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Lego Mindstorms oder Wie ich lernte, mich unfähig zu fühlen

Seit Anfang 2009 ist bei uns im Haus der Traum aller männlichen Familienmitglieder in Erfüllung gegangen, denn das Nonplusultra an Lego-Geektum hat uns erreicht: Mindstorms.

Das Nachbauen der Übungsroboter stellt dabei keine größere Herausforderung dar, aber die wahre Kunst liegt natürlich in der Eigenkreation. Und da grübel ich seit Tagen an einem Problem, über welches die Ingenieure unter den Spreeblick-Lesern (die jetzt gerade nichts besseres zu tun haben) sicher nur müde lächeln können. Denn ich will eine Ballwurf-Maschine für den Hund bauen. Nichts leichter als das. Dachte ich. Und irrte.

Denn wie baut man eine automatische Schleuder, die kräftig genug ist, einen Tennisball zu werfen und die dabei dennoch genügend eigene Stabilität besitzt, die man also nicht am Boden festschrauben muss? Wie geht man mit den Motoren um, die einerseits die Schleuder nach dem Abwurf wieder in ihre „gespannte“, also wurfbereite Position bringen müssen, gleichzeitig den Wurf-Mechanismus jedoch nach getaner Arbeit nicht mehr blockieren dürfen (Zahnräder für die Spannung fallen also aus bzw. müssen mit einem zweiten Mechanismus für die Wurf-Freigabe versehen werden)? Wie baut man am besten den Teil der Vorrichtung, die den gespannten Mechanismus bis zum Wurf festhält, und ihn — so ist es geplant — dann per Mindstorms-Tonsensor auf Hundekläffen hin wieder freigibt?

Ich weiß es noch nicht. Aber ich werde es herausfinden.

Das Video ist, unnötig das zu erwähnen, nicht von mir.

26 Kommentare

  1. 01

    das nächste video, dass youtube vorschlägt, wirft den ball recht weit:
    http://de.youtube.com/watch?v=4rXeO2rPgmY

  2. 02
    Frank Schenk

    So zum Beispiel:
    http://www.newstube.de/Family/ballwurf-roboter-fuer-hunde—chip-online/

    Mehr zum Thema Katapulte:
    http://www.roboternetz.de/phpBB2/printview.php?t=37239&start=0

    Ein solcher Spannmechanismus ist relativ einfach automatisch vorzuspannen. Wollte man per Direktantrieb einen Ball werfen, wäre das meiner Meinung viel aufwendiger. So mit Servomotor mit Lagesteuerung etc. pp.

    gruß

  3. 03
    Harm

    Vergiss nicht, die Kinder damit spielen zu lassen!

  4. 04

    Also die beste Schleuder heißt immer noch „Die eigene Freundin“. Hat nicht jeder, kann sich nicht jeder leisten, hat nicht jeder verdient!

    Falls Alice Schwarzer in der Nähe ist: Johnny hat uns angestiftet!;)

  5. 05
    Chr

    @Harm: Yapp! ;) Und bitte, Johnny, stell unbedingt Bilder von der vollendeten Maschine ins Netz!!!!

  6. 06
    handzon

    @rockitbaby: Das erinnert mich brutal an das gute alte Lego-Gewehr aus den alten, blauen Schienen mit denen wir uns früher immer die Augen ausgeschossen haben…

    @Harm: Womit? Mit der Ballwurfmaschine?

  7. 07
    Uwe

    @Johnny:
    Ist Dein ältester endlich soweit? Fast genau 3 Jahre musstest Du warten (Siehe Dein Blog vom 05.01.2006). Bei meinem Wink mit dem Zaunpfahl am 4.12.2007 hast Du auch noch abgewunken (um 15:43 Uhr). Jetzt endlich beginnt die neue Ära. Schau mal hier, das dürfte genau das richtige für Euch beiden sein: http://www.nxtprograms.com/
    Viel Spaß!

  8. 08
    j4k3

    Wie wärs denn mit dieser Idee?

    http://de.youtube.com/watch?v=lNSiMiSqQls

    „¦mach mich aber um Himmels Willen nicht für die Verletzungen verantwortlich, die daraus resultieren werden.

    Mal ernsthaft. Eine automatische Konstruktion aus Legosteinen, die einem Tennisball so viel Schwung zu geben, dass sich der Hund drum schert „¦ ich kanns mir nicht vorstellen. Würde es aber durchaus gerne mal sehen. In diesem Sinne. Always Yield To The Hands On Imperative.

  9. 09
  10. 10

    Ich glaube die Kraft der Lego-Motoren reicht nicht zum Schleudern eines Tennisballs, bzw. zum Aufspannen einer Feder oder eines Gummis, die dann den Ball abschießen.
    Aber mit den mitgelieferten leichten Plastikbällchen kann man schon was machen: http://mynxt.matthiaspaulscholz.eu/robots/index.de.html
    (für die Modelle Dicke Berta 1&2 braucht man aber mehr Teile, als in einem Kasten sind.)
    In einem NXT-Ferienkurs für Kinder am nächsten an ein ähnliches Ziel gekommen -Bälle weit fliegen zu lassen – mit dem Modell eines Trebuchets: Der NXT-Kasten als freischwingendes Gewicht, zwei Motoren ziehen über ein Gewinde das Gewicht nach oben, der dritte Motor bewegt ein Zahnrad weg vom Gewinde und gibt das Gewicht frei … hat leider nicht ganz geklappt. weil der Kurs vorher um war.

  11. 11

    @Jan: wenn man spannt ist die kraft nicht das problem, über zahnräder kann man die vervielfachen; müssen dann halt länger laufen.

    @Johnny: Ohne die ganzen Videos gesehen zu haben; ich würde evtl. vesuchen, nicht eine Schleuder (also, Katapult), sondern eher eine Art Kanone (Federgewehr) zu bauen, da dürftest du weniger Stabilitätsprobleme haben, weil viel leichter abzusehen und kontrollieren ist wohin die Kraft geht. Fehlt nur noch der Spann- und Auslösemechanismus. Und zu klären ist, ob es einfacher ist die Software auf das Bellen oder den Hund auf’s Knopf drücken zu trainieren.

    PS: bei eurer tollen Antwort-Funktion fehlt die Möglichkeit, den ursprüngl. Autor des Artikels anzusprechen, wenn er noch nicht kommentiert hat.

  12. 12
    marcel

    ob der hund sich überhaupt für einen automatisch geworfenen ball interessiert?
    zwack doch lieber 5% netzzeit ab und wirf den ball in dieser selbst.
    soziale interaktion zu automatisieren ist nicht nerdig.

    ah… gib’s zu… du willst den hund automatisch vom podcast „aussch(l)ießen“
    ;¬)

  13. 13
    Tim

    Tennisball kannst du vergessen. Ich erinnere da an die Physik: Kraft und Gegenkraft. Selbst wenn der Tennisball zum Fliegen gebracht wird, must kannst du die Schleuder am Boden festnieten. sonst fliegt die in die andere Richtung.

    Vielleicht sollte man es mit einem Schaumstoffball in der Tennisballgrösse probieren. Trotzem bleibt das Problem: Ohne Grundkenntnisse in Mechanik und Physik ist das Selberbauen ein monatefüllendes Programm. Mal von der Programmierung abgesehen. Wie wäre es mit einem kleinen Studium: Maschinenbau Bacholar an der TFH Berlin?

  14. 14

    Welcome to Katapult!

    Boah, das sind mal Regelrechte Herausforderungen.
    Da will man als Papa nicht blöd dabeistehen.

    Zu meiner Zeit galt, wie kann ich etwas kaputt machen.
    Eine Erklärung folgte nicht, da ich den Schrott versteckt
    habe.
    Heute tut es mir bedingt Leid.
    Da ich nichts weiteres lernen konnte als ‚Destruktion‘.

    Alles Gute“¦—}

  15. 15

    Das Video ist der Hammer! Also die Idee, die dahinter steckt.

  16. 16

    ich hab neulich versucht eine Rapid Prototyping machine also so eine art 3d Drucker mit dem alten Mindstorms zu bauen, der NXT ist im Vergleich zu dem RCX ein Supercomputer und deswegen missbrauchen wir den alten RCX auch nur als Motortreiber und ein Arduino übernimmt die Steuerung.
    Plastik aus der guten alten ALDI Heissklebepistole und das wars.
    alles so im Stil von diesem ( http://reprap.org) Gerät hier gemacht

  17. 17

    Erstma Systemwechsel auf Fischertechnik….

  18. 18
    peter h aus b

    Micro-Roboter sind die Über-Gadgets..
    Ich bin seit einiger Zeit bei ebay auf der Suche nach einem günstigen Mindstorm-Kit. Angefixt durch meinen I-Sobot:

    http://www.youtube.com/watch?v=eaqzTQLfcEA

    (Gaga ist auch der RoboQ: http://www.youtube.com/watch?v=IbJkmdxWMzI )

  19. 19
    Rich

    Stimme (17) zu, wenn für Lego sowas wie breite Gummibänder nicht verfügbar sind: Ich würde eine Herangehensweise a la Tennisballwurfmaschine vom Tennis wählen. Also zwei Gummibänder, die den Ball beschleunigen. Als Idee – kA, ob sich das mit dem Material umsetzen lässt.

  20. 20

    @Uwe: Ich bewundere dein Erinnerungsvermögen. :)

    Danke für den ganzen Input!

    Ich habe natürlich auch recherchiert (und schon einiges ausprobiert) und denke inzwischen, dass der Tennisball wegen seines hohen Gewichts tatsächlich Utopie ist. Also 1.: leichterer Ball.

    Die Wahl des 2.: Mechanismus kann die schon erwähnte „Schuss“-Mechanik sein, was aber noch niemand erwähnt hat: Ein Trebuchet. Auch nicht ganz einfach zu bauen, aber spannend und enorm wirkungsvoll. Damit hat man immerhin Steine geschmissen, damals. :)

    Nachteil: Das automatische Beladen dürfte schwierig werden. Meine Idee war ja u.a., den Hund darauf zu trainieren, dass der Ball an einer bestimmten Stelle abgelegt werden muss, von der aus er in Schienen in die Abwurfmulde gelangt. Dort angekommen, wartet die NXT-Steuerung auf das Signal (Kläffen) und feuert los.

    In diesem Zusammenhang:

  21. 21
  22. 22
    Peter

    HEHE ! Das mit dem Hund finde ich ne Super Idee ! Sollte ich mal nachbauen …

  23. 23

    Ja, aber das mehr so für benutzte Tempos in Papierkörbe werfen oder?

  24. 24

    Johnny, eine mobilie Ballwurfkanone bzw. Ballwurfschleuder? Nenne es „Roboter“ und mach es. Wenn der Abschusswinkel stimmt, muss das Ding nicht einmal sonderlich schwer sein. Man könnte das Ding mit beweglichen Stützarmen robotiger machen.

  25. 25

    James Page sees consequentialist theory as providing a rationale and foundation for peace education. ,

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