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Open Spreeblick: Das war’s. Vorerst.

Open Spreeblick, unsere Sommer-Aktion, ist beendet. Derzeit kann man sich also nicht mehr registrieren und weitere Artikel werden zunächst nicht mehr freigeschaltet (für diejenigen unter euch, die noch Entwürfe im System haben, folgen weiter unten noch ein paar Hinweise).

Wir bedanken uns bei allen, die sich die Mühe gemacht haben, mitzumachen und etwas zu schreiben! Alle bei der Aktion veröffentlichten Beiträge findet ihr natürlich weiterhin im Archiv.

Die von uns erwartete Spam-Flut hielt sich übrigens in Grenzen. Zwar konnten es einige ganz Schlaue nicht lassen, ihre blöden SEO-Links in verkappte „Artikel“ zu packen, insgesamt jedoch hatten wir Schlimmeres befürchtet. Ich finde daher, dass sich die Aktion gelohnt hat, denn es sind einige gute Artikel dabei gewesen und tatsächlich denke ich darüber nach, wie man Spreeblick in etwas abgeänderter Form offen lassen kann. Schließlich könnte dieses Blog eine Plattform sein für diejenigen, die nur ab und zu etwas schreiben und dafür kein eigenes Blog starten wollen, sich hier aber gleichzeitig einer gewissen Stammleserschaft sicher sein könnten. Man müsste dafür gestalterisch etwas umbauen und vielleicht Funktionen einführen, mit deren Hilfe die Leserinnen und Leser auf herausragende oder viel kommentierte Gastbeiträge aufmerksam gemacht werden, aber grundsätzlich gefällt mir die Idee, Spreeblick zu öffnen. Noch ist nichts entschieden und letztendlich interessieren mich natürlich auch eure Gedanken zu dem Thema.

Noch ein Hinweis alle, die sich registriert hatten und die Beiträge zwar angefangen, aber noch nicht fertig gestellt hatten: Eure Entwürfe sollten im System für euch noch zugänglich sein, können also auch kopiert und an anderer Stelle noch veröffentlicht werden. Falls es Probleme gibt, meldet euch bitte einfach per Mail an info bei spreeblick.com, wir helfen gerne.

29 Kommentare

  1. 01
  2. 02

    So nett der Gedanke dahinter sein mag: Ich hatte Spreeblick kurz nach Beginn der Aktion aus dem Feedreader geworfen. Gefühlte 100 Einträge pro Tag, von denen mich nur 5 nach Überschrift interessieren und nur 1-2 wirklich lesenswert sind – das lohnte einfach nicht.
    Die Stammleserschaft habt ihr, weil hier gewöhnlich viel Gutes zu finden ist – wenn das untergeht in der schieren Masse, dann ist die Stammleserschaft irgendwann auch weg.

  3. 03

    Danke für diese tolle Aktion. Ich hoffe, dass diese Projekt weitergeführt wird. Wobei ich schlecht beurteilen kann, wie groß der Administrative Aufwand ist.

  4. 04

    Also für mich als Stammleser war die Aktion auch nicht besonders reizvoll. Ich lese dieses Blog – wie die meisten anderen Blogs auch – wegen der Meinungen, Gedanken und Perspektiven der Autoren. Wenn nun auf einmal ein täglich großer Schwall an langen Artikeln von mir völlig unbekannten Menschen reinrauscht, dann fehlt mir die Motivation mich da auch noch durch zu arbeiten. (Anmerkung: Ich kritisiere die Quantität, nicht die Qualität.)

    Ich denke, es gibt genug Portale auch mit aktiver Community, wo man seine Texte veröffentlichen und Feedback bekommen kann. Spreeblick ist dafür meiner Meinung nach der falsche Ort.

  5. 05

    Ich fand das Konzept interessant, hatte aber nicht den Eindruck, dass die durchschnittliche Artikelqualität den Spreeblick-Standard erreicht.
    Aber: je nachdem wie Spreeblick sich selbst sieht, wäre es natürlich schon schön, wenn ihr die Möglichkeit für Gastbeiträge hättet. Vielleicht ein „Hier einsenden“-Button, wo Artikel reviewed werden, die dann im allgemeinen Rahmen gepostet werden. Vielleicht ein gesonderter Bereich, wo Leser sich diese Gastbeiträge (vorgefiltert?) ansehen und raten können… Gibt da ja mehrere Möglichkeiten. Es gibt viele Menschen, die dann und wann etwas zu sagen haben, was ihrer Meinung nach mehr Aufmerksamkeit verdient als sonst. Eine offene Möglichkeit, ohne große Hürden zu sagen „Hier, das glaube ich ist lesenswert, bringt das doch mal“, wäre hübsch. Auch wenn es wahrscheinlich viel Redaktionsaufwand bedeutete.

  6. 06
    leipziger

    Nach diesem Experiment weiß man wieder, was man einer guten Redaktion hat.

    GvH

  7. 07
    Kar.Ma

    Thank god!

  8. 08
    E.S. Brom

    @Julian: All diesen bietet sich doch der Weg über Email an, oder nicht?

  9. 09

    Sosehr ich die Open-Spreeblick-Aktion vom Gedanken her auch mag, ich mag Spreeblick lieber, wie es vorher war. Die Anzahl der Open-Spreeblick-Texte und die Inhalte von ihnen, das war alles nichts für mich. Ich möchte lieber Meinungen, Links und Hinweise von Johnny und den restlichen, alten Autoren. Das ist’s, was für mich Spreeblick ausmacht.
    Open Spreeblick 2 könnte ich mir dann vorstellen, wenn ich Spreeblick- und »Spreeblick+«-Autoren per Feed und Design trennen könnte. Vielleicht wäre das ein Mittelweg, der mich Spreeblickkonservativen glücklich stellen könnte.
    (Ich würde aber auch anders immer mitlesen. <3.)

  10. 10

    Ich schließe mich einigen Vor-Kommentatoren an: Ich fand das Experiment auch nicht so berauschend und stand kurz davor, Spreeblick aus meinem Feed-Reader zu löschen. Die Redaktion sollte bei neuen Beiträgen kräftig aussieben oder eine offene Seite einrichten, damit erkennbar ist, ob es sich um die Stammautoren oder Neulinge handelt.

  11. 11

    gabs von Euch als offene Plattform nicht mal sprblck.com oder so ähnlich? Als Probierfeld für solche Sachen?

  12. 12
    Andi

    Ich lese Spreeblick ungefähr seit der Jamba-Zeit und habe mittlerweile häufiger den Eindruck, dass hier eine ziemliche Tumbleweed-Stimmung eingekehrt ist. Von daher ist frischer Wind prima; die Aktion hat allerdings hauptsächlich Quantität gebracht und eher wenig Spreeblick-Qualität (ich kann mich dem Kommentar von Hendrik nur anschliessen).

    Fazit: Gute Idee, nochmal dran schrauben und auf Highlights reduzieren, dann einen zweiten Versuchslauf wagen. Sind ja bald Herbstferien, dem Wetter nach zu urteilen. :)

  13. 13
    Malte

    Ich schließe mich den Kommentaren meiner Vorredner an. Die Idee war zwar äußerst interessant und inspirierend (für die Schreibenden), aber alles in allem fühlte es sich ein wenig so an wie ein globaler Twitter-Stream, in dem vieles auftaucht, das man gar nicht lesen will, was aber aufgrund der schieren Flut die guten Beiträge etwas erdrückt. Bei Twitter liest natürlich niemand diese globale Timeline, hier war man dazu mehr oder weniger gezwungen, daher denke ich, dass dieses Experiment durchaus seine weitere Berechtigung hätte, allerdings etwas separiert vom sonstigen Inhalt und in einem eigenen Feed.

  14. 14
    Ste

    Mich störten die Überschriften im Feed, das ist ja das erste was man sieht und worüber man entscheidet ob ma draufklickt oder nicht. Stellenweise habe ich mit den Überschriften nichts anfangen können oder es spinnten sich bei gewissen Formulierungen Assoziationen die mir nicht gefielen.

    z.B.
    – „Der Gedankenfurz“
    – „Erstarrt“
    – „Tschüss Deutschland“

    es waren noch viel mehr, die mich allein über die Titel nicht lockten, ja regelrecht abstießen. Wahrscheinlich steckt aber hinter „Gedankenfurz“ was total tolles… daher glaube ich, dass einige Kommentatoren hier zunächst über den FeedReader stolperten, sich wunderten was da plötzlich für komische Titel reinrauschten.

  15. 15
    manuel

    Wählt doch lieber ein paar bestimmte Gastautoren aus bevor ihr in die Ferien fahrt.
    Ich hatte bei vielen Beiträgen den Eindruck die Gastautoren konnten mir ihrer neuen Freiheit nicht viel anfangen. Viell. waren auch ein paar gute Artikel dabei. Die habe ich aber nicht gefunden und irgendwann auch nicht mehr gesucht.

  16. 16

    Man könnte ja zwei verschiedene Feeds anbieten und irgendwo hier eine Liste einbinden, wo die neusten vier, fünf Beiträge angezeigt werden und wenn mal einer besonders wichtig ist, weil er euch sehr gefällt oder eine bestimmte Mindestmenge an Kommentaren gesprengt hat, wird er wie hier in der Featured-Spalte mit einem Bild angezeigt. (:

  17. 17

    @manuel:
    Lieber manuel,
    soweit ich es verstehe, konnte man als ‚Lückenbüsser‘ sich bewerben.
    Als jemand der ausschließlich nur dazu geneigt ist Kommentare zu
    äussern finde ich die angedachte Ausschreibung gar nicht schlecht.

    Mein ja nur

  18. 18

    hallo,

    die aktion fand ich als experiment sehr gut, wenn ich auch die meisten beiträge nicht gelesen haben (und einige die ich gelesen habe auch wirklich doof fand).
    ich lese spreeblick gerne weil ich hier qualität, sowohl in form, als auch im inhalt finde. es wäre wenn das verschwinden würde, aber dessen seit ihr euch sicherlich ebenso bewusst.

    grundsätzlich ist das öffnen der plattform ja überhaupt kein doofer gedanke.
    vielleich ist es langsam mal an der zeit für die deutschsprachige huffington-post. :-)

    wie auch immer. macht weiterhin so gute arbeite, ihr werder da schon eine gute lösung für finden.
    viel erfolg dabei.

    hg
    fk

  19. 19

    damnt it!111!!
    es muss heißen:
    „es wäre SCHADE wenn das verschwinden würde, aber dessen seit ihr euch sicherlich ebenso bewusst.“

    sorry :-)

    hgfk

  20. 20

    @fk: Seit wann seid ihr so komisch drauf.
    (Mir fiel kein besserer Kommentar ein)

    Alles Gute

  21. 21

    nun ja, es war ein Experiment… Und wenn ich die Kommentare verfolge (ich gebe gerne zu, dass auch ich irgendwann aufgegeben habe, mich durch den täglichen Input an User Generated Content zu arbeiten, um es mal ganz wertfrei zu formulieren), dann war dieses Experiment zwar spannend (uiuiui, gelöschte Beiträge, weil erst nach den ersten wütenden Kommentaren auffiel, dass da wohl jemand Social Media Marketing der allerbilligsten Sorte betreiben wollte), aber irgendwann auch ermüdend. Und warum? Die Selbstreferenzialität der Beiträge war erschreckend hoch. Sowas liest man gerne freiwillig in Blogs, deren Macher man schätzt und Meinung gerne liest, aber doch BITTE nicht hier. Wahlloses Zitat eines Beitrags: „Gut. Kommen wir zum Punkt. Es geht darum, warum ich am frühen Morgen einen Beitrag hier schreibe. Habe ich etwas Wichtiges zu sagen?“
    Tja, mag man da sagen, hmm, und vielleicht auch ein „öööps“.
    Um fair zu bleiben: Auch ich betreibe Blogs, freue mich über Leser und Aufmerksamkeit, finde auch doofe Kommentare nett, weil sie zeigen, dass sich irgendjemand immerhin die Mühe macht, was zu antworten, und kann jeden verstehen, der gerne ein paar klicks mehr hat.
    Aber nun isses ja erstmal vorbei mit der Plattform für alles und jeden, und das ist auch gut so.

  22. 22
    Victor

    Wenn ich hier lese, „Ich als Stammleser…Spreeeblick & Feedreader :/ …“.

    Es ist nur ein Experiment, Test, Gucken-was-passiert gewesen. Keine Angst. Spreeblick bleibt bestimmt treu. Du, konservativer Leser, hast Spreeblick für Dich allein, brauchst kein Angst haben, vor mir Open-Spreeblick Autor. Ich bin nur eine Eintagsfliege. Es ist alles vorbei. Das Niveau ist wieder hergerichet.

    Ich, der Heimatlose, fand es trotzdem toll, dass meine Artikel hier veröffentlicht wurden, auf einem bekannten deutschen Blog und Initiator der Republica. Stillstand ist was für Konservative…

  23. 23

    Sympathische Idee, aber beim nächsten Mal mit mehr Filter? Oder einem Schalter zwischen „Spreeblick classic“, „Spreeblick classic + open highlights“ und „Spreeblick uncensored and totally open“.

  24. 24
    leipziger

    Das DENIC sagt:

    Die Domain „openspreeblick.de“ ist nicht registriert.

    GvH

  25. 25

    Aus der anderen Perspektive heraus: Ich fand es auch schade, dass die Open-Spreeblick-Artikel nach kurzer Artikel in den Tiefen der Seite verschwunden sind. Auch dem würde man mit einem eigenen Open-Spreeblick-Portal innerhalb der Seite, auch mit eigenem Feed, vielleicht besser gerecht. Und man könnte in einer Box auf der Hauptseite dann nach dem Zufallsprinzip Open-Spreeblick-Artikel featuren. Das wäre als Experimentierwiese immer noch attraktiv, würde aber keine Stammleser vergraulen. Oder man fasst alle Open-Artikel in einem automatischen Post pro Tag für den Haupt-Feed zusammen.

  26. 26

    Ich habe dieses Experiment auch mit Interesse verfolgt. Zum einen auch als Autor bzw. Mittler von Autoren meiner seite und als interessierter Leser der Beiträge und Kommentare. Die Reaktion deckt sich mit den Kommentaren hier – die Mehrheit steht dem kritisch bis ablehnend gegenüber. Die Stammleserschaft ist irritiert und befürchtet eine Verwässerung des Konzepts von Spreeblick.
    Daher sollte erstmal Spreeblick genauer definieren,wie so etwas in Zukunft aussehen soll – Was ist die Zielsetzung? Ausweitung der Zielgruppe, Kostenlose Redaktion, Bekanntheitsgrad steigern oder ernsthaft neue Autoren/Blogs mit ins Boot holen.
    Das nicht alle Gastbeiträge des Experiments einem jounalistischen Standard entspreachen, dass war für mich ok, denn der Inhalt war mir wichtig.

  27. 27

    Ich schließe mich den Vorrednern an. Spreeblick einfach wieder zu öffnen würde den Blog zerstören.

    Aber ihr könntet wirklich wie von @leipziger vorgeschlagen unter openspreeblick.de ein neues Projekt dafür anlegen und pro Woche max. einen richtig guten Artikel featuren?! Oder eine Einsendemöglichkeit für Artikel schaffen?!

  28. 28
    R.Glei

    @Die-Tastenkombination: gerne denke ich an die Kanufahrt mit atze et.al. worüber hier noch nicht diskutiert wurde: regionale events mit „ortsgrößen von rock und pop“. Dadurch erreicht man mehr nachhaltigkeit.
    immer neue projekte, das kann auch nicht die lösung sein. vielleicht mal was für das orgateam?

  29. 29

    Erst einmal Dank an alle für den Input!

    Ich freue mich, dass viele von Spreeblick-Qualität sprechen, aber klar ist ja auch, dass jemand, der vielleicht noch nicht so viel oder lange schreibt, noch übt. Dafür kann man Spreeblick dann schon mal öffnen und so war das auch gedacht: Als Einladung, sich zu zeigen, seine Texte hier zur Diskussion zu stellen – viele der Gastautoren fanden das spannend, was mich sehr freut. Den Ärger über eine Content-Flut, die nun soooo stark auch nicht war, verstehe ich, finde ihn aber etwas übertrieben – jeder RSS-Reader hat einen „Alles als gelesen markieren“-Button, den man halt drei Wochen lang benutzen musste, wenn man wollte, so groß war der Aufwand der Filterung also nicht. ;) Aber klar: Das war nicht der Spreeblick, den man kannte, doch das kann immer mal wieder passieren, passiert eher zu selten finde ich.

    Wollte man so etwas weiter machen, müsste man das Konzept anpassen, das sehe ich auch so. Ob eigene Domain oder andere Integration (Trennung, auch der Feeds), das alles wäre nicht so schwer. Der ganze „Überbau“ sollte dann aber auch ein anderer sein und unter Umständen würden wir dann (teilweise) eine Art Blog-Plattform werden. für alle, die halt kein ganz eigenes Blog machen wollen, aus welchem Grund auch immer. Kann man drüber nachdenken, ist aber nicht wirklich mein Ziel.

    Was dieses Ziel aber derzeit genau ist, das ist mir derzeit auch nicht komplett klar, denn in meiner Brust schlagen zwei Herzen, was die Richtung von Spreeblick angeht (kurze Version: „Kleiner“ gegen „Größer“ ;)). Bis sich eines davon durchgesetzt hat, blogge ich hier einfach weiter, mache mir nebenbei mal wieder Luft für Musik und bereite die nächste re:publica vor. Das Schöne für mich an Spreeblick war immer, dass ich kaum Druck verspüre, etwas Bestimmtes tun zu müssen, und so soll das auch bleiben. Inklusive der Experimente.

    Nochmal: Danke fürs Feedback!

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