei einer Person? Du meine Güte…
    Wir sind hier 4 Leute, Zweck WG bis jetzt geht’s ohne Regeln…

  28. 28
    megan

    jetzt aber schnell ein foto von joe strummer posten, dann ist man hier wieder ganz punkrock drauf, da findet man den gag auch nach mehrmaligem lesen.

  29. 29

    Zu den von schlechten Erfahrungen geplagten WG-Insassen kommen dann noch die Kontrollfreaks, bei denen irgendwie permanent immer alles krampfhaft im Griff sein muss. Da muss alles genau nach deren Plan laufen, selbst wenn dieser Bullshit ist. Wenn das dann noch gepaart mit einem starken Hang zur Sauberkeit auftritt, dann hilft dem Normalo nur die Flucht.

  30. 30
    Sono

    Also zu Ende des Artikels / Anfang der Kommentare hab ich mir auch gedacht „Na Und? Ist doch fast nix besonderes.“ Einzig die penibelste Einteilung der Regalbretter und Böden in Flur, Küche und Kühlschrank fand ich ein wenig seltsam.

    Interessant wurd es ab Malte’s Kommentar (12), da ich davor ausging, dass es sich um eine WG der Größe 3+ handelt.

    So I’ll file this under ‚very interesting‘

  31. 31
    heidrun

    in 9 jahren wgs hatte ich zum glück erst einen mitbewohner ohne gesunden menschenverstand. der hat mich auch allerdings so weit gebracht, dass ich plötzlich anfing, „erziehungsmethoden“ anzuwenden. schauder. aber so eine liste, die muss wirklich ne menge kleinkinder beherbergt haben. vielleicht sollte sie dann doch lieber allein wohnen?

  32. 32
    heidrun

    passiveaggressivenotes.com ist äusserst amüsant. es geht doch nichts über den ausdruck „get a life!“ da kommt man auf deutsch nicht ran.

  33. 33
    Tim

    Welch ein wichtiger Artikel. Spreeblick wird immer blöder. Was interessiert die Hausordnung anderer Leute? Oder ist Malte weiter auf dem Neo-68er Trip? „Privates ist öffentlich“.

  34. 34
    Sono

    An den Tim (33): Ja vielleicht hat die zu Anfang genannte Freundin C. dem Malte auch diese Liste geschickt und dann sind beide darin übereingekommen, dass sowas witzig sein kann und Malte das bei Spreeblick veröffentlichen soll?

    Und was wäre ein seriöses Blog ohne auch mal ein paar Sinnfreiheiten beizumengen. Sowas tut schließlich dies SZ z. B. auch.

  35. 35

    Bei der Liste sieht es ja wohl nach Langjähriger Erfahrung aus.
    Ungeschriebenes Gesetz in meiner letzten WG: Einer muss immer Alkohol da haben.
    Dann noch ein angehenden Barmixer bei, und wir die Versuchskaninchen.

    @Sono:
    Bei der SZ ist Sinnfreiheit Programm.

  36. 36

    Das einzige aggressive ist der ausufernde Gebrauch von Smileys.

  37. 37
    ray

    Das sieht m. E. sogar nach pensionsartiger Untervermietung aus…
    Malte, kannste vielleicht mal die Speisekarte vom letzten Restaurantbesuch Deines Schwagers posten?
    Wär‘ sicher auch höchst brisant :))

  38. 38

    oje. egal ob da 1 oder 27 leute wohnen, wenn ich so ne mail vorher bekommen hätte, hätte ich sicher reflexartig und blitzschnell etwas anderes gesucht. das ist ja schrecklich.

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