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When Jane became insane.

Das Blog von 90 Day Jane stimmt mich mehr als nachdenklich und wirft einige Fragen auf, mal ganz davon abgesehen, ob das nun (hoffentlich) ein Fake ist, oder nicht. Darf man seinen Selbstmord in einem anonymen Blog ankündigen? Ja? Nein? Und falls nein: Warum nicht?

(via)

Update: Die Seite ist offline und hat sich als Kunstprojekt herausgestellt — Peter und Matthias haben das letzte Posting von „Jane“ aus dem Feedreader gefischt und in unseren Kommentaren gepostet.

49 Kommentare

  1. 01
    René (der aus Kiel)

    Darf man das? Klar, gibt ja keine Gesetze dagegen. Ist aber ziemlich inkonsequent. Wenn man schon sozialverträglich ableben will (was ohne Frage Grundrecht eines jeden Menschen ist), dann doch bitte nach dem Motto: „Sei weise, stirb leise“.

  2. 02

    Wette, es ist verboten. Also, wenn man es dann wirklich tut: so, erst ankündigen und dann aktiv ableben. Dann muss man bestimmt was zahlen oder wird noch eingesperrt oder so …

    (Wer macht sich überhaupt die Mühe, so eine Website anonym zu registrieren, und warum?)

  3. 03

    Fake. Garantiert Die bekommt in ihrer Restlebenzzeit dann doch noch die Kurve – dank (zu bewerbendes Produkt hier einsetzen)

    Der Guerilla-Marketeer freut sich über Aufmerksamkeit und super „Online-Konversationen“ nebst E-Mailadressen.

    Oder doch nicht?

  4. 04

    Ich bin mir sicher, es ist ein Fake. Der „About me“-Text ist viel zu durchdacht: …bin Atheist…unserer Generation fehlt’s an nichts…warum nicht selbst game over sagen…etc. Und die Blog-Einträge scheinen systematisch alle Aspekte dieses makabren Themas abhandeln zu wollen. Auch die Bekanntheit des Blogs nach 6 Tagen scheint mir verdächtig.

    Darf man seinen Selbstmord in einem anonymen Blog ankündigen? Man darf alles. Aber man darf es auch geschmacklos finden.

  5. 05
    erlehmann

    Ist das jetzt Kopierpaste aus Sektion /b/ oder umgekehrt ?

  6. 06

    Fake hin oder her. Panne ist es allemal.
    Bin gespannt was am Ende rauskommt.
    Die Emo-Kiddies finden es bestimmt total super. Soviel Weltschmerz in Blogform.

  7. 07

    Habe früher als Moderator in einem Forum, welches hier nicht genannt werden soll, öfter mit solchen Ankündigungen zu tun gehabt. In den meisten Fällen war es ein ‚cry for attention‘.
    Unsere Policy war deshalb: Löschen. In Ausnahmefällen, wenn wir Grund zu der Annahme hatten, daß jemand es ernst meint, haben wir auch schonmal die Polizei eingeschaltet, wenn die Identität der Person uns bekannt war.
    Jetzt taucht das Phänomen in blogform wieder auf. Nicht überraschend.
    *schulterzuck und weitergeht*

  8. 08

    @ erlehmann: Ist das jetzt Kopierpaste aus Sektion /b/ oder umgekehrt ? ;-)

    @ Fragezeichner: die Bekanntheit nach grade mal 6 Tage hat mich auch stutzig gemacht, aber die grundlegende Frage besteht ja doch. Und geschmacklos? Warum? Strange, ja. Aber geschmacklos?

  9. 09

    well, i couldn’t care less. ich werds trotzdem verfolgen, um zu sehen, ob sie es durchzieht. wenn sie ausscheiden will, soll sie doch. es ist ihre entscheidung. wenn sie die aufmerksamkeit braucht, bitte. es gibt dinge auf der welt, die die titulierung tragödie verdienen. diese geschichte gehört nicht dazu.

  10. 10
    Martin

    fake. von scientology.

  11. 11
  12. 12

    „My generation has had no great depression, no great war and our biggest obstacle is beating Halo 3.“

    … ist also bestimmt von Microsoft. Bestimmt.

  13. 13

    @Martin: Gut möglich.

    @Andreas Schepers: Glaube ich nicht. Fake vielleicht, aber nicht für ein Produkt. So geschmacklos möchte sich niemand bewerben, glaube ich.

  14. 14
    Sascha

    Auf dem letzten Bild will die sich doch tatsächlich die Pulsader
    horizontal aufschneiden! Mädel, du hast die falschen Filme gesehen: Entlang der Pulsader, nicht querdrüber. Dilletantin.

    Für das Allgemeinwissen: Männer verbrennen oder erhängen sich meistens, während Frauen eher die sanfte Art wählen. Gleich wie: Männer erschlagen andere, während Frauen sie vergiften. Ist jedenfalls typisch, ich will keine Klischees aufwärmen.

    Jedenfalls: Viel Glück!

    Und ja: Es wird jenach Land erlaubt sein, solange sie anderen nicht beim Suizid hilft, usw.

  15. 15

    Wer schon mal einem anderen Menschen beim Sterben zugesehen hat – wohl gemerkt: jemandem, der um sein Leben verzweifelt gekämpft hat – der kann darüber nicht einfach den Kopf schütteln. Da kommt mir wirklich alles hoch, sorry. „Went shopping this morning for a dress to wear on the „big day“. Ich muss gleich kotzen. Was für ein Leben muss das sein, dessen man so müde ist?

    Falls das „nur“ eine neue echt-schwer-virale Aktion für Weißnichtwen werden soll: herzlichen Glückwunsch. Das Ende der Geschmacksskala wäre damit noch ein Stück nach unten verschoben.

  16. 16
    René (der aus Kiel)

    @Johnny Haeusler: Was die Geschmacklosigkeit angeht: Sony hatte sich mal in so was ähnlichem versucht: http://www.heise.de/newsticker/meldung/46574

    Edit: hier gibts Fotos von dem Ding:
    http://freenet-homepage.de/darkshadow666/1.JPG
    http://freenet-homepage.de/darkshadow666/2.JPG
    (Quelle)

  17. 17
    tschill

    Fake.
    Der Hinweis auf die .com Seite im Profil spricht dafür. Noch mehr aber der länger angemeldete 90 Day Jayne, der exakt zu den gleichen Zeiten ähnliche Texte über die Firefly-„Realität“ schreibt.
    Oder kann man bei blogger.com sowohl seinen eigenen Namen als auch die Editierzeit selbst verändern?
    Fake, vermutlich. Zum Kotzen.

  18. 18

    @René: geschmacklos, weil ich davon ausgehe, dass es ein Fake ist, die Aktion also darauf abzielt, viel Aufmerksamkeit zu erzeugen, die dann was weiss ich wohin gelenkt werden soll.

  19. 19

    Vielleicht einfach ein literarisches Projekt?

  20. 20

    @Eay: Finish the Fight! Harhar! :D

  21. 21
    xy

    Entweder es ist echt, oder es ist ein Fake und jemand hat sich die selbe Frage gestellt wie René. (Ein kommerzielles Fake wäre ein Sockenschuß, dann muß man danach noch mal höher ansetzten).

    Ich denke der Erkenntnisgewinn ist in beiden Fällen gering.

  22. 22
  23. 23

    Mir kommts auch wie ein Fake vor , zu kühl, zu berechnend und irgendwie seltsam dass sie die letzten 90 Tage so groß aufzeiht obwohl sie im Sidetext sehr lakonisch schreibt, dass sie weder Aufmerksamkeit erregen noch um Hilfe bitten will.

    Erinnert mich igrendwie sehr an Nick Hornbys „A long way down“ (sehr lesenswert übrigens) … vorallem der ruhige Stil der Texte.

    Hmm, ansonsten schließ ich mich an, wenns nen Fake ist, dann isses grob geschmack- und pietätlos, immerhin gibts Menschen denen es echt so geht.

  24. 24

    Ich frage mich immer noch, sollte es ein Fake sein… warum wäre der geschmacklos? Vorausgesetzt, es wäre kein virales Dings mit geschäftlichem Hintergrund (dann in der Tat: sehr sehr sick).

    Aber so verhält sich das Ding auch nicht anders, als Nick Hornby.

  25. 25
    René (der aus Kiel)

    @René Walter: Sollte es echt sein, dann ist das IMO nicht geschmacklos. Sie ist dann schlichtweg süchtig nach Aufmerksamkeit. Anders ließe sich diese Inszenierung nicht erklären. Den Text in der Seitenleiste („This blog is not a cry for help or even to get attention“) kann man dann getrost als Bullshit ablegen.

  26. 26

    @René Walter: Geschmack ist natürlich individuell verschieden. Für mich werden die Grenzen des guten Geschmacks bereits überschritten, wenn jemand sehr kalkuliert versucht, Mitleid und Sensationsgier seiner Mitmenschen auszunutzen, um Aufmerksamkeit für sich zu gewinnen. Nun wirst du zu Recht einwenden können, dass dies in den Medien ständig geschieht. Letzlich hält diese Aktion uns natürlich auch den Spiegel vor. Aber trotzdem: ich finde es geschmacklos. Vielleicht auch weil ich weiss, dass die Sache funktionieren wird ;)

  27. 27
    Zoe

    Vor allem: Noch fast 90 Tage sind eine verdammt lange Zeit für irgendwelche Menschen in ihrer Umgebung, um von der Sache Wind zu bekommen, sie zu erkennen und zur Polizei zu gehen. Ganz gleich, ob Fake oder nicht.

  28. 28
    schorsch

    @Eay: wohl eher tyler durden:
    our generation has had no great depression, no great war. [fight club]

  29. 29
    Sascha

    Für mich spielt es keine Rolle.

    Wenn es echt ist, stellt sie sich schusselig an. Wer sterben will, der tut es.

    Wenn es eine Fälschung ist, dann ist es zum einen geschacklos und zum anderen taktlos, wie bereits erwähnt: Es gibt Menschen die es wirklich tun, wenn es oft nur aus einem Affekt schließlich geschehen mag (außer bei schweren Krankheiten sicherlich).

    Wie auch immer: Aufmersamkeit wurde jedenfalls erregt, und niemand stellt etwas öffentlich, wenn er die Öffentlichkeit nicht will. Das ist quatsch.

  30. 30
    xy

    @Sascha: Kein Quatsch. Selbstverpflichtung/Bindung wenn man am Ende doch kalte Füße bekommt, sich aber abstrakt sicher ist. Gibts nicht selten

  31. 31
    Micha

    Weiss nicht so recht, was ich davon halten soll. Die vielen Kommentare, aber recht wenigen Ergebnisse bei Google / Technorati und Co. machen mich schon etwas stutzig. Hab die „Lady“ mal angeschrieben, und ein Interview gebeten.

  32. 32

    alternate reality game? online-roman? in zeiten von shootern (bitte keine diskussion dazu – denn ich bin nicht dagegen) könte diese art des geschichten erzählens durchaus normal werden – oder?

    „früher“ (also vor dem internet) hat man solch eine geschichte als buch in die hand genommen. das buch als solches implizierte schon die fiktion bevor man die geschichte überhaupt gelesen hatte.

    „heute“ schreibt frau/mann die gleiche geschichte in das internet und leserInnen fragen sich, ob die story fiktion ist oder nicht. das erfährt man im gegensatz zum buch wahrscheinlich erst am ende der geschichte – oder nie.

    aus autorInnen-sicht ist das deutlich spannender als die geschichte im ersten schritt als buch zu veröffentlichen. glaube ich jedenfalls.

    egal ob echt oder nicht: ich glaube eine altersfreigabe würde ich nicht schlecht finden. ist jedenfalls mein gefühl.
    gute nacht – jens

  33. 33

    erinnert sich eigentlich jemand „Countdown to Oblivion“?
    http://users.livejournal.com/_countdown/
    Da hat auch jemand seine Tage vor dem angeblichen Ableben niedergeschrieben. Am Oblivionday gabs nur ein Wort: Pwned!

    Obwohl Jane schöner schreibt. :-)

  34. 34
    WV

    Sorry, aber egal warum, egal weshalb: Das gibt nichts, mit Selbstmord in 90 Tagen. Zu langes Zeitintervall. IMO ist ein Monat schon zu lang.

  35. 35
  36. 36
    erlehmann

    @jensjetzt: Der Arbeitslose und Jane sind die ein und die selbe Person.
    Peit Zaradox !!!

  37. 37

    Umgedrehter Voyeurismus. Mach dich zum Opfer, mach dich zum Objekt, und schau den anderen dabei zu, wie sie dich begaffen. Lese ihre von Mitgefühl triefenden Worte, ihre Anfeindungen, ihre Verwirrung. Und lache dir einen dabei.

    Und am Ende war natürlich alles für die Kunst, oder die Forschung, oder den Weltfrieden.

  38. 38
    seb

    90DayJane was meant to mirror the tragic figure, Christine Chubbuck. Newscaster Christine Chubbuck committed suicide in 1974 by shooting herself in the head live on air.

    Link

  39. 39

    Jetzt ist nur noch 404. Sind die 90 Tage schon rum?
    Oder hat der „Betreiber“ jetzt eingegriffen?

  40. 40

    Entweder das oder „žJane“ wurde der Wirbel zu viel… mal sehen ob da noch was kommt.

  41. 41
    peter

    sie hat ihr „kunstprojekt“ gestoppt.

    hier die erklärung:

    90DayJane is a personal art piece about me. It was meant for me and (what I ignorantly thought would be) a small number of people who might find it on BlogSpot. It is the result of me tapping into the darkest part of myself and seeing where it led.
    What I have written and filmed, at its core, is from a place of truth. I am the girl in the videos. I have great disappointment with my generation and its obvious obsession with celebrity culture rather than their fellow man, thus the former Chuck Palahniuk reference.
    I wanted this blog to be about personal discovery and truth. But the correspondences I have received have taught me more about those qualities than I could ever express. 90DayJane has become its own entity and has influenced me. In fact, it has changed my perspective as a human being.
    I feel a massive sense of responsibility to my art, but more importantly the readers of this blog. My closeness to this project must have made art seem like reality to many people. That is not a reaction that I expected nor can I morally justify.
    This is why my project, 90DayJane, will be taken down in the next few hours.
    90DayJane was meant to mirror the tragic figure, Christine Chubbuck. Newscaster Christine Chubbuck committed suicide in 1974 by shooting herself in the head live on air. She was very vocal about her depression to those around her and gave every indication of her exact intentions leading up to the event. Sadly, no one reacted or helped Christine and those left behind could only ask „why“.
    Her story both inspired and terrified me because I can truly empathize with her rage and even her isolation. I wondered how Christine“™s life and subsequent suicide would play out in our time. Would the internet be yet another place of isolation to her or an escape? If she remained vocal about her intentions would anyone bother asking „why“ or even noticing before the fact? Would the reaction (if any) of the public change her intentions?
    I thought this mirror might reflect the isolation everyday people feel and the lack of true human connection on the internet.
    It is my feeling that the internet is the best and worst example of human interaction. This was painfully proven to me by reading every comment and every email. I believe I owed that to everyone. I know we all saw the dark side of the reactions in the blog comments. There was so much hate, immaturity and apathy. But, I truly wish everyone could see the beauty and honesty in the emails; many people feel like Jane (me). People have been more real and heartfelt than I thought was possible. I owe them a debt of gratitude for showing me the difference between people“™s reactions and their true feelings. I understand.
    I do want everyone to know that I accepted no money for 90DayJane despite multiple offers from television, film, books, etc“¦ I will not release my identity and I ask not to be contacted for any type of promotion. I want only for the people who wrote to me to know that I hear them and feel the same way. Your emails touched me so much. Please, share your thoughts with someone in your life or express them in a positive way.
    To everyone, please reach out to those around you. It“™s much harder to ask for help than to offer it.

  42. 42

    Grade im Feedreader gefunden“¦ NNW muss das noch abgegriffen haben, bevor die Seite offline ging:

    90DayJane is a personal art piece about me. It was meant for me and (what I ignorantly thought would be) a small number of people who might find it on BlogSpot. It is the result of me tapping into the darkest part of myself and seeing where it led.
    What I have written and filmed, at its core, is from a place of truth. I am the girl in the videos. I have great disappointment with my generation and its obvious obsession with celebrity culture rather than their fellow man, thus the former Chuck Palahniuk reference.
    I wanted this blog to be about personal discovery and truth. But the correspondences I have received have taught me more about those qualities than I could ever express. 90DayJane has become its own entity and has influenced me. In fact, it has changed my perspective as a human being.
    I feel a massive sense of responsibility to my art, but more importantly the readers of this blog. My closeness to this project must have made art seem like reality to many people. That is not a reaction that I expected nor can I morally justify. This is why my project, 90DayJane, will be taken down in the next few hours.
    90DayJane was meant to mirror the tragic figure, Christine Chubbuck. Newscaster Christine Chubbuck committed suicide in 1974 by shooting herself in the head live on air. She was very vocal about her depression to those around her and gave every indication of her exact intentions leading up to the event. Sadly, no one reacted or helped Christine and those left behind could only ask „why“.
    Her story both inspired and terrified me because I can truly empathize with her rage and even her isolation. I wondered how Christine’s life and subsequent suicide would play out in our time. Would the internet be yet another place of isolation to her or an escape? If she remained vocal about her intentions would anyone bother asking „why“ or even noticing before the fact? Would the reaction (if any) of the public change her intentions?
    I thought this mirror might reflect the isolation everyday people feel and the lack of true human connection on the internet.
    It is my feeling that the internet is the best and worst example of human interaction. This was painfully proven to me by reading every comment and every email. I believe I owed that to everyone. I know we all saw the dark side of the reactions in the blog comments. There was so much hate, immaturity and apathy. But, I truly wish everyone could see the beauty and honesty in the emails; many people feel like Jane (me). People have been more real and heartfelt than I thought was possible. I owe them a debt of gratitude for showing me the difference between people’s reactions and their true feelings. I understand.
    I do want everyone to know that I accepted no money for 90DayJane despite multiple offers from television, film, books, etc… I will not release my identity and I ask not to be contacted for any type of promotion. I want only for the people who wrote to me to know that I hear them and feel the same way. Your emails touched me so much. Please, share your thoughts with someone in your life or express them in a positive way.

    To everyone, please reach out to those around you. It’s much harder to ask for help than to offer it.

    In the video above I created a PostSecret revealing this project for what it is. I am in no way affiliated with them, but their site does great work for suicide outreach. At any rate, PostSecret gives me both strength and perspective whenever I read it. I hope it does the same for you.

    thx- 90DayJane

    http://www.hopeline.com/
    http://www.depressiontribe.com/
    http://www.twloha.com/
    http://www.befrienders.org/
    http://www.yellowribbon.org/
    http://www.selfmutilatorsanonymous.org/
    http://www.teenhelp.org/
    http://www.goaskalice.com/
    http://www.ulifeline.org/
    http://www.ifred.org/
    http://www.mentalhealth.org/
    http://www.nami.org/

  43. 43

    Da kam noch was: Es war ein Kunstprojekt.

    90DayJane is a personal art piece about me. It was meant for me and (what I ignorantly thought would be) a small number of people who might find it on BlogSpot. It is the result of me tapping into the darkest part of myself and seeing where it led.
    What I have written and filmed, at its core, is from a place of truth. I am the girl in the videos. I have great disappointment with my generation and its obvious obsession with celebrity culture rather than their fellow man, thus the former Chuck Palahniuk reference.
    I wanted this blog to be about personal discovery and truth. But the correspondences I have received have taught me more about those qualities than I could ever express. 90DayJane has become its own entity and has influenced me. In fact, it has changed my perspective as a human being.
    I feel a massive sense of responsibility to my art, but more importantly the readers of this blog. My closeness to this project must have made art seem like reality to many people. That is not a reaction that I expected nor can I morally justify. This is why my project, 90DayJane, will be taken down in the next few hours.
    90DayJane was meant to mirror the tragic figure, Christine Chubbuck. Newscaster Christine Chubbuck committed suicide in 1974 by shooting herself in the head live on air. She was very vocal about her depression to those around her and gave every indication of her exact intentions leading up to the event. Sadly, no one reacted or helped Christine and those left behind could only ask „why“.
    Her story both inspired and terrified me because I can truly empathize with her rage and even her isolation. I wondered how Christine’s life and subsequent suicide would play out in our time. Would the internet be yet another place of isolation to her or an escape? If she remained vocal about her intentions would anyone bother asking „why“ or even noticing before the fact? Would the reaction (if any) of the public change her intentions?
    I thought this mirror might reflect the isolation everyday people feel and the lack of true human connection on the internet.
    It is my feeling that the internet is the best and worst example of human interaction. This was painfully proven to me by reading every comment and every email. I believe I owed that to everyone. I know we all saw the dark side of the reactions in the blog comments. There was so much hate, immaturity and apathy. But, I truly wish everyone could see the beauty and honesty in the emails; many people feel like Jane (me). People have been more real and heartfelt than I thought was possible. I owe them a debt of gratitude for showing me the difference between people’s reactions and their true feelings. I understand.
    I do want everyone to know that I accepted no money for 90DayJane despite multiple offers from television, film, books, etc… I will not release my identity and I ask not to be contacted for any type of promotion. I want only for the people who wrote to me to know that I hear them and feel the same way. Your emails touched me so much. Please, share your thoughts with someone in your life or express them in a positive way.

    To everyone, please reach out to those around you. It’s much harder to ask for help than to offer it.

    In the video above I created a PostSecret revealing this project for what it is. I am in no way affiliated with them, but their site does great work for suicide outreach. At any rate, PostSecret gives me both strength and perspective whenever I read it. I hope it does the same for you.

    thx- 90DayJane

  44. 44

    War das jetzt geschmackvoll?

  45. 45

    Dankesehr. Hast Du nen Link?

    @Fragezeichner: Muss Kunst geschmackvoll sein?

  46. 46

    Keinen direkten. NNW muss das noch eingefangen haben, bevor die Seite offline ging. Ich kann nur den Feed zu meinen Clippings und zu jemandem der’s auch gesehen hat anbieten.

  47. 47
    PiPi

    Kunst liegt bekanntlich darin wie es der Betrachter sieht oder versteht

    Da das Netz an Informationen überquillt muss jeder zu einem modernen Rambo mutieren um mittels virtueller Machete sich einen Pfad an sein Ziel zu bahnen.

    @Topic (http://www.90dayjane.blogspot.com/)

    Da gab es doch mal ein Märchen wo ein kleiner ‚Lügenbold‘ ständig erzählte,
    und am Ende man ihm die Wahrheit nicht mehr glauben wollte, Vergessen ;)

  48. 48
    Sascha

    Auch wenn es seltsam klingt, ob meinem letzten Post: Ich mag die Idee. Die Idee ist schwierig. Mir fällt auch auf, dass ich nicht alles gelesen hatte, nur Auszugsweise. Ich hätte auch mehr lesen müssen …
    Das Thema ist immer emotional, vorallem wenn man solches kennt. Selbstmord, dass ist keine Bezeichnung für das was mit einem geschieht. Er kennt keine Leidenschaft nur Tod. (Frei nach einem Film)

    Viel Glück, weiterhin.

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