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Vreitagsvers, der dreiundvierzigste

wir scheißen auf den mindestlohn

verrecken solln die kranken
die unterschicht kriegt nichts, nur hohn
wir retten lieber banken

alleinerziehend, kinder: drei
kaum brot, kein geld zum tanken
die umwelt stirbt? uns einerlei
was zählt, sind unsre banken

die würde steht im grundgesetz
na toll, wem kann ich danken?
wie fische zappeln wir im netz
und wer kassiert? die banken

Zuhause, auf Zwölf Zeilen zur Zeit, zockt Ingo Neumayer tagtäglich so lange mit der deutschen Sprache, bis sie ihm einen sinnigen Reim spendiert.
Vreitags gibt er auf Spreeblick einen aus.

3 Kommentare

  1. 01

    Banken werden wohl weiterhin nötig sein, man muss nur irgendwie die Penner loswerden, die sie betreiben.

  2. 02
    flubutjan

    Kennen alle. Trotzdem.

    „Was ist der Einbruch in eine Bank gegen die Gründung einer Bank?“

    Bertolt Brecht, Dreigroschenoper

  3. 03

    Denke mal
    an die Fugger oder Robert Bosch’s.
    Das Sozialgefüge driftet aufgrund
    pers. belange (Gier, Geiz, Ansehen)
    in unglaublich absurde Tiefebenen
    ab, wo ein normal (-verdienender)
    sich redlich verdingender Arbeitnehmer
    sich sein Los am Kiosk kaufen muss.

    http://www.youtube.com/watch?v=6FcGgZ7H3FA
    http://www.youtube.com/watch?v=K8DHYRPOcVU

    Depp on We

    http://www.facebook.com/Beck

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