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Das Rollfeld wird flügge: Tempelhofer Park

Nie hätte ich mir vorstellen können, wie stark die Emotionen sein könnten, die beim Betrachten des Lebens auf dem Tempelhofer Park aufkommen. Ich habe mir ausgemalt, dass eine Freifläche mitten in der Stadt, die für jedermann zugänglich ist, eine grandiose Sache ist für alle, die in Berlins Häuserschluchten manchmal zu ersticken glauben. Ich habe mir überlegt, wie viele unterschiedliche Dinge man auf dem ehemaligen Feld des Tempelhofer Flughafens aus purer Lust an der Sache tun könnte: Klar, grillen und selbstverständlich joggen, spazieren gehen, Radrennen fahren, zelten, skaten, Drachen steigen lassen, Inlineskater fahren.

Zwar ging mir durch den Kopf, dass dies alles möglich wäre, über das Wie hatte ich mir aber keine Gedanken gemacht.

Ich bin seit der Öffnung viele Male dort gewesen. Was mich dann erwartete, hat mich überwältigt. Das Erstaunlichste für mich war – ich habe etwas Zeit gebraucht, um das zu begreifen – dass es auf dem Platz Nichts gibt. Man durchschreitet die Gatter zum Flugfeld und fühlt sich auf einen Schlag frei. Es gibt keine Werbung. Niemand will etwas verkaufen, ob direkt oder indirekt. Man schlendert los und geht, unbewusst, ganz langsam. Schließlich gibt es außer der anderen Seite kein Ziel und die andere Seite ist weit (außer, man sucht gerade eine Toilette…). Welchen Grund gäbe es, schnell zu gehen? Welchen Sinn hätte es, einen Ort zu erreichen, der keine andere Qualität besitzt als die Eigenschaft des Gegenüberliegenden zu erfüllen?

Der Weg über das Rollfeld öffnet den Blick für die unglaubliche Größe der Stadt. Während man läuft, grübelt man vielleicht auch vor sich hin und stellt typische Rechnungen an: Wie groß ist das Rollfeld? Wie viele Menschen hätten wohl darauf Platz? Wie groß ist der Tiergarten im Vergleich? Und die Hasenheide?

Es wird die Ruhe bewusst, die sich einstellt. In der Mitte des Feldes nimmt man die Stadt nur noch als sanftes Rauschen der Autos wahr. Man sieht Gebäude auf große Distanz, das Bahlsen-Werk zum Beispiel, dessen Geruch von frisch gebackenen Keksen manchmal vom Wind bis in meinen Kiez geweht wird, ist nur ein kleiner grauer Würfel. Man kann das gesamte riesige Flughafengebäude sehen, der Fernsehturm passt zwischen zwei Finger. Vögel sind zu hören. Die Weite schenkt, es klingt paradox, Geborgenheit.

Es finden die gleichen Aktivitäten statt, die es auch sonst überall gibt. Ihre Wirkung aber ist anders. Weil man alles überblicken kann, sieht man viele, viele unterschiedliche Menschen, die sämtlich aus Freude und Lust da sind und trotz ihrer verschiedenen Beschäftigungen alle geeint scheinen. Es gibt nicht nur einen Vater, der mit seinem Kind Drachen steigen lässt, es gibt Dutzende. Viele andere Menschen gondeln gedankenverloren mit ihren Fahrrädern umher und wirken völlig gelöst. Unzählige Mütter laufen mit ihren kleinen Kindern entlang der gepunkteten Wege oder unterhalten sich, während ihre Kinder erste Kontakte mit Gleichaltrigen herstellen: Sie rangeln miteinander und streiten oder sie sind zärtlich zueinander. Junge Päarchen albern herum und zwar nicht nur die „deutschen“. Ich bin fasziniert vom Werkeln der Kiteskater im ewigen Wind. Eine Mutter bringt ihrem Kind das Fahrradfahren bei. Wo könnte sie das besser tun als auf einem Platz, der völlig frei von unkontrollierbaren Autos ist und der jede Gefahr schon auf etliche Meter ankündigt?

Alle Menschen, die mir begegnen, erwidern mein Lächeln. Es gibt sowieso selten Gründe, nicht zu lächeln. Hier gibt es gar keine.

Jeder überlegt für sich, was mit Tempelhof alles angestellt werden könnte: Man könnte Bäume pflanzen. Man könnte einen See anlegen. Man könnte Sozialwohnungen bauen. Man könnte Lofts bauen. Man könnte Festivals veranstalten. Man könnte das Sommerbad Neukölln vergrößern. Man könnte die Kleingartenkolonien erweitern. Man könnte The Berg aufschütten. Gemein ist diesen Ideen, dass jeder glaubt, das Beste für Tempelhofs Zukunft zu kennen. Möglicherweise lassen sich für alle Projekte gute Argumente anführen, möglicherweise könnte eine Projektvergabe schlicht ausgelost werden. Auch allen Szenarien ist eine Gemeinsamkeit gegeben. Die Zukunft Tempelhofs würde endgültig entschieden werden. Anstelle des jetzigen Nichts gäbe es die Entscheidung. Das Nichts, das überhaupt ein Alles erst als (gedankliche) Möglichkeit impliziert, fiele einem Prinzip zum Opfer, das sich des Öfteren in der Vergangenheit bereits als diktatorisch erwiesen hat. Es ist der Gedanke des ewigen Fortschritts, der Gedanke des Guten im permanenten Voranschreiten, das Gefühl, dass man etwas machen müsse und erst dann alles gut sei.

Die Wikipedia sagt:
Größe Tempelhofs – 386 Hektar
(inkl. Hauptgebäude und davor liegendem Areal)
Größe Tiergarten – 210 Hektar
Größe Hasenheide – 50 Hektar

Tiergarten und Hasenheide zusammen passen also komplett locker auf den Tempelhofer Flughafen. Und so erklärt sich auch die Initiative „Ein Quadratmeter Tempelhof für jeden“, die sich überlegt hat, jeder Berlinerin und jedem Berliner genau einen Quadratmeter des Tempelhofer Flugfelds zu übergeben. Da das Flugfeld ziemlich exakt 340qm groß ist und es in Berlin 3,4 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner gibt, bekäme somit im Rahmen der Initiative jeder einen Quadratmeter zur freien Verfügung, welcher für überzeugende Projekte gespendet werden könnte.

Ich überlege ebenfalls gerne, was aus Tempelhof gemacht werden könnte. Es fällt mir schwer loszulassen und das, was ist, einfach anzunehmen. Tempelhof ist großartig. Wir sollten uns dafür entscheiden, ihn so zu lassen wie er ist: Ein Spielfeld für alle Kinder und alle Erwachsenen. Ein Spielfeld für unsere Gedanken; und ein Ort der Ruhe für uns und vor uns selbst, weil wir sie uns selber schenken können.

Der Autor dieses Textes, Felix Moniac, ist Spreeblick-Leser und hat uns diesen Text zur Verfügung gestellt, wofür wir uns herzlich bedanken!

49 Kommentare

  1. 01
    Tim

    Die Hasenheide muss man ja irgendwie dazuzählen. Sie grenzt ja direkt an das Flughafengelände an, nur vom Columbiadamm unterbrochen. Dann sind es 390 Hektar unbebautes Gelände. Das ist 20% mehr als der Central Park. Ein Jammer, wenn man da Lofts, Town-Houses oder andere Dinge draufbauen würde. So eine Chance auf eine Fläche mitten in einer Millionenstadt kommt eine Stadt nur einmal in ihrem Bestehen.

  2. 02
    Nicole

    wow! was für ein toller beitrag!!! ich bin echt überwältigt von diesem gedankenspiel… was passiert, wenn man etwas aus dem nichts einfach passieren lässt…

    viele leute mit vielen ideen…und alle können ein stück vom kuchen haben… toller gedanke.

  3. 03
    AbRaXeS

    3,4 Mio qm mitten in Berlin. Sagen wir mal die könnten zu 80% bebaut werden, blieben 2,7 Mio qm Bauland, das man verkaufen könnte. Bei 250 EUR / qm wären das 680 Mio EUR. Wie hoch der Preis für Bauland in Berlin liegt weiß ich nicht, aber in unserem knuffigem Paderborn sind 250 EUR für B Innenstadtlage ziemlich normal. Von daher könnte das evt. deutlich mehr geben.
    Eine schöne tolle Parkanlage oder ein Platz für Großveranstaltungen wäre sicherlich super und ja es wäre auf lange Sicht blöd sich das im wahrsten sinne des Wortes zu verbauen, aber machen ma uns mal nix vor, Berlin ist pleite und egal was man damit sinnvolles für alle machen könnte, es wird Geld kosten und nichts einbringen.

  4. 04
  5. 05
    Felix Moniac

    @AbRaXeS: Laut berlin.businessOn.de hat Berlin momentan rund 60 Milliarden Euro Schulden und befindet sich auf gutem Wege, weitere anzuhäufen.

    Du hast schon recht, dass man mit Tempelhof viel Geld verdienen könnte. Aber im Vergleich zu dem, was Berlin bereits zurückzahlen muss, kann man auch fragen, ob die Lebensqualität, die Tempelhof anbietet, nicht einen größeren Wert hat als eine „läppische“ Milliarde.

    Außerdem bleibt die Frage noch ungeklärt, wie wichtig das Feld als „Kühlschrank“ für das innerstädtische Klima ist und ob es deswegen möglicherweise sowieso nicht bebaut werden sollte.

    Nebenbei nisten in einem großen Areal Feldlerchen. Sollte man die auch einfach „wegmachen“?

    Dass in Berlin das entscheidende Argument meist der chronische Geldmangel ist, ist mir zu einfach.

  6. 06

    Sieht auf den ersten Blick etwas langweilig aus, aber in Berlin scheint es ja auch an Grünflächen zu fehlen, auf denen man das alles machen kann, was, äh, „Gastautorin/ Gastautor“ geschrieben hat.

    Wäre mal eine interessante stadtplanerische Idee: Einfach freiflächen einbauen, wo nichts ist und viel gemacht werden kann.

  7. 07
    AbRaXeS

    @Felix Moniac:

    Das mit dem Verkauf die Finanzprobleme die Berlin hat nicht gelöst werden ist mir klar. Darum wird es den Verantwortlichen aber gar nicht gehen. Denen geht es nur drum das alles weiterläuft. Durch die zusätzlichen Einnahmen dauert es dann etwas länger bis es knallt und das wird es. New York ist da ein schönes Beispiel, sowohl Stadt als auch Bundesstaat haben ihre Insolvenz schon hinter sich.

    Das Argument mit dem Kühlschrank ist sicherlich richtig. Notwendig ist dieser jedoch nicht. Selbst in der Wüste kann man Städte bauen. Dann wird halt klimatisiert und die Lebensqualität außerhalb von Gebäuden ist für die Tonne.

    Ich denke was auch immer mit dem Gelände passiert, die Verantwortlichen werden versuchen maximalen Profit daraus zu ziehen um damit die bestehenden Probleme zu verschieben. Anders gesagt, wenn Disney dort ein German-Disney Park mit Weißwurst, Lederhosen und Jodellei bauen will und am meisten zahlen würde, bekämen die das Gelände.

  8. 08

    Hier ein Buchtipp, der Dich interessieren dürfte: DELETE!: Die Entschriftung des öffentlichen Raums, Rainer Dempf (Hg.)

  9. 09

    Das ist doch genau das richtige Gelände für ein Konzert von Bruce Springsteen.

  10. 10

    Bravo !
    Allerdings, der Betrieb ist doch wieder aufgenommen (siehe meinen Erfahrungsbericht unter Sum Allen)

  11. 11

    Ja, das Gelände ist das, was man wohl als „Zen“ bezeichnen kann. Ich mag auch, wie einem auf dem Gelände bei Wind das Hirn freigeblasen wird. Ist wie am Meer stehen.

  12. 12
    Fuzzy.Barnes

    @Tim: Keine bange, Lofts und Town-Houses werden, wenn überhaupt, an der Autobahn oder am südlichen Ende des Te-Damms entstehen. Am Columbiadamm werden evtl. gebaute Wohnungen unverkäuflich / unvermietbar bleiben, bis die Hölle zufriert und die Politik ist wiedermal nicht in der Lage bzw. nicht gewillt bzw. zu blöd das zu kapieren.

    Warum? Tip: Das Radar ist noch in Betrieb und Tempelhof ist der einzigste von acht deutschen Standorten dieses Radartyps (RRP – 117), an dem ein Wohngebiet in unter 450m Entfernung geplant ist.

    Entweder man stellt sich direkt unter das Ding (Da ist besetzt, da ist die Bundeswehr selber am bauen) oder man bleibt dem Teil fern. Ab und zu mal übers Tempelhofer Feld latschen, dagegen ist nichts einzuwenden. Jeden Tag dort rumsitzen? Die Onkologen werden sich freuen.

    Wer immernoch denkt, dass hier soein Handymast-Paranoiker schreibt: Schonmal ein Vogel gesehen, der länger als 10s (die Zeit einer Antennenumdrehung) oben am Radom sitzt?

    Meint einer, der sechs Jahre an einem Baugleichen Radar rumgeschraubt hat.

  13. 13

    Wow!

    Hat Spass gemacht zu lesen, da bekommt man noch mehr Lust in Berlin zu wohnen.
    Hätte ich flattr, würde ich es jetzt nutzen….

  14. 14
    peter H aus B

    @LaHaine:
    Irgendwie mussten Nazis hier ja wieder untergebracht werden.. oder wie?

  15. 15

    @Fuzzy.Barnes: Danke für die Informationen.

  16. 16
    fredge

    @ichgehschlafen: Vielen Dank für den Tipp!

  17. 17
    cervo

    Also ich glaube auch, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis auf dem Gelände in irgendwas „investiert“ wird. Geldmangel ist immer ein Totschlagargument. Am Columbiadamm (u.a Höhe schwiebusser/friesen) läuft auf städtischem Gelände gerade die Planung für Luxusappartments. Dafür werden wunderschöne Kleingärten und ein paar kleine Betriebe (KFZ-Werkstatt etc) verdrängt.
    Sobald der richtige Investor kommt dann stirbt das Flughafengelände. Berlin ist die Stadt mit den am schnellsten steigenden Mieten. In Kreuzberg 61 findet man Wohnungen unter 10EpQm fast nicht mehr (gell, Spreeblick?). So funktioniert Privatwirtschaft. Das was Berlin ausmacht, was in den letzten Jahren die Kreativität und den Geist angezogen hat, stirbt. Tempelhof ist da nur eine Episode. Man muss sich die Stadt heute mal bewusst anschauen. Wieviele Chancen die Stadt wirklich schön und für die Allgemeinheit angenehm zu gestalten sind ausgelassen worden? Potsdamer Platz? Spreedreieck? Schlossplatz? Grillen im Tiergarten? Kicken vor dem Reichstag? Und jetzt eben Tempelhof.

  18. 18

    Medienaktivisten haben eine Diskussionsveranstaltung auf dem Flugfeld Tempelhof veranstaltet, zu Fragen der Internet-Politik und digitalen Freiheitsrechten, hier ein Bericht:
    http://berlinergazette.de/internetpolitik-und-freiheitsrechte/

  19. 19
    peter H aus B

    @cervo:
    Ach Gott, die „früher war alles besser“ Romantik. ;)

    Berlin ist tatsächlich eine einzigartige Metropole, denn durch den Mauerfall gab/gibt es die Möglichkeiten – mehr als in anderen Metropolen – Neues/Andersartiges/Besonderes im Überschuss zu entwickeln/entstehen zu lassen. In hoher Frequenz, an immer neuen Orten.

    Irgendwann ist damit aber Schluss, und die weitere Veränderung geht genauso zögerlich/langsam/behutsam/-normal voran wie in Paris, London oder Mardid. Dennoch haben diese Städte nicht den Ruf, besonders unkreativ zu sein. Da stirbt nix. Im Gegenteil..

    Eine Stadt ist, ebenso wie das Leben, ständige Veränderung. Da läst sich nichts aufhalten oder konservieren.

    Mein Tip: das „Jetzt“ geniessen!

  20. 20
    Tim

    Ob sich durch die teiweise Vewertung des Areals 200 Millionen oder 2 Milliarden erlösen lassen, ist eh egal. In Berlin geht es seit 50 Jahren nur darum, die Interessen der Baumafia und Investorenclique zu befriedigen.

  21. 21
    cervo

    @peter H aus B: Mit dem „Jetzt“ genießen hast du recht. Vielleicht bin ich mit Berlin zu verwöhnt worden. Ich musste zwischendurch zwei Jahre in Hamburg arbeiten, da ist ist halt alles an Wohnraum was zentrumsnah ist unbezahlbar (vor allem für singles und alleinerziehend) und die Schere zwischen arm und reich auffallend. Wie wohl auch Paris, London,… Ich hatte mich der Illusion hingegeben, Berlin würde sich anders entwickeln. Na ja, da heißt es wohl weiter ziehen. Vielleicht sollte man ein paar leerstehende Plattenbauten besetzen und daraus ein Künstlerkollektiv machen. Hilft aber auch nichts, sobald was cool ist zieht es halt die Leute mit Kohle an und verdrängt die anderen. Scheiß Gentrifizierung. Oder halt normal. Aber heißt „normal“ akzeptieren nicht auch kampflos aufgeben?
    Aber du hast ja recht. Jetzt Tempelhof genießen, solange der Raum noch öffentlich und bezahlbar ist. Vor allem heute. Geiles Wetter draußen. Ich geh jetzt aufs Feld und entscheide mich, zumindest heute, Tempelhof so sein zu lassen wie es ist.

  22. 22

    Ein wirklich toller Beitrag. Ich überlege mal aus dem Ruhrgebiet anzureisen und mich mal von diesem Alles und Nichts beeindrucken zu lassen.
    Danke!

  23. 23

    @Julian:
    Bei aller Euphorie möchte ich doch zu Bedenken geben,
    dass man in dieser Metropole nur gut leben kann, wenn
    man -man möge mir die Einschätzung verzeihen- über
    genügend Einkommen verfügen kann.

    Aber das ist hier ohnehin kein Thema.

    Denk ich mal

  24. 24
    cervo

    @PiPi: Das war gerade Thema zwischen mir und peter h aus b. Noch kann man in dieser Metropole (isses ja eigentlich nicht) ohne fettes einkommen leben. Im gegesatz zu Hamburg oder Paris oder London oder… Gerade das ändert sich gerade. Aber peter hat mir mut gemacht. Solange es genügend Leute in B gibt, die Jetzt leben bleibt die Stadt cool. Also, wenn ihr woander lebt und Bock auf was anderes habt, wenn ihr bock auf morgens aufstehen, ideen haben, losziehen, was erleben, abends merken, yes, das war meine idee die heute umgesetzt wude – yep, dann kommt nach berlin. noch klappts.
    So, RIP Dennis Hopper, nachträglich Happy Birthday Burkhard Hirsch und scheiß auf Lena, ich nenne mich jetzt rosetta – gute Nacht allerseits.

  25. 25
    Jan(TM)

    Wer will, dass die Welt so bleibt wie sie ist, will nicht, dass sie bleibt.

    Fortschrittsfeindlichkeit hat sich in der Vergangenheit IMMER als Diktatorisch erwiesen. Die Berliner Linke scheint sich vorgenommen zu haben, die CSU rechts zu überholen.

  26. 26
    Sebastian

    Ich war am Eröffnungswochenende mit dem Fahrrad da, und mich hat die gleiche Faszination gepackt. Seitdem radel ich jedes Wochenende dahin und versuche möglichst viele meiner Freunde zu überzeugen das gleiche zu tun. Ein paar haben das Fragen „Was soll ich denn da?“ eingestellt und sich drauf eingelassen und waren genauso begeistert wie ich. Um eine Landebahn in den in pink auf den Asphalt gesprühten 6 Minuten für Fahrradfahrer zu schaffen, muss mann immerhin immer nördlich der 20km/h bleiben! Es war ein Mordsgaudi. Aber besser als der Autor könnt ichs eh nicht in Worte fassen, insofern: meine volle Zustimmung! Geht alle hin solangs so ist wie es jetzt ist!!

  27. 27
    Jan (der Echte)

    @Jan(TM): Wer will, dass die Welt so bleibt wie sie ist, will nicht, dass sie bleibt.

    Vorher war es ein defizitärer Flughafen. Jetzt ist es eine Wiese. Die CDU wollte das es so bleibt. Die LINKE hat es geändert. Konservativ ist nur, wer mehr zu verlieren als zu gewinnen hat. Besitzstandswahrung ist nur etwas für Besitzende, also FDP Wähler.

  28. 28
    Steffen

    Stadtmenschen …

  29. 29

    na dieser polizeieinsatz bei der eröffnung war ja wohl wieder die absolute farce… alle haben sie angst.

  30. 30
    peter H aus B

    @PiPi:
    Das hängt nur von den eigenen Ansprüchen ab. Keine Metropole der Welt ist billig, das ist nun mal so. Aber man kann auch mir geringem Einkommen in diesen Metropolen angenehm leben. Sehr sogar.

  31. 31
    ber

    @peter H aus B: In Berlin ensteht im Vergleich mit anderen Städten leider kaum etwas „Neues/Andersartiges/Besonderes“. Cafes und Clubs gibt es woanders auch, T-Shirt Bedrucker und Täschchenbastler ebenso. Schau dir z.B. Designblogs an – Beiträge über Berliner Gestalter wirst Du da selten finden.

    Wie Du schon richtig sagst – in den Hochpreis-Metropolen wird die Kreativität alles andere als abgewürgt. Ich würde fasst behaupten sie wird extrem angeregt. Dort sind eben auch Leute mit Kohle vorhanden, die Ideen der lustigen Kreativen finanzieren können.

    Das seit knapp 2 Jahrzehnten immer wieder vorgetragene Berlin-Mantra aus „Freiräume, geringe Mieten und deshalb super kreativ … blabla“ ist Blödsinn.

  32. 32
    Kapelle

    @ber:
    „[…] Das seit knapp 2 Jahrzehnten immer wieder vorgetragene Berlin-Mantra aus “Freiräume, geringe Mieten und deshalb super kreativ … blabla” ist Blödsinn.“

    Richtig: Es besteht kein notwendiger Zusammenhang und über Tendenzen lässt sich streiten … es besteht aber auch keine Unmöglichkeit, d. h.: man kann dit machen, wa und die Idee finde ich viel interessanter als alle anderen Vorschläge, von denen ich bis dato gehört habe (bin kein Experte). Ich jedenfalls würde einen Apfelbaum pflanzen. Und selbst wenn jeder nur einen Apfelbaum pflanzt, könnte man später dennoch wahrheitsgemäß sagen: Es ist zwar nur ein Park, aber es ist unser Park.

  33. 33
    ber

    @Kapelle: Ey Du, nüscht gegen den Vorschlag von nem riesigen Park, wa. Mir gefällt auch die Fläche vor der Kunsthalle sehr gut. Aber diese Berliner Selbstverliebtheit und Überschätzung … nö.

  34. 34
    Daniel

    Ich hab‘ so eine Lust bekommen, fehlt nur die Sonne und 200km. Alles oder Nichts, ich finde das „Nichts“ auch so viel sympathischer. Danke ohne flattr

  35. 35
    julia

    weiß jemand von euch, wer die piktogramme auf dem rollfeld, beschilderung etc. also das orientierungssystem gemacht hat?

  36. 36

    Ich finde das spannend… das nächste mal in berlin werde ich mir das ansehen. Wobei ich dachte die machen da einen richtigen Park draus. Ich fände ja so ein wildpark toll… so mit blumen und ohne wege und großen bäumen und …naja wildwuchs…aber schön :)

    hach ja ich hab träume :D

  37. 37

    Tempelhof sollte relativ frei bleiben denke ich, wenn jeder einen Quadratmeter bekommt, bleibt von der großen Fläche wohl nicht viel übrig.
    Ich würde mich eher für eine leichte Umgestaltung in Richtung Park einsetzen. Mit Bäumen zupflanzen würde aber dem schönen Erlebnis von riesig viel Platz die Kraft nehmen!

  38. 38
    Kapelle

    @ber:
    „[…] Aber diese Berliner Selbstverliebtheit und Überschätzung … nö.“
    Kenn‘ ich mich nicht aus, will nicht über Tendenzen diskutieren, streiche gewohnheitsmäßig Prädikate wie „Berliner“, wenn’s um Selbstverliebtheit und Überschätzung geht.

    @Jazzbob:
    „[…] Mit Bäumen zupflanzen würde aber dem schönen Erlebnis von riesig viel Platz die Kraft nehmen!“

    War bildlich gemeint – ebenso bildlich gemeint ist der Vorschlag, dass bspw. die See-Fraktion mit der Hügel-Fraktion zusammenarbeiten könnte, d. h. trotz Zuweisung von einem Pixel/Berliner und vielen Eigeninteressen sowohl kleinere als auch größere Pixelmengen beackert werden könnten, ohne zwangsläufig alles zu zerpixeln. Aber ich schau‘ mir heute mal den riesig viel Platz an – vielleicht ist der „Tempel-Hof“ ja gut so wie er ist.

  39. 39

    Ich bin in einem Dorf in der Elbaue groß geworden. Wenn ich im Garten am zaun stand konnte ich bis zum Horizont sehen. Dort waren dann ein paar Kirchtürme und Industrieschornsteine zu sehen, sonst nur Wiese. Zum Rodeln sind wir damals zum Elbdamm. Das war die größte Erhebung in der Gegend. Irgendwann gings dann ab in die Stadt. Seit dem musste ich immer weit fahren, um das aml wieder zu erleben. Jetzt geh ich aufs Rollfeld und erlebe die selbe Faszination wie Felix. Nichts, als plattes Land. manchmal brauch ich das. Funktioniert bei mir wie PMR oder Meditation. Die Idee mit diesem Nichts auch nichts zu machen (also auch kein Naturschutzgebiet, kein abgekreidetes Sport- oder Aktionsfeld, auch kein Zaun,als wirklich gar nichts), scheint mir so revolutionär und unzeitgemäß, dass ich völlig aus dem Häuschen bin. Ein riesiges Nichts, mitten in Berlin.

  40. 40

    @peter H aus B: Lieber peter H aus B
    Meine Erfahrung sagt mir, dass auf gewissen Foren nur geringfügig unterschiedliche ‚Bildungsstufen‘ direkt aufeinandertreffen. Denk Mal.

  41. 41

    Wichtig ist, daß sinnlos Steuergelder verschwendet werden.

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