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Erntezeit mit mundraub.org


Schon als Kind hab ich mich gefragt, warum in Parks und Alleen nie Kirsch- oder Apfelbäume stehen. „Die müsste man ja abernten, wenn das Obst reif ist, damit man keine Obstmatsche am Boden hat“, lautete die völlig unbefriedigende Antwort meines Vaters, denn klar muss man die abernten, aber das ist ja das Tolle daran!
Mundraub.org kümmern sich genau darum:
Auf der entsprechenden GoogleMap könnt ihr eingetragene Bäume entpflaumen oder gesichtete eintragen.
Wer ständig vorm Apple hängt, sollte vielleicht auch mal einen pflücken!

13 Kommentare

  1. 01
    A Schwob

    Als „provinzieller“ Baden-Württemberger versteh ich euch Großstadt-Berliner ja auch nicht immer…
    Da freut man sich über den Tempelhofer Park (halt Bäume und Wiese, für meinen Großvater war das noch auf einer Ebene mit einem Kartoffelacker) und wünscht sich Äpfel zum einsammeln. Wir haben das als Kinder gemacht, weil wir mussten, aber so wirklich Spaß machte es nicht den ganzen Tag gebückt über eine Wiese zu laufen und halb verschimmelte Äpfel auf zu sammeln.

    Gibt hier in der Gegend genug Grundstücke, die niemand haben will, weil sie zu klein sind um sie effizient zu bewirtschaften und trotzdem viel Arbeit machen…

    Ich vermute das ist auch der Grund weshalb noch so wenige Einträge aus BW zu finden sind. Jeder der Bedarf hat fragt (analog) die nächste Person und die kennt dann jemand der dankbar ist für fleissige Hände…

  2. 02
    Oweh

    Schön langsam wird es langweilig. Überall immer wieder die gleichen Web-»Entdeckungen« zu sehen, macht mich gähnen. Selbst diese Seite hier mutet machmal wie eine von diesen Witzrundsendungen aus Büros an.

    Nicht Eure Schuld, ich guck wohl einfach zuviel Internet.

  3. 03

    Soweit wie ich der Legende vertrauen schenke, gab es nach dem Krieg einen Versorgungsengpass mit Lebensmitteln. So hat man in vielen gegenden Obstbäume als Alleenbäume gepflantz.

    Als Kinder sind wir oft nach Sachsen Anhalt gefahren, wenn zufällig Erntezeit war; anhalten, Kofferraum auf. 20 Kilo Äppel rein, nur Fallobst, und schön daraus Appelsaft gemacht.
    Man kann aber auch schnell mal daneben greifen, denn oft sind die Obstbäume unveredelt.

  4. 04

    Tolle Idee, ich gehe nachher Maulbeeren ernten!

  5. 05

    *please delete duplicate*

  6. 06
    Jeriko

    @Oweh: Trifft auf die Nörgler, die man an jeder Ecke sehen kann, übrigens auch zu.

  7. 07
    mc bastard

    also bei uns in der gegend, zerstört man damit eine lebensgrundlage, viele der bäume sind nämlich bewirtschaftet und die bauern verkaufen das obst an die kelterei (weiß ich, weil meine mama immer obst geklaut hat :D )

    btw. kann man bei der straßenmeisterei eine baumpatenschaft übernehmen und dann darf man das obst legal sammeln und verkaufen so wie es die bauern auch machen. hat mir ein arbeitskollege erzählt… jaja sowas lernt man auf dem land.

  8. 08

    finde die idee auch toll …. einfach geil ….

    @a schwab: die stadt berlin ist halt wirkliche eine welt der gegensätze … auf der einen seite die hecktik der großstadt, autos und bahnen überall, überall schnell hin kommen und auf der anderen seite viel grün und abgeschiedenheit und eben auch das ruhige Leben in Schrebergärten und dazu gehören auch Obstbäume .. und die Idee da irgendwie wildern zu gehen, irgendwie mit dem Gefühl man darf es nicht ist doch immer cool ;)

  9. 09
    Benjamin

    Also ich hab letztens im TV (jaha!) gesehen: da wurden Bäume bei mundraub.org angemeldet, die gar nicht „free for all“ waren. Denn: in Deutschland gibt es eigentlich keine herrenlosen Bäume und Sträucher. Ergo: aufpassen, nachdenken, nachfragen, wenn man an einem Baum vorbei läuft und der Bauer steht nicht gerade daneben. Könnte sein, dass Mundraub dann eben doch Mundraub ist.

  10. 10

    @mc bastard: @ivi:
    Oh nee! Ums Mopsen geht’s nicht! Die eingetragenen Bäume stehen alle auf öffentlichem Grund und sind zum abernten freigegeben!

  11. 11
    Tim

    Dass die auf öffentlichem Grund stehen, sagt wenig aus. Die Gemeinden vergeben oft Nutzungsrechte. Und dann gibt es noch sowas wie Gewonheitsrechte, wenn bestimmte Anwwohner diese Bäume jährlich abernten. Die werden sich alle freuen, wenn nun die Städter kommen und sich die Körbe vollmachen. Fast wie nach dem Krieg…

  12. 12
    sasa

    Ich find’s ne blöde Idee. Erstens macht das den Spass des zufälligen Entdeckens beim Herumreisen planbar. Zweitens gibt es eben ein Gewohnheitsrecht der umliegenden Bewohner und manch einer verdient sich damit auch ein kleines Taschengeld (Mosterei). Soll der Städter sich lieber mal ein eigenes Grundstück zulegen, Arbeit investieren, nebenbei Regionen beleben und dann erst Ernten – schmeckt meistens sowieso besser…

  13. 13
    Katze

    Aus Erfahrung weiß ich, dass das Fallobst in öffentlichen Grünanlagen z.B. in unserer Stadt liegen bleibt und vergammelt. Und wenn keiner aufsammelt, dann tu ich das. Wenn das der Stadt nicht gefällt, dann soll sie als Prävention ein Schild aufstellen, dass man das Obst nicht antasten darf, damit es vergammelt.

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