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Vreitagsvers, der sechsundzwanzigste

knutbye
dem wowereit sein bär ist tot
leb wohl, grauweißer hüne
nach rinderhack zum abendbrot
fiel – platsch! – er von der bühne

warum? wieso? er war doch kult!
lags am berlina klima?
wars liebeskummer? wer hat schuld?
atom aus fukushima?

wer zog den stecker aus dem loch?
was warf nur den koloss um?
nun ja. was solls. zum glück gibts noch
das schielende oppossum

Zuhause, auf Zwölf Zeilen zur Zeit, zockt Ingo Neumayer tagtäglich so lange mit der deutschen Sprache, bis sie ihm einen sinnigen Reim spendiert.
Vreitags gibt er auf Spreeblick einen aus!

9 Kommentare

  1. 01
    KOPNR

    In Berlin würd ich mir auch ’nen Schlaganfall zulegen.

  2. 02

    Ich habe die Zusammenhänge um Knuts Tod kurz zusammengefaßt. Das ist ein grausames Komplott!

  3. 03

    Ist zwar irgendwie ein trauriger Anlass, aber das Gedicht ist trotzdem ziemlich passend…

  4. 04

    Endlich ist das eingesperrte Lebewesen frei.

  5. 05
    TrinTragula

    Es ist nur ein toter Eisbär…

  6. 06
    Albert

    Im Gegensatz zu Knut ist die Zoo-Ameise Klaudia einsam und unbemerkt verstorben: http://www.kojote-magazin.de/?p=2884

  7. 07

    @Albert:
    Mittlerweile erfreut sich ob der schlechten Nachricht
    die Internetgemeinde in nah und fern an der Objektivität des Berichtes.

    ;-)

  8. 08

    hahaaaaaaaa ganz großes kino :)

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