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Deutsche Städte, die nicht Berlin sind

„Berlin, Berlin, immer muss es Berlin sein. Schau dir doch mal andere Städte an, da gibt es auch schöne Häuser.“ Mag ja sein. Aber meine Aufenthalte in anderen deutschen Städten lassen mich daran zweifeln. Und schöne Häuser bringens auch nicht, wenn mich deren Bewohner missbehaglich stimmen.

Hildesheim

Zum Beispiel Hildesheim. Hildesheim ist das Werk von hannoveraner Architekten, die — beschämt von der Fadheit ihrer eigenen Stadt — in Nahverkehrsnähe eine Ansammlung hässlicher Häuser zusammengewürfelt hat, in denen noch langweiliger leben ist als in den benachbarten Schnarchorten. Seither gilt unter Bewohnern der Region selbst Salzgitter als lohnendes Ausflugsziel. Hildesheim, allein der Name: kein Mensch würde sich abends auf einige Flaschen Schokoladenschnaps zu Tante Hilde in die Gähnstraße einladen lassen. Tanten heißen häufig Hilde und sind unverheiratet, zumindest diese Sorte Tanten, was als Beweis angesehen werden darf, dass der Name Hilde ein Hindernis darstellt, sobald es gilt, Geschlechtergrenzen zu überschreiten. Früher sind die Hilden dieser Welt Nonnen geworden, heute schauen sie NeunLive und finden den Jürgen süß.

Jedenfalls, Hildesheim. Wird hier samstagabendlich ein Hund überfahren, darf man diesen bedauerlichen Zwischenfall am nächsten Tag auf der Titelseite des Lokalblattes nachlesen, und sich morgendlich beim Bäcker über Umstände und Konsequenzen austauschen. Sowas geschieht leider selten, weswegen Hildesheimer versierte Meteorologen sind.

Aber gilt das nicht auch für andere Siedlungen, beispielsweise Lübeck oder Passau? Sicherlich, doch. Aber es gibt ein Detail, das Hildesheim über die Durchschnittsdösigkeit mitteldeutscher Kleinstädte im allgemeinen und Salzgitters im besonderen hinaushebt: den Studiengang Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus. Dort lernen Nachwuchsliteraten Schreiben, um später in Büchern zu veröffentlichen. Bis es soweit ist, sitzen sie in Cafés oder was man in Hildesheim dafür hält und füllen ihre unlinierten Moleskine-Notizbüchlein mit Betrachtungen über Cafés oder was sie dafür halten. Manchmal entsteht auch eine Kurzgeschichte, in der Bäckereien vorkommen und totgefahrene Hunde. Damit werden örtliche Literaturwettbewerbe gewonnen oder auch nicht. Ansonsten ist Hildesheim ereignislos wie ein Beckett-Stück.

Freiburg

Und dann, Freiburg. An guten Tagen fühlt sich Freiburg an wie der Prenzlauer Berg an schlechten Tagen. Es gibt hier sehr viele Parks, in denen Frisuren Gassi geführt werden. Die komplette Innenstadt ist mit kleinen, knietiefen Wassergräben durchzogen, was Reiseführertexter immer mal wieder zu dem Wort „malerisch“ inspiriert. Tatsächlich wäre arschkrampig treffender, denn dank der Gräben empfiehlt es sich nicht, in Freiburg abends trinken zu gehen. Wer abends betrunken aus Kneipen gewankt kam und am nächsten Tag mit einem Schien- und Wadenbeinbruch in der Universitätsklinik aufgewacht ist, weiß, was ich meine. Mitten in Freiburg steht übrigens ein Dom, den alle Freiburger für ein Münster halten. Allerdings glauben sie auch, Dieter Salomon sei ein Vertreter der Grünen, was er nicht ist, er ist ein Vertreter der CDU, der sich grün angestrichen hat.

Augsburg

Oder Augsburg. Man muss Augsburg dankbar sein. Ich bin Augsburg dankbar. Einfach, weil es existiert. Augsburg ist gar keine Stadt, sondern ein riesiges Freiluftasyl für Freikirchenspinner. Ich hatte das zweifelhafte Vergnügen, dank, nein: wegen einer Herzensangelegenheit häufiger mal in Augsburg zu weilen. Die beiden Mitbewohner der Herzensangelegenheit gehörten dem gleichen Bibelkreis an und tauschten Bücher aus, die „Wenn Vergeben schwer fällt“ (Hans Schaller) Und „Das Teufelsnetz — Sie wollen unsere Kinder. Und wenn wir uns nicht wehren, ist es zu spät.“ (Pat Pulling) hießen. Wurden die Herzensangelegenheit und ich körperlich des nachts, unterhielten sie sich am nächsten Morgen über Unzucht, den Satan in uns und das Fegefeuer, während sie uns mit vernichtenden Blicken maßen. Später gingen sie in die Dusche und kasteiten sich gegenseitig mit nassen Handtüchern, weil sie schmutzige Gedanken gehabt hatten. Danach spielten sie in Parks Frisbee mit ihren Heiligenscheinen und hatten großen Spaß dabei.

Ganz Augsburg ist zugepflastert mit Kirchen, in jedem dritten Wohnhaus befindet sich ein Gebetsraum. Ich finde Christen normalerweise ganz in Ordnung, aber in Maßen. Genau wie Petshop Boys-Fans und Spargelbauern sind sie als Individuen erträglich, in der Gruppe aber unannehmbar. Über Augsburg soll Bertolt Brecht mal gesagt haben, das beste daran sei der Zug nach München.

München

Ach, München. Weltstadt mit Herz. Wenn solche irreführenden Bezeichnungen Schule machen, können wir anfangen, Hundekacke Kartoffelsoufflé zu nennen. Aber, halt, eines ist doch weltstädtisch an München: die Verkehrssituation. Parisreisenden wird empfohlen, vor ihrer Abfahrt einige Stunden den Frankfurter Ring zu befahren und anschließend in der Innenstadt einen Parkplatz zu suchen. Dabei wäre auf Münchens Straßen viel Platz, wenn nicht alle Leute diese Blähautos fahren müssten, sondern normale Karren. Aber nein, immer muss es ein BMW sein oder ein Mercedes oder ein Hummer, Hauptsache groß und laut und protzig. Ich kenne da keine Statistiken, aber wenn der alte Satz „großes Auto, kleiner Schniedel“ stimmt, hat der Durchschnittsmünchner allen Grund zu Klage und Minderwertigkeitskomplexen.

Spricht man mit Münchnern, loben sie an ihrer Stadt häufig die gute Lage. Man sei schnell in der Natur, schnell in den Bergen, nach Italien seis auch nicht weit, und im Grünen und die Seen und was weiß ich. Das gute an München ist also, dass man schnell wieder weg kann. Nur, warum dann überhaupt hinziehen? Ich kaufe mir ja auch nicht einen hässlichen, stinkenden Hund, bloß weil mir der Verkäufer versprochen hat, dass der häufig wegläuft. Immerhin wird in München gutes Bier gebraut, das ist schon mal was. Das kann man allerdings auch anderswo kaufen. Es gibt schlechterdings keinen Grund, nach München zu ziehen, außer man findet es erregend, viel Geld für billige Cocktails auszugeben und Lackschuhe kaufen zu müssen, um in Großraumdiskotheken zu 90er Jahre Partymusik herumzuhüpfen.

Dann doch lieber Berlin. Bleibt einem ja nix anderes übrig.

(Wird übrigens fortgesetzt, der Städteverriss. Macht nämlich Spaß.)

109 Kommentare

  1. 01

    Tja, dass in München aber nicht an jeder Ecke Hundescheiße und menschlicher Urin zu finden ist darfst du ruhig auch erwähnen. Naja, wer drauf steht..

  2. 02
    Frédéric Valin

    Die Doppelbödigkeit von „wer drauf steht“ war beabsichtigt, oder? ;)

  3. 03

    An guten Tagen fühlt sich Freiburg an wie der Prenzlauer Berg an schlechten Tagen.

    Äh, um Deine „guten Tage“ beneide ich Dich nun wirklich nicht — armer Kerl! *fg*

  4. 04

    die ganze berlinbesoffenheit der deutschen blogospähre im surrogat. fast schon danke hierfür.

  5. 05

    Städteverrisse habe noch einen schönen Nebeneffekt, man macht sich unglaublich beliebt. ;-)

  6. 06

    Danke dafür, dass du mich an einem beschissenen Montag dazu gebracht hast, Tränen zu lachen und dabei ein Dutzend Kollegen bei der Arbeit zu stören!

  7. 07
    Frédéric Valin

    @nilsn: Ich freu mich schon auf einfallsreiche Beschimpfungen. Vielleicht schreib ich demnächst sogar einen Berlinverriss. Dann hab ich gar keine Freunde mehr :)
    @Alex: Danke!

  8. 08
    Nabab

    danke für die tränen, die ich lachend vergossen habe. wenn du für deinen nächsten verriss noch einige städte brauchst, schicke ich dir gerne eine liste. so ein bisschen mosern am montag ist genau das, was man braucht. und wenn schon berlin nicht der beste ort sein mag, wo man wohnen kann, dann soll es auch kein anderer sein. ganz frei nach dem fußballspruch: „wenn hier wir schon nicht gewinnen können, dann treten wir ihnen wenigstens den rasen kaputt!“ ganz großartig.

  9. 09
    Philipp

    Was? Stadtverrisse eines Berliners und nichts gegen Hamburg?

    Ich würde ja gern einen Veriss über Chemnitz lesen, aber was gibt es an dieser Stadt schon auszusetzen? :D

  10. 10
    heidrun

    ohja, frederic, mach das mal, einen berlin-verriss! ich mag wirklich vieles sehr, was du schreibst, aber dein berlin-(neukölln)fanatismus geht offenbar nicht nur mir auf den zeiger, und ich lebe selber gerne seit 10 jahren dort. aber das ist eine sache, die mich an berlin am meisten nervt: dieses provinzielle, krampfige „woanders-kann-man-doch-gar-nicht-wohnen“-getue.

  11. 11

    Aus persönlicher Erfahrung kann ich nur München beurteilen, würde aber nach einem spontanen Gedanken ziemlich zustimmen.

    Sehr freuen würde ich mich außerdem über einen Veriss von Nürnberg (Arg! schon wieder Bayern), Karlsruhe und Mannheim.

    Schönen Tag noch!

  12. 12
    viry

    freu mich schon auf hh…
    ;)

  13. 13

    „Alles andere ist Dorf“ nur weiter ausgeführt? ;)

  14. 14

    Traust Du Dich auch aus Deutschland raus?

  15. 15
    georg (ein anderer)

    Sehr schön.

  16. 16
    Chr

    @Philipp: Kann’s auch kaum glauben…

    Unter Hamburgern scheint es ortsüblich zu sein, Berlin lächerlich zu finden… keine Ahnung, ich bin gern bei euch an der Spree zu Besuch, freu mich aber gleichfalls, wenn das dicke B mich wieder gehen lässt und ich zurück an die Elbe darf! Trotzdem, Frédéric, bitte Hamburg schnellstmöglichst noch verreißen!

    @heidrun: Alle „Neu“berliner, die ich so kenne – und alle in Neukölln leben -, können einem den Besuch mit ihrem merkwürdigen Quartierspatriotismus ganze Abende versauen. Schließe mich aber zumindest insofern an, dass ich mir persönlich auch nicht vorstellen kann, nicht in einer Großstadt zu wohnen…

  17. 17

    Die Berliner Luft im vergleich zu anderen Städten
    bietet leckersten Geschmack, allerbeste Qualitäten,
    um Paraden zu feiern und exclusive Feten
    – die Massen sind jetzt da, es hat sie niemand drum gebeten!

  18. 18
    Maltefan

    Das gute an München ist also, dass man schnell wieder weg kann. Nur, warum dann überhaupt hinziehen?

    Da ist schon was dran, bloß die Formulierung ist falsch. Das gute an München ist, dass man in kurzer Zeit wohinkommt, wo es schön ist. Was man von Berlin nun wirklich nicht behaupten kann. Vor allem braucht man in Berlin ja schon 4 Stunden um irgendwohinzukommen, wo es nicht bestialisch stinkt, vor allem im Sommer. *würg*

    Nee, Ihr könnt Euer Berlin gerne behalten, hier ist es sowieso schon zu voll. Nachdem ich ein Jahr lang öfter mal in Berlin sein musste weiss ich jedenfalls, dass ich da nicht tot über’m Zaun hängen möchte. Aber wenn’s Euch da gefällt, dann ist ja jedem gedient. :P

  19. 19
    Johnny Rainbow

    Juhu, Städte verreißen! Wann kommt Hamburg an die Reihe?

  20. 20

    Hier und hier gibt es doch reichlich munition für das feierabendliche berlin-bashing

  21. 21

    Bitte schreib doch mal was über Frankfurt (Main). Das ist nämlich von der statistischen Lebensqualität her im europäischen Vergleich ganz weit vorn (statistische Lebensqualität ist ein Begriff, der so richtig schön zu Frankfurt passt, allein darüber könnte man schon ein Buch schreiben). Außerdem ist Frankfurt sooo viel besser als sein Ruf (schlechter ginge auch nicht). Und es wäre wahrscheinlich das erste Mal, dass diese Stadt auf Spreeblick erwähnt würde!

  22. 22
    Max Spallek

    Ich habe sehr gelacht. Merci!

  23. 23

    Um mich mal als humorlos zu outen: Ich fand´s nicht lustig. (Ich hab allerdings nur den Teil über Augsburg gelesen, weil ich da her komme, und ich finde es einfach unpassend, Augsburg als „christlich“ zu bezeichnen. Es mag für einen Text wie diesen okay sein, Klischees herauszugreifen und hemmungslos zu übersteigern, aber das Klischee sollte wenigstens zutreffend sein. Augsburg steht aber nicht deswegen voller Kirchen, weil dort so viele „Gläubige“ wohnen, sondern weil die Stadt vor 500 Jahren ein religiöses Zentrum war.)

  24. 24
    stephan

    Zu „Schau dir doch mal andere Städte an, da gibt es auch schöne Häuser.“ fällt mir ein, das Hamburg in den 90’ern die Vorschrift hatte sämtliche Höfe und Hinterhöfe in ein und den selben Farbton zu streichen, eine art Altweiß. Das sah total traurig und langweilig aus.

  25. 25

    Schön geschrieben, aber eigentlich Quatsch, denn: Berlin als solches gibt es doch gar nicht. Außer man möchte das Touristengetto in der Mitte so bezeichnen. Ansonsten ist das doch auch nur eine Ansammlung von Stadtteilen, die mal schöne und mal hässliche Seiten haben und deren einziges verbindendes Elementen diese fürchterlich muffig stinkenden U-Bahnhöfe sind.
    Und über einen Frankfurt-Bash würde ich mich auch freuen — ist sowieso viel zu voll hier in meinem Feedreader. ;-)

  26. 26

    aha. nett. ich bin dann mal gespannt auf hamburg. aber ganz gespannt, freundchen! da werde ich mit luchsaugen drauf gucken und wenn der verriss nicht wenigstens durch lustigkeit akzeptabel wird, dann wird es einen epochalen spreestadt-flame geben, von der sich die berliner blogosphäre auf jahre nicht erholen wird.

  27. 27
    Frédéric Valin

    Ach herrje, Hamburg. Dabei mag ich Hamburg so gerne. Echt jetzt! Das wird aber anstrengend, einen Verris drüber zu schreiben.

    Und Frankfurt am Main? Ist das das Kaff, wo sie nicht verstanden haben, dass man Häuser auch horizontal bauen kann?

  28. 28

    Vergiss Hamburg, die Stadt ist ein undankbares Objekt für einen Verriss. Die Qualitäten sind über jeden Zweifel erhaben und auch aus internationaler Sicht ist HH die einzige deutsche Stadt, die (neben Berlin) als Stadt ernstgenommen wird. Das muss in einem HH vs. B Fanboy-Krieg enden. Knöpf dir lieber Frankfurt vor: Jede Menge Anknüpfungspunkte, die einzige Skyline Deutschlands und eine extrem ausgeprägte Profilneurose ;-)

  29. 29

    Kann immer noch nicht glauben, dass ich freiwillig meine Heimatstadt Berlin gegen die andere Stadt mit H eingetauscht habe. Au!

  30. 30
    flippah

    Ich fand die Beschreibung von Hildesheim und München sehr treffend. Die anderen Städte kann ich leider nicht beurteilen.

    flippah,
    Wahl-Hannoveraner, der leider 10 Jahre in München im Exil leben musste

  31. 31

    Nette Idee, das mit dem Städteveriss. Hätte ich auch mal draufkommen müssen.
    Das Bild ist aber von Scheißbochum, oder?

  32. 32
    rio

    erstmal: schöner artikel!
    aber: nur berlin ist schön? was deine hier aufgeführten Städte & andere deutsche Städte angeht magst du ja recht haben (hildesheim & hamburg kann ich nicht beurteilen) und Berlin mag ein guter Zweiter sein, aber hast du nicht KÖLN vergessen?

    Schöner gehts nimmer: (und ja, auch wir sind für unseren Lokalpatriotismus berühmt) eine sehr tolerante Mentalität, ein Karneval (nicht Fasching bitte!) der seinesgleichen sucht, Historie usw.

    Von daher: Bitte einen Düsseldorf Verriss!! ;-)

    Ach ja liebe Berliner: ihr müsst uns schon aus Dankbarkeit toll finden – immerhin haben doch Kölner euch gegründet, oder wie war das noch?

  33. 33

    Also Tübingen kannst du dir schon mal sparen, ist praktisch Freiburg. Nur in klein. Sogar den säuferfressenden Wassergraben und den grün verkleideten CDU-Bürgermeister hat man hier kopiert.

    Aber schön, das es noch für die exotischste Krankheit hier eine Spezialklinik gibt. Leute, wenn ihr krank sein wollt, macht das in Tübingen.

  34. 34

    Ich möchte bitte ’n Hannover-Verriss haben :(

  35. 35

    Und wo is jetzt Wuppertal? Das Bild is doch Wuppertal, oder nicht? Ölberg?

    Ich persönlich mag ja Berlin nicht, aber ich versuch’s weiter, wa?
    Ich hätte noch Castrop-Rauxel anzubieten für einen Verrissversuch.

  36. 36

    Frankfurt. Als ich als Frankfurter das erst mal in Städten wie Berlin oder München war, also Städte von denen man mir sagte dass dies auch Großstädte wären, war ich bitterlich enttäuscht, da es dort keine Hochhäuser gab. Eine Großstadt ohne Hochhäuser ist keine Großstadt. Oder pleite.

    In Frankfurt gibt es auch Menschen die Berlin super finden, die meisten dieser Leute kann ich nicht leiden. Sie sehen auch fast alle gleich dämlich aus, so wie die Menschen auf den Fotos der NEON.
    Viel Musik aus Berlin klingt scheußlich nach Musik aus Berlin. Aber mehr als all about gude Laune haben wir musikalisch in Frankfurt auch nicht zu bieten. In Frankfurt wurde der Begriff „žTechno“ erfunden, was die vorangegangene Tatsache erklärt. Aber wir hatten Snap!

    Von Frankfurt aus kann man ganz hervorragend in den Urlaub fliegen, und das braucht man auch, wenn man hier wohnt. Hier stehen Feinstaubschilder an der Straße.

    Mit dem Apfelwein gibt es in Frankfurt ein fürchterliches Getränk, das jedem Besucher der Stadt in einer der hässlichen Apfelweinkneipen aufgedrängt wird. Das konnte ich als Frankfurter noch nie verstehen. Bestellt man in einigen dieser Kneipen ein Bier, kann man froh sein vom Wirt nicht rausgeschmissen zu werden. Zumindest war das früher so.

    Frankfurter sind eher latent arrogant und fahren in teuren Anzügen Fahrrad durch das Westend. Und dann gibt es noch ein Fest, an dem Hochhäuser gefeiert werden.
    Ja, so ist das hier.

  37. 37

    München ist ekelhaft. da habe ich ein Jahr studiert verschwendet. Seit ich in Berlin bin, kann ich mich endlich wieder begeistern.

  38. 38
    MasterB

    Das beste an Berlin ist Potsdam !

    Grüße aus dem selbigen…

  39. 39
    Maltefan

    @Joscha: Man soll nicht auf Leuten Städten rumtrampeln, die schon auf dem Boden liegen. ;)

    @kidffm:

    Als ich als Frankfurter das erst mal in Städten wie Berlin oder München war, also Städte von denen man mir sagte dass dies auch Großstädte wären, war ich bitterlich enttäuscht, da es dort keine Hochhäuser gab. Eine Großstadt ohne Hochhäuser ist keine Großstadt. Oder pleite.

    München ist nicht nur keine Großstadt, sondern überhaupt keine Stadt. Und damit das so bleibt, hat sich ja das Bürgerbegehren „Unsere Stadt Unser Dorf soll flacher werden“ auch durchsetzen können.

  40. 40
    j4k3

    Gutes Bier?! IN MÜNCHEN?!?! Scheisse, Alter, hast du einen an der Murmel!

  41. 41
    Simon Pfirsich

    Wunderbar geschrieben! Leider kann ich bezüglich dieser Städte noch nicht mitreden bzw. mich nicht aufregen – deswegen ein Vorschlag für den nächsten Teil von „Deutsche Städte, die nicht Berlin sind“: Halle an der Saale

  42. 42

    Bei meiner Visite empfand ich München als irgendwie unheimlich unwirklich, weil es äußerlich so furchtbar sauber war – da wollte ich aber mal ganz wacker wieder heim ins Ruhrgebiet. Doch irgendwie alles ehrlicher hier. Vielleicht ist Berlin auch irgendwie nur ein Ruhrgebiet-Wannabe.

  43. 43
    Martin2

    Marzahn und Schöneweide.

  44. 44
    Maltefan

    @textdeluxe: Ich versteh ehrlich nicht, was an Dreck so toll ist. Ich hab mal eine zeitlang am Westpark gewohnt, einem beliebten Naherholungsgebiet in München, wo im Sommer lustig gegrillt und gepicknickt wird. Da habe ich dann auch feststellen können, warum es in München so sauber ist. Nicht weil die Münchner weniger Dreck machen, sondern weil da einfach jeden morgen um 6:30 Uhr eine Putzkolonne durchgefahren ist und den ganzen Mist, den die Drecksäue am Tag davor auf der Wiese verteilt und in den See gekippt haben, wieder weggeräumt hat.

  45. 45
    fhainer

    freue mich auf die fortsetzung. fuehlte mich sehr gut unterhalten. und ja, münchen ist scheisse, egal wie sauber es ist.

  46. 46

    Macht tatsächlich Lächeln.

    Aber was ist mit Dortmund?

  47. 47

    Also „ich mag Müll“ ist mein Credo nicht. Aber die Gelecktheit von Münchens Kulisse war mir trotzdem suspekt. Den Münchner Westpark kenn ich nicht, aber den Dortmunder Westpark mag ich.

    Hier wird man ja noch richtig lokalpatriotisch …

  48. 48
    Martin2

    München wirkt schon klinisch sauber. Schöneweide (Stadtteil von Berlin) gefällt mir wirklich ganz gut. Dort gehen die Leute noch in der Spree baden. Und es gibt direkt an der Spree eine nette Kneipe mit Blick auf das verwilderte Spreeufer gegenüber. Da kann man sich wirklich den „in Osteuropa ist ja alles noch so echt“-Urlaub wirklich sparen. Ich werde vermutlich mal ein WE in Schöneweide verbringen. Ansonsten hätte ich gerne mal ein Verris über Regensburg. Die Stadt gefällt mir außerordentlich gut.

  49. 49

    Wieso wusste ich, dass Freiburg ganz oben stehen würde? (Das mit dem Dieter habt ihr aber trotzdem ganz gut getroffen, das mit der Alkoholverbotszonendebatte auch).

    (Ach so, die Antwort: vermutlich, weil es zwischen Berlin und Freiburg als Nicht-Berlin enge Verbindungen gibt. Siehe Auswanderung, in beide Richtungen. Post-studial. Und weil die Metropole gerne über die sonnige Provinz herzieht, auch Tocotronic und Wir sind Helden haben dazu schon mal was gemacht)

  50. 50
    Chr

    @lemming: Ich find Bochum zwar häßlich, aber nicht ohne Charme!! Warum gibt es im restlichen Lande bspw. keine Büdchen? Abgesehen davon gibt es die beste Currywurst weltweit in BO!

  51. 51
    Pipi

    Was ich an Berlin so liebe:

    Es scheint so weit weg zu sein von meinem gewählten Domizil.
    ____________________________________________________________

    Jetzt mal im Ernst

    Sind wir nicht alle Deutschland?
    [Die Leserschaft aus dem Ausland ist hiermit herzlichst gegrüsst]
    _____________________________________________________________

    Guckst Du:

    http://deutschland.de/

  52. 52
    keiner

    ha, ha, ha, münchen nimm dies: http://twitter.com/saschalobo/statuses/877363708
    auch wenn ich persönlich münchen ja ganz nett finde, aber so ein bisschen draufhauhen, das haben die dann doch verdient, nur weil die da richtige jobs haben und richtiges geld verdienen heißt das noch lange nichts, das bedeutet gar nichts…

  53. 53

    geh doch nach berlin
    wohin deine freunde ziehn
    geh doch nach berlin

    schon wieder allein
    alles gemein
    was sind das für leute?
    schlechte bezahlung
    schlechte musik
    ein klo zum wohnen
    ne wohnung als klo

    sagt angelika …

  54. 54
    Dr. Gonzo

    Und über Köln hat Dietmar Wischmeyer ja schon alles gesagt:
    http://fruehstyxradio.kunstklaubeirat.de/logbuch/dw_koeln.html

  55. 55

    @Chr: Also einer subjektiven und ganz sicher nicht ganz empirischen Erhebung, gehen 1% aller Bochumer auf der Haupteinkaufsstraße an Krücken. Auch habe ich dort keinen einzigen schönen Menschen gesehen – ausser die Concierge, aber die kam auch aus Thüringen.

  56. 56
    Chr

    @lemming: Also, ich bin ja nur unregelmäßig in Bo zu Besuch gewesen und… ich kann das mit den nicht-schönen Menschen nicht bestätigen – im Gegenteil. Ich bin die schönen Menschen ehrlich gesagt aber auch nicht in dieser Haupteinkaufsstraße suchen gegangen, die ich subjektiv weit weniger als 1% meiner Besuche überhaupt zu Gesicht bekommen habe.

  57. 57
    Akkupunk

    …express. Die kleine Schwester von Virginia Jetzt.

    Das lustige an Berlin ist ja schon dass man da schon über jeden einzelenen Stadtteil um wirklich sagen zu können was an der Stadt nicht stimmt…

    Nur gegen das gute Kaiserslautern kann man nix sagen…

  58. 58
    Dodg3r

    Das Bild ist die Wuppertaler Skyline aus meiner Wohnung und ja es ist der Ölberg :)

  59. 59
    Frédéric Valin

    @lemming: Dit is Wuppertal. René meinte, die hässlichste Stadt, in der er je war.

    @Akkupunk: Kaiserslautern… Das ist doch das Dingens, wo die Kanaldeckel herkommen?

  60. 60

    Du tust Freiburg ganz sicher Unrecht.
    Was die Bächle angeht – gerade sie sind ein Indikator für echte Trinkfestigkeit: Wer es in Freiburg betrunken sicher nach Hause geschafft hat (die letzten Bahnen fahren um eins), der schafft es in jeder Stadt.

    Und über Dieter Salomon sagen auch Freiburger (ich, bzw. ich als ehemaliger): Ein Mann wie ein Baum. Wirkt von weitem grün, bei genauerem Hinschauen sieht man aber den braunen Stamm.

  61. 61

    Ich hab mir über die Wassergräben in Freiburg erzählen gelassen, falle man darin/drüber, würde man dem Volksglauben nach mit einem/einer Freiburger/in verheiratet. Ob es sich dabei nur um eine nette Redensart oder um Zwangsheiraten handelt, habe ich nicht herausgefunden.

    Wo bleibt Köln? Und wo bleiben die internationalen Städte wie Luxemburg?

  62. 62

    Ich glaube, es geht noch hässlicher als Wuppertal. Und einige Ecken wie das Briller Viertel sind ganz schön. Vor allem aber hab ich da sehr viele interessante und sympathische Menschen kennengelernt. Is ja auch was wert.

    Bochumer sind im Ruhrgebietsdurchschnitt auf jeden Fall besonders schön, die These würd ich stützen.

    Die Gräben in Freiburg sind spitze, nur zum gefallenen Mädchen wurd ich da nicht … Und bin nicht mit einem Freiburger verheiratet. Also das stimmt auch zweifellos.

  63. 63

    Unfassbar – Hannover wird nur am Rande verrissen… ;-)

  64. 64
  65. 65

    @ textdeluxe

    Jawoll. Das Bild ist vom Ölberg in Wuppertal und hat keinen Bezug zum Text.

    Was ich aber viel erstaunlicher finde ist, wie auf dieser Seite Bilder aus Wikipedia genommen werden und dabei klar gegen die „Creative Common License“ verstossen wird. Laut dieser MUSS der Urheber genannt werden. Ho0lt das also umgehend nach.
    Und das bin ich !!!

    Da ich als Fotograf tätig bin und davon lebe ist das wohl das mindeste …

    (Gerne auf meiner Webgalerie nachzusehen)
    http://galerie.pixelbunker.de

  66. 66
    stephan

    Ich hatte mal ein Klassenfahrt nach/in Uelzen. Warum, verstehe ich bis heute nicht.

  67. 67

    Wenn Berlin nicht schön ist, muss man es sich ja irgendwie schönreden. Und der München-Absatz klingt so, als ob du noch nie da warst. Was ist im Übrigen falsch daran, die Möglichkeit zu haben, in einer Stunde in den Bergen zu sein? Kennst du überhaupt Berge? Das sind die Dinger, die tatsächlich höher als 500m sind. Ich nehme jedoch an, dir reichen höhentechnisch die Berliner Hochhäuser, von denen es in München zum Glück sehr wenige gibt.

  68. 68

    @Carsten Hahn: Danke, den CC-Hinweis haben wir ganz einfach verschlampt, sorry. Hab’s nachgetragen.

  69. 69
    Frédéric Valin

    @Denny: Teilweise aufgewachsen im Voralpenland, noch Familie da, ich weiß ganz gut, was Berge sind. In München vier Monate gelebt und gearbeitet. Wo Du allerdings recht hast: was München anbelangt, hab ich mich herb zurückgehalten. ;)

  70. 70

    Städtverriss gibt es schon reichlich: Öde Orte.

  71. 71
    Vanessa

    Ist schon irgendwie witzig, dass ich diesen Artikel erst jetzt lese, wo ich wegen Eltern-Heimat-Besuchs in Hildesheim weile.

    Und im Groben stimmts schon, dass hier nichts passiert, aber der Marktplatz mit den Fachwerkfassaden ist trotzdem schön. ^_^ Und ein bisschen Provinz kann ab und zu auch mal sein.

    Wenigstens wird man hier nicht von Fahrradfahrern umgenietet, die meinen, die allgemeinen Verkehrsregeln/Ampeln seien für sie nicht gültig.

    Aber wenns nächste Woche wieder zurück nach Berlin geht, werd ich Hildesheim auch nicht wirklich vermissen.

  72. 72

    Alles, was über Hildesheim gesagt wurde, stimmt. Wirklich alles. Leider kann die Stadt nichts dafür, dass sie so scheisse ist. Sie hat Mitleid vedient.

  73. 73

    Mensch, die schönste Stadt der Welt hast du vergessen ;)
    Jap, gemeint ist natürlich Hamburg, meine Heimatstadt. Eine sehr, sehr schöne Stadt.

  74. 74

    Berliner? Nehmt das:

    Ansonsten sind die Strassen weiterhin kaputt, die Hinterlassenschaften der Hunde dort, wo sie nicht sein sollen, und der Berliner als solcher so nett und zuvorkommend wie ein Stasi-Offizier.

    http://rebellmarkt.blogger.de/stories/1013931

  75. 75

    Bereits 74 Kommentare und die Suchfunktion verrät mir, dass hier noch niemand ein fehlendes Bashing meines Wohnortes Bielefeld vermisst hat?

    Hey, Leute, das ist nicht Euer Ernst!

    Der Rest der Republik MUSS Bielefeld hassen, das ist schon fast obligatorisch. Und wir wettern dann wieder zurück ;)

  76. 76
  77. 77

    Selten so ein tolles Sommerloch gesehen.

    Auch ich fordere HAMBURG!

    Hildesheim ist doof – ein ordentlicher Verriss der Hansestadt ist deutlich schöner.

  78. 78

    Hagen ist definitiv eine furchtbare Stadt.
    Und Bielefeld – gibt’s doch gar nicht.

  79. 79

    @Rouven: Nice try, aber jeder weiss doch, dass es Bielefeld gar nicht gibt! s. hier

  80. 80
    dipol

    Ich schlage auch noch drauf: wer Wuppertal für häßlich hält (was nicht schwer ist), war noch nie in Hagen.

  81. 81
    buckel

    80 Kommentare und nur zwei Mal das Wort Köln? Der Verriss-Link in 54 geht in die richtige Richtung, ist mir aber zu undifferenziert. Wenigstens gibts in Köln eine ausgeprägte Kiosk-Kultur, die auch nach 7 Uhr abends eine Grundversorgung mit Wassereis und Schlagstöcken sicherstellt. Wer hat das noch?
    Und wo wir schon beim Worst-City-Ranking sind: Leverkusen! Ha! Wer will das schlagen?

  82. 82

    Städte die nicht Berlin sind: Mannheim.

    Mannheim sieht aus wie Manhattan. Die Innenstadt ist in Blöcke eingeteilt, die von Einheimischen in geometrischem Unwissen gern als „Quadrate“ bezeichnet werden. Im Unterschied zu Manhattan muss in Mannheim aber jemand mit einem unglaublich großen Rasenmäher über die fünften Stockwerke gebraust sein. Viva la Flachdach. Das liegt vermutlich daran, dass sich nach dem letzten Krieg ein Batallion amerikanisch besetzter Architekten über das Trümmerfeld am Rhein hermachen durfte, ihnen mangels Front- und Vorzeigestadt-Status aber nichts allzu Ausgefallenes erlaubt wurde.

    Die kulinarische Besonderheit der Stadt trägt den programmatischen Titel „Mannemer Dreck“ und sieht so aus, als sei sie von einem Berliner Trottoir gekratzt worden. Unter der ausgefallenen Äußerlichkeit verbirgt sich aber ein herzhaft leckeres Backwerk.

    So ähnlich sieht es in Mannheim auch mit den Menschen aus, wie man an Joy Fleming und Xavier Naidoo sieht. Überhaupt ist der Menschenschlag der Mannheimer dem der Berliner verwandt. Die Leute sind einfach, direkt und meistens von einer schroffen Herzlichkeit. Wenn die Berliner in der Lage wären, die einmalige Mundart am Zusammenfluss von Rhein und Neckar so gut zu verstehen, wie es umgekehrt der Fall ist, könnten die beiden Städte glatt einen Freundschaftspakt schließen. Die Größe eines Berliner Stadtteils hat Mannheim schon.

  83. 83
    Julian

    Wahnsinn – der Autor klingt hier äußerst arrogant und fast so, als wenn er sich nicht wirklich die Mühe gemacht hat mal über den Rand des Drecklochs Berlin zu schauen. Im schönen München findet man jedenfalls nur sehr schwer eine Ecke, die nicht schön und sauber ist.

    Ich finde diesen Artikel alles andere als gut, da eindeutig zu einseitig!!

  84. 84
    Frédéric Valin

    @Julian: Das ist auch die Absicht einer Polemik.

  85. 85

    @Julian: Uiuiui, der Beitrag verrät ne Menge über München.

  86. 86

    @Tina: Was verrät er denn?

  87. 87

    Ein Unvermögen in Sachen Selbstironie? Polemik zu erkennen?
    Für ne Grundsatzdiskussion über Ironie hab ich aber leider grad keine Zeit …

  88. 88
    Pipi

    @Julian:

    Auch in dem ach so tollen München gibt es (leider) soviel Schmuddelecken,
    sicherlich auch bekannt als Stadtteile, in denen Du dich wohl nicht bewegst.

  89. 89
    frau pf

    @dipol:

    you got it hagen ist ein einziger alptraum der aber noch durch das sauerländer trio des grauens werdohl altena und neuenrade getoppt wird….es sind ja die menschen die einen ort machen, aber da helfen nicht mal die durchaus netten einwohner…..

  90. 90
    Peter H aus B

    Besser kann man München nicht beschreiben. Punktlandung!

  91. 91

    München ist natürlich die schlimmste Stadt in deutschen Landen, was die angepissten Kommentare seiner Insassen hier in den comments auch belegen.
    Der Münchener an sich ist tatsächlich davon überzeugt in einer „Weltstadt mit Herz“ zu leben, was Gastronomie und andere Dienstleistungen irgendwie ausnehmen muss. Dachte ich vor dem Umzug, dass v.a. Berlin und andere ostdeutsche Städte Freundlichkeit im täglichen Geschäft für feindliche Propaganda der Westalliierten halten, überzeugte mich München, dass man auch hier in Deutschland führend ist.

    Ja, das „wunderschöne“ München…
    Dieses Adjektiv scheint übrigens nur für diese Stadt erfunden worden zu sein. Es gibt hier Niemanden,er einfach mal „München“ sagen würde. Bestenfalls „Isar-Metropole“, aber nur um zu vergegenwärtigen, dass München gefälligst ein heißes Pflaster ist, bedroht von Tsunamis, Godzilla und Petra Pau.

    „Aber hier ziehen doch so viele hin, ihr dreckigen HARTZ IV-Loser!!1“
    Ja natürlich, liebe Münchener. Vielleicht könnte es zu einem Iota daran liegen, dass verdammt viele Menschen aufgrund der schlechten Situation auf dem Arbeitsmarkt in eurer Dorf kommen und nicht weil man so gern neben Weißwurst, Lederhosen und CSU leben möchte?

    Jens aus München, hoffentlich bald wieder in einer richtigen Stadt (Berlin, Leipzig, „Ruhrpott“)

    Achso, Köln. Köln ist natürlich auch grauenhaft. Aber da hat Wischmeyer ja eigentlich alles zu gesagt. Der Kölner an sich ist Lokalfaschist reinsten Wassers (und hierin deutschlandweit Nr. 1), der seine hoffnungslos überlaufene und im negativen Sinne dreckige Stadt anpreist wie Sauerbier.

  92. 92

    @Headcase: Weisswurst? Lecker. Lederhosen? Sehe ich in München nie, abgesehen von Touristen auf der Wiesn. CSU? Mich deucht du weisst nicht, welcher Partei Herr Ude angehört.

  93. 93

    Das war mir schon klar, dass die Münchener Allzweckausrede der SPD geführten Landeshauptstadt sofort als Konter kommt, nur ändert dies nichts an der geistigen Bräsigkeit und einer streng konservativen Grundeinstellung so gut wie aller dort Lebenden.
    Die SPD dort lebt nicht im bundespolitischen Vakuum, sondern passte sich den geistigen Gegebenheiten an, was nur normal ist.

  94. 94

    @Headcase: Sorry, ich weiss nicht in welchen Gegenden du dich in München aufhältst oder mit welchen Leuten du dich abgibst, aber ich persönlich habe in meinen sieben Jahren München nicht viel von einer konservativen Grundeinstellung mitbekommen. Auf dem Land bzw. in den Vororten sieht das freilig anders aus.

  95. 95
    Donny

    als rheinländer würde ich mich sehr freuen, wenn köln oder bonn noch ihr fett weg kriegen würden.
    und heidelberg – die perle am neckar. da wäre ich auch sehr drauf gespannt.

  96. 96
    Wolfi

    München – wer dort lebt, will nicht mehr weg ;)

  97. 97
    falcy

    von einem berliner zum anderen: besten dank, ich hab selten so gelacht!

    ich hatte beruflich einige zeit in hildesheim zu tun und:
    DU HAST RECHT! das passt alles wie arsch uff eima! :D

    — falcy

  98. 98
    Uschi

    Was gibt´s denn über Passau zu sagen? Ich möchte nochmal lachen!
    Ebenfalls auf meiner Wunschliste: Kassel, Karlsruhe, Stuttgart, Leipzig und Dresden. Danke!!!

  99. 99

    Da geht ihr mit unserer Heimatstadt München aber hart ins Gericht. Wie immer: An jeder Kritik und (möglicherweise) Ironie ist auch immer ein bißchen Wahrheit – zumindest, was das Verkehrsproblem betrifft, dass auch viele Münchener wurmt!

  100. 100

    München hab ich gerade besucht – fand es dort im Gegensatz zu vielen anderen sehr gemütlich. In jedem Fall besser als in Frankfurt ;)

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