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Leerlauf

Was man alles schreiben könnte.

Über Luca Toni, den neuen Garanten der deutsch-italienischen Völkerfreundschaft. Maik Franz soll sich schon angeboten haben, ihm den dafür vorgesehenen Orden ans Knie zu tackern. Aber Luca Toni ziert sich und will lieber Anis trinken. Anis schmeckt ja eher pelzig und macht schön Kopfschmerzen, wirkt dafür aber schnell.

Über Nürnberg und von Heesens Gesichtsfarbe (weiß), über Bremen und eine nicht stattfindende Trainerdiskussion (anderswo), über Hamburgs Ackergäule. Über Leverkusen, das erstaunlichste Phänomen der deutschen Fußballberichterstattung momentan: wie man völlig unbemerkt gefälligen Fußball spielen kann, und keinen interessierts. Über Dingsda, na? Genau, Wolfsburg. Aber ach.

Über Ribéry, Franz und Diego ist ja so ziemlich alles gesagt, was mehr ist, als man jemals hat hören wollen. Inzwischen bin ich über die Psychologie eines Thomas Doll besser informiert als über die Blumenbeete meiner Eltern. Ich darf mir also so langsam Sorgen machen.

Letzte Saison, da wars knapp gewesen zu diesem Zeitpunkt, und spannend. Und in allen Zeitungen landauf landab stand, die Bundesliga sei ja qualitativ minderwertig wegen Ausgeglichenheit und Dingsens. Qualitätsfragen wurden diskutiert, und jetzt haben wir stattdessen eine Schiedsrichterdiskussion, die alt ist wie die Arche Noah und trotzdem nicht auseinanderfällt. Aber schön zu sehen, dass es so viele Meinungen gibt hierzu und dazu.

Ich für meinen Teil bin dafür, die Saison jetzt abzubrechen, die Geschichtsbücher rauszuholen und politisch inkorrekte Vergleiche für die EM im Sommer zu pauken. Guido Knopp bekommt den Sendeplatz am frühen Samstag Abend, und jeden zweiten Sonntag treffen sich Ribéry und Diego zu einer Partie Fußball-Tennis, sponsored by. Denn dies ist die Abschiedssaison von Wörns, von Ramelow, von Kahn. Von Huub Stevens. Und das wäre ein würdiges Ende unter diesen Vorzeichen.

Keine Kommentare

  1. 01

    Is das dein Ernst? Ramelow hört endlich auf?

  2. 02

    @Tobias: Ja. Tut er. ->Klick.

    Das ist ein höhnischer und gerade deswegen lesenswerter Artikel über den Abschied von Carsten Ramelow.

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