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Realm of the Mad God (mit Spreeblick-Gilde)

Die Komplexität aktueller Online-Rollenspiele ist Fluch und Segen zugleich. Sie ermöglicht zwar das tiefe und intensive Eintauchen in faszinierende Fantasiewelten, birgt aber auch Gefahren in sich, die nicht von der Hand zu weisen sind. Als ehemaliger Hexenmeister im World of Warcraft-Universum blieb ich dem Genre zwar bis heute treu, allerdings ziehe ich inzwischen Spiele vor, die kaum Einarbeitung bedürfen und bei denen das Ziehen des Steckers keine Entzugserscheinungen zur Folge haben. Willkommen bei Realm of the Mad God.


(Link zum Video)

Das in Flash realisierte MMORPG kann direkt und ohne zuvoriger Registrierung im Browser gespielt werden. Wählt einfach eine der fünf Klassen (Schurke, Bogenschütze, Zauberer, Priester oder Krieger), gebt dem Charakter einen Namen und schon beginnt das Abenteuer. Hier sucht man vergeblich nach aufwändiger Grafik, epischen Hintergrundgeschichten, hochgewachsenen Talentbäumen und virtuellen Statussymbolen. Im Niemandsland geht’s um nackte Überleben und das gestaltet sich deutlich einfacher, wenn man sich mit anderen Spielern zusammenschließt. Das Aufleveln geht recht schnell vonstatten und auch der ein oder andere Gegenstand ziert rasch das Inventar. Ebenso schnell kann der Charakter jedoch auch ableben und im Gegensatz zu anderen Rollenspielen dieser Art führt hier kein Weg zurück zu Hab und Gut. Wenn der Avatar das Zeitliche segnet, bleiben nur Frustration und Neuanfang. Jawohl.

Aber wisst ihr was? Es wäre doch gelacht, wenn wir den fiesen Oberboss Oryx nicht gemeinsam besiegen könnten. Aus diesem Grund rufe ich hiermit die temporäre Spreeblick-Gilde ins Leben, der sich jeder von euch anschließen kann. Stellt bei der Charaktererstellung einfach ein „SB“ vor den Namen (z.B. SByeah), damit wir uns untereinander als Verbündete erkennen. Auf auf, ihr verweichlichten Büro-Krieger!

Und wenn wir nicht gestorben sind, dann sterben wir noch heute.

18 Kommentare

  1. 01

    Ich stelle mir die Frage, ob das Suchtpotential heutiger Spiele wirklich höher ist als vor 20 Jahren. Ich kann mich erinnern, stundenlang auf dem C64 „Elite“ gezockt zu gaben um Commander Jameson auf Elite-Status zu bringen. Meine Schulnoten waren in der Zeit von einem Elite-Status ziemlich weit weg :-)

    Heute spiele ich nur noch recht wenig. Auf dem Mac gerne mal WoW so wie die Zeit ist, auf dem iPhone auch gerne mal ne Runde Mahjongg oder Carcassonne. In WoW spiele ich lange nicht auf einem Level, die meine Figur gemessen an meiner Gesamtspielzeit haben müsste. Aber das ist mir egal. Es ist eine nette Freizeitbeschäftigung wie viele andere Dinge auch. Und ja, dass es hier eine Hintergrundgeschichte gibt und auch die Talentbäume mag ich. Denn die einfacheren Spiele habe ich ja auf dem Handy. Ich finde es also ganz gut, ein anspruchsvolleres Spiel zu spielen und sonst etwas einfachere Spiele, denn das ist ein gutes Mix. Je nach Lust und Laune und Zeit.

    In diesem Sinne: Für die Allianz! :-D

  2. 02
    Phil

    Ich stell mir die Frage, welcher Server ? =)

  3. 03

    Es macht wenig Sinn, einen festen Server auszumachen, da recht schnell das Teilnehmerlimit erreicht ist und man da eh auf einem anderen landet. Am besten einfach die Voreinstellung belassen und auf gut Glück ins Abenteuer stürzen. ;-)

  4. 04

    @Christian: Ich glaube, heutzutage wird von Entwicklerseite viel bewusster mit dem Suchtpotential „gespielt“. Früher steckte das noch in den Kinderschuhen, aber inzwischen wissen Firmen wie Blizzard sehr genau, wie sie ihre Schäfchen an der Leine halten.

  5. 05

    hihi, ich hab eben schon einige SB-Leute rumlaufen sehen. Und während ich das hier schrieb, wurde mein AFK-Kerlchen von einem Monster gefressen ;)

  6. 06
    J.Panzee

    Ich stell mir die Frage, wie hoch der volkswirtschaftliche Schaden ist, den Spreeblick mit solchen Posts anrichtet. ^^

  7. 07

    Ich weigere mich noch ein MMO zu beginnen. ;)

  8. 08

    Gute Idee, das mit dem „SB“ vorne. Man trifft doch direkt eine Menge Leute.

    Angenehme Erfahrung: Selbst mit dem angeblich schwachen Priester kommt man voran, wenn man vorsichtig vorgeht.

    Größter Nachteil des Spiels: Wegen der WASD-Steuerung tun einem schnell die Finger weh.

  9. 09

    Ah, ok, mit 10-20 Verbündeten durch die Lande zu ziehen, das ist es, was Spaß macht. So kann man auch größere Gegner knacken. Leider ist mein Priester gerade gestorben. Dabei hatte ich soeben begriffen, wie Zauber funktionieren. War ein lustiges Erlebnis für den Feierabend, aber meine Finger brauchen Pause.

  10. 10

    Was gibt es denn da so alles zu kaufen?
    Ach, selber schauen macht klug und er-
    folgreich durch Stärke.
    Ja dann mal viel Spaß

  11. 11
    philipp

    Klingt cool, aber leider beantwortet mein Macbook solche Flash-Geschichten immer mit lautem Lüfterächzen… :(

  12. 12

    super spiel!
    habe durch unglaubliches glück
    von jemandem den zweitbesten bogen, die zweitbeste rüstung und den besten köcher geschenkt bekommen und sterbe mal so garnicht!
    SB leute sehe ich auch oft!
    naja vlt seht IHR ja mal meinen Archer SBotis

  13. 13
  14. 14
  15. 15
    fridge

    Besonders ärgerlich ist für meinen priest, dass er ständig reinkarniert wird. Da hat SBratzi nix zu lachen.

  16. 16

    Interessante Erfahrungen:

    1. Da es nur bis Stufe 20 geht, hat man irgendwann sein Ziel erreicht. Stufe-20-Helden helfen anderen und geben ihre Sachen ab. Kooperation statt Konkurrenz.

    2. Gemeinsam macht man mehr Punkte. Leute finden sich spontan in Gruppen zusammen, um zusammen die schwereren Gegner-Nüsse zu knacken. Unterschiedliche Heldentypen ergänzen sich gegenseitig.

    3. Wer mit Priester und Ritter je einmal Stufe 20 erreicht hat, bekommt als neuen Heldentypen den Paladin freigeschaltet. Der kämpft wie ein Ritter und kann mit seinen Schilden begrenzt zaubern.

    Schöne Sache, kann man ein paar Tage spielen, wird aber aufgrund der Obergrenze nicht süchtig.

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