18

Tableau: Digitale Fotos in der Schublade

tableau

Eine Brücke wollte John Kestner zwischen ihm und seiner Großtante schagen, eine Brücke zwischen der digitalen und analogen Generation. Also entwickelte er Tableau, einen Nachttisch mit integriertem Drucker und Scanner.

Fotos, die über einen bestimmten Twitter-Account veröffentlicht werden, landen automatisch in der Schublade des Tisches, und Dinge oder Nachrichten, die man in der Schublade platziert, werden digitalisiert und über einen anderen Twitter-Account verschickt. Von digital zu physisch und zurück.

Zur Zeit ist „Tableau“ auf der Saint Étienne International Design Bienniale zu sehen, der Nachttisch soll 2011 in Produktion gehen. Das Präsentationsvideo gibt es nach dem Klick zu sehen.

[via]

18 Kommentare

  1. 01
    Wedge Faraway

    Wunderschön.

  2. 02
    Ole

    Das ist eine Killerapplication. Und das meine ich nicht ironisch. Es hat etwas von Harry Potter.

  3. 03

    Wirklich eine sehr schöne Idee.

  4. 04

    Hm, ist das nicht jetzt schon ein Auslaufmodell, schon bevor es ueberhaupt „gelauncht“ ist? Gibt es diesen Unterschied zwischen digitaler und analoger Generation wirklich noch so stark dass so etwas noetig ist?

    Wenn ich mir so ansehe mit wie vielen 60 oder sogar 70 jaehrigen ich per Internet kommuniziere habe ich da so meine Zweifel dran, die sind heutzutage nichts besonderes mehr, finde ich.

    Zugestanden, sie war eine der ersten damals (und teilweise ihren viel juengeren Kollegen um einiges voraus) aber ich habe schon vor ueber 10 Jahren mit meiner Mutter per e-mail kommuniziert. Sie hatte eine Digitalkamera bevor ich eine hatte. Sie hat mit fast allen ihren Verwandten und Bekannten per e-mail, Skype und sonstwas kommuniziert. Sie waere dieses Jahr 70 geworden, ihre Verwandten und Bekannten sind zum groessten Teil in der gleichen Altersgruppe.

    Von meinen Freunden und Bekannten auf Islay kenne ich das gleiche, da sind massenhaft 60-jaehrige heftig im Internet unterwegs. e-mail und online shopping sowieso, teilweise sind die am bloggen was das Zeug haelt, verschiedene auf Facebook um mit ihren Kindern oder Enkelkindern zu kommunizieren. Ganz normal eigentlich.

    Auf Twitter habe ich ich einen 75jaehrigen Follower, der kennt die Gegend in der ich jetzt wohne aus seiner Jugend und „erzaehlt mir manchmal vom Krieg“ (oder zumindest der Nachkriegszeit). Sehr interessant so ein bisschen ueber die Geschichte der Gegend zu lernen.

    So verwunderlich finde ich das auch gar nicht. Computer im Allgemeingebrauch sind jetzt so um die 30 Jahre her. Das www ist 20 Jahre alt. Der dotcom boom (und bust) ist 10 Jahre her. Mehr und mehr Leute die damit im Berufsleben oder auch einfach aus Interesse umgegangen und „alt geworden“ sind erreichen jetzt die 50, 60 und auch 70 Jahre.

    Kann man da wirklich noch von analoger und digitaler Generation sprechen?

  5. 05

    Großartig, das Teil kriegt Oma zum Geburtstag. Und gut aussehen tuts‘ auch noch.

  6. 06

    @Armin: die leute wollen ihre digitalen fotos noch immer in die hand nehmen, sie wollen sich noch immer kleine zettelchen schreiben. ich bin 30 und lasse regelmäßig fotos entwickeln. von digital hin zu analog. manchmal auch von analog hin zu digital und zurück zu analog.
    sich hier am generationenbegriff abzuarbeiten, bringt es bei diesem schränkchen doch wirklich nicht. so einen schrank will ich dann aber auch!

  7. 07

    Das ist ja wirklich eine wunderschöne Idee!!! Beim Lesen habe ich sogar ein bisschen eine Gänsehaut bekommen.

  8. 08

    @ovit:

    Hey, den Generationenbegriff hab‘ nicht ich ins Spiel gebracht, der kommt vom Kuenstler und Johnny.

    Ich habe ja auch kein Problem mit dem Ausdrucken, ich „drucke mir ja auch manchmal das Internet aus“, einfach weils teilweise einfacher zu lesen ist. Ich schreibe auch noch Weihnachtskarten, einfach weil ich es netter finde. Meine Einkaufsliste schreibe ich auch per Hand und nicht auf dem Smartphone.

    Ich wuerde das halt nur nicht mehr an den Generationen oder vielmehr einem Unterschied festmachen. An die „digital natives“ glaube ich schon seit Jahren nur noch sehr eingeschraenkt.

  9. 09
    Sven

    Ich könnte mir vorstellen, dass der Nachttisch in der Praxis durch Geräusche der integrierten Technik entzaubert wird. Trotzdem: Eine wundervolle Sache! :)

  10. 10
    Robin

    Tolle Sache und vor allem richtig Innovativ!

Diesen Artikel kommentieren