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Harry Potter und der Halbblutprinz

Ich mag Harry Potter. Es ist nicht einfach, Harry Potter zu mögen, dazu mögen ihn zu viele und vor allem: die falschen. Leute, die sich einmal im Jahr mit spitzen Hüten und selbstgebastelten Zauberstäben vor Bücherläden aufstellen. Harry Potters Fanbase ist ähnlich ansprechend wie Gesichtsakne, und wäre ich zehn Jahre jünger, ich würde alles verdammen, was mit Hogwarts, Quidditch und Muggel (allein das Wort schon) zu tun hat.

„žWer ist Harry Potter?“
„žOh, niemand. Ein ziemlicher Idiot eigentlich.“

(Spoiler)

Harry Potter ist, wie seine Freunde auch, der Inbegriff eines Idioten. Hätten wir so einen verstockten, selbstherrlichen und blasierten Typen mit Brille im Sportunterricht gehabt, wir hätten ihn ins Tor gestellt und mit Medizinbällen beworfen. Einer, der sich mit seinem Rektor anfreundet. Der ständig schaut, als hätte er sich die Zähne versehentlich mit Essigessenz geputzt. Dessen eine Freundin eine pseudointellektuelle, moralisch integre Streberin ist, die später bestimmt einmal bei McKinsey landen wird. Nichts gegen Ron, Ron ist cool. Aber Harry? In seinem Wahn, immer das gute und richtige zu tun, erinnert er mich an diverse ehemalige Klassenkameraden, die, weil Mama und Papa das auch super fanden, eher Reinhard Mey oder Simon and Garfunkel gehört haben, weil sie sich echte Musik nicht zugetraut haben.

Das komplette Figureninventar bei Harry Potter ist ja nicht gerade überzeugend. Wie soll man einen Oberbösewicht ernstnehmen, der offensichtlich beim gleichen Schönheitschirurgen Stammgast war wie Michael Jackson, und sich bloß etwas häufiger dort hat blicken lassen? Und ein Lehrer, der „strenge Schlange“ heißt, also bitte. Man möchte ihm Federn ins Haar stecken. Und die Leitmotive: Liebestränke waren als treibendes dramaturgisches Element das letzte Mal en vogue, als tatsächlich noch Hexen auf Scheiterhaufen verbrannt wurden.

Trotzdem mag ich die Harry Potter-Geschichten. Sie nehmen sich nicht so bierernst wie andere Fantasy-Geschichten, sie sind verspielter, phantasievoller, natürlich auch alberner: viel schillernder jedenfalls als beispielsweise dieser strenge und bierernste Tolkien. In ihrer Lust am absurden Einfall ähneln sie Alice im Wunderland, ohne freilich an das erzählerische Genie von Lewis Carroll heranzureichen; ohne den gleichen, anarchischen Witz zu entwickeln. Aber im Vergleich zu Alice im Wunderland schneidet jedes Kinderbuch schlecht ab.

Der Halbblutprinz ist der erste Film, von dem ich das Buch nicht einmal durchblättert habe; ich hatte die letzten beiden Jahre einfach nicht häufig genug Fieber, um mich von den Hörbüchern im Halbschlaf einlullen zu lassen. Deswegen war ich auf den Film doppelt gespannt.

Voldemort ist zurück, die Todesser formieren sich. Snape orientiert sich hin zur dunkeln Seite und nimmt Draco Malfoy unter seine Fittiche. Ständig fliegt irgendwer in die Luft oder wird von einem Fluch getroffen; dahinter steckt, wie sich später herausstellt, Malfoy, der versucht, Dumbledore zu töten. Es kristallisiert sich heraus, dass Harry (wer hätts gedacht) der Auserwählte ist, und dass es zum finalen Showdown zwischen Voldemort und Harry Potter kommen muss. Vorneweg kommt es zum vorübergehenden Showdown am Ende des Films, der im Grunde keiner ist, obwohl Dumbledore trotzdem sein Leben lässt und Snape mit den Todessern von dannen zieht. Das Ende wirkt genau so hingeschludert, wie ich es gerade aufgeschrieben habe, und man wird den Eindruck nicht los, als wolle Regisseur David Yates so schnell wie möglich raus aus dem Film, um sich in aller Ruhe dem nächsten Teil widmen zu können.

Gleichzeitig kommen während des Filmes Harry, Ron und Hermine langsam in die Pubertät (wurde auch Zeit, so mit gefühlten 20). Und das sieht dann so aus: Herzchen an Fensterchen aufgemalt. Irgendwann liegen Harry und Ron gemeinsam im Schlafsaal und unterhalten sich darüber, dass dieses oder jenes Mädchen attraktiv sei, weil sie eine „žschöne Haut“ habe. Und als Ginny Weasley das Zimmer betritt, steht Harry als einziger auf, um sie zu begrüßen, und schaut dann bedröppelt. Was die Sexualität ihrer Figuren anbelangt, hat sich Rowling offensichtlich von Agatha Christie inspirieren lassen.
Garniert wird das Ganze mit der etwas verschlungenen und sehr albernen Liebesgeschichte zwischen Ron und Hermine. Ruppert, der bisweilen so aussieht, als wollt er sich für die Idiotenrolle beim kommenden Eis am Stiel bewerben. Und Hermine, die einsam in einem Hauseingang steht und, als Ron von einer anderen geküsst wird, sich fragt: „žWas sind das nur für Gefühle?“ Eine berechtigte Frage.

Noch nicht einmal dieser verklemmte Teeniekram nervt. Die imposante, inzwischen leidlich bekannte Kulisse vermittelt ein Gefühl von Heimeligkeit; und sowohl Rowling als auch David Yates mögen ihre Figuren, selbst die Bösewichter. Das merkt man, sie können ihnen nichts Böses tun. Jede tragische Situation wird versöhnlich abgeschlossen, und wenn mal einer sterben muss, benehmen sich Harry und seine Freunde, als wäre derjenige nur auf eine lange Reise gegangen oder umgezogen. Bei der Beerdigung Dumbledores sehen zwar alle unglücklich und tief betroffen aus, am Ende sitzen Harry, Hermine und Ron trotzdem einmütig zusammen. Es will kein großes Gefühl von Tragik aufkommen.

All das sind Gründe, warum die Harry Potter-Filme Kino im besten Sinne sind, wie es vor allem in Krisenzeiten erfolgreich und wichtig ist: es erzählt Geschichten ohne allzu viel Trauer und Hass und nimmt die Leute mit in eine andere, sorglosere Welt. Hinsichtlich dieser Funktion ist Harry Potter und der Halbblutprinz trotz seines unbefriedigenden Schlusses ein guter, nein: ein hervorragender Film.

Die cineastisch sehr viel bessere Besprechung hat Batz aufgeschrieben, der übrigens auch Autor der besten Potter-Parodie ist, die ich kenne.

41 Kommentare

  1. 01

    ohne jetzt hier den Pedanten rauskehren zu wollen, der ich bin – ein paar Rechtschreib-/Tippschwächen hat der Artikel…
    „Leute, die einmal im Jahr mit spitzen Hüten und selbstgebastelten Zauberstäben vor Bücherläden aufstellen.“ +sich?

    „Trotzdem mag ich die Harry Potter-Geschichte. Sie nehmen sich nicht so bierernst wie andere Fantasy-Geschichten,“ lieber doch Plural?

    ansonsten – netter Artikel, einer der wenigen, der kein Total-Verriss des Films ist (das Ende konnte bei DER Buchvorlage ehrlich gesagt aber auch nicht besser sein)

  2. 02

    war gestern Abend im Kino und hatte so ungefähr dieselben Gefühle.
    Manchmal habe ich mir schon gedacht, dass es an manchen Stellen schon dramatischer hätte sein können. Den Tod habe ich damals, wo das Buch rauskam (und ich natürlich gelesen habe) sehr viel härter erlebt. Und als dann als Antwort alle ihren Zauberstab hoben und das dunkle Mal mit ihrem guten Licht fortzauberten, war das wirklich hart an der Grenze.

    Mal sehen, was noch bei Blue Moon kommt, dort gibt’s ja noch eine Sendung zum Film.

  3. 03
    Ronald Weasley

    was? moment? simon&garfunkel sind gar keine echte musik?

    gut das du mir das jetzt erst sagt. jetzt hör ich die immerhin schon seit 5 jahren. scheisse, ich will meine verschenkte lebenszeit zurück!

    hätt ich doch bloß nie die reifeprüfung geschaut – wahrscheinlich auch kein echter film, oder? ne, dann doch lieber harry potter. echtes qualitäts kino halt.

    achja was ich schon mal sagen wollte – bin mir aber nicht sicher wie ich es audrücken soll, aber…könnt ihr mal aufhören euch immer blog-technisch selbst die eier zu schaukeln? bitte-danke!? das ist ja fürchterlich. ihr dreht euch ja alle nur noch im kreis. alle freunde empfehlen sich untereinander selber und das soll’s dann sein?
    vielleicht solltet ihr ne tageszeitung aufmachen.

    w00t!?

  4. 04
    Alberto Green

    Was die Sexualität ihrer Figuren anbelangt, hat sich Rowling offensichtlich von Agatha Christie inspirieren lassen.

    An diesen Satz wird sich die Literaturkritik (hoffentlich) lange erinnern.
    (Andererseits ist die Literaturkritik eine volatile Hure; im Gegensatz zu ihrer engstirnigen, im selben Metier tätigen Schwester Literaturgeschichte)

  5. 05
    Frédéric Valin

    @Hannah: Ui, danke. Mein Lektoratsprogramm haben eins Bug. ;)

  6. 06
    Frédéric Valin

    @Ronald Weasley: Hast Du ne bessere Potter-Parodie?

  7. 07

    soso fantasievoller als tolkien, so so

  8. 08

    ich hatte die letzten beiden Jahre einfach nicht häufig genug Fieber, um mich von den Hörbüchern im Halbschlaf einlullen zu lassen.

    – Herrlich!

    Der Film und die Bücher sind mir ehrlich gesagt viel zu egal, um mich damit zu beschäftigen. Aber die Besprechung ist unterhaltsam geworden.

  9. 09
    Ronald Weasley

    @Frédéric Valin: ne, und hier gings auch nicht um die potter parodie. hasse nich verstanden,wa?

  10. 10
    Frédéric Valin

    @Ronald Weasley: Habich nich verstanden. Ich link ja auf Batz auch wegen der Potter-Parodie.

    Aber schau, hier unten is viel Raum für Notizen. Wenn Du eine Besprechung für gelungen hälst, kannste drauf verweisen. Ich mochte die Besprechung von Batz (den ich in meinem Leben bisher drei oder vier Mal gesehen hab) sehr gern, weils kein Verriss war. In der Presse hab ich nur Verrisse gelesen, außer in der Zeit, da ist die Kritik langweilig.

    Es gibt immer noch andere Gründe als Vetternwirtschaft.

  11. 11
    Sven

    Eine kleine Spoilerwarnung hätte nicht geschadet, was soll das denn? Oder ist das Absicht, denn formuliert ist es wie bei einem der sich daran erfreut alles zu verraten. Mir persönlich ists zwar wurscht, weil ich die Story kenne, aber dem einen oder anderen wird der Spaß völlig ohne Not verdorben. Oder eben aus voller Absicht.

  12. 12
    Frédéric Valin

    @Sven: Das ist eine Besprechung. Wie soll eine Besprechung ohne Inhalt funktionieren?

    Aber naja. Habs nachgetragen.

  13. 13
    Annette

    @Sven: Na ja. Wem’s wirklich wichtig ist, was in der Geschichte passiert der hat inzwischen wohl das Buch gelesen. Nach all der Zeit seit der Veröffentlichung würd ich auch auf Spoiler verzichten.

    Hab den Film am Samstag gesehen und war enttäuscht. Zugegebenermaßen ist es viel Stoff, um ihn in einen Film zu packen, aber das hat bei den vorherigen besser geklappt.
    Der hatte einfach zu wenig von allem und ich frage mich, wie die im letzten Film die Story zu Ende bringen wollen, wenn jetzt schon so einiges fehlt.

    Sogar die offenbar überall als zu präsent empfundene Liebesgeschichte war meiner Meinung nach zu knapp gehalten und grade deswegen plump.

  14. 14

    Ich mag Harry Potter auch. Aber, bin ich nun falsch oder richtig?!

  15. 15

    Ich zweifle ja immer, ob ich Leute beneiden soll, die über solche Schwächen hinwegsehen und einen Film trotzdem mögen können, oder nicht.
    Ich glaube, ich lass es lieber.

  16. 16
    peter h aus b

    Harry Potter Bashing ?

    (da es ein Kinder- und Jugendbuch ist es eigentlich natürlch, das Erwachsene gelegentlich so ihre Schwierigkeiten damit haben. Haben sie bei Enid Blyton auch schon gehabt. Trotzdem amusant – wenn man in der Zielgruppe war)

    Ich lese es trotzdem lieber als so manch verschwurbelten Hobby-Philosophen ;)

  17. 17
    fredge

    Was du, Frederic Valin, für die falschen Menschen hältst, muss ich glücklicherweise nicht dauernd erleben. Aber dein Rumgehacke auf so vielen Leuten, die nicht so sind, wie du, finde ich ganz schön beschissen. Arbeite mal deine Kindheit auf und lerne, dass heute nicht mehr alle um dich herum so böse sind.

    Eklig.

  18. 18

    Klingt, als könnte ich mir den Film sparen. Ich war schon immer Fan der Bücher, die Filme fand ich in der Regel schlecht – alleine schon, weil man 600 Seiten nicht in zwei Stunden Film unterbringen kann. Es fehlt einfach immer etwas und alles wirkt abgehackt.

    „Und Hermine, die einsam in einem Hauseingang steht und, als Ron von einer anderen geküsst wird, sich fragt: „žWas sind das nur für Gefühle?““
    Brrr, klingt ja grausam. Im Buch gabs das nicht :D

  19. 19
    Frédéric Valin

    @fredge: Hm?

    @peter h aus b: Im Gegenteil!

  20. 20

    Die beste Potter Parodie ist ja wohl das Potter Musical der University of Michigan „A Very Potter Musical“:
    Hier der Link um alle Teile bei YouTube hintereinander zu gucken.

  21. 21

    Snape ist nicht einer von den Bösen und Dumbledores Tod war von ihm geplant. *

    * So, und das war die Strafe dafür, dass du urteilst ohne die Bücher GELESEN zu haben. Hörbuch? Hallo? Aber nein, noch nicht mal das. Wie soll man denn aufgrund mittelmäßiger Regisseurleistung über eine Figur aus 7 Buchbänden urteilen können.
    Achja, ich bin kein Fan – ich fand die Bücher einfach ganz in Ordnung. Es geht mit hier aber ums Prinzip. Niemand würde auf die Idee kommen über Tolkiens Genie zu urteilen (das übrigens sagenhaft ist) nachdem man lediglich im Kino das Herr Der Ringe Triple-Feature gesehen hat. Hmpf.

  22. 22

    @nothingelse89: Doch, die Szene gab/gibt es im Buch, wenn auch etwas anders (am Ende vom Kapitel „Felix Felicis“.

    Ich finde den Film übrigens durchaus für sehenswert. Ehrlichgesagt ist es meiner Meinung nach sogar einer der besten Harry Potter Filme bisher, trotz oder gerade weil er stark gekürzt wurde und das Buch etwas (sehr) frei interpretiert. Gerade den 6. Teil fand ich als Buch etwas langatmig.

    @nothingelse89: Dass der Film abgehackt wirkt, war beim 5. Teil der Fall (hab ihn erst kurz davor nochmal gesehen), der 6. Teil wirkt dagegen meiner Meinung nach sehr flüssig und in sich geschlossen.

    Ich habe jedenfalls am HBP-Film nur Kleinigkeiten auszusetzen, die jedoch keineswegs den sehr guten Gesamteindruch schmälern.

  23. 23
    Sven

    @Frédéric Valin 12 – Den ganzen Schrieb zu verspoilern ist doch larifari, denn der Spoiler beginnt mit „Voldemort ist zurück, die Todesser formieren sich“ und endet mit „um sich in aller Ruhe dem nächsten Teil widmen zu können.“ In diesen 12 Zeilen erzählst du den gesamten Plot bzw. diejenigen Eckdaten der Geschichte, die innerhalb der Gesamtdramaturgie von Band 1-7 die essentiellen Weichenstellungen im 6er darstellen. Als wenn deine Rezension nicht auch ohne deren explizite Nennung funktioniert hätte – womit ich nicht sagen will DASS sie funktioniert ;-)

  24. 24
    Juliane

    Es ist mir ja wirklich ein Rätsel, wie man diesen Film gut finden kann. Das war mit Abstand der schlechteste bisher. Nicht nur, dass so viel wichtiges weg gelassen wurde, nein, da werden einfach mal ganze Szenen frei erfunden! Für diejenigen, die das Buch gelesen haben ist es jedenfalls eine Enttäuschung. Dass David Yates das ganze am Ende so schnell wie möglich hinter sich bringen wollte triffts jedenfalls – wie konnte er bitte die beste und spannendste Szene aus dem ganzen Buch – der Endkampf zwischen den Todessern und den Hogwarts Bewohnern, der Angriff vom bösen Wehrwolf, die ganze Dramatik – einfach weg lassen? Und dieses ganze sentimentale Liebeszeug – unnötig, vollkommen unnötig und überzogen. Unbefriedigend, sehr unbefriedigend.
    Noch schlimmer aber ist, dass man es einfach nicht lassen kann und die Filme immer ankucken MUSS. Und am allerschlimmsten sind diese Erwartungen…

  25. 25
    Fréderic

    @Thomas Maier: Lies den Artikel. Preisfrage: Welche Bücher hab ich gelesen?

  26. 26

    Ich war ehrlich gesagt erstaunt, zu lesen, dass du überhaupt Bücher gelesen hast, Fréderic. Aber ich fühl mich wohl auch nur deshalb ein wenig auf die Füße getreten, weil Harry Potter in gewisser Weise einen Teil meiner Jugend geprägt hat und das Fandom, das ich kennengelernt hat, sicherlich nicht das mit den spitzen Hüten war. Wenn das ein Review von watweißich, Narnia wäre, wäre mir das wahrscheinlich gar nicht aufgefallen und ich hätte die Beschreibung der Charaktere anstatt „zu sehr auf den Film basiert“ lustig gefunden.

  27. 27

    Ich hab mich bis heute vor Harry Potter gestreubt – nie einen Film gesehen – keine Vorschau und auch kein Buch gelesen. Langsam sollte ich es aber mal probieren – irgendwas muss ja dran sein dass so viele Leute Harry Potter mögen?!

  28. 28

    Sehr gelungener und absolut zutreffender Artikel! Ich war am Sonntag im Kino und bin mit ähnlichen Gefühlen herausgegangen. Einerseits mag ich die Potter-Filme, aber andererseits konnte das wirkliche „Potter“-Feeling nicht auf lange Zeit gehalten werden. Teilweise habe ich mich wirklich gefragt, was das soll. Und vom Ende wollen wir garnicht anfangen…

    Wie auch immer. Der Film war ansonsten klasse, lustig und auch hier und da spannend. Ich bin jetzt jedenfalls auf die beiden letzten Teile gespannt.

  29. 29
    Willem W.

    Die Bücher haben mit den Filmen wenig zu tun. Und beide sind nicht besonders gut.

    Die Filme (über den aktuellen kann ich nichts sagen, aber ich glaube nicht das er anders ist) sind gepresste peinliche Scheiße. Wenn man sich die dann noch mit typischer schlechter deutscher Synchronisation ansieht fremdschämt man sich zu Tode. In allem steckt dieser Appell: Find mich toll, weil ich Harry-Potter-Franchise bin, nicht weil ich gut gemacht bin.

    Die Bücher sind aber ungemein unterhaltend. Das was an ihnen Schlecht ist, ist nur das simple gewöhnliche Weltbild der Autorin. Ein Klischee jagt das andere und die Weltsicht eines jeden Bildlesers wird wunderbar bestärkt. Der ganze „kritische“ Scheiß den sie schreibt beschränkt sich auf Volksweißheiten wie: Eigentlich ist Rassismus schlecht.

    Das kann man aber über fast alle Bücher sagen.

  30. 30
    Annette

    @Juliane: Der große Endkampf auf Hogwarts kommt doch in erst in Band 7. Band 6 endet mit der Beerdigung, der Ansage, dass sie nicht wieder nach Hogwarts kommen werden und der Hochzeitsankündigung.

  31. 31

    @Annette: Doch, es gibt im HBP einen (wenn auch nicht ‚den‘) Endkampf, und zwar gleich nach dem Sturz vom Turm. Bzw. schon davor, was man aber erst später durch Erzählungen erfährt.

  32. 32
    anna b.

    Hm. Warum schimpfen hier denn alle so? Das ist doch mal ein intellegenter Artikel zu intelligenten Kinderbüchern, und der weniger intelligente Film zum Buch wird im gesellschaftlich-wirtschaftlichen Kontext, in dem wir gerade leben, gelobt,nicht ALS DER BESTE FILM DER WELT. Ich hab mich gefreut, diese Wort zu lesen.

  33. 33
    bistzum

    Also bis zum Mittelteil, wo vom Lästern über die ganzen Potter-Männchen- und Frauchen zur Lobhudelei übergegangen wird, finde ich den Artikel ja ganz gut. Denn – mal ehrlich – wirklich kreativ sind die Geschichten um Potter ja nicht. Besonders erstaunt bin ich immer, daß scheinbar niemand die vielen Gemeinsamkeiten zu Terry Pratchets Scheibenwelt auffallen. Kennst das keiner? Also meines Erachtens nach die wesentlich lustigere, interesantere und kreativere Lektüre.
    Gemeinsamkeiten:
    Unsichtbare Universität – Hogwart
    nichts könnende Zauberer: Rincewind – Harry Potter
    seltsame Zauberbücher in der Bibliothek der Universitäten
    Dann erschöpen sich die Gemeinsamkeuten, weil Rowling halt doch nicht gar so viel abschreiben wollte?

  34. 34
    Maltefan

    Der Mann heisst Snape, nicht Snake.
    Parodiemäßig finde ich immer noch „Ich will meinen Anteil“ von Harald Töpfer am besten.
    Ansonsten hab ich mich bei Harry Potter immer gewundert, wie man aus so spannenden Büchern so dermaßen langweilige Filme machen kann. Und das mit dem beschränkten Weltbild der Autorin stimmt leider :/

  35. 35

    Hat sich niemand ausser mir gefuehlt als waer er in herr der ringe gelandet?!
    Hier warens bloss ein paar mehr Gollums die aus dem Hoelenwasser stiegen und in der Szene als Dambeldor (ja richtig, keine Ahnug wie man das schreibt)/ Gandalf in die Tiefe stuerzt hab ich wohl etwas zu laut geschrien: „You shall not pass!“
    My verdict:
    Ueberillustrierte, actionsheischende Kopie.

  36. 36

    @manu: Ja, die Ähnlichkeiten zu Herr der Ringe sind nicht von der Hand zu weisen, liegen meiner Meinung nach aber eher in der filmischen Umsetzung begründet. Beim Lesen des Buches wäre ich z.B. nie auf die Idee gekommen eine assoziative Verknüpfung zwischen den Inferi und Gollum herzustellen. Wenn dann schon eher mit den Körpern in den Totensümpfen oder ähnlichem, aber auch nur unbewusst.

    Die richtige Schreibweise des Namens ist übrigens: Dumbledore.

  37. 37
    Achim

    Komme gerade aus dem Kino ( H. P. 6 )!! Ich habe leider den ganzen Film nicht sehen können, weil ich zwischendurch kurz eingeschlafen war ( Kein Quatsch ). Aber das was ich gesehen habe ließ mich vor langeweile erschaudern. So einen zugequatschten Liebes Müll habe ich schon lange nicht mehr gesehen. Um dieses Machwerk einigermaßen ertragen zu können, hätte ich warscheinlich doch lieber das Buch vorher lesen sollen. Ich glaube diesen Film kann man nur als absoluter Potter Fan gut finden.

    PS: Die ersten Filme fand ich ganz OK !!!

    Ich entschuldige mich jetzt schon bei denjenigen dessen Intelligenz ich nicht erreiche um diesen Film so zu verstehen wie sie es tun !! Sorry !!!

  38. 38
    J

    Du bist so ein Möchtegern! Du schreibst grauenvol schlechtl. Du bist höchst arrogant. Und das was du schreibst ist leer. Mist —> Ab in den Müll damit.

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