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An der Alten Försterei

„Dit is dit Wohnzimmer“, sagt Anneliese und grinst. „Weeste, dit is hier so zusammenjewachsen, aber dit stimmt ja nich. Eher so zusammenjefriemelt.“ Es fänden sich wohl noch ein paar mehr Adjektive für das Stadion an der Alten Försterei, Heimspielstätte des 1. FC Union Berlin. Ein bisschen provisorisch sieht es hier aus, auf der Stehtribüne am Zuckertor haben sich große Wasserpfützen gebildet. Unten, am Zaun, stehen Kinder bei ihren Eltern, weiter hinten auf der windschiefen Tribüne stehen die Ultras, mit ein paar Fahnen. Ostclub, denke ich, Ultras, denke ich, Gewalt, Hooliganismus und Rechtsradikale.

„Nee, dit is hier anders“, sagt Jörg, der sich an seiner Bratwurst festhält. „Als wir zweete Liga jespielt ham, da ham die janzen Arschlöcher Stadionverbot bekommen, und dit hat jut jewirkt. Jetz isses immer friedlich hier.“ Außer, Dresden kommt. Oder Erfurt. „Aber dit warn ja nie Unioner, die da Stress jemacht ham.“

Das muss man nicht glauben, vielleicht ist es auch jetzt gerade so still, weil Union viel zu gewinnen hat, oder viel zu verlieren. Je nachdem. Es geht darum, ob man nächstes Jahr zweite, dritte oder ungünstigstenfalls vierte Liga spielt, alles ist drin: für Spannung ist also reichlich gesorgt. Tatsächlich hat Union kein ausuferndes Hooligan-Problem, und trotzdem merkt man Jörg an, das er der Frage gerne schnell und umgehend ausweichen würde: Das Klischee vom gewaltbereiten Ostfan, von der Anarchie in den Stadien, das nervt hier sichtlich.

Heute jedenfalls wird es ruhig bleiben, heute kommt Wuppertal. Eine Handvoll Fans haben sich in den Gästeblock verirrt, insgesamt haben knapp über 7500 Zuschauer den engen Waldweg zum Stadion hin gefunden. Tatsächlich: gefunden, denn eigentlich ähnelt der Weg mehr einem fünfhundert Meter langem Tümpel, Wassertiefe bis zu zehn Zentimetern. Andere Stadien bieten gesonderte Eingänge für VIPs und solche, die genug Geld haben, sich einzubilden, sie wären welche: wer hier einen privilegierten Zugang zum Stadion haben will, braucht Gummistiefel.

Wie das Spiel wird, frage ich Jörg, aber das weiß er nicht. „Dit is auch nicht so wichtig, Hauptsache, wir haun se wech.“ Und bekommt man hier anständigen Fußball zu sehen? „Ach, weeste, ick geh nicht zum Fußball, ich geh zu Union. Wir ham hier schon seit Jahren keenen anständigen Fußball mehr jesehn. Dit Union keen Spielmacher hat, und dit schon seit Jahren, dit is keen Zufall, weeste.“ Na, das sind doch mal Aussichten.

Tatsächlich beginnt das Spiel fahrig, Union ist nervös. Zusammengefriemelt, provisorisch: Das passt nicht nur zur Alten Försterei, das passt auch ganz gut zum Unioner Spielaufbau. Hin und wieder, und meistens über links, geht“™s dann doch mal schnell. Gefährlich wird“™s aber erst nach Standards: zuerst holt der Wuppertaler Torwart einen Freistoß von Gebhart aus dem Eck, den anschließenden Eckball setzt Daniel Schulz dann ins Tor. Wuppertal wird bis zur Pause nicht mehr viel einfallen, und Union versucht es mit den guten, alten diagonalen Bällen. An der Seitenlinie keucht Patsche Patschinski den Abprallern hinterher, und vorne drin lauert Shergo Biran auf — ja, worauf eigentlich? Vielleicht spekuliert er auf einen vergurkten Rückpass der Wuppertaler.

„Dit hier is unser Wohnzimmer, weeste“, sagt Anneliese, und es klingt ein bisschen erleichtert. Tatsächlich war bis vor kurzem nicht klar, ob Union weiter an der Alten Försterei spielen würde, und zwar unabhängig davon, ob es jetzt zweite Liga wäre oder die nächstjährig neu gegründete dritte Liga. Der DfB hat die Auflagen verschärft, und lange Zeit konnten sich die Verantwortlichen nicht einigen, wer für die Kosten des Umbaus aufkommen sollte. Also hat man einige Ausweichszenarien entworfen, der vielgehasste Jahnsportpark im Prenzlauer Berg sollte Unions neues Stadion werden, und Dieter Hoeneß hatte eine Mitnutzung des Olympiastadions angeboten. „Da hättenwa jerne drüber jelacht, aber ich fürchte, der hat dit Ernst jemeint.“

Denn die Alte Försterei ist mehr als bloß ein bißchen Kult. Das größte reine Fußballstadion in Berlin: das wäre das eine. Aber auch dieser altmodische Charme. Ob man das als „ostig“ bezeichnen könnte, frag ich Anneliese, da ziehen Gewitterwolken über ihre Stirn. Einerseits andererseits, sagt sie, auf Hochdeutsch. Einerseits, klar. Aber die Alte Försterei ist kein DDR-Museum. Die Fans gibt es hier auch: die sich „“Wir aus dem Osten“ und „Wer lässt sich nicht vom Westen kaufen“ in Großbuchstaben auf die Oberarme tätowieren und Union unter Naturschutz stellen wollen.“ Aber Osten ist erstmal eine Himmelsrichtung, sagt sie. Und nichts, womit man blöde kokettieren sollte.

Da es außer Frage stand, aus Köpenick wegzuziehen, starteten einige Fans die Aktionsreihe ProAF, für die Alte Försterei. Was mit Trikotversteigerungen, Aufkleberkomandos und „Lottospielen für Union“ begann, zog bald die Aufmerksamkeit und Sympathie anderer Kreise auf sich: Die Spieler liefen vor Anpfiff mit ProAF-Bannern ein, der Sponsor überließ seinen Werbeplatz auf den Trikots dem zugehörigen Logo, und auch die gegnerischen Fans solidarisierten sich mit den Unionern: Unter anderem Braunschweiger, Erfurter, Herthaner, Babelsberger und Charlottenburger starteten ProAF-Aktionen, die lokale Presse äußerte sich, der unvermeidliche Friedbert Pflüger sprach seine Unterstützung aus, sogar die Sportschau berichtete. Anfang April beschloss der Bezirk Treptow/Köpenick, den Spielbetrieb für die kommende Saison sicherzustellen, und seither lacht wieder die Sonne über der Alten Försterei.

Zumindest fast. Zwar gefallen die Umbaupläne, aber trotzdem. Die legendäre Anzeigetafel würde wegfallen, und auch sonst noch so einiges. Union startet stark nach der Pause, Wuppertal fällt nicht mehr viel ein. Zur 53. kommt Benyamina für Biran, der eine viertel Stunde später prompt den Ball gegen den Pfosten setzt. Zehn Minuten später gleicht Saglik nach einigem Gestocher im Strafraum aus: und obwohl Union sich immer wieder in den gegnerischen Strafraum, nunja: spielt kann man nicht sagen, eher kämpft. Oder würgt. Jedenfalls passiert nicht mehr viel. „Naja, auch okay. Früher hättenwa dit noch verlorn“, sagt Jörg, und die Zornesader pocht an seiner Stirn. „In Bremen brauchma jetzt nen Punkt, wenn dit noch was wern soll mit zweiter Liga.“

Aus dem Punkt ist nichts geworden, letzte Woche setzte es eine 1:0-Niederlage, die Woche drauf nochmal, gegen Cottbus‘ Zweite. Ganz bitter war das: Es sind zwar immer zwei Punkte zum Aufstiegsplatz. Die heißen Spiele gegen Dresden und Magdeburg kommen erst noch, aber die hat man beide zu Hause. Mal sehen.

Als wir uns auf dem Rückweg an den Wasserlachen vorbeischieben, sagt Anneliese noch mal: „Dit is zuhause.“, als wollte sie sichergehen, dass der Satz auf jeden Fall im Artikel auftaucht. Und: „Dit is unser Wohnzimmer.“ Mein Wohnzimmer ist das zwar nicht, aber das sage ich nicht: man ist ja nicht unhöflich. Aber für ein fremdes Wohnzimmer wars tatsächlich sehr heimelig. Und die Bratwurst ist wahrscheinlich das beste, was an deutschen Sportplätzen so angeboten wird für zwischendurch.

30 Kommentare

  1. 01
    alex.

    Fußball-Content bei Spreeblick. Immer selten, immer schön.

    Nur eine Frage:
    Wieso glaubst du, daß die alte Anzeigetafel verschwinden wird? Die wird doch ins neue Stadion integriert. Auf dem von Dir verlinkten Umbauvideo auch gut zu erkennen.

  2. 02
    Frédéric Valin

    Das ist glaub ich noch nicht so ganz raus: Das Umbauvideo ist ja bloß so ein erster Vorschlag. Wie die AF dann aussieht, weiß glaub ich noch keiner.

    Ich hab das so aufgeschnappt, dass die eventuell wegkommt; wäre aber blöd. Mit der Bratwurst mit das beste an der AF.

  3. 03

    Die Anzeigentafel wird bestehen bleiben, nur wahrscheinlich nicht in ihrer bisherigen Funktion, sondern als „Denkmal“.

    Union-Content bei Spreeblick – is ditt schön :)

  4. 04

    Ich finde solche Artikel immer interessant, wo von aussen her ein – ich nenne es mal – Mikrokosmos beschrieben wird.

    Selber als jahrelanger „Union-Geher“ nimmt man viele Dinge aus der Macht der Gewohnheit gar nicht mehr wahr… eben jene werden aber sicher irgendwann – nach dem Umbau – fehlen. Deshalb finde ich diesen Artikel toll. Er beinhaltet zwar nichts neues, annimiert mich aber, die alten Dinge vielleicht noch einmal etwas näher wieder wahrnehmen zu können.

    Den abschied vom alten „ostigen“ zum neuen modernen mache ich ja auch gerade mit den Eisbären durch. Da geht es aus dem alten „kultigen“ Wellblechpalast in die Arena am Ostbahnhof (sogar mit Spreeblick ;)).

  5. 05
    Nino

    Ganz großes Frauentennis!

  6. 06

    Hey Fred, klasse Sache, wenn auch Union direkter Konkurrent meiner Heimatstadt ist, mag ich dieses Artikel, das Eintauchen in Zwischenmenschliches (sonst würd ich natürlich kein Spreeblick lesen^^) , zumal die Regionalliga NO auch eine Religion für sich ist.
    Bei einem Besuch im Magdeburger Stadion würde ich natürlich einweisend begleiten :D Auch mit Gummistiefeln!

  7. 07
    sven hörenson

    scheiß uniona ;)

    BFC-DYNAMO!!!!

  8. 08

    Sorry was meinst du mit kein ausuferndes Hooliganproblem? Allein schon dieser Satz ist ein Vorurteil deinerseits. Denn du unterstellst, dass Union eins hat. Und um dich in deiner Meinung bestätigt zu wissen, sagts du, dass dein Gesprächspartner ausweicht. Hm. Und? Sorry, tut mir leid. Das ist oberflächliches Westgeschwafel. Wie oft warst du in der AF?

    Und seit wann sind Ultras und Hools eine Gleichung? Billige Medieneffekthascherei ohne den Willen der Differenzierung.

    Was hier nervt, zumindest mich, ist das du das Klischee bedienst und dich schön süffisant drüberstellst. Kann man machen, muss man aber nicht.

    Auch hat der Dieter H. nix angeboten. Der weiß ja nicht mal, wie man eine graue Maus mit ein bisschen Farbe versieht. Wie soll denn so einer was anbieten können?

    Und zu guter letzt: die Bratwurst ist nicht gut. Die habe ich in diversen deutschen Stadien, Arenen, Multiplexkonglomeraten oder wie immer sich diese neumodischen Vielzweckbauten merkantilistischer Natur schimpfen, schon beser gegessen.

    Na gut, ich will mal nicht so sein. Das mit den Wasserpfützen stimmt.

  9. 09
    Klaus

    Als Hamburger Jung bin ich natürlich Pauli-Fan, hab mich aber mal breitschlagen lassen, zum Spiel Union gegen Leeds mit ’nem kollegen zu gehen.
    Und was ich da im Union-Fanblock erlebte, war nun wirklich alles andere als kuschelige Stimmung.
    Soviel Aggressivität in ’nem Stadion hab ich vorher noch nicht erlebt – da ist mir eine süßlich Rauchschwade wie bei Pauli doch 1000x lieber, als rassistische Rufe gegen Schwarze Spieler und „Auf die Fresse“-Chöre, wenn’s ein bisschen Rangelei auf dem Platz gab.
    Als äußerst unangenehm empfand ich auch, diese „Angewohnheit“, von vorne die Leute nach hinten (den ganzen Block wohlgemerkt) zu schubsen – da hat man keine Chance und fällt einfach um…
    Vor diesem Hintergrund von „und dit hat jut jewirkt“ zu sprechen:
    Da kann ich nur lachen!

  10. 10
    Christian

    Dankeschön für diesen gelungenen Bericht, der einige Dinge mal wieder ins Bewusstsein rückt, die, ich schließe mich Oliver an, mir auch schon lange so nicht mehr auffallen. Was den Unwillen angeht, sich mit einem angeblich vorhandenen Hooligan- oder Gewaltproblem zu befassen, ist dies sicher eher dem Überdruss geschuldet. Zurzeit muss sich ein Anhänger eines Vereins aus der ehemaligen DDR in der Regional- oder Amateurliga diese Fragen – und auch Vorurteile – häufig anhören. Gibt bei anderen Vereinen ja auch genug Idioten, die dazu Anlass geben. Aber man überzeugt die Leute ja immer gerne vom Gegenteil. Und wenn sie dann mitkommen und merken, was für ein netter Haufen die Unioner sind, kommen sie wieder. Und das Spiel ist bald nicht mehr so wichtig, weil du dann in 14 Tagen sowieso zurück an deinem Platz bist. Denn: Du musst ja rechtzeitig zu Hause sein.

  11. 11

    „Heute jedenfalls wird es ruhig bleiben, heute kommt Wuppertal.“

    What a Satz.

  12. 12
    thommy

    Ich bin immer wieder erstaunt wie unterschiedlich die Stimmung bei den Spielen wahrgenommen wird: Beim Leeds (Freundschafts!) Spiel habe ich keine negative oder gar aggressive Stimmung erlebt- von rassistischen Aeusserungen ganz zu schweigen.

    Auch bin ich noch nie durch den Block geschubst worden- allerdings bin stehe ich auch nicht bei den jungen Huepfern (vulgo ‚Ultras‘), sondern -etwas ziviler- auf der Gegengerade.

    Ich will Klaus‘ Erlebnisbericht nicht in Frage stellen, aber darauf hinweisen, dass es auch anders wahrgenommen wurde: mehrere englische Fans schauen immer noch auf ein „hello“ und „good luck“ im Forum vorbei.

  13. 13
    paule

    ….und klaus ist ein dynamo und bleibt in zukunft besser zu hause ! soviel zu breitschlagen lassen *kopfschüttel*

  14. 14
    paule

    @sven hörenson:
    LASS DICH UMTAUFEN AUF HIRNLOS !!! EISERN

  15. 15
    bulette die erste

    unioner knie nieder! wir sehn uns immer wieder…!

    bfc for ever

  16. 16
    Ole

    Wenn man sich auf ein Thema einlässt, dies schriftlich fixiert wird’s fast einseitig, obwohl man das nicht will.
    Das wahre Leben bei Union – wie wahrscheinlich bei fast jedem anderen Fußballclub auch – ist viel differenzierter: Fankultur, das Spannungsfeld zwischen Tradition und Kommerz, Stadionausbau, Politik und Sport, Alternative und Nationale auf den Rängen, Jung und Alt, Ultras und Kutten, Polizei und Stadionverbote, und, und, und…
    Ich rate: Einfach mal ausprobieren!
    Der Stadionsprecher ist spitze, die Mucke ist geil.
    Fußball an der Alten Försterei ist eben immer noch was anderes, als Kommerz in irgendeiner XY-Arena.
    Hinkommen und selbst sehen! Den Einen wird’s begeistern, den Anderen abschrecken.
    Ich wurde vor fast 35 Jahren infiziert und kam nie wieder davon los…

  17. 17
    Frédéric Valin

    @Ole: Danke, das find ich ein tolles Fazit.

  18. 18
    Nano

    Bin Gladbach Fan, aber Anfang der Saison mal in die Alte Försterei gegangen, um mir anzuschauen, wie sich unser Ex-Borusse Younga-Mouhani so macht. Ok, Mouhani hatte nicht gerade seinen besten Tag erwischt, aber wie er an diesem Nachmittag von seinen eigenen Fans(!) runtergemacht wurde, das ging auf keine Kuhhaut. Ich lebe seit fünf Jahren in Berlin, aber so oft wie an diesem Nachmittag habe ich das Wort „Nigger“ in den ganzen Jahren nicht gehört. Einfach nur eklig. Was interessiert mich ein guter Stadionsprecher oder die Bratwurst, wenn man dabei von lauter aggressiven Proleten umgeben ist? Alte Försterei: Einmal und nie wieder!

  19. 19
    paule

    @Ole: Bist Du unser Ole aus W´see ?
    Gruss von Paule

  20. 20
    paule

    @bulette die erste: wir sehen uns nie wieder, denn ihr seit am Aussterben!

  21. 21
    Ole

    @nano
    Dann trifft man auf dem Bökelberg nur das Bildungsbürgertum, Studienräte und Ökomuttis?
    Nee, im Ernst: Rassisten nerven! Bei den von dir vernommenen Äußerungen muss es den Ordnungsgong geben.
    Aber an der AF ist das gesellschaftliche Spektrum (Ost)Berlins – im Gegensatz zu den pc, eintönigen Antifakader-Fanstrukturen bei TeBe oder BB03 – vertreten.
    Wie gesagt, das gesamte Spektrum, und Einfältige werden m.E. kurz gehalten. Aber vielleicht habe habe ich da zu sehr die rot-weiße Brille auf.
    In dem von dir gennanten Fall: Manche deuten die Kritik an M.Y.-M. auch gern in Rassismus um. Reißt der mal was, wie gegen BB03 im Heimspiel, gibt’s stehenden Applaus.
    Schade, dass er in Berlin nicht angekommen ist.
    Viel Glück für den Aufstieg! Wird ja mal Zeit!

    @paule: Nööö…

    Eiserne Grüße aus Kaulsdorf

  22. 22
    UNIONWESSIE

    ALSO ZUM OST-WEST GESÜLZE NUR SOVIEL ! ICH GEHE SEIT CA. 16 JAHREN ZU UNION , UND ICH BIN EINER VON WENIGEN WESSIES DIE ES SCHÄTZEN GELERNT HABEN EIN UNIONER ZU SEIN ! UND NIE BIN ICH ANGEPÖBELT WORDEN WEIL ICH NICHT IM OSTEN GROSS GEWORDEN BIN , IM GEGENTEIL ES WURDE MIR SEHR VIEL RESPEKT UND FREUNDLICHKEIT ZUTEIL ! MANNT NENNT MICH MANCHMAL DEN QUOTENWESSIE , UND ICH KANN IMMER NOCH LACHEN ÜBER DIE BEZEICHNUNG ! ICH KENNE SOVIELE UNIONER DIE EINEN HALS KRIEGEN WENN EINER MIT DDR SYMBOLEN RUMLÄUFT ! UNION IST ZWAR EIN OSTCLUB ABER KEIN TYPISCHER ! OST OST OSTBERLIN RUFE SIND DOCH MEHR PROVOKATION GEGEN MANCHE CLUBS AUS DEM WESTEN ! UND DAS AUCH ZU RECHT ! WENN MAN ÜBERLEGT WIE DER SENAT MIT UNION UMGEHT ! DA WIRD BEI TANTE BERTA EIN AMASSTADION GEBAUT UND UNS WOLLTEN SIE IN DEN VERHASSTEN JAHNTIERPARK STECKEN ! MAN KANN NICHT VON EINEM BESUCH ERFAHREN WAS UNION IST ! DAS IST NICHT EINFACH FUSSBALL DAS MUSS MAN ERLEBEN ! UND EIN HOOLPROBLEM HAT UNION NICHT MEHR ALS JEDER ANDERE VEREIN IN DER REPUBLIK ! UND WAS DA BEI GEGEN LEEDS ANGEBLICH PASSIERT IST , KEINE AHNUNG WAS DER PAULIFAN DA ERZÄHLT ! DENKE DAS SEIN DOPE SCHLECHT WAR ! SO IN DIESEM SINNE —-UND NIEMALS VERGESSEN EISERN UNION —-

  23. 23
    PiPi

    @UNIONWESSIE:
    Glaube auch,
    dass jedwede Grossveranstaltung von einigen Gruppen nur als FORUM
    zur Ausübung ihrer als Sport dienenden ‚Kräftemessen‘ missbraucht wird.

  24. 24

    ich bin ganz ehrlich:
    Ich mag die alte Försterei nicht wirklich und ich mag auch Union nicht…

    ist mir viel zu extrem „politisch“.
    Wenn ich zum fussball gehen will, dann wegen des fussballs oder ggf wegen des favorisierten Vereins…

    Bei Union habe ich leider immer das Gefühl, dass man bewusst auf Ossis setzt (als Fans) und „Wessis“ ausgrenzt.

    Ich war 2x da und es war leider nicht wirklich gut.
    Man hat immer das gefühl, dass hier eine der letzten Ost-Bastionen standhält, die sich vehement gegen Fans „von drüben“ sträubt und schön lauthals die teilweise überholten Parolen singt…

    „Früher war alles besser“: sowas überzeugt halt nicht alle Berliner.
    Ich denke, eine offenere Perspektive würde allen gut tun…

  25. 25

    @Blood … mag sein, dass man das so mitbekommt. Vieles ist aber nur – wenn – Folklore. Ich wage sogar zu behaupten, dass die Union-Fans „im Westen“ angekommen sind. Wobei, wie soll man eigentlich „Westen“ definieren? Himmelsrichtung? Lebenseinstellung?
    Und Folklore erlebt man ja nahezu in allen Stadien in den verschiedenen Sportarten. Beim Eishockey in Iserlohn ruft man gerne „Sauerland“, in Bochum beim VfL verstaubt ebenfalls regelmäßig die Sonne im tiefen Westen, oder der FC Bayern ist der Stern des Südens. Da ist ein „Ostberlin“ sicherlich auch nicht politisch anzusiedeln.
    Ehrlich gesagt waren zu DDR-Zeiten nicht so viele zu erkennen, welche auf der oft diktierten Welle waren. Unioner waren meist immer etwas unangepasst. Von daher finde ich es nicht wirklich „ostalgisch“.

    Was ich bei Spielen An der Alten Försterei so mitbekomme ist, dass sie eigentlich mehr auf das Image der „Schlosserjungs aus Oberschöneweide“ setzen.

    Vielleicht einfach beim nächsten Mal die Geisel der „political correctness“ zu Hause lassen und einfach Fußball kieken! ;)

  26. 26

    Vielen Dank! Netter Beitrag.

  27. 27

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