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Male-on-male blowjobs are no longer gay, apparently

Aus irgendwie aktuellem Anlass und weil man eigentlich nie genug auf die Vice verlinken kann — der libertäre Gegenentwurf zur Weltwoche, wenn man so will — hab ich mich an ein eine Woche altes Interview erinnert, welches das Vice Mag mit Eric Anderson geführt hat, einem Professor, der seine Untersuchungen der Homosexualität im Profisport gewidmet hat. Die Moneyquote steht bereits in der Überschrift, und auch wenn ich mich beim Lesen des drastischen Textes erwische, Ansatzweise die Reflexe eines schweizerischen Kultur- und Gesellschaftschefes zu zeigen, ist er doch genau die richtige Vision, die man solchen Puritanern entgegnen kann.

Viceland-Interview mit Prof. Eric Anderson.

8 Kommentare

  1. 01

    Letzter Satz:
    a) „[…], mit der man solchen Puritanern begegnen kann.“
    b) „[…], die man solchen Puritanern entgegnen kann.“
    c) „[…], die man solchen Puritanern entgegensetzen kann.“

    Nur als hint. :)

  2. 02
    Nico Roicke

    b) ist ganz schön, genommen. danke.

    wo schonmal ein experte im haus ist, das oder die moneyquote?

  3. 03

    „Die“ fällt gänzlich aus. Ich würde spontan sagen „das“, weil wegen der Übersetzung Zitat und so. ;) Aber ich muss zugeben, dass ich das Wort zum ersten Mal höre.
    Akustisch würde für mich auch „der“ moneyquote hinhauen. Klingt irgendwie gut, aber ist vermutlich eine Fehlintuition aus dem Klang.

  4. 04
    Nico Roicke

    genau, an übersetzung und „das“ dacht ich auch. aber „die“ klingt besser, auch als „der“, find ich jedenfalls.

  5. 05
    Gero

    Was für kluge Worte dieser man sagt.

    Und zu seiner Prophezeiung: Als ich schon lange als schwul geoutet war hab ich öfters mit einer meiner Freundinnen rumgemacht. Einfach weil ich keinen Freund hatte mit dem ich ständig rummachen könnte. Ich habe sie geleckt weil es ihr gefiel ohne das ich irgendwelche heterosexuellen Empfindungen dabei hätte.

    Heterosexuelle sind aber leider meistens so wahnsinnig unselbstständig das sie nicht auch einfach Sex mit ihren gleichgeschlechtlichen Freunden haben können. Was könnten sie es sich leicht machen wenn sie nicht so viele fremde Gedanken darüber was man als Mann oder Frau zu tun und zu lassen hat im Kopf hätten.

  6. 06

    @Gero: Sicher, es gibt viel zwischen plus und minus, und es soll meinetwegen jede(r) halten wie er lustig ist.

    Aber einen Defekt oder auch nur einen Mangel an Selbstständigkeit lasse ich mir dafür nicht einreden, dass es mich nun mal bisher nicht gereizt hat, mit Geschlechtsgenossen rumzumachen. Da muss ich mir auch gar nichts leichter machen als es ist. Wenn da je was geprickelt hätte, dann hätte ich es sicher mal drauf ankommen lassen. An Angeboten hats jedenfalls nicht gefehlt.

    Zu der These mit der, ähem, Blastätigkeit: Für sooo weit hergeholt halte ich das übrigens auch nicht. Im alten Griechenland war diese unbedingte Kategorisierung in homo und hetero nicht das Maß aller Dinge. Und vielleicht geht der Trend ja tatsächlich wieder in diese Richtung. Aber ich würde nicht unbedingt drauf wetten, dass wir, die wir hier kommentieren, es noch erleben.

  7. 07

    @Gero: Ich würde es nicht unselbstständig nennen, wenn jemand nicht mit seinem „guten Kumpel“ rummachen will. Wenn man einfach keinen Spaß daran hat, sollte das doch ok sein. Man hat ja gute Freunde nicht, weil man sie primär als Sexualpartner attraktiv findet, sondern weil sie gewisse Einstellungen, Vorstellungen oder was auch immer mit einem teilen. So würde ich es zumindest sehen.

  8. 08
    dödeldon

    ohne leute wie eric anderson, würde philipp gut wahrscheinlich nur wie irgendein merkwürdiger spießer rüberkommen. wenn jedoch von steuergeldern alimentierte „wissenschaftler“ mit so extrem abenteuerlichen thesen um die ecke kommen, wie anderson, dann darf zurecht gefragt werden, ob hier überhaupt noch zwischen wunsch („mehr potentielle blowjobs für anderson“) und wirklichkeit (90-95 % der menschheit teilen seine vorlieben nicht!) unterschieden wird. von „wissenschaftlichen“ kriterien will ich hier gar nicht erst anfangen. ich würde als heterosexueller mann geschätzte 85% der weiblichen bevölkerung mangels attraktivität NICHT (auch nicht gegen geld) nackt sehen, geschweige denn sex mit ihnen haben wollen. aber schwänze lutschen als lustiger zeitvertreib für hetero-männer? klar, bald standard. bin ich jetzt altmodisch, weil ich keinen sinn darin sehe, menschen, die ich sexuell nicht attraktiv finde an den geschlechtsorganen herumzuspielen? manchmal hat es den anschein, daß einige zeitgenossen nicht mehr so recht zwischen toleranz und „alles auf krampf ganz toll finden“ unterscheiden können.

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