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Wolfram Alpha

Ich bin ja genauso gespannt auf das neue Findmaschinenwunderkind aus der Feder des Mathematica-Erfinders, aber jetzt mal ehrlich:

Wolfram|Alpha???

Wieso nicht gleich „Rüdiger\o/Brunhilde“ oder „Biggus Diggus“? Das wäre leichter zu merken. Weshalb man in akademischen Kreisen Markenbildung für einen Zeichenkurs hält und sich offenbar keinerlei Gedanken um die armen Benutzer macht, die in Zukunft etwas „wolframen“ sollen, entzieht sich meinem Verständnis. Ich nenn‘ doch ein Blog auch nicht „Wasserschau“.

40 Kommentare

  1. 01
    Felix

    Habe bei dem Titel auf eine neue Science Fiction Serie gehofft.

    Als Verb schlage ich „wolfen“ vor.

  2. 02

    @Felix: „Wolfen“ „¦ nich‘ schlecht!

  3. 03
    Alberto Green

    Neben dem Erfindernamen vermute ich mal einen Seitenhieb (also, eher ein Augenzwinkern) auf „Chrome“.

  4. 04

    Was findet die Suchmaschine? Spurenelemente? Primzahlen?

  5. 05

    Aber man kann dann endlich mit vollem Recht „Ich such mir hier ’n Wolf!“ sagen…

  6. 06

    Wenn schon, dann „wolferln“.

    Und das heißt so, weil der Erfinder halt Wolfram heißt, keine Referenz zu Chrome oder sonst welchen Metallen.

  7. 07
    Oliver

    einer meiner deutschen mitstudenten in kanada hieß wolfram. der name kam immer gut an bei den kanadiern. die fanden das ziemlich witzig. [wulfrähm]

  8. 08
    Aksel

    Also ich find den Namen gar nicht schlecht. Er ist natürlich das pure Grauen für jede Branding-Agentur die was auf sich hält, aber das hat so was von „die *wirklichen* Nerds mit Pollundern und fiesen Vornamen zeigen den urbanen ping-pong-spielenenden Ajax- und Latte-Typen jetzt mal wie das echt geht mit dem Suchalgorithmen“.

  9. 09

    Nun ja, nur dass Wolfram bei Mathematikern sowas ist wie ne Kreuzung aus Bill Gates, Tim Berners-Lee, Jimbo Wales und Steve Jobs mit einer Prise iJustine.

    Insofern ist das mit das beste Branding, was man in der Ecke des Denkuniversums haben kann. Sagen wir mal: nach einstein.biz oder so.

    Zudem haben wir uns ja so blöde Namen wie Yahoo (wieso man ne Suchmaschine nach den Tiermenschen aus Swift’S Gullivers Reisen bennent, hab ich erst später verstanden ;) ), Twitter (versuch in *.de mal Geld für was zu kriegnw as ‚zwitscher.de‘ heisst) oder Google (abermillionenmilliarden.de oder fanstastillionen.de).

    Johnny, du wirst alt. das ist halt mit dem Jahrgang ’64 jetzt nun mal so.

    Anekdote:
    Als Wolfram bei einem Foocamp WolframAlpha präsentierte, hat NIEMAND parallel einen Slot belegt ;)

  10. 10
    Armin M.

    Was ist denn so schlimm an „suchen“? „Wolfen“ dürfte nämlich etwas problematisch werden:
    http://en.wikipedia.org/wiki/Wolfen_(film)

  11. 11
    Björn Grau

    Und ich Germanistik-Nerd hab an den Herrn von Eschenbach gedacht und mich gefragt, was der jetzt mit einer Suchmaschine zu tun hat. Ähemm…

  12. 12

    Ach, da sucht man sucht doch sicher bloß ’n Wolf.

  13. 13
    Tim

    Wolfram ist mir seit 20 Jahren ein Begriff. Mathematica war damals eine geniale Erfindung. Während andere auf dem PC Adventures mit Klätchengrafik gespielt haben, haben wir mal eben Gleichungen mit symbolischer Mathematik gelöst. Das war von Lotus 1-2-3, der damals populärsten Tabellenkalkulation, soweit weg wie ein Wählscheibentelefon vom iPhone.

    Das lässt für „Wolframalpha“ einiges hoffen.

  14. 14

    Na wenigstens hat hier keiner der urbanen Latte-Macchiato-schlabbernden Designerbrillenträger die Floskel vom Google-Killer gedankenlos wiederholt.

  15. 15

    Wie wäre es denn mit dem zweiten Teil?

    I alpha’d it.

    oder

    Alpha mal „Konkordanz“

    Würde auch dem Begriff Alpha-Männchen ne vollkommen neue Bedeutung geben.

  16. 16
    pi

    …spannend! Mal abgesehen, dass diese Suchmaschine vielleicht besser als Google sein wird. Welches Geschäftsmodell steckt dahinter? Werden die Algorithmen freigelegt oder ist das am Ende auch nur wieder eine Black-Box?

  17. 17
    edd1y

    Vielleicht ist der Name so gewählt um aus den ganzen aalglatten Web 2.0 WunderSwooshKlickKlackEasy Anwendungen herauszuragen ;) …

  18. 18
    fredge

    Stephen Wolfram hat schon in der Zeit, als andere noch damit beschäftigt waren, ihre Geschlechtsorgane zu vermessen, seinen ersten Fachaufsatz in Physik veröffentlicht. Mit 20 Jahren hat er einen PhD in theoretischer Physik erhalten. Und das Programm Mathematica ist laut Aussage meines besten Freundes – seines Zeichens Physikstudent – eine echte Instanz unter Naturwissenschaftlern.

    Insofern ist es doch naheliegend, eine Suchmaschine so zu benennen, wie man selber heißt. Und das mit dem Alpha: Danke, danke, danke. Nicht schon wieder so ein verdammtes Beta. Endlich kommt man sich mal nicht total verarscht vor, wie z.B. bei motherfuckinggooglelabs und googlemail.

  19. 19
    fredge

    Odin war es übrigens, der verantwortlich für den Namen Wolfram ist. Odin, der höchste der germanischen Götter, wurde stets von vier Tieren begleitet: Zwei Raben und zwei Wölfen. Die Raben namens Hugin und Munin schickte Odin des morgens stets aus, um nach Neuigkeiten Ausschau zu halten, die sie ihm dann bei seiner Wiederkehr ins Ohr flüsterten. Geri und Freki, die Wölfe, halfen ihm bei der Jagd. Der Name Wolfram bedeutet nun nichts anderes als Wolf und Rabe, ist daher gewissermaßen eine Zustandsbeschreibung des Auftretens Odins, die zum Substantiv und Eigenname geworden ist.

  20. 20
    Andi

    Wann kann man denn WolframAlpha endlich testen? Wir haben doch Mai…

  21. 21

    Ich glaube, der Wert von Namen wird komplett überschätzt. Die Bedeutung und die Assoziationen ergeben sich doch immer erst mit dem Gebrauch. „Google“ und „googeln“ ist ja auch nicht in den allgemeinen Sprachgebrauch eingegangen, weil die Worte so schön und schlüssig sind.

    „Wolfram beta“ wär‘ mir im Moment aber deutlich lieber, weil ich dann schon heute rumprobieren könnte.

  22. 22
    kurt

    Also, wenn diese Suchmaschine wirklich so toll ist, werde ich dann eben mit „wolfram|alpha“ googeln.

  23. 23
    Jan(TM)

    Jojo, Wolfram klingt so schröcklich teutsch – wird vielleicht mal Zeit die eigenen blödlinken Vorurteile zu überwinden. Bei Wolfgangs Vaults hat es doch auch funktioniert.

    Was den die Gedanken um den armen Nutzer angeht – einfach mal 20 Minuten im Museum of Modern Betas blättern, da´n die ganzn koolen Nams setzn lass´n, tief einatmen und laut „WOLFRAM ALPHA“ sagen!

  24. 24
    fredge

    @Jan(TM): Wer hat wo welche Vorurteile? Und wieso klingt der Name „teutsch“?

    Was willst du denn überhaupt sagen?

  25. 25
    ES

    Bei Telepolis ist ein Artikel über WolframAlpha erschienen:
    http://www.heise.de/tp/r4/artikel/30/30231/1.html

  26. 26
    Bu

    Wikipedieren klingt ja auch doof….machen aber trotzdem viele…klingt halt so schön nerdig ;)

  27. 27
    Andi

    Ich frage mich nur, wer denn tatsächlich solche Fragen wie:

    – Wie ist der genaue Winkel der Sonne über dem momentanen Ort?

    – Wieviel ist das Molekulargewicht von Koffein geteilt durch das von Wasser?
    – Wie hoch ist die Lebenserwartung eines 40jährigen Mannes in Italien, heute im Vergleich zu 1933?

    – Wie war das Wetter in Princeton, New Jersey, an dem Tag, als Kurt Gödel starb?

    – Was ist die Höhe des Mount Everest, geteilt durch die Länge der Golden Gate Bridge?

    beantwortet haben möchte.
    Klingt für mich eher nach Spielerei. Nicht die Technik, die dahintersteckt, sondern der Nutzen.
    Aber es gab schon viel sinnlosere Ideen, die sich dann erfolgreich durchsetzen konnten und irgendwann auch mal Nutzen geschaffen haben, weil sich die Bedürfnisse geändert haben.

    Ich bin auf jeden Fall mal gespannt, was da noch kommt.

  28. 28

    Mir ist meine Suche per http://www.Kartoo.com mehr wert,
    als irgendwelche profanen Suchmechanismen zu benutzen,
    wo es mir schwerfällt den Überblick zu behalten um nur
    annähernd den Äusserungen zu folgen. Mein ja nur…:-)

  29. 29
  30. 30
    Sabrina

    Ich find wolframen super :)

  31. 31

    @Sabrina: Und ich find Kommentar-Spam extrem nervig, daher wurde euer Link entfernt. Wenn ihr euer Portal promoten wollt, kannst du mich gerne für Werbung bei Spreeblick kontaktieren, aber wenn ihr weiter in den Kommentaren spammt, gibt es eine Rechnung, unsere Regeln dafür kennt ihr sicher.

  32. 32

    nunja,

    dann checkt mal http://www.wolframsbeta.com aus.

    – Konnte mir sagen, wie alt kurt Cobain dieses jahr wäre,
    – Wusste die Ordnungszahl von Molybdän

    =funktioniert!

    Gruß,

    xtraa

  33. 33

    @xtraa:
    Lieber xtraa,

    was mache ich falsch,
    die von Dir als‘ funktionierend‘ bezeichnenden Features nicht nutzen zu können?

    Vielleicht liegt es an den Einstellungen meines jeweiligen Browsers.
    Bzgl. des BS kann|sollte es keine Probleme geben.
    _
    Bin offenbar zu blöd die Beta-Version von ‚Wofram‘ zu nutzen.

    Bitte mache mich und alle Mitleser schlau, indem Du uns die
    Funktion erläuterst. Danke im Voraus.

    ;-)

    http://www.readwriteweb.com/archives/see_wolfram_alpha_in_action_-_video_and_screenshots.php

  34. 34

    @PiPi,

    Hmm,

    ja das ist teilweise schwierig. Ich habe gerade noch mal die Frage „What’s the name of the famous 80ies popband „Level XY“ gestellt. Hat super geklappt.

    Die Funktion scheint komplex: Als Computizzled Knowledge Engine kumuliert das Elektronenhirn vernetzte Meta-Linkfarms im Cyberspace, die ähnlich der bekannten „Game-of-Life“ Simulation viele Menschen anziehen. Der Vater der KI, Douglas Adams, würde aber vermutlich auf die Schwierigkeiten bei falschen Fragestellungen hinweisen. Wie Du also vermutet hast, steckt viel mehr dahinter, als man denkt ;-)

    Gruß,

    xtraa

  35. 35
    schlaumaier

    Wolfram [ˈvÉ”lfram] (engl. Tungsten) ist ein chemisches Element mit dem Symbol W und der Ordnungszahl 74. Es ist ein weißglänzendes in reinem Zustand sprödes Schwermetall hoher Dichte, das zu den Übergangsmetallen gezählt wird. Wolfram besitzt von allen reinen Metallen den höchsten Schmelzpunkt und den zweithöchsten Siedepunkt. Seine bekannteste Verwendung ist daher die als Glühwendel in Glühlampen.

    „Na, geht euch ein Licht auf?“

  36. 36

    @PiPi: das war natürlich cool, dass sch Stephen Wolframs Eltern nach dem einen Metall in den Glühbirnenwendeln genannt haben. Google nennt sich jetzt sicher in Osmium um ;)

    Ich warte dann mal Auf BohlenAlpha zur Musiksuche. Da kann man dann ein Lied falsch rein-pfeifen und es findet immer ‚Brother Loiuie‘.

  37. 37

    Wußte gar nicht, dass das ne Suchmaschine sein soll. Habe das im Zuge meines Studiums der Informatik für solchen Quatsch benutzt: http://www66.wolframalpha.com/input/?i=integrate+1%2Fsqrt(1-x^2)

    Mit dem Namen konnte ich aber im ersten Moment auch sehr wenig anfangen.

  38. 38

    Премного благодарен. Прочитал с интересом, и вообще полезный у Вас блог

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